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ABS auf Schnee und Eis

Erstellt von Proton, 01.01.2006, 14:09 Uhr · 12 Antworten · 2.653 Aufrufe

  1. Registriert seit
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    Standard ABS auf Schnee und Eis

    #1
    Hallo Leute

    Hab vorgestern zu Testzwecken meine GS mal aus der Garage geschoben, weil ich spüren wollte, wie das ABS auf festgefahrenem Schnee wirkt. Also habe ich bei Schritttempo mal die Fussbremse beätigt, soweit so gut. Halt etwas Träge, das System, aber oK.

    Nun die Handbremse. Oje, drei Versuche und jedesmal ist mir das Vorderrad weggerutscht . Beim 3. Mal war die Geschwindigkeit ein bischen höher und ich hatte nicht den Mut zu warten bis das System das Vorderrad wieder freigab also hab ich den Hebel losgelassen :roll: .

    Wie sind eure Erfahrungen? Zu erwähnen ist vielleicht noch, dass ich noch die Erstbereifung mit etwa 3000km auf der Q habe.

    Gruss Proton

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    Standard

    #2
    Hi
    reagiert genau wie beim Auto auch. Zuerst kurz blockieren, dann lösen. Nur langt eben das kurze Blockieren in Kombination mit dem labilen Schwerpunkt dazu um die Fuhre umkippen zu lassen.
    Wenn Du mit dem Auto in der kurve auf ein Fleckchen mit Glatteis kommst, zuckt es auch nur kurz im Lenker. Beim Mopped zuckt's auch kurz und anschliessend testest Du häufig (wenn auch nicht immer) die Protektoren.
    In diesen Fällen hat das Mopped eine Spur zu wenig
    gerd

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    #3
    Zitat Zitat von gerd_
    ... reagiert genau wie beim Auto auch. Zuerst kurz blockieren, dann lösen. ...
    Hi Gerd

    Besten Dank, für deine Antwort. Technisch ist mir der Ablauf schon klar. Vom Auto, bzw. von den verschiedenen Autos mit ABS die ich bisher hatte, kenne ich doch markante Unterschiede in Bezug auf die Schnelligkeit der ABS-Systeme. Gibts doch solche, bei denen das Einsetzen des ABS weitaus feiner erfolgt als bei andern. Ich hätte eben - vorallem wegen der fehlenden Spur - erwartet, dass das Verzögern und Freigeben des Rades beim Moped in schnellerer Folge abläuft.

    Gruss
    Proton

  4. Registriert seit
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    #4
    Zitat Zitat von Proton
    Zitat Zitat von gerd_
    ... reagiert genau wie beim Auto auch. Zuerst kurz blockieren, dann lösen. ...
    Hi Gerd

    Besten Dank, für deine Antwort. Technisch ist mir der Ablauf schon klar. Vom Auto, bzw. von den verschiedenen Autos mit ABS die ich bisher hatte, kenne ich doch markante Unterschiede in Bezug auf die Schnelligkeit der ABS-Systeme. Gibts doch solche, bei denen das Einsetzen des ABS weitaus feiner erfolgt als bei andern. Ich hätte eben - vorallem wegen der fehlenden Spur - erwartet, dass das Verzögern und Freigeben des Rades beim Moped in schnellerer Folge abläuft.

    Gruss
    Proton
    Vielleicht würde das dann ja bedeuten, dass die GS bei normalem Straßenbelag und Regen dann wieder "unbremsbar" wird.

    Laßt die Kirche doch im Dorf, ich glaube kaum, dass BMW die Bremsleistungen des ABS auf "Glatteis" optimiert.

    Ich glaube nicht, dass es derzeit am Markt ein ABS (Bremsen) gibt, das/die in allen Lebenslagen immer optimal Bremsen (auch bei Autos nicht).

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    #5
    Gesundes Neues,

    darf ich mal fragen wie schnell Du bei deinem "Test" warst? Man sollte bedenken, dass das "Losbrechmoment" für die ABS-Regelung im ersten Moment höher ausfällt als in den darauf folgenden Regelungen. Ab einem bestimmten Geschwindigkeitsminimum löst die Bremse eh nicht mehr. Ich fahre auch den ganzen Winter über und hatte mit meinem ABS noch nie Probleme, wobei man erwähnen muss das es bei den derzeitigen Strassenzuständen oft eingreift.

    MFG KAWER

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    #6
    Zitat Zitat von gerd_
    Hi
    reagiert genau wie beim Auto auch. Zuerst kurz blockieren, dann lösen. Nur langt eben das kurze Blockieren in Kombination mit dem labilen Schwerpunkt dazu um die Fuhre umkippen zu lassen.
    ...
    gerd
    Himoin Gerd,

    anders als beim ABS der Bürgerkäfige sollte das 2-Rad-ABS nicht erst auf
    das Blockieren eines Rades reagieren, sondern etwas früher regeln. Seit
    ABS-II setzt die Regelung schon ein, wenn die Raddrehzahl wegen
    überhöhter Verzögerung schneller abnimmt als es gesund sein dürfte.
    Deshalb gibt es dabei auch keine Stotterbremsspuren.

    Unterhalb von ca. 4 km/h regelt das ABS nicht mehr. Aus dem Grund sind
    Bremsproben nahe der Schrittgeschwindigkeit ungesund. Wenn man
    etwas schneller ist, kann man auch beherzt in die Bremse greifen.

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    #7
    Zitat Zitat von Kawer
    ... darf ich mal fragen wie schnell Du bei deinem "Test" warst? ...
    Tja Kawer, da muss ich ehrlich passen. Ich hab mich darauf konzentriert die Q in der Senkrechten zu halten und nicht auf den Tacho geschaut. Ich denke, dass der Beitrag von hixtert durchaus etwas Licht in mein Dunkel bringen könnte und die Geschwindigkeit so um die 4 km/h war. Ich werde mich im Frühling, anlässlich von Fahrtrainingskursen, mal vertieft damit auseinandersetzen. Möglicherweise war die Kombination Pneu/Strassenzustand halt schon nicht so sinnvoll

    Gruss
    Proton

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    Standard

    #8
    Hi Reinhard
    Tja, sollte.
    Nehmen wir mal an dass wir von I-ABS sprechen. Woher soll's denn wissen dass Glatteis herrscht?
    Es muss erst einmal blockieren um indirekt den Reibwert zu ermitteln. Ehrlich gesagt pfeife ich dann darauf mit dieser Einstellung weiterhin herumzufahren weil ich dann ja auf "trockener" Strasse massenweise Bremsweg verschenke. Die Lernfähigkeit des I-ABS ist aus diesem Grund begrenzt.
    Bei überwiegendem Glatteis (wo das theoretisch sinnvoll wäre) bin ich nicht unterwegs und beim Eisspeedway fahren sie heftige Spikes.
    http://www.powerboxer.de/index.php?o...237&Itemid=157
    gerd

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    Standard

    #9
    Zitat Zitat von gerd_
    Hi Reinhard
    Hi Gerd,
    Tja, sollte.
    Nehmen wir mal an dass wir von I-ABS sprechen. Woher soll's denn wissen dass Glatteis herrscht?
    Es muss erst einmal blockieren um indirekt den Reibwert zu ermitteln.
    Einspruch, Euer Ehren! Die Geschwindigkeit der Abnahme der Raddrehzahl
    - also die Verzögerung bis an die Blockiergrenze - reicht als Parameter zur
    Berechnung des Reibwerts völlig aus. Je schneller die Raddrehzahl abnimmt,
    desto kleiner ist der Reibwert. Ohne diese Berechnung wäre der ABS-Rechner
    übrigens arbeitslos

    Außerdem wird bei moderneren ABSen der Reibwert nicht nur einmalig am
    Anfang des Bremsvorgangs ermittelt, sondern fortlaufend x-mal pro Sekunde
    bis zum Ende des Bremsmanövers.

    Der Reibwert muss also nicht durch Blockieren ertastet werden. Derart primitiv
    hat nur das erste Motorrad ABS an der K100 gearbeitet. Das ABS der alten
    Jammerha FJ1200 war noch etwas übler, weil es langsamer regelte.

    Ehrlich gesagt pfeife ich dann darauf mit dieser Einstellung weiterhin herumzufahren weil ich dann ja auf "trockener" Strasse massenweise Bremsweg verschenke. Die Lernfähigkeit des I-ABS ist aus diesem Grund begrenzt.
    Dann lass uns froh sein, dass dieser Grund in der Praxis quasi nicht existiert.
    Im Sommer habe ich ein Intensiv-Bremsen-Training absolviert. Ein
    Schwerpunkt war: Immer wieder Bremsungen aus Tempo 60 mit anfangs
    50%, dann 70, 90, am Ende 100% Bremseinsatz, erst mit, dann ohne ABS.
    Letzteres bis zum kurzzeitigen Blockieren des Vorderrads. Nur bei diesem
    Bremsmanöver war der Bremsweg kürzer als mit ABS. Und das auch erst
    nach -zig Versuchen.

    Bei überwiegendem Glatteis (wo das theoretisch sinnvoll wäre) bin ich nicht unterwegs und beim Eisspeedway fahren sie heftige Spikes.
    Bei überwiegendem Glatteis nutzt das beste ABS nichts, wenn die
    Seitenführungskräfte der Räder schon weg sind, bevor das ABS regelt.


  10. Registriert seit
    07.03.2005
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    100

    Standard

    #10
    Zu den von Reinhard schon erwähnten Fakten kommt meiner Meinung
    nach noch das Grundproblem hinzu: ABS funktioniert nur mit dem richti-
    gen Reifen optimal u.die Erstausstattung der GS ist dies für festgefahrenen
    Schnee sicher nicht. Schon mal den Unterschied mit dem Auto mit Som-
    mer-oder Winterreifen auf Schnee gemacht oder wie ich jetzt bei uns in
    A mit 4mm Restprofil auf den alten Winterreifen oder mit neuen.......
    Grüße


 
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