Ergebnis 1 bis 8 von 8

Zug-/ Druckstufeneinstellung am Federbein

Erstellt von Wirringer, 01.08.2009, 17:33 Uhr · 7 Antworten · 8.729 Aufrufe

  1. Registriert seit
    18.06.2009
    Beiträge
    195

    Standard Zug-/ Druckstufeneinstellung am Federbein

    #1
    Hallo,

    da ich leider zu meiner GS kein Handbuch mitbekommen habe und mir auch die Suche hier im Forum und den sehr hilfreichen Seiten von Gerd nicht weitergeholfen hat, muß ich euch mal um Hilfe bitten.

    Am hinteren Federbein ist sowohl von links - als auch von der rechten Seite gesehen je eine Einstellschraube kurz über dem unteren Federbeinauge.
    Auf welcher Seite wird die Zug- und auf welcher die Druckstufe verstellt.
    Wie ist die Standardeinstellung? So ist es mir viel zu hart. Vermutlich war mein Vorbesitzer deutlich "gewichtiger" als ich so ein Handtaschenformat wie ich es bin.

    Grüße
    Andy

  2. Registriert seit
    21.07.2008
    Beiträge
    489

    Standard

    #2

  3. Registriert seit
    17.04.2004
    Beiträge
    12.708

    Standard

    #3
    Hi
    Mit einer der Schrauben kannst Du was verstellen (links), die andere ist verstemmt und existiert sozusagen überhaupt nicht
    gerd

  4. Registriert seit
    13.06.2005
    Beiträge
    6.602

    Standard

    #4
    Zitat Zitat von Wirringer Beitrag anzeigen
    Auf welcher Seite wird die Zug- und auf welcher die Druckstufe verstellt.
    Du kannst am Serienfahrwerk der R1150GS vorne nur die Federbasis und hinten Federbasis und Zugstufe einstellen. Die Schraube die Du gefunden hast ist die Zugstufeneinstellung, also die Dämpfung der Ausfederbewegung.

    Wenn es Dir zu hart ist, könnte das in erster Linie mit der Federbasis zusammenhängen. Der genannte Link sollte alles was Du dazu wissen musst erklären. Die Zugstufe kannst Du dann ja mal öffnen und soweit zudrehen, bis es für Dein Fahrprofil passt. Immer getreu dem Grundsatz "so weich wie möglich, so hart wie nötig".

  5. Registriert seit
    24.10.2008
    Beiträge
    287

    Standard

    #5
    Morjin !

    Das Betriebshandbuch kannst Du von BMW-Motorrad bekommen; das von meiner K 75 mußte ich auch damals bei BMW bestellen - es kostete keine 20 €. Wenn Du das mit dem Aufwand eines obendrein noch illegalen Kopierens ("besorgen", kopieren, zurückgeben) vergleichst, dann steht die Einsparung zum illegalen Kopieren in keinem Verhältnis zu dem Aufwand und dem möglichen Ärger. Ausserdem gab es immer wieder Veränderungen am Moped, bei der 1150er waren die drastischsten die Einführung der Doppelzündung und des Integral-ABS mit Bremskraftverstärker. Dementsprechend wurden auch die Handbücher angepasst, ohne das dies "von aussen" erkenntlich sein muß. Deswegen ist es m.E. sinnvoll, bei BMW unter Angabe der VIN das passende Handbuch zu ordern.

    Es gibt - für die 1150er GS zumindest - jedoch 2 Handbücher, eine Gebrauchsanweisung und eine technische Betriebsanleitung, die gleichzeitig auch das Service-Heft für die teuren Gummistempel ist.

    Zur Fahrwerkseinstellung selbst empfehle ich zunächst, darauf zu achten, daß die Einstellungen der Federbasis vorne und hinten möglichst gleich sind. Vorne Sofa und Hinten knackig (oder umgekehrt) führt zu einem höchst unharmonischen Fahrverhalten. Einstellbar ist an den Serienfederbeinen fast alles: vom schabbelig-durchgesessenen Sofa bis zum knallharten Brett. Die Extreme sollte man sicherlich meiden - aber grundsätzlich ist es so, daß es einen Zielkonkflikt gibt zwischen Bequemlichkeit und Kompfort einerseits, und gutem Handling und guter Strassenlage andererseits. Man muß also immer einen Kompromiss suchen, und zwar denjenigen, mit dem man selbst am besten klarkommt. Meine persönliche Richtlinie ist da eher die Umgekehrung dessen,was der Vorschreiber meinte: "So hart wie möglich, so weich wie nötig." Das sind jedoch Fragen, die nicht allgemein zu beantworten sind. Es kommt auf die eigenen Ansprüche an, den konkreten Einsatz des Mopeds, last not least auch auf das Gewicht, daß das Moped regelmässig zu tragen hat. Und das variiert nun mal vom dünnen Hering mit Zahnbürste und Kreditkarte bis zum Rubenspaar mit Campingausrüstung. Da die Fahrwerkseinstellungen bei der GS zumindest problemlos und in 1-2 Minuten am Fahrbahnrand vorzunehmen sind, spricht auch beispielsweise garnichts dagegen, für eine längere Autobahnetappe die Federbeine eine Stufe eher Richtung Sofa zu verstellen, und am Zielort wieder auf die normale Einstellung zurückzudrehen.

    Was Zug- und Druckstufe der Dämpfung anbelangt, so muß ich erstmal schamvoll gestehen, daß ich diese Begriffe ständig verwechsele. Ich nehme mal an, das es stimmt, was hier schon steht, nämlich das die alleine mögliche Einstellung der Zugstufen-Dämpfung am hinteren Federbein die Dämpfung beim Ausfedern des Beines, also wenn es sich wieder "streckt", reguliert.

    Es geht darum, wie stark beim Ausfedern "nachgefedert" werden kann. Auch hier gibt es wohl wieder denselben Zielkonflikt: Bequemlichkeit und Strassenlage.

    Und es gibt einen Punkt - übrigens auch bei der Einstellung der Federbasis - an dem man es mit der "Härte" auch in einer Art und Weise übertreiben kann, die für die Strassenlage und das handling sehr nachteilig ist. Ein zu hartes bzw. überdämpftes Fahrwerk "hoppelt". Die Schläge von unten, die abgefangen werden sollen, werden in den Rahmen übertragen, die Maschine nach oben gedrückt, der Andruck auf den Rädern lässt nach (und damit auch die Haftung !) - mitunter so stark, daß das Rad abhebt.

    Es ist evident, daß das ganze Sicherheitsrelevant ist, und deswegen mit großer Vorsicht und Behutsamkeit angegangen werden muß.

    Abschließend sei noch der Hinweis gestattet, daß das Fahrwerk ermüdet. Allgemein kann man wohl sagen, daß es um die 50.000 km an der Grenze seiner Lebenserwartung angekommen sein wird. Das ist aber keine verlässliche Richtschnur, weil es nämlich, was die Alterung des Fahrwerks anbelangt, erheblich auf die Beanspruchung ankommt: Je weniger Gewicht es tragen mußte, und um so weniger es fahrerisch beansprucht wurde, um so länger kann es halten - umgekehrt: je höher das Gewicht war, das es in der Vergangenheit zu tragen hatte, und um so mehr es aufgrund ambitionierter Fahrweise arbeiten mußte, um so schneller ist es fertig. Deswegen ist Vorsicht angebracht, wenn man die eigenen Einstellungen mit denen von Kollegen vergleicht, und daraus Rückschlüsse für die eigenen Einstellungen ziehen will - ohne die Maschine des Kollegen mal probegefahren zu haben.

    Diese Ermüdung der Fahrwerkselemente kann man recht lange durch ein wiederholtes "härter stellen", ich sage mal: etwa im gleichen Rhythmus wie die Inspektionen, ausgleichen, aber irgendwann müssen sie raus - meistens wohl zwischen 50.000 und 100.000 km. Erwirbt man ein Moped in diesem Laufleistungsbereich, das noch das Originalfahrwerk intus hat, dann ist die Wahrscheinlichkeit groß, daß alsbald ein neues Fahrwerk ansteht. Je nach Geldbeutel, fahrerischen und ästhetischen Ambitionen kann man sich mit ein paar hundert Euro bescheiden, wofür es dann allerdings auch schon was Vernünftiges zB von der Fa. Wilbers gibt, und weit über 1000 € zB für die edelen Öhlins-Teile ausgeben, die soviele Einstellungsmöglichkeiten haben, daß das die Einstellung des "setups" zu einer regelrechten Manie werden kann. Nur mit Gebraucht-Teilen und "Baumarkt-Fahrwerksteilen" wäre ich äusserst zurückhaltend.

    Gruß

    Kroni

  6. Registriert seit
    18.06.2009
    Beiträge
    195

    Standard Dank für all die Hilfe

    #6
    Hallo,

    habt mal kräftigst Dank für eure Hilfe.

    Ich fasse also mal brav zusammen: Vorn verstellen wir ausser der Federbasis gar nix. Gut. Fertig. Hab ich.

    Hinten ist die "rechte" Schraube Zierrat und ohne Funktion für den Fahrer. Auch gut und abgehakt.

    Die Linke Schraube ist für die Zugstufendämpfung. Also erst mal ganz auf "S" = Soft gestellt und dann so nach und nach bei der ein oder anderen Fahrpause bedarfsgerecht in Richtung "H" Hard drehen.

    Ach so: Federbasis hinten stimmt auch schon.

    Gefällt das alles nicht oder passt nicht zum persönlichen Fahrstil muß wohl mal Wilbers & Co unter den Weihnachsbaum?!?

    Danke und Gruß
    Andy

  7. Registriert seit
    21.09.2005
    Beiträge
    638

    Standard

    #7
    Zitat Zitat von Wirringer Beitrag anzeigen
    Hallo,

    Gefällt das alles nicht oder passt nicht zum persönlichen Fahrstil muß wohl mal Wilbers & Co unter den Weihnachsbaum?!?

    Danke und Gruß
    Andy

    .... rischtisch

  8. Registriert seit
    22.03.2011
    Beiträge
    204

    Standard

    #8
    Zitat Zitat von Kroni Beitrag anzeigen
    meistens wohl zwischen 50.000 und 100.000 km. Erwirbt man ein Moped in diesem Laufleistungsbereich, das noch das Originalfahrwerk intus hat, dann ist die Wahrscheinlichkeit groß, daß alsbald ein neues Fahrwerk ansteht.
    Hallo,

    gibt es denn nicht auch einen Stoßdämpfertest für Motorräder, wie bei Autos auch?

    MfG
    gsfahren


 

Ähnliche Themen

  1. Federbein R80 GS
    Von Mason im Forum Suche/Tausche (privat) ...
    Antworten: 1
    Letzter Beitrag: 19.04.2012, 12:42
  2. Federbein................
    Von segler62 im Forum R 1200 GS und R 1200 GS Adventure
    Antworten: 7
    Letzter Beitrag: 18.02.2012, 08:56
  3. Federbein für GS, Bj.:04-07
    Von mike-gs im Forum Biete (privat) ...
    Antworten: 2
    Letzter Beitrag: 07.06.2011, 19:57
  4. Federbein
    Von firefox im Forum R 850 GS und R 1100 GS
    Antworten: 27
    Letzter Beitrag: 04.06.2009, 13:54
  5. Federbein für R 80 G/S
    Von Florence im Forum Suche/Tausche (privat) ...
    Antworten: 4
    Letzter Beitrag: 18.12.2008, 19:41