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GS auf Anhänger verzurren - alternative Möglichkeiten

Erstellt von Tiefflieger, 29.02.2016, 13:36 Uhr · 124 Antworten · 26.888 Aufrufe

  1. Registriert seit
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    #41
    Zitat Zitat von winnie59 Beitrag anzeigen
    ...
    Lt StVO muss die Ladung so gesichert sein, dass diese selbst bei einem Unfall auf ihrem Platz bleibt.
    das kann ich nicht aus der StVO herauslesen.

    §22 Ladung
    (1) Die Ladung einschließlich Geräte zur Ladungssicherung sowie Ladeeinrichtungen sind so zu verstauen und zu sichern, dass sie selbst bei Vollbremsung oder plötzlicher Ausweichbewegung nicht verrutschen, umfallen, hin- und herrollen, herabfallen oder vermeidbaren Lärm erzeugen können. Dabei sind die anerkannten Regeln der Technik zu beachten.
    ...
    StVO §22: Ladung
    trotzdem ist zumindest mein bestreben, die ladung auch bei einem leichten aufprall nicht im kofferraum zu haben.

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    #42
    Ok hatte das strenger in Erinnerung. Ich arbeite nach dem Motto "so sicher wie möglich" deshalb auch die stabileren Gurte.

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    #43
    da ich nicht weiß, aus welcher Richtung ein Aufprall o.ä. auf mein verladenes Moppet wirkt, nehme ich GRUNDSÄTZLICH Gurte, die JEWEILS mindestens das 4- fache des verzurrten Gewichtes aushalten. Bei der GS also mindestens 1 Tonne (=1000 kg oder 1000 dN). Ist ganz einfach (überschlagmässig) zu berechnen: beim normalen Fahren (incl. Notbremsung) wirken Kräfte bis zu 1 g. Bei einem Aufprall locker das Doppelte. Da die Abspannung nicht in Kraftrichtung ist, sondern etwa im 45 Grad Winkel, muss ich diese Werte nochmals verdoppeln. Kräfte, die größer sind, wirken eh zerstörerisch auf Zugfahrzeug, Anhänger und Ladung, da nutzen stabilere Gurte auch nichts mehr.

    Die Methoden, die im o.a. Beitrag der MOTORRAD gezeigt werden, sind ein billiger Witz:
    1. Die gezeigten Klemmschnallen sind nur bis 250 kg belastbar. Ratschenverschlüsse sind wesentlich haltbarer.
    2. Stabile Gurte fangen bei 40 mm Breite erst an (Begündung s.o.)
    3. Da die Gurte kein Markierungsfähnchen tragen, dürfen damit weder gewerblich noch privat Lasten gesichert werden.
    4. offene Haken können sich aushaken, wenn das Moppet, das nur teilweise in die Federn gezogen werden darf, in einer Bodenwelle einfedert.
    5. Falls es Gurte sind, mit denen BMW die Motorräder verschickt, sind diese auch verboten, da nur zum einmaligen Gebrauch zugelassen
    6. wer mit dem gezeigten System am Lenker abspannt, darf sich nicht wundern, wenn das Motorrad beim nächsten TÜV Termin stillgelegt wird. Verbogene Lenker bergen die Gefahr von Haar- Rissen und sind unverzüglich auszutauschen

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    #44
    Zitat Zitat von winnie59 Beitrag anzeigen
    Die Verzurrpunkte an meinem Hänger sind für je 500 daN zugelassen, meine Gurte für 2000 daN zugelassen. Das mal zwei, wenn da was reißt hat der Hersteller ein Problem.
    Mal zwei reicht aber nicht:
    Bei einem Aufprall mit 50 km/h können Gegenstände je nach Knautschzone und Energiabsorption das 30 bis 50-fache ihres Eigengewichts an Kraft entwickeln.

    Das heisst, der Zurrpunkt der 500daN = 500kg im direkten Zug hält, müsste bei einem 250kg-Motorrad bei 50 km/h zwischen 7,5 to. und 12,5 to. aufnehmen.
    Selbst wenn man die Kraft auf 4 Zurrpunkte verteilt, ist das doch ein biscchen viel für 500daN, da brächte man für den günstigsten Fall schon 15 (!) Zurrpunkte, um den Frontalaufprall bei 50 km/h zu halten!
    Zudem werden bei einem Unfall die Kräfte nicht gleich auf alle Punkte verteilt, sondern z.B. beim Frontalaufprall müssen die hinteren Zurrpunkte die Hauptlast tragen.

    Viele Grüsse

    FlyingSalamander

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    #45
    es verlangt weder die StVO noch die Rennleitung, daß verzurrte Ladung jeden Unfall / Aufprall überleben muss. Dort seht lediglich:

    ***************
    Die Ladung einschließlich Geräte zur Ladungssicherung sowie Ladeeinrichtungen sind so zu verstauen und zu sichern, dass sie selbst bei Vollbremsung oder plötzlicher Ausweichbewegung nicht verrutschen, umfallen, hin-und herrollen, herabfallen oder vermeidbaren Lärm erzeugen können. Dabei sind die anerkannten Regeln der Technik zu beachten.
    ***************

    So daß ich mit ruhigem Gewissen bei einer Vollbremsung 1 g (= anerkannte Regel der Technik) und bei einem (leichten) Aufprall das Doppelte annehme. Verformungen an Zugfahrzeug, Anhänger oder Ladung mit deutlich größeren Kräften, die bei einem (stärkeren) Aufprall entstehen, sind dann eben unvermeidbar.... in dem Fall hat der Fahrer aber meist ein ganz anderes Problem als nur ein kaputtes Moppet

    Übrigens: die Befestigungsösen im Tramsporter des MOTORRAD- Artikels sind nur für 300 kg (für 30 Sek.) freigegen. Also zur vernünftigen Befestigung einer GS nicht geeignet (für einen Baumarkt Roller reichen die jedoch)

  6. six
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    #46
    Ich bringe noch die deutsche Bahn ins Spiel. Dort wird mit einem Doppelgurt über die Lenkerenden auf den Boden gezogen!
    Hinterrad bleibt einfach frei stehen. Meine Blade hat die Fahrt im Autoreisezug von Düsseldorf bis München Ost im Jahr 2004 mit weiteren geschätzten 300 Bikes ohne Schaden überstanden, obwohl es teilweise ziemlich ruckelig zuging!
    Man muss nur genug Pils trinken, dann geht's...........

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    #47
    Zitat Zitat von six Beitrag anzeigen
    Ich bringe noch die deutsche Bahn ins Spiel. Dort wird mit einem Doppelgurt über die Lenkerenden auf den Boden gezogen!
    Hinterrad bleibt einfach frei stehen. Meine Blade hat die Fahrt im Autoreisezug von Düsseldorf bis München Ost im Jahr 2004 mit weiteren geschätzten 300 Bikes ohne Schaden überstanden, obwohl es teilweise ziemlich ruckelig zuging!
    Man muss nur genug Pils trinken, dann geht's...........
    Dass Angestellte in einem Staatsunternehmen manchmal die elementarsten Regeln der Technik missachten, dürfte mittlerweile niemanden verwundern.............
    Doch selbst eine Vollbremsung bei der Eisenbahn ist in der Größenordung der Beschleunigung - also etwa 1 m/s² Das sind nur etwa 10% der PkW- Werte. Und wenn ein Hindernis z.B. ein Baum im Weg herumsteht, bekommt das der Zug fast nicht mit......... smile

  8. Registriert seit
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    #48
    Zitat Zitat von six Beitrag anzeigen
    Ich bringe noch die deutsche Bahn ins Spiel. Dort wird mit einem Doppelgurt über die Lenkerenden auf den Boden gezogen!
    meine Motorräder waren seit dem Jahr 1999 sicherlich mehr als 20x auf dem Autozug und die von dir genannte Verzurrmethode habe ich nicht ein einziges mal gesehen.

    Vorne meist um die Standrohre/untere Gabelbrücke, hinten irgendwo am Fußrastenausleger oder Rahmen. Beide Seiten. Dazu steht das Motorrad vorne, teilweise auch hinten, an einem "Anschlag". Bombenfest.

    Vorab werden "Schlaufen" an den genannten Stellen befestigt. Entweder selbst oder durch das Personal.

  9. Registriert seit
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    #49
    Hallo Benny,
    mal zurück zu deiner Ausgangsfrage: wie sichere ich meien GS auf dem Anhänger?
    Kennst du das Transportsystem AxFix?
    Habe das schon mehrfach auf Messen gesehen. Allerdings habe ich da keine Erfahrung. Aber das sollte deiner Idee mit der Hohlachse doch sehr nahe kommen.
    Wenn du einen Gurt durch die Achse mit der Kunststoffunterlage spannst, dann ist das aber nur Niederzurren und das ist nicht die beste Methode. Besser wäre auch hier Direktzurren wie es AxFix bietet.
    Denkbar wäre auch , dass du 2 Zurrschlaufen durch die Hohlachse ziehst und diese dann seitlich verspannst.
    Gruß aus dem Süden ,
    Grisuknipser

  10. Igi
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    #50
    Zitat Zitat von FlyingSalamander Beitrag anzeigen
    Mal zwei reicht aber nicht:
    Bei einem Aufprall mit 50 km/h können Gegenstände je nach Knautschzone und Energiabsorption das 30 bis 50-fache ihres Eigengewichts an Kraft entwickeln.

    Das heisst, der Zurrpunkt der 500daN = 500kg im direkten Zug hält, müsste bei einem 250kg-Motorrad bei 50 km/h zwischen 7,5 to. und 12,5 to. aufnehmen.
    Selbst wenn man die Kraft auf 4 Zurrpunkte verteilt, ist das doch ein biscchen viel für 500daN, da brächte man für den günstigsten Fall schon 15 (!) Zurrpunkte, um den Frontalaufprall bei 50 km/h zu halten!
    Zudem werden bei einem Unfall die Kräfte nicht gleich auf alle Punkte verteilt, sondern z.B. beim Frontalaufprall müssen die hinteren Zurrpunkte die Hauptlast tragen.

    Viele Grüsse

    FlyingSalamander
    Leute Leute bei euren Gewichts und Zugkraftangaben halten ja noch nicht mal die
    Standrohre !! die würden bei 7t abknicken wie Streichhölzer ,
    wenn das Motorrad mit dem VR in einen Stabilen Bügel gestellt wird , nimmt diese schon
    viel druck auf ,
    19042013909.jpg


 
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