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WasserBoxerv Tuning, a hardcore one

Erstellt von Rika, 18.04.2015, 07:45 Uhr · 8 Antworten · 2.921 Aufrufe

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    Standard WasserBoxerv Tuning, a hardcore one

    #1
    Hi Leute....
    ...es gibt ja mehrere Gründe sich mit watercoolem BoxerTuning zu befassen
    1. Die R 1200 Rlc steht im Reglement der neuen IDM-Klasse "Super Naked" wo der Udo Reichmann (früherer Cloppenburg-Teamkollege von unserem Boxercup Lenzer) damit startet.
    2. Die wassercoolen Boxermotoren der 2015er GS, R, RS, RT sind mechanisch alle gleich.
    3. Bevor ich mir im Juni endgültig eine GS zulegen will (jenes Modell mit Telelever ) erst mal im Vorfeld prüfen, was tuningsmäßig so drinstecken könnte.
    Der Manuel MGM hat mir einen GSlc Motor gebracht, den ich mal studieren soll, um die Sache mit den Steuerzeiten und Nockenwellen-Möglichkeiten zu checken.

    Ersma wiegen, das Wassertrum wiecht fette 79 kg


    Hier der Luft-ölgekühlte DOHC-GS-Vorgänger dazu wiegt nur 73 kg, volle 6 Kilo leichter.
    Natürlich 1:1 vergleichbar, auch mit ohne Öl, mit Lima, mit Getriebe, mit Anlasser .

    Dann kommt später noch das Mehrgewicht vom Kühlfluid, und von den Größeren Kühlern dazu.
    .....einigen wir uns auf PLUS 8 KG ?
    Nach dem Wiegen isser mir bissi unsymphatisch geworden, der Watercoole.

    Und das hier ist das Werk der Begierde:
    Ein vertikal durchströmter Zylinderkopf, oben auf der Nockenwelle 2 EinlassNocken, unten eine ebenso reinrassige Auslass-Nockenwelle....
    ....und das Ganze über ein zentrales Zahnrad-Vorgelege gemeinsam angetrieben, mit vielen feinen Zähnchen zum verstellen.
    [/

    Also auch hier erstmal Bestandsaufnahme. Ventilhübe/Steuerzeiten/Kolbenrückstand/Ventiltaschen/ Ventil-Freiraum rausgemessen und mit 12 S-Steuerzeiten verglichen.
    ROT / LILA = Wassercooler
    BLAU / TÜRKIS = R 1200 S, also jene Alleskönner-SerienNocke, welche fast identische Steuerzeiten macht wie die Bludau-Uni oder die Scheffer 1 .

    Die Drehmostärke der WasserBoxer kommt schonmal von den Traktor-Steuerzeiten, NOCH restriktiver wie die Liedke-DrehmoNocke oder die #
    Scheffer 4.
    - Wenig Überschneidung bei nur 1 mm Ventilhub im üOT, die symetrische Überschneidung liegt sogar noch 5 Grad KW NACH üOT.
    d.h. der Gaswechsel wird vorwiegend vom Kolben pumpenmäßig verrichtet, strömungsdynamische Verbesserungen wirken sich mit diesen Traktor-Steuerzeiten fast nicht aus.
    - Späte Auslass-Öffnung, d.h. der Gasdruck bleibt lange auf den abwärtigen Kolben.
    Aber man kann die Drehwinkel dieser Nockenwellen ja beliebig verstellen, har har .
    ........natürlich nicht sooweit, daß die Ventile im Überschneidungs-OT auf den Kolben drauföffnen :mrgreen: (ausgemessene Ventil-Freiräume stehen in mm dabei) .

    DAS alles bewirkt den allseits gelobten Durchzug der WasserBoxer und es bewirkt auch, daß ab 7.000 nix mehr kommt und bei 9.000 FÜNFZEHN Pferdchen weniger galoppieren als bei 7.000rpm.
    Also nicht soo das Gewollte für einen IDM-Renner.
    Aber schau ma moi, dan segn mas jo !

  2. Igi
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    #2
    moi Rika,

    na dann weiß ich ja wo ich meine GS zum Tunen bringe .............zu dir
    habe übrigens mit Manuel Tel. , er meinte ich solle erst noch ein paar 1000 km
    drauf fahren dann Rexxen .

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    #3
    Dynamisch verstellbare Steuerzeiten ?
    BMW Vanos- Ableger ?
    Wer weiß da was drüber ?

    Ja Leute, es geht ja das Gerücht, daß die watercoolen Boxer auch eine dynamische Nockenverstellung - ähnlich Ducati Multistrada - erhalten sollen.
    Dann wäre aber die aktuell rausgemessene Ventilerhebungskurve die maximale Drehmo-Möglichkeit und die Verstellung könnte nur nach oben in Richtung Spitzenleistung erfolgen.

    Zumindest der späte Auslass ist schon hochgradig drehmolastig ausgelegt.....von 340 Grad ab jagt der hochgehende Kolben im 2 mm Abstand den schließenden Auslassventilen nach.
    Viel enger geht hier nicht mehr und tiefere Ventiltaschen sind kerbwirkungsmäßig auch immer so eine HarakiriNummer.
    In einem normalen Motor gibt´s die Ventil-Freiraumproblematik ja eher im Einlass.

    Verkehrte Welt auch in der Drehrichtung des watercoolen Boxers. Wenn Euch auf der Straße ein alter Boxer entgegenkommt, dreht er genau wie eine Uhr, die Euch entgegenkommt.
    Der neue Boxer dreht aber entgegen dem Uhrzeigersinn und seine Kupplung wieder mit dem Uhrzeiger....Momentausgleich der Massen und allsowasalles, eh

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    #4
    Die Zahnräder auf den NW s ,wie sind die befestigt Konus \ Keil oder verzahnt. .?

    Wie bekommst du das hin mit dem Lobe Center ?

    Variable Ansaugwege ,könnten noch helfen im unteren Bereich für mehr Drehmoment .

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    #5
    Habe mal eine völlig laienhafte Frage:
    Wie misst man den Freiraum zwischen Ventil und Kolben bei einem geschlossenen Motor?

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    #6
    Zitat Zitat von Rika Beitrag anzeigen
    Der neue Boxer dreht aber entgegen dem Uhrzeigersinn und seine Kupplung wieder mit dem Uhrzeiger....Momentausgleich der Massen und allsowasalles, eh
    Dadurch haben die doch das Links-Moment beim Gasgeben weggemacht...

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    #7
    Aber nur in Fahrtrichtung.....

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    #8
    Mensch Leute , bitte bitte bitte nicht zumüllen den Beitrag es ist Technik und für viele Interessant .

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    #9
    Ja, einen geschlossenem Motor kann man nicht gründlich vermessen.
    Es ergeben sich ja auch keine tieferen Erkenntnisse, wenn man einen Motor nur von außen betrachtet.



    Alle meine Ventilerhebungskurven sind real mit vorschriftsmäßigem Ventilspiel gemessen. Ebenso der Kolbenhub, der beträgt im Überschneidungs-OT 360 ° KW 0,0 mm (Absteckdorn)
    350° und 370° KW minus 0,5 mm
    340° und 380° KW minus 2,6 mm

    Daraus zusammen mit den Ventiltaschentiefen und dem Ventilhub ergeben sich unter Berücksichtigung der Kopfdichtung und
    -Rückstände der wichtige VentilTeller-Freiraum. Praxisermittelte Werte ergeben die beste Grundlage für praxisgerechte Änderungen der Motormechanik. Zusammenhänge werden offensichtlich, springen einem direkt ins Auge.
    Im späteren Betrieb kommen lediglich die Wärmedehnung und kleinere dynamische Verzögerungen hinzu, welche man eben als Sicherheitszuschlag einkalkulieren muss.

    Die Antriebsräder der Nockenwellen haben keine Arretierung auf der Welle, sind nur mit 64 Nm festgeschraubt, wie auch schon beim Luft/Öl-DOHC-Boxer.
    Aufgrund der verschiedenen Drehrichtungen sind 4 verschiedene Nockenwellen im Motor verbaut und es würde sehr teuer einen Satz "fülligere" Nockenwellen anzufertigen.
    Außerdem schreibt das IDM-Reglement serienmäßige NW vor !

    Somit bleibt nur die Möglichkeit, die Serien-NW mit etwas Versatz einzubauen ....da hat wohl der Chefschrauber geschludert.

    Damit lässt sich aber nur das Nocken-Timing beeinflussen, die schmale SteuerZeit der SerienNocken aber leider nicht.
    Um die SteuerZeit in Richtung 12 S zu bringen müsste die NockenForm an sich bauchiger werden.

    Es gibt also äußere Zwänge, welche das maximale Ergebnis schmälern werden.





    Immerhin hat ja auch der WasserBoxer KEIN Mittellager der Kurbelwelle zwischen den beiden Hubzapfen.
    Es wird sich herausstellen, wie die KW aufschwingt und bis welcher Leistung die KW/das Gehäuse haltbar ist.
    Bei ähnlicher Mechanik der BoxerCup-HP2 Sport sind beim Stand von 166 PS / 145 NM sowohl KW-Brüche als auch GewaltBrüche am Motorgehäuse vorgekommen.

    Riss zwischen Ende der Zylinder-Stehbolzen und KW:
    [url=http://www.fotos-hochladen.net][/


    Unten die zerbrochene KW meiner BoxerCup-HP2 S nachdem sie für die Bergauf-Gerade des RedBullRing auf 166 PS gebracht wurde.
    Ging wie der Deifel das Luder, aber leider nur 1 RennTag lang.
    Klar könnte man auch sowas festigen, aber hier wird der Aufwand einfach zu hoch und auch die nächste Schwachstelle käme Richtung 170 PS immer näher.
    Seit wir die Brenner auf 158 PS / 145 NM reduziert haben, hält der Kram scheins dauerhaft.
    Morsch durchgebrochen über die fette Mittelwange bei der 166 PS-Aktion.


    ....nur wenn man die Grenzen überschreitet, kann man mit Gewissheit sagen, wo sie genau waren !


    .


 

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