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ABS bei Notbremsungen, R1200GS LC

Erstellt von ronaldo, 21.09.2015, 21:02 Uhr · 22 Antworten · 3.027 Aufrufe

  1. Registriert seit
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    Standard ABS bei Notbremsungen, R1200GS LC

    #1
    Ich fahre das Motorrad seit ca. 2 Jahren und musste bei der letzten Tour zum ersten Mal spontan und schnell bremsen (schnelles Ziehen des Bremshebels), weil mir ein Fahrzeug die Vorfahrt nahm. Ich hatte das Gefühl, als wäre der Bremshebel ein Stück Holz. Erst nach 1/2 Sekunde wurde er "weich", und man spürte eine merkliche Bremswirkung. In der Zeit ohne Bremswirkung legt das Motorrad natürlich eine gewisse Strecke zurück.


    Schaltet man das ABS aus, bremst das Motorrad spontan und unmittelbar. Ein Gefühl der Unsicherheit ist seitdem bei mir vorhanden.

    Meine Frage an Euch. Habt Ihr das bei Euren Fahrzeugen auch schon beobachtet? Noch eine Anmerkung: Die Bremsleistung insgesamt ist super.

  2. Registriert seit
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    Standard

    #2
    Wer soll das jetzt ernsthaft beantworten?

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    #3
    Ja, ABS heisst nicht zwingend kürzerer Bremsweg, es heisst nur das die Maschien beherrschbar bleibt, weil die Räder nicht blockieren => geringeres Sturzrisiko bei Fehlverhalten des Fahrers.

    Und jetzt den Thread am besten direkt schliessen, weil es nicht mehr allzulange dauern wird bis die ersten sich zu Worte melden und über ABS im allgemeinen und Kurven ABS im besonderen ins Feld ziehen

  4. Registriert seit
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    #4
    Zitat Zitat von apfelrudi Beitrag anzeigen
    Wer soll das jetzt ernsthaft beantworten?
    ...ich probier's mal

    Hi,
    Wird der Bremsdruck extrem schnell aufgebaut (so wie in Deiner beschriebenen Notbremssituation) und man den Bremsdruck "ungefiltert" ans Rad weiterleitet, läuft man Gefahr, dass das Rad "abstürtzt" und in den regelungstechnisch instabilen Bereich läuft. Das würde bedeuten, um das Rad wieder stabil zu bekommen, müsste enorm viel Bremsdruck reduziert werden, damit das Rad wieder anlaufen kann und in den stabile Bereich kommt. Um dieses "abstürtzen" und Druckreduzieren zu verhindern, wird bei diesen schnellen Bremsdruckaufbauten über die Ventile vom ABS gezielt der Bremsdruck langsamer ans Rad weitergeleitet, um erst gar nicht in den instabilen Bereich zu kommen. Unterm Strich sind die Bremsweg "Verluste" durch ein gezieltes Anfahren des optimalen Bremdrucks somit deutlich kleiner als wenn man das Rad "abschießt". Deshalb hattest Du erst mal einen steiferen Bremshebel (gegen die teil-geschlossenen Einlassventile vom ABS gedrückt).
    Das mit der 1/2 Sek. wage ich jedoch etwas zu bezweifeln. Es hat sich wahrscheinlich so lange angefühlt, in echt war es aber sicherlich deutlich weniger. Ein modernes ABS arbeitet im 5ms Task, d.h. alle 5 milli-Sekunden regelt das ABS nach. So ein gezieltes Anfahren des optimalen Bremsdrucks dauert zumindest in der PKW Welt maximal (!!!) 100ms.
    Ohne Dein Manöver selbst nachgefahren zu haben, würde ich sgen: alles gut.

    MfG, Stefan

  5. Registriert seit
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    #5
    Danke Stefan, das ist wirklich ein klarer und fundierter Beitrag.

    Viele Grüße
    Ronald

  6. Registriert seit
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    #6
    Zitat Zitat von apfelrudi Beitrag anzeigen
    Wer soll das jetzt ernsthaft beantworten?
    Siehst Du Apfelrudi, es geht doch! Nicht immer alles so negativ sehen.

    Stefan besten Dank.

    Gruss Friedr.

  7. Registriert seit
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    #7
    Zitat Zitat von apfelrudi Beitrag anzeigen
    Wer soll das jetzt ernsthaft beantworten?
    Siehst Du Apfelrudi, es geht doch! Nicht immer alles so negativ sehen.
    Ich glaube ja nicht, dass deine Kommentare nur dazu "Dienen" deine Beiträge nach oben zu pushen.
    Was soll es auch bringen. Ist ja kein Preis ausgelobt. Oder täusche ich mich da etwa ?

    Stefan besten Dank.


    Gruss Friedr.

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    #8
    Zitat Zitat von apfelrudi Beitrag anzeigen
    Wer soll das jetzt ernsthaft beantworten?
    Siehst Du Apfelrudi, es geht doch! Nicht immer alles so negativ sehen.
    Ich glaube ja nicht, dass deine Kommentare nur dazu "Dienen" deine Beiträge ca.28 Mio.) nach oben zu pushen.
    Was soll es auch bringen. Ist ja kein Preis ausgelobt. Oder täusche ich mich da etwa ?

    Stefan besten Dank.


    Gruss Friedr.

  9. Registriert seit
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    #9
    ... darf ich auch noch kurz

    Bei meiner kleinen Proberunde habe ich alles mögliche probiert, aber das ABS nicht. Soviel zur Praxis bei mir mit der GS...

    Was ich aber gelesen habe: Beim Ziehen des Handbremshebels bremst zuerst das Hinterrad %tual zum Stabilisieren und dann das Vorderrad. Das Vorderrad bremst dann so, dass erst Druck/Last auf das Vorderrad/Straße wegen der Reibhaftung ausgeübt wird und dann geht das ABS in die Vollen. So habe ich es sinngemäß bei BMW gelesen/verstanden.
    Aber ich glaube nicht, dass das menschliche Gehirn das so mitbekommt. Nicht mal das von Sheldon Cooper

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    #10
    Zitat Zitat von Frankiboy Beitrag anzeigen
    ... darf ich auch noch kurz

    Bei meiner kleinen Proberunde habe ich alles mögliche probiert, aber das ABS nicht. Soviel zur Praxis bei mir mit der GS...

    Was ich aber gelesen habe: Beim Ziehen des Handbremshebels bremst zuerst das Hinterrad %tual zum Stabilisieren und dann das Vorderrad. Das Vorderrad bremst dann so, dass erst Druck/Last auf das Vorderrad/Straße wegen der Reibhaftung ausgeübt wird und dann geht das ABS in die Vollen. So habe ich es sinngemäß bei BMW gelesen/verstanden.
    Aber ich glaube nicht, dass das menschliche Gehirn das so mitbekommt. Nicht mal das von Sheldon Cooper
    Richtig ist, dass bei der GS mit Integralbremssystem das Hinterrad stärker gebremst wird als das Vorderrad (also quasi "überbremste" Hinterachse, keine Gleichdruck-Verteilung).
    Deine Schlussfolgerung mit der Vorderachse ist nur teilweise richtig. Optimale Bremswirkung beim Motorrad wird erreicht, wenn die dynamische Radlastverteilung voll ausgenutzt wird, also durch das Eintauchen mehr Aufstandskraft aufs Vorderrad bringen und somit auf dem Vorderrad mehr Bremskraft absetzten zu können. Höhere Aufstandskraft heißt dann auch höheres ABS Regelniveau (Druck).
    Bei geringerer Aufstandskraft regelt das ABS auch früher an, deshalb schreibt BMW, man solle nicht schlagartig den Bremshebel durchziehen sondern "langsam" den Bremsdruck aufbauen, um möglichst viel dynamische Radlastverteilung aufs Vorderrad zu bringen. Soweit zur Theorie, in Schrecksituationen wird der normalsterbliche Motorradfahrer (abgesehen von ein paar selbsternannten Superhelden) den Hebel trotzdem schnell und voll durchziehen, und dann muss/wird es eben das ABS richten. Dafür ist es ja da

    MfG, Stefan


 
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