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Völlig verottete Bremszangen: Wie kann sowas passieren? Wie verhindern?

Erstellt von xmds, 10.08.2015, 22:23 Uhr · 14 Antworten · 1.806 Aufrufe

  1. Registriert seit
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    Standard Völlig verottete Bremszangen: Wie kann sowas passieren? Wie verhindern?

    #1
    Hallo Zusammen

    Habe ja wie in Frage zum Bremsenrevisionssatz 1150 ADV mit BKV geschrieben für meine 2. ADV gute, gebrauchte Bremssättel in Ebay besorgt, nachdem die bestehenden sich nicht lösen liessen. Kleine Anmerkung in die Runde: Die gebrauchten Bremssättel habe ich sorgfältigst gereinigt, vor dem zurück drücken mit der ATE Paste eingeschmirt und verrichten seit daher über 5500km zuverlässig ihren Dienst.

    Gestern Abend habe ich mir dann die Zeit genommen und die alten Bremssättel auseinander genommen. Ich bekam fast einen Schock! Schaut euch die Bilder an! Ich musste die Kolben mit höchster Gewalt mit der Rohrzange entfernen, die waren komplett fest!


    Hier noch mit den Dichtungen montiert (achtet auf die Verformung der äusseren, oberen Dichtung, leider nicht ganz scharf)
    bremssattel_03.jpg

    hier dann mit den Dichtungen entfernt:
    bremssattel_01.jpg

    Auch hier sieht die Dichtung völlig aufgequollen aus. Ebenfalls sind richtige "Ablagerungen" in Form von kleinen, festen Stücken sichtbar.
    bremssattel_02.jpg

    Ich frage mich nun wie so etwas passieren kann. Ich fahre ja auch im Winter rum, auch bei Salz aber so was habe ich noch nie gesehen.
    Der Kollege dem ich das Mopped abgekauft habe hört "schlagartig" im Winter auf fahren und spritze das Motorrad nicht ab. Kann es sein das so in 1.5 Jahren alles zerfressen wurde? Wenn die Dichtungen wirklich dicht gewesen wären hätte doch eigentlich kein (Salz) Wasser drunter kriechen können. Durch die Korrosion blühte das Alu auf und drückte die Dichtungen gegen den Zylinder. Der konnte sich dadurch nicht im geringsten "frei" bewegen.

    Habt ihr eine Erklärung dafür?

    Nachdem ich die neuen Bremszangen montiert hatte und beim I-ABS alle Kreise spülte fiel mir in der alten Flüssigkeit nicht ein einziges, festes Teilchen auf.

    Danke euch für eure Vermutungen bzw. Antworten.


    Gruss, Stefan

  2. X-Moderator
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    Standard

    #2
    Wenn die SiRis nicht dicht sind, weil verhärtet kriecht da alles drunter .... ich hab da meine eigene Meinug zu vernünftigem Material und Qualitätssicherung.

  3. X-Moderator
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    Standard

    #3
    der O-Ring sieht ja auch toll aus .... sowas sollte eigentlich nicht passieren

  4. Registriert seit
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    #4
    Hi
    Wenn die Dichtungen nicht dicht wären, würde die Bremse nicht funktionieren.
    Der Rest ist Salzkorrossion.
    Wobei das nicht 1 Winter war sondern so lange gefahren wurde bis dieses Ergebnis erreicht wurde. Sozusagen ein "Fahrer" aber kein "Putzer". Wahrscheinlich auch jemand der seine Bremsklötze in 10 Minuten wechselt. Stimmt auch, nur gehören bei dieser Gelegenheit eben auch die Bremssättel gereinigt/ gewartet. Daher berechnen die NL auch relativ viel Zeit für's Belägewechseln. Ob sie die Nebenarbeiten immer sorgfältig machen oder gelegentlich einfach "passt schon" urteilen?
    gerd

  5. Registriert seit
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    Standard

    #5
    Danke euch für Antworten!

    Wenn ich die Bremsbeläge wechsle reinige ich äusserlich den Bremssattel und schmiere die Kolben anschliessend (vor dem zurück Drücken) mit der ATE Paste ein. Bis jetzt hat sich das bewährt. Ich staune einfach das sich so eine krasse Korrosion bilden konnte.

    Machte mir fast ein bisschen Angst. Aber ausser reinigen und den "Schmoder" entfernen gibt es wohl nicht gross präventive Wartung.
    Die Maschine wurde tatsächlich vor allem gefahren, auch im Winter und das während gut 8 Jahren

    Gruss, Stefan

  6. Registriert seit
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    Standard

    #6
    Salü Stefan,

    auf Deinen Bildern schaut es aus, als ob der Bremskolben Riefen hat. Das würde erklären, warum die Dichtung verformt ist.
    Wenn dem so ist, sollten die Kolben auch erneuert werden. Sonst hält die neue Dichtung weniger lang als sie könnte....

    Beste Grüsse

  7. X-Moderator
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    Standard

    #7
    Sowas repariert man nicht .... man schmeißt es weg, mit dem guten Gefühl alles für ein längeres Leben für sich und andere getan zu haben.


  8. Registriert seit
    17.04.2004
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    Standard

    #8
    Hi
    Die Sättel haben keinen Oberflächenschutz. Will man es gut machen, kann man bei einer Überholung die Kolben rausdrücken und das Innenleben kontrollieren. Ist es OK, den Sattel mitsamt dem wieder eingebauten, alten Kolben strahlen, dann Letzteren durch einen Kunststoffstopfen mit einem ganz kleinen Bund ersetzen und den Sattel pulverbeschichten.
    Kunststopfpfropfen raus, Kanten auf "Pulverrückstände" kontrollieren, alte Dichtung raus, Dichtung und Kolben neu und gut is'
    gerd

  9. Registriert seit
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    Standard

    #9
    Hallo Zusammen

    Die Dinger liegen im Alteisen Eimer und gehen auf den Schrott! Da muss ich nicht überlegen! Wenn ich für 100 Euro ein gutes, gebrauchtes Paar bekommen noch viel weniger.

    Dadurch das die Kolben absolut fest-sassen musste ich sie mit aller Gewalt mittels eine Rohrzange raus "befördern". Die Kolben sind dadurch natürlich komplett kaputt -sprich voller Riefen und Eindrücke- gegangen, ebenso die Zylinder. Mit Druckluft kamen sie nicht raus. Die waren komplett 100% fest gegangen.

    Aber trotzdem noch eine Frage: Kriegt man für diesen Typ Bremszange überhaupt einen Revisionssatz sprich Dichtungen und Ersatzkolben? Ich habe mit ETK nichts gefunden und deswegen ja auch in Ebay mir ein paar gebrauchte gekauft.

    Danke und Gruss,

    Stefan

  10. X-Moderator
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