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1200er Kardan / Endantrieb / "Final Drive"

Erstellt von asdf, 29.11.2013, 00:47 Uhr · 8 Antworten · 2.365 Aufrufe

  1. Registriert seit
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    Standard 1200er Kardan / Endantrieb / "Final Drive"

    #1
    Hallo allerseits, ist schon eine Weile her seit ich mich hier registriert habe und dies ist mein erster Beitrag.

    Ich hatte im Zeitraum 1996 - 2003 immer wieder mal ein Boxermodell - GS, R, RS - immer mit dem 1100er Motor. Die letzten 10 Jahre hatte ich andere Marken. Neulich habe ich wieder Lust auf einen BMW Boxer.

    Ich habe mich dieses Jahr öfters auf "ADVrider.com" aufgehalten (Reiseberichte usw.). Die haben ein grosses BMW Forum für die Boxer- und Parallel-Twin Modelle. Was beim Boxer-Forum auffällt ist, dass bei den Amis vor allem bei den 1200er Modellen scheinbar reihenweise die Kardan Endantriebe "Final Drive" über den Jordan gehen. Man bekommt das Gefühl, dass die mit den 1200er Maschinen mehr liegenbleiben als damit zu fahren.
    Ebenso soll BMW bei den 1200er Modellen ab irgend einem Jahrgang aus diesem Grund den Endantrieb modifiziert und stärker dimensioniert haben.
    Ist da was dran? Was ist hier die Empfehlung betreffen Jahrgang bei den 1200er Motoren?

    Gibt's bei einem Gebrauchtkauf - ausser den üblichen Dingen - sonst noch was worauf man achten sollte, zBsp. wichtige Rückrufe usw.? Mit den 1100er Boxer Modellen habe ich zusammen genommen um die 60000 - 70000 km abgespuhlt - die GS war neu, die R und die RS gebraucht - und ich hatte keine Probleme, weder mit Kardan noch mit sonst was.

    Habe jetzt auch die Suchfunktion noch nicht bemüht. Wenn es Artikel mit ähnlichen oder der gleichen Frage gibt sonst einfach den Link posten.

    Danke und Gruss an alle

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    Standard

    #2
    Versuche es mal mit und in der Suchfunktion "Endantrieb" , "HAG"," Radflansch",


    Dann hast du bis Neujahr zu tun.







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    #3
    An meiner ADV hatte ich einen gewissen "Verschleiß" an Kardanwellen (3 Stück), das HAG wurde 1x am Kegelrad neu gelagert, Radlager war noch original (nach 400.000 Km)

    Such einfach mal nach meinem 400.000Km-Bericht hier in der Rubrik, da steht's etwas ausführlicher drin.

    Gruß

    der Kurze

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    #4
    Alles klar, danke für die Antworten. Habe in der Zwischenzeit nach Beiträgen mit den erwähten Schlagwörtern gesucht und werde das noch weiterhin tun.

    Bis jetzt ist das Fazit, dass es kein Baujahr gibt, ab dem BMW obige Themen vollends in den Griff bekommen hat? Sehe ich das richtig?

    Grüsse

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    #5
    Die Probleme hier im Forum sind meiner Meinung nach eher nicht repräsentativ! Die, die keine Probleme haben, posten das nicht ...die fahren einfach zufrieden weiter

    Gruß

    der Kurze

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    #6
    Zitat Zitat von asdf Beitrag anzeigen
    Bis jetzt ist das Fazit, dass es kein Baujahr gibt, ab dem BMW obige Themen vollends in den Griff bekommen hat? Sehe ich das richtig?
    Hallo,

    das ist schwer zu sagen. Bei den lüftgekühlten 12-er Boxern gab es zuletzt (ich glaube mit dem Modelljahr 2011) einen nochmals überarbeiteten Endantrieb. Da wurde die Lagerung (nochmal?) verändert und zudem hat er auch eine Entlüftung bekommen. Ob der haltbarer ist, als die Endantriebe davor, ist aber schwer zu beurteilen. Zudem wurde zueltzt auch ein zu schwach ausgelegter Ruckdämpfer im Getriebe geändert. Möglicherweise könnte somit eine luftgekühlte GS Modelljahr 2011 oder 2012 die tatsächlich haltbarste Variante sein. Es heißt auch, dass die Adventure für Defekte an der Kardanwelle anfälliger ist, wegen des größeren Federwegs.
    Insgesamt sind auch die 12-er GSsen meiner Meinung nach sehr haltbar. Offizielle Rückrufe sollten bei einem von dir ins Auge gefassten Motorrad abgearbeitet sein. Was gerne auch mal kaputt geht sind die Foliengeber. Ob bzw. ab wann der auch nochmal geändert wurde, weiß ich nicht.
    Wenn du das Geld hast, würde ich an deiner Stelle zu einer 2011-er oder 2012-er GS (ggf. auch 2013-er Adventure) greifen. Ich selbst fahre ne 2008-er MÜ-GS. Bis auf einen defekten Foliengeber und Reifendrucksensor (im Gewährleistungszeitraum kaputt gegangen) läuft das Mopped bestens und völlig problemlos (wobei auch einige offizielle Ruckrufe im Jahr 2008 und 2009 abgearbeitet wurden). Ein Kumpel hat die gleiche Kiste und hat bereits über 80.000 Km problemfrei abgespult.

    Viel Erfolg und Gruß

    Martin

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    #7
    Zitat Zitat von QM 7 Beitrag anzeigen
    Wenn du das Geld hast, würde ich an deiner Stelle zu einer 2011-er oder 2012-er GS (ggf. auch 2013-er Adventure) greifen.
    Hallo

    Genau so dachte ich es. Im Falle einer LC Neu, Vorführer oder Gebrauchte mit wenig km. Bei einer luftgekühlten eine der letzten ADV's, also BJ 2012/2013. Auch hier Neu, Vorführer oder Gebrauchte mit wenig km.

    Danke und Gruss

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    #8
    Zitat Zitat von asdf Beitrag anzeigen
    Alles klar, danke für die Antworten. Habe in der Zwischenzeit nach Beiträgen mit den erwähten Schlagwörtern gesucht und werde das noch weiterhin tun.

    Bis jetzt ist das Fazit, dass es kein Baujahr gibt, ab dem BMW obige Themen vollends in den Griff bekommen hat? Sehe ich das richtig?

    Grüsse
    Das mit dem Kardanantrieb/HAG ist wohl hier im Forum (und auch Allgemein) eine unendliche Geschichte. Wenn ich hier mal meine Betrachtungsweise hinzufügen darf:
    Ein Kardanantrieb bei Motorrädern wird gemeinhin als wartungsfrei und verschleißfrei angepriesen. Tatsächlich ist er das aber nicht. Nur im Vergleich zur Kette erscheint dieser eben so. Fakt ist jedenfalls, daß auch ein Kardan einer gewissen Wartung bedarf und natürlich auch einem technischen Verschleiß unterworfen ist. Zusätzlich gibt es natürlich auch hier den außergewöhnlichen frühen Verschleiß bzw. den Defekt, wie er überall vorkommen kann. Im Vergleich zur Kette ist ein Kardan/HAG außerdem noch ein relativ aufwendiges technisches Konstrukt. Jetzt hab ich früher eine 1100er GS gefahren mit über 100 tsd km in etwa 11 Jahren ohne Defekt am Hinterradantrieb, meine jetzige 1200er hatte jetzt mit knapp 60tsd in 7 Jahren bereits zwei Probleme (Hinterradlager und Getriebewellendichtring). Kann ich darauf schließen, daß der Antrieb der 1100er besser ist als der der 1200er ? Ich meine nein. Mal hat man Glück, mal hat man Pech. Mein Mech sagte, ein defektes Lager am Hinterrad hatte er bei einer 1200er GS noch nie, die Sache mit dem Wellendichtring komme schon mal vor. Wichtig ist für viele, was innerhalb der normalen Nutzungsdauer eines Motorrades passiert und diese Nutzungsdauer liegt eben bei vielen diesseits von 10 Jahren und 100 tsd. km. Und da passiert i.d.R. auch relativ wenig. Wie Bonsai schon sagte, die Defekte werden eher breitgetreten als das normale Funktionieren. Sichere Zahlen gäbe es nur anhand einer zuverlässigen Statistik oder aufgrund prozentual gerechneter Ausfallhäufigkeit. Anhand von nachgelieferten Ersatzteilen im Vergleich zu den ausgelieferten Fahrzeugen könnte man da schon was ausrechnen, wenn man wollte, und ein jeder Hersteller wird diese Zahlen auch haben, er wird diese aber kaum öffentlich machen. Und selbst wenn; inwieweit Modifikationen der neueren Modelle tatsächlich eine signifikante Verbesserung ergeben, weiß man auch erst, wenn eine statistisch verwertbare Anzahl dieser Fahrzeuge eine gewisse Fahrleistung geschafft haben.
    Deswegen mein Rat: Sich nicht verrückt machen lassen, und evtl im Hinterkopf behalten, daß da mal was kommen kann, daß das aber auch nicht zwangsläufig der Hinterradantrieb sein muß.
    Gruß Thomas

  9. Registriert seit
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    Standard

    #9
    Hi
    Ganz am Anfang gab es Probleme mit den Radträgern ("oben" angesprochen; inzwischen aus St und nicht mehr als Al).
    Die Ölfüllung war "for life". Das "life" war sehr kurz, inzwischen gibt es eine Ablasschraube.
    Die Schmierung eines bestimmten Lagers war am Anfang nicht gewährleistet (zwischenzeitlich ein "Schaufelrad" drin).
    Die Ölfüllmengen war bezogen auf den freien Raum zu gross und es wurden WeDis "durchgedrückt". Inwischen ist die Füllmenge verringert und es gibt (wieder; weshalb kann man sich Problemlösungen nicht aufschreiben und von vorn herein berücksichtigen?) eine Entlüftung.
    Die Ölfüllmenge ist für die Aufgabe äusserst gering bemessen, zwar ist der Innenraum inzwischen zwar etwas vergrössert aber noch immer knapp.
    Indiz für den letzten Stand ist demnach die Entlüftung.
    gerd


 

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