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Komplettanlage -> Motor abstimmen, ECU programmieren

Erstellt von synth, 29.09.2013, 11:08 Uhr · 11 Antworten · 6.017 Aufrufe

  1. synth Gast

    Standard Komplettanlage -> Motor abstimmen, ECU programmieren

    #1
    Werte Forenuser!

    Einleitend ein Zitat von Ulf Penner, Quelle http://www.tuning-fibel.de/motorrad_...leichstest.php, denn treffender als er hätte ich es nicht beschreiben können:

    Zitat Zitat von Ulf Penner von tuning-fibel.de
    Tuning in seiner ursprünglichen Bedeutung. Die ersten Tuner waren Männer, die sich vor allem damit beschäftigt haben, die damals mit furchterregenden Toleranzen gefertigten Motoren durch akribische Nacharbeit standfest zu machen. Dazu gehörten natürlich auch das penible Einstellen des Ventilspiels, der Synchronisation und des Vergasers. Fast immer ergaben sich nebenbei ein wesentlich schönerer Motorlauf und meist auch eine leichte Leistungssteigerung.

    Heute ist die Serienproduktion schon so dicht am Optimum, daß mit den klassischen Mitteln nicht mehr viel zu holen ist. Neuen Spielraum haben wir aber der Politik zu verdanken. Es ist sicher keine Übertreibung, wenn Motorenentwickler behaupten, daß es einfacher wäre, einen Moto-GP Renner abzustimmen, als aktuelle Abgasnormen und einen vernünftigen Motorlauf unter einen Hut zu bekommen. Heutige Motoren sind in den meistgenutzten Last- und Drehzahlbereichen mit Lambda 1 unterwegs. Nur so ist es möglich, die Abgasnormen zu erfüllen. Lambda 1 bedeutet ein relativ mageres Luft-Benzin Gemisch - relativ zu dem, was einer sanften Gasannahme und guter Leistungsausbeute dienlich ist. Mit einem 10 bis 15% höheren Benzinanteil würde der Motor deutlich weniger Lastwechselreaktionen kennen und die Leistung und das Drehmoment könnten um ca. 5% steigen. Der sensible Fahrer wird auch einen weicheren Motorlauf feststellen. Allerdings steigt der Verbrauch leicht - und der Schadstoffausstoß stark an.
    Aktuelle Motoren laufen, das weiß ich zumindest von meiner vorigen KTM 690 SMC R, im Teillastbereich bei beinahe Lambda 1 und somit sehr mager und insbesondere heißer als es lieb wäre - Was nicht zuletzt auch mit ein Grund der Wasserkühlung bei der K50 war, wie man gelesen hat.

    Es geht mir definitiv nicht um Spitzenleistungen, sondern um Fahrbarkeit. Um Drehmoment von unten weg und transparente Gasannahme nicht nur im Volllastbereich, sondern ganz besonders im Teilllastbereich. Daher möchte ich meine R1200GS LC von den Drosseln der Homologation befreien.

    Eine Komplettanlage ohne Soundklappe und ohne Katalysator schwebt mir vor. Damit das geänderte Motorsetting unabhängig von Abgasvorschriften auch so fett wie nötig befeuert wird, solle die Einspritzung direkt in der ECU am Prüfstand angepasst werden.

    Wichtig: Keine Pulsweitenmodulationsgeräte wie z.B. Power Commander, Wunderlich Performance Controller und ähnliches! Ich bin kein Freund davon, vorhandene Signale zu überarbeiten. Stattdessen will ich ein schon richtiges Quellsignal haben. Es möge direkt die ECU entsprechend der Prüfstandabstimmung umprogrammiert werden.

    Nun die Frage an euch:

    Wer (am besten in Österreich) ist in der Lage, die ECU der R1200GS K50 am dynamischen Prüfstand direkt umzuprogrammieren?

  2. Registriert seit
    23.03.2013
    Beiträge
    232

    Standard

    #2
    Servus,
    du weisst aber schon dass derartige Eingriffe verboten sind, die Garantie erlischt und das ewige Fegefeuer droht?


    SCNR

  3. Registriert seit
    10.10.2012
    Beiträge
    4.327

    Standard

    #3
    Die Anlage ohne PC, KN macht relativ wenig Sinn.

  4. synth Gast

    Standard

    #4
    *push* von Seite 2.
    Vielleicht findet noch jemand, der meine Frage beantworten kann, diesen Thread.

  5. Registriert seit
    08.03.2010
    Beiträge
    1.333

    Standard

    #5
    Zur Zeit ist es nicht möglich, die K 50 über das Steuergerät ( z.B. Rexxern) mit der aktuellen BMS-X und der Drehmomentüberwachung abzustimmen.

    selbst mit einem Akra und dem PC5 sind keine großen Leistungssteigerungen möglich.

    Aber, die gute Nachricht, die GS steht Serie gut im Futter, fast alle von mir auf einem P4 gemessenen Wasserboxer lagen über 125 Ps.

  6. synth Gast

    Standard

    #6
    Zitat Zitat von fralind Beitrag anzeigen
    Zur Zeit ist es nicht möglich, die K 50 über das Steuergerät ( z.B. Rexxern) mit der aktuellen BMS-X und der Drehmomentüberwachung abzustimmen.
    Hallo Frank!
    Zuallererst möchte ich dir meinen Dank für deinen konstuktiven Beitrag aussprechen.

    Somit wäre die technische Frage nach der Umprogrammierung des Mappings direkt im Steuergerät kurz und bündig beantwortet.

    Zitat Zitat von fralind Beitrag anzeigen
    selbst mit einem Akra und dem PC5 sind keine großen Leistungssteigerungen möglich.

    Aber, die gute Nachricht, die GS steht Serie gut im Futter, fast alle von mir auf einem P4 gemessenen Wasserboxer lagen über 125 Ps.
    Nur am Rande, meine Intention nach der Frage wurde offensichtlich missverstanden. Fett und deutlich geschrieben, weil es die Kernaussage meiner Beweggründe ist:
    Es geht mir nicht um Spitzenleistung!
    Maximale PS und Volllast sind werden völlig überbewertet. "125 PS", "150 PS" ... das kommt schnell gesagt und locker flockig am Stammtisch daher, selbst ein Grundschüler weiß hierbei, dass eine höhere Zahl mehr Wert als eine niedrigere Zahl hat. Aber fahrerisch sind diese Angaben hohl und wertlos. Ich kann diese PS-Angaben nicht mehr hören.
    Wann wird eine R1200GS schon auf Volllast im Drehzahlbereich der maximalen Leistungsabgabe gefahren? Eher selten.

    Viel wichtiger ist die Art der Drehmomentkurve. Die Linienführung. Bei einer zu mageren Gemischabstimmung wird diese Kurve zittrig. Damit meine ich die Linie ansich und nicht "Einbrüche".

    Fahrerisch äußerst sich das dann in ungleichmäßiger Gasannahme beim z.B. Rausbeschleunigen ab dem Scheitel im Teillastbereich. Oder eben beim Konstantfahren in Geschwindigkeitsbereichen, bei denen Luftwiderstand noch keine große Rolle spielt. Mit einer fetteren Gemischabstimmung kann man die Drehmomentkurve schön fein glätten.
    Was daraus resultiert, ist: Fahrbarkeit. Darum geht es mir.

    Ein netter Nebeneffekt ist, dass der Motor besser temperiert wird und die Abgase kühler sind.

    Aktuelle Euro-Normen und deren Abgaswahnsinn ruinieren die Fahrbarkeit aktueller Motorräder. Diese Drosselung zu eliminieren und die Motoren so laufen zu lassen, worauf er eigentlich ausgelegt ist, das sei mein Ziel. Und definitiv nicht um ein paar PS Spitzenleistung zu erhalten.

  7. Registriert seit
    10.07.2007
    Beiträge
    19.787

    Standard

    #7
    Zitat Zitat von synth Beitrag anzeigen
    ...
    Somit wäre die technische Frage nach der Umprogrammierung des Mappings direkt im Steuergerät kurz und bündig beantwortet.
    ...
    NOCH kann es keiner ...
    die luftgekühlten 12er wurde auch erst ab (ich glaube) 2008 erfolgreich umprogrammiert.

  8. Registriert seit
    04.04.2011
    Beiträge
    545

    Standard

    #8
    Wenn es um fetteres Gemisch geht:

    Für die 800er (und ich glaube auch für die luftgekühlte 1200er) gibt es den "Lufttemperaturbescheisser",
    also eine Elektrik, die dem Motormanagement eine niedrigere Aussentemperatur vorgaukelt, was dieses
    mit fetterem Gemisch belohnt.

    Keine Ahnung, ob das bei der LC irgendeinen Effekt hätte. Vermutlich müsste es erst mal etwas geben, was
    einen stört...

  9. Officer Gast

    Standard

    #9
    Der Ulf Penner, der hier bereits zitiert wurde, ist ein guter Freund von mir.
    Wir haben uns schon darüber unterhalten. Wenn es etwas gibt womit man sauber und effektiv in die Motorsteuerung eingreifen kann, werde ich berichten.

    Selam
    Yalle

  10. Registriert seit
    26.01.2005
    Beiträge
    6.894

    Standard

    #10
    aus dem Speed-Forum:

    Zitat Zitat von bmwmotorradmeister Beitrag anzeigen
    Hallo,
    eine Komplettanlage gibt es von SR Racing und in den nächsten Wochen wird auch die ABE fertig.
    Im Winter werden wir soweit sein, dass wir die ECU driekt programmeren können.

    Gruß
    Andreas


 
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