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Warmfahren / Eng. temp

Erstellt von Daynie, 03.02.2016, 14:49 Uhr · 49 Antworten · 6.880 Aufrufe

  1. Registriert seit
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    #31
    Zitat Zitat von wuli Beitrag anzeigen
    Hallo,
    Die meisten Lager im Motor (Kurbelwelle, etc.) sind als Gleitlager ausgelegt. Bei erreichen der Betriebstemperatur soll die Welle auf dem Öl "aufschwimmen" und theoretisch ohne Reibung und somit ohne Verschleiß laufen. Es entsteht ein Ölfilm zwischen Welle und Lagerschale.
    Bei kaltem Motor und beim Start liegt die Welle in ihrer Lagerschale auf. Es entsteht Reibung und somit Verschleiß. Hohe Drehzahlen im kalten Zustand erhöhen den Verschleiß, da Anfangs Metall auf Metall läuft. Ich fahre seit 37 Jahren Motorrad, bin jetzt bei ca. 450.000 km und hatte an meinen Motorrädern noch nie einen Motorschaden. Ich fahre die Motorräder in der Regel zwischen 50.000 und 75.000 km.
    Gruß wuli
    Wenn die Flüssigkeistreibung der Gleitlager Deines Motorrades erst bei erreichen der Betriebstemperatur ansteht, dann müssen Deine Motorräder aber furchtbare Geräusche machen!

    Gruß,
    maxquer

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    #32
    Nö ,das geht natürlich voher auch schon, aber halt aufgrund der höheren Ölvisko mit ansprechendem Überströmer (bei voller Drehzahl eher als beim dezenten Warmfahren) und verringertem Volumenstrom = eindeutige Gefahr von Mischreibung.

    Tragbilder von Gleitlagern ergeben sich aus einer Schmierkaskade (Druckverlust der Ölkanäle, der Gleitflächen und der aufeinanderfolgenden Schmierstellen) wobei die letzten Lager bzw. die hinterste Lagerecke die angeschmierten sind im Sinne, das dort dann erst mal am wenigsten ankommt.

    Da gehts in die Fluiddynamik (die Ölpumpe muss den Druck liefern, um auch das letzte Lager mit ausreichend Druck zu versorgen, um dort den Schmierfilm des Gleitlagers bei Rotation (drehzahlabhängig) aufrecht zu halten)...wir kommen zu sehr ins Detail....

  3. Registriert seit
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    #33
    Zitat Zitat von RunNRG Beitrag anzeigen
    Da gehts in die Fluiddynamik (die Ölpumpe muss den Druck liefern, um auch das letzte Lager mit ausreichend Druck zu versorgen, um dort den Schmierfilm des Gleitlagers bei Rotation (drehzahlabhängig) aufrecht zu halten)...wir kommen zu sehr ins Detail....
    Der Gleitdruck im Lager wird aber nicht durch die Ölpumpe aufgebaut, sondern ist allein abhängig von der Viskosität des Öles, dem Spaltmaß und der Kraft senkrecht zum Lager. Der Druck der Ölpumpe kompensiert nur die Reibungsverluste in den Schmierstoffleitungen.
    Aber stimmt, wir "gleiten" hier ab!

    Gruß,
    maxquer

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    #34
    Hi
    Warm heisst schon immer "Öl wenigstens 70....80°Grad.
    Bis dahin gemässigte Drehzahl (also etwa 60% von max) und auch kein untertouriges Würgen. Erklärt hat es bereits jemand. Die einzelnen Bauteile sollen in ihren definierten Arbeitsbereich kommen. Auch nagelneue Materialien unterliegen der Wärmedehnung).
    Auch Öl hat einen definierten Arbeitsbereich. Auch der beginnt bei 80 Grad. Alles Andere fällt bei Gleitlagern unter "Notlaufeigenschaft".
    Zitat Zitat von maxquer Beitrag anzeigen
    Der Gleitdruck im Lager wird aber nicht durch die Ölpumpe aufgebaut, sondern ist allein abhängig von der Viskosität des Öles, dem Spaltmaß und der Kraft senkrecht zum Lager.
    Der Druck der Ölpumpe kompensiert nur die Reibungsverluste in den Schmierstoffleitungen.
    So isses, wobei der Ölstrom auch die Ölmenge ergänzt die aus den Lagern rausläuft.

    Früher ging man mal davon aus, dass ein optimal gefahrener Motor 150 Tkm hält, heute, dank engerer Toleranzen und besser aufeinander abgestimmter Materialien, sind das 300 Tkm.
    Wer sein Mopped also ohnehin mit 60 Tkm verkauft oder im Leben nicht auf 100 Tkm kommt kann auch mit "etwas weniger" Rücksicht vorgehen.
    "Warmfahren nicht nötig" ist eine Aussage eines technischen Optimisten.
    Als mein Diesel-Golf nach 9 Jahren vom dritten Zahnriemenwechsel (alle 90 Tkm) kam meinte der Mechaniker der ihn mir wieder gab "das Teil geht ja noch richtig gut. Immer warmgefahren und nie gedroschen?". Exakt!
    gerd

  5. Registriert seit
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    #35
    Ich glaube euch das alles. Die Sache ist nur: Über den Status eines Mythos hinaus ist das Warmfahren heutzutage immer noch nicht. Oder kann mir jemand eine klar nachvollziehbare Studie darüber zeigen? So in der Qualität einer klinischen Medikamentenstudie (Doppelblind etc. pipapo).

  6. Registriert seit
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    #36
    Zitat Zitat von RunNRG Beitrag anzeigen
    Und das es dem Metall (Stahl, Alu) egal ist im Bereich der Betriebstemperaturen.........Dir fehlen hier eindeutig Grundkentnisse der Werkstoffkunde, Werkstofftechnik und des Maschinenbaus.

    Ein kalter Motor, gleich getreten, erleidet sehr unterschiedliche Ausdehungen in der Aufwärmphase. Je sanfter die Aufwärmphase geschieht, des besser "vertragen" sich die einzelnen Motorbauteile miteinander.

    Die thermisch träge Masse der Zylinder, des Zylinderkopfes und angrenzenden Gehäuse braucht deutlich länger als der Kolben, der bei Knallgas sehr zügig auf volle Temperatur = volle Ausdehung usw. kommt. Was das fürs Kolbenspiel eines großvolumigen Motors und Misch-oder Haftreibung durch die unterschiedliche thermische Ausdehung bedeutet, erspare ich mir jetzt in aller Ausführlichkeit.
    Wenn man mal vom bekanntermaßen motorbelastenden Warmlaufenlassen im Stand absieht, dann ist der zeitliche Verlauf bei der Erwärmung der Motorbauteile kaum unterschiedlich, egal ob Du jetzt maximal 50% oder auch kurzzeitig 90% der Motorleistung abrufst.

    Der Mythos des Warmfahrens ist ein Überbleibsel aus der Zeit vor den Mehrbereichsölen, wo das kalte Öl noch so zähflüssig war, dass es kaum in die Lager zu bringen war.

  7. X-Moderator
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    #37
    Soll doch jeder seine Mühle so behandeln, wie er möchte/meint.

    In meinem Auto habe ich eine Öltemperaturanzeige, da wird erst zügiger gefahren, wenn das Öl mindestens 80 Grad hat, bei 90 Grad kann dann gesportelt werden.

    Dafür brauchts halt ca 15 Kilometer.

    Mit der GS und mit der Aprilia meiner Frau halte ich es genauso.

    Dafür habe ich fast keinen Ölverbrauch und eine gleichbleibende Leistung über die 10.000e Km.

    Ich kenne genügend, die das anders halten und über Ölverbrauch und dann über fehlende Leistung jenseits der 100.000 Km jammern.

    Auch kenne ich einen Motoren-Ing., der das richtige Warmfahren für wichtig hält, bzgl der Lebensdauer.

    Is alles fürn Lokus?

    Mir egal - solange ich keine Elektromoren fahre, fahre ich meine Verbrenner warm.

  8. Registriert seit
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    #38
    Zitat Zitat von monochrom Beitrag anzeigen
    Soll doch jeder seine Mühle so behandeln, wie er möchte/meint.
    ...
    Da kann ich nur zustimmen.

    Aus den bisherigen Aussagen kann jeder das herausziehen, was er für richtig hält. Ich für meinen Teil bleibe beim Warmfahren, halte mich dabei aber weniger sklavisch an bestimmte Werte, sondern lasse einfach die Extreme weg.

  9. Registriert seit
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    #39
    Hallo

    der aktuelle 3er BMW zeigt standardmäßig als Temperatur die Öltemperatur! an warum wohl? Weil es die richtige Kenngröße zur Beurteilung der Betriebstemperatur ist. Wie das im Handbuch beschrieben ist weiß ich allerdings nicht.
    Umso unverständlicher ist es für mich das bei der LC nur die Kühlmitteltemperatur und nicht die Motoröltemperatur angezeigt wird.
    Mich würde mal interessieren wie Bmw diesen Umstand begründen würde.

    gruß
    gstommy68

  10. Registriert seit
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    #40
    Servus!

    Mal so eine Frage in die Runde.

    Gibt es eine Statistik oder kennt jemand der einen kennt der einen kennt wo Motorschäden angeführt sind, die auf zu kurzes "warm fahren" basieren?

    Steht in der BA irgendwas von "warm fahren"?

    Ab welcher Öltemperatur darf man den Gashahn voll aufdrehen? Gibts dazu irgendwo eine Tabelle?

    Schon spannend die Diskussion hier :-)

    LG, Werner


 
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