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Ducati Multistrada 1200 S - Alternative zu R 1200 GS LC ?

Erstellt von elli-bohm, 10.05.2016, 20:41 Uhr · 196 Antworten · 32.467 Aufrufe

  1. Registriert seit
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    hi,
    so rein optisch gefällt mir die MS enduro (natürlich neben meiner dicken olive) schon richtig, richtig gut.......

    durfte neulich mal ne 2015er MST fahren, zum ersten mal - und zum ersten mal mehr als meine 125ps..... natürlich geht der duc-motor obenrum schon nochmal gut ab - aber ehrlich, motormäßig war ich von dem testastratta eigentlich enttäuscht. ich hatte mir den Duc-V (mit seinen angeblichen 150ps) im vergleich zu meinem boxer in summe DEUTLICH brachialer vorgestellt - das war er aber leider überhaupt nicht.....
    er hat schon mehr kraft, klar...... aber eben nicht so, wie ich das erwartet hatte.....

    auch wenn der MST Enduro Motor noch etwas anders abgestimmt ist als der "normale" MST-twin - FÜR MICH ist der erfahrbare leistungs-/charakteristikunterschied (leider) bei drangabe meiner ADV keine zigtausend Euro draufgabe wert....

    aber wie das eben so ist mit erwartungen, meist wird man doch enttäuscht........
    der Duc-V is bestimmt n guter motor, aber eben doch nich so mehr bumms als mein boxer wie ich das erwartet hab......

    aber glück für mich - so fahr ich meine treue olive weiter und spar mir ne menge, menge geld......
    und warte evtl. einfach mal bis 2018.... oder so........

    grüße
    frank

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    Keine Ahnung, ob nun die von dir geteste 15er MST schon das letzte Softwareupdate drauf hatte, aber was der Testastretta generell ab 6000 Touren im "Sportmodus" noch mal abfackelt, wirst du beim besten Willen bei einer GS nicht finden.
    Auch solltest du die Enduro mal ordentlich testen, sie entfaltet ihre Leistung noch ein wenig anders. Gefühlt war ich mit der immer zu schnell, weil es oben rum so viel mehr Spaß machte, auch Soundtechnisch.
    Aber um jeden Preis würde ich an deiner Stelle auch nicht wechseln. Die dicke Olive ist ja auch keine schlechte

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    Habe die Multi, KTM 1290 Super Adventure die 1000XR und die 12GS LC probe gefahren. Die Multi schied aus, weil mir die Sitzposition nicht behagt hat. Ich bin 186 cm groß und habe lange Arme. Beim Handling konnte sie an die GS nicht herankommen. Ich muss aber erwähnen, dass ich vorher schon eine 1200 GS 6 Jahre lang gefahren bin. Die 1000XR war sehr gut, nur der Fahrstil ist ein ganz anderer. Mann ist auf Grund der Charakteristik des Motorrades im geneigt zu schalten. Die Super Adventure ist aus optischen Gründen raus gefallen. Ansonsten wäre ich zwischen BMW u. KTM sicherlich ins Schleudern gekommen. Wenn du Zeit hast, ausprobieren.
    Viel Erfolg

  4. cug
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    Ich finde das Handling der Multi genauso gut wie das der GS, wenn auch etwas anders. Der Telelever macht halt bei den langen Federwegen richtig was aus. Wenn man nur GS gewohnt ist, kann man mit der normalen Telegabel vermutlich erst mal recht wenig anfangen.

    Hier mal eine Zusammenfassung der Eindrücke von meiner Frau und meinen eigenen (habe noch mal eine Testfahrt gemacht, nachdem die im letzten Jahr so ernüchternd war), ohne Beachtung einer bestimmten Reihenfolge:

    • Der Motor ist einfach Geschmacksache. Ich mag den Boxer mehr, er ist weniger rau, besser untenrum zu fahren, besser zum Bummeln geeignet, entfaltet die Kraft früher, vibriert weniger. Meine Frau fand ihn total okay, mochte ihn sogar recht gerne. Das 2016er Modell, was ich jetzt noch mal gefahren bin, ist deutlich besser geworden im Vergleich zu der ersten DVT Version, die ich wenige Tage nach deren Ankunft in den USA gefahren bin. Vermutlich Verbesserungen in der Abstimmung in Software.
    • Das Fahrwerk ist absolut genial bei der Multi. Super stabil, aber immer noch sehr handlich. Es ist unserer Meinung nach gleichwertig mit der GS, vermittelt aber ein anderes Gefühl. Die Duc ist straffer und etwas sportlicher, durch das Eintauchen der Gabel kann man aggressiveres Einlenkverhalten provozieren, aber hat auch deutlich verringerten Federungskomfort während man bremst. Das Fahrwerk verhält sich ähnlich einer 2015 R1200R mit D-ESA, bietet aber etwas mehr Komfort durch die im Vergleich zu diesem Motorrad längeren Federwege. Auch hier, genau wie beim Motor, kann man nur sagen: Geschmacksache.
    • Größe – Die GS ist größer. Sie fühlt sich größer an, bietet mehr Platz, der Lenker ist weiter weg, die Fußrasten weiter unten. Die Sitzposition auf der Multi ist recht "einschränkend". Wenn sie passt, ist das okay, aber sie ist halt weniger flexibel. Die schiere Größenwahrnehmung wenn man draufsitzt lässt die Multi eine ganze Klasse kleiner erscheinen als die GS. Meine Frau mochte das sehr gerne, ich mag die GS lieber, da sie mir mehr Platz bietet. Wir könnten aber beide mit beiden Motorrädern leben.
    • Cockpit und Instrumentierung – wir sind der Meinung, daß die Instrumente der Multi etwas besser sind. Das TFT ist sehr gut, funktional, wenn auch etwas überladen mit Information. Die BMW Instrumentierung ist unübersichtlich, schlecht durchdacht, zu kleine Zahlen auf dem Tacho, der Drehzahlmesser wird leicht vom GPS überdeckt (je nach Fahrergröße). Die Multi bietet mehr Konfigurationsmöglichkeiten, was sie etwas unübersichtlich macht, aber wenn man davon ausgeht, dass man einmal die konfiguriert und dann mehr oder weniger in dem Modus bleibt, ist das okay.
    • Tourentauglichkeit – absolut vergleichbar zwischen den beiden, mit einer Einschränkung: die GS scheint angenehmer für große Fahrer zu sein, die Multi eher für mittelgroße. Die GS hat einen sehr viel größeren Support von Drittherstellern, aber die wichtigen Dinge sind auch für die Multi abgedeckt, halt nicht in fünffacher Ausfertigung. Meine Frau mochte die Einstellung der Scheibe auf der Multi sehr viel mehr als auf der GS, mir ist es persönlich egal, aber ich muss zugeben, dass es auf der Multi einfacher und schneller geht. Für sie (170cm, 32" Jeans-Länge) ist der Windschutz nahezu perfekt, in unterer Position genug Wind für warme Tage und die Scheibe ist nicht im Weg, in oberer Position geht der Wind komplett über ihren Helm und es ist sehr leise. Ich habe die Wahl zwischen "laut" und "lauter" bedingt dadurch, dass ich höher sitze (Sitz in hoher Position) und größer bin (182cm, 34" Jeans Länge). Oder um mal einen australischen Review zu zitieren: "The age old honeymooner question: 'Do you want it in the mouth or in the eye?'"
    • Gepäckmöglichkeiten: OEM ist bei der GS um Welten besser. Man kann gegen die Varios sagen, was man will, aber sie sind genial praktisch, funktionieren für Touren auf normalen Straßen hervorragend und sind schnell und leicht zu bedienen. Das Ducati Gepäck kann da einfach nicht gegen an. Ich würde an der Ducati vermutlich Givi Outback Koffer mit Quick-Disconnect Racks verbauen, die sind häßlich, aber praktisch und das Gestänge ist schnell ab für Fahren "im hübschen Kleidchen".
    • Im Gewicht unterscheiden sich die beiden auf dem Papier kaum, im realen Leben dagegen deutlich. Die Multi fühlt sich einfach deutlich leichter an. Der kompakte Motor und dadurch die Zentralisierung der Masse macht einfach einen Unterschied.
    • Schalter und Bedienung: Unentschieden. Beide haben Vor- und Nachteile. Ich will da gar nicht zu sehr ins Detail gehen, aber da kann man wirklich nur sagen, dass ich gerne eine Kombination von beiden hätte. Keiner der Hersteller hat das wirklich gut hinbekommen.

    Alles in allem ist die Ducati eine wirkliche Alternative, ich glaube nicht, dass man tatsächlich sagen kann, ob eine von beiden "besser" ist – es kommt nur darauf an, welche einem persönlich besser passt oder gefällt.

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    Hi, sehr informativer Vergleich und Danke für die Arbeit, die Du Dir mit diesem Beitrag gemacht hast.

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    *doppelpost*

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    So, hab das Ding mittlerweile auch ausprobiert und möchte mit der Gliederung von cug folgendes ergänzen:

    Motor:

    oben hui unten ... geiler Sound, schwieriger hinsichtlich Lastwechsel beim Kurven, hakelig (welchen Gang nehm ich denn nu?) im Bummelmodus und in der Stadt.
    Aber wenn man mal die Möglichkeit hat, den Hahn aufzudrehen: betörend.

    Fahrwerk:

    Handlicher als die GS, straffer, mehr Feedback von der Gabel.

    Größe: Kniewinkel etwas geringer. Wendekreis ist glaube ich kleiner, jedenfalls ging wenden auf der Strasse irgendwie einfacher. Keine Euter im Weg.

    Cockpit:

    Achtung SUBJECTIV: Das Thema Digitalisierung geht mir momentan auch jobmässig auf den Sack. Insofern hat der analoge Rest mittlerweile für mich irgendwie mehr Charme. An Instrumente === Monitor muss ich mich noch gewöhnen. Probiere gerade den
    aktuellen A4 aus, da ist auch alles nur noch Monitor. Irgendwann fahre ich dann auch nur noch auf der Playstation Motorrad...

    Tourentauglichkeit und Gepäck:

    Meine Rollen werd' ich da schon drauf bekommen. Koffer will ich nicht. Das Navi (ich kann die Karten auf dem Tankrucksack einfach nicht mehr lesen) müsste man länger nachdenken wohin. Der Windschutz der Multi ist etwas schlechter und wirkt auch nicht so, als
    könnte man da ein Dutzend OEM Alternativen hernehmen.

    Gewicht: Die Multi ist schwerer aber handlicher.

    Schalter: Ich finde in der Regel den richtigen Knopf für die gewünschte Funktion, insofern schenkt sich das nichts. Wertiger wirken auf mich die Bedienelemente der Multi.

    Fazit: Ehrlich gesagt weiss ich nicht, ob der geile Motor unbedingt in eine Reiseenduro gehört, ich finde er will geheizt werden.
    Bummelmodus oder Stadt oder Kurven ohne Drehzahlorgien gehen mit der GS glaube ich besser. Für mich zu wenig um gebraucht
    zu verkaufen und 10 Scheine daraufzulegen.




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    Zitat Zitat von elli-bohm Beitrag anzeigen
    Hallo, brauche was Neues. Die Multistrada 1200 S DvT ist in der engeren Wahl zur R 1200 GS LC (P.S. die S 1000 XR ist aus der engeren Wahl ausgeschieden; insofern keine diesbezüglichen Beiträge erbeten).

    Wer hat vorher eine Multistrada 1200 gefahren und kann ggf. über pro/cons mir bei der Entscheidung helfen?
    In der aktuellen Motorrad findest du einen Vergleichstest.

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    Der glaube ich hier schon recht umfangreich diskutiert wurde...

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    Zitat Zitat von Herr-Schmuschmittenkötter Beitrag anzeigen



    Das Navi (ich kann die Karten auf dem Tankrucksack einfach nicht mehr lesen) müsste man länger nachdenken wohin.


    Gleitsichtbrillen können Wunder bewirken


 
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