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Birnenwechsel und nun auch Reflektor ausgehängt

Erstellt von blntaucher, 04.03.2013, 08:08 Uhr · 101 Antworten · 25.111 Aufrufe

  1. Registriert seit
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    Böse Birnenwechsel und nun auch Reflektor ausgehängt

    #1
    Hallo,
    nachfolgende Erfahrungen sollen speziell für die "Frischlinge" in Bezug auf die GS ein Hinweis und eine Warnung zugleich sein:

    Oh Mann was bin ich innerlich wütend auf die Herren Entwickler des Scheinwerfers unserer GS!
    Als ich gestern zu einer längeren Tour aufbrechen wollte, erschien (im GS-Fahrern bekannten Turnus von rund 15.000 km) im Display die bekannte Meldung "LampF".
    Also ran an die Tanke und ein H7 Leuchtmittel gekauft. rechte Abdeckung vom Scheinwerfer runter, den Stecker vom defekten Leuchtmittel vorsichtig abgezogen, den kleinen Haltebügel vorsichtigt ausgehängt und schwupps - hielt ich diesen direkt in den Fingern. Dieser Haltebügel hatte sich nämlich von der rechts befindlichen Klemmhalterung (kleine Schraube mit Metallplättchen über einer Nut, in der der Haltebügel fixiert ist) gelöst.

    Tja, Neue Birne rein und dann versuch mal bitte jemand mit männlichen, normal mitteleuropäischen Händen, den Haltebügel unter das lose Plättchen zu bekommen und danach auf der linken seite der Birnenfassung oben und unten einzuhaken. Nach einer halben Stunde vergeblichen Fummelns - alle zwischenzeitlich ankommenden und abfahrenden Biker würdigten mich teils mitleidiger, teils hämischer Blicke - fuhr ich ohne Birne und mit eingeschalteten Nebelleuchten in meine Garage.

    Nun kommt aber der Teil, für den ich mir in den A... beißen könnte aber viel mehr den Konstrukteuren dieser Scheinwerfereinheit die Pest an den Hals wünsche:

    In meiner Garage, mit den nötigen Werkzeug gewappnet, versuchte ich nun den Haltebügel hinter dem Plättchen zu fixieren. Hierbei war ich beim Anziehen der kleinen Schraube wirklich mehr als vorsichtig, was jedoch dem Reflektor wohl auch noch zu viel war. Jedenfalls machte es kurz "klick" und ich merkte, wie das Scheinwerferinnenleben plötzlich vertikal wie horizontal einen bis dato nicht gekannten Spielraum hatte. (Bis zu diesem Zeitpunkt waren jedoch bereits locker weitere 30 Minuten vergangen). Ich IDIOT ! Warum zum Teufel hatte ich nicht einfach die Scheibe unten gelöst, nach hinten geklappt und die beiden Schrauben der Scheinwerfereinheit gelöst, um so den gesamten Scheinwerfer auszubauen und den Birnenwechsel im ausgebauten Zustand durchzuführen???
    Naja, diese Entscheidung fiel sicherlich aufgrund meiner grundsätzlich menschenfreundlichen Einstellung und aus der Überlegung heraus, dass es doch unmöglich sein kann, dass beim meistverkauften Motorrad unserer Zeit jeder Besitzer (oder Monteur in der Werkstatt) zum Wechseln einer Birne erst den Scheinwerfer ausbaut?! Schließlich beschreibt das Handbuch diese Tätigkeit auch als lapidare Routine und es gibt dort (eventuell aus umsatztechnischen Gründen für die Ersatzteilindustrie???) auch keinerlei Hinweise auf mögliches Aushaken des Reflektors!

    Natürlich hatte ich ja über ausgehakte (ausgeklickte) Reflektoren und über die Lösung des Problems bereits hier im Forum gelesen, doch leider ist es mir bis dato nicht gelungen, das Innenleben wieder in seinen werksseitigen Urzustand zu versetzen Loch-Bohren kommt für mich nicht in Frage- letztlich habe ich ja noch Garantie auf meine Dicke. Der Reflektor ist nun leider eher ein Flak-Scheinwerfer, der zwar im Gehäuse einen festen Sitz hat, sich jedoch in der Höhe nicht mehr justieren lässt.
    Nun bin ich nur mal gespannt, wie die Damen und Herren bei meinem Händler diesen (aus meiner Sicht klaren)Garantiefall bewerten. Ich habe letztlich keinen Bock auch nur einen Cent für die Repartur des Reflketors zu zahlen.
    Innerlich höre ich bereits die Worte: "Also dieses Problem ist uns bisher noch nicht bekann....."

    Nach diesen Erfahrungen rate ich eigentlich jedem, der vom regelmäßigen "15.000 km-Leuchtmitteltod" eingeholt wird: Nehmt Euch die 5 Minuten zusätzlicher Zeit und baut zum Birnenwechsel einfach den gesamten Scheinwerfer aus! Ist bei einer Tour sicherlich nervig, spart am Ende jedoch tatsächlich Zeit und Nerven und rettet u.U. die Tour! Sicherheitshalbe könnte man evtl. auch dazu übergehen, einen Tausch der Birnen vor Erreichen von jeweils 15.000 km einfach in die Wartungsarbeiten aufzunehmen?!
    Meine Tour für gestern war jedenfalls gelaufen.

    Beste Grüße
    Tobias

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    #2
    Zitat Zitat von blntaucher Beitrag anzeigen
    Nun bin ich nur mal gespannt, wie die Damen und Herren bei meinem Händler diesen (aus meiner Sicht klaren)Garantiefall bewerten. Ich habe letztlich keinen Bock auch nur einen Cent für die Repartur des Reflketors zu zahlen.

    MOin,

    genau auf so einen wie Dich wartet jeder Händler.
    Bei der Eigenreparatur was kaputt gemacht und dann aufregen, wenn es keine Garantie gibt.
    Sorry, aber wenn Du Öl nachfüllst und Dein Schraubendreher in den Einfüllstutzen fällt und Du
    dann noch den Motor startest, ist das dann Garantie??
    Dummheit ist leider nicht versicherbar .

    PS: Wenn das Schnitzel in der Pfanne verbrennt, ist dann der Bauer schuld???

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    #3
    Hallo Toby,

    Deiner Äußerung nach vermute ich, dass Du entweder noch nie einen Birnenwechsel durchführen mußtest oder keinerlei Kenntnis über Anzahl der Problemfälle hast, die es in Verbidnung mit dieser Tätigkeit tatsächlich gibt! Wenn es aufgrund einer Fehlkonstruktion gehäuft zu ein und dem selben Schadensbild kommt, dann sollte ein Hersteller nachbessern!

    Außerdem bewundere ich Deine hellseherischen Fähigkeiten in Bezug auf mein Verhalten. Zwar schrieb ich, dass ich gespannt bin, wie sich BMW in dieser Sache verhalten wird, da es aus meiner Sicht ein klarer Garanteifall (man könnte vielleicht besser Kulanzfall sagen) ist, doch erwähnte ich mit keinem Wort eine sture Durchsetzung meiner Interessen. Vielmehr wollte ich die allseits bekannte Äußerung vieler Händler erwähnen, denn die Worte: "Dieses Problem kennen wir bisher aber nicht..." haben bereits unzählige Eigner dieses Premiumproduktes zu hören bekommen.
    Gruß
    Tobias

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    Standard Birnenwechsel und nun auch Reflektor ausgehängt

    #4
    Baujahr deiner GS? Meines Wissens nach wurde das nämlich längst abgeändert. Bei meiner 12er GS gab es nämlich kein solches Problem.

    Aber "klarer Garantiefall" ist nun wirklich ein Witz. Kulanz etwas anderes...

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    #5
    Hallo Nordlicht:
    BJ 2011

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    #6
    Hallo Tobias,

    Genial geschrieben, ich fühle mit!
    Mir erging es gestern sehr ähnlich, allerdings erst nach der Tour.
    Um 17:00Uhr kam, in der Hofeinfahrt LampF. Dies auf meiner neuen GSA mit jetzt 200Km!
    Es ist meine zweite GS, bei der ersten habe ich innerhalb 30.000Km dreimal die H7 gewechselt, beim erstenmal bereits die Klammer in der Hand gehabt. Dann per Beilagscheibe das fehlende Plastik'läschen' ersetzt. Gut wars.
    Gestern hatte ich nach 200Km das ganze geschafft. Ich bin, aufgrund meiner Erfahrung damit gewiss kein Grobmotoriker und bin gaaaanz vorsichtig an den Haken gegangen, nutzte nichts.
    Ergo: Auch beim BJ2013 ist das Problem mit billigem Druckplastik eingebaut.

    Und ich habe tatsächlich 1h meine Hände verbogen,bis die Birne drin und fest war, ich habe 45min lange geglaubt ich schaffe es ohne Scheinwererausbau, jetzt glaub ich gar nix mehr, bin ausgetreten, habe ausgebaut und überlege mir jetzt Schnellverschlüsse für die ganze Einheit, ehrlich!

    Dem Händler werd ich es beim 1000er berichten, mal sehen was dabei rauskommt.

    Erhellende Grüße,

    Peter.

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    #7
    Zitat Zitat von Nordlicht Beitrag anzeigen
    Baujahr deiner GS? Meines Wissens nach wurde das nämlich längst abgeändert. Bei meiner 12er GS gab es nämlich kein solches Problem.

    Aber "klarer Garantiefall" ist nun wirklich ein Witz. Kulanz etwas anderes...
    Tja- zwar bin ich kein Freund der amerikanischen Verhältnisse, aber ich glaube, dass bei speziell diesem Beispiel in den USA eine Klage wegen unzureichender Hinweise im Benutzerhandbuch durchaus von Erfolg gekrönt wäre.
    Wenn man sich im Handbuch den Birnenwechsel zu Gemüte führt, scheint es die einfachste und normalste Sache der Welt zu sein. Dies ist in der Praxis jedoch nicht annährend so! Warum zum Teufel wird denn nicht gleich dauruaf hingewiesen, dass - sollte man nicht über Kleinkinderhände verfügen - der Wechsel in ausgebautem Zustand zu erfolgen hat, da andernfalls der Reflketor viel zu leicht in Mitleidenschaft gezogen werden kann und dadurch irreparable Schäden entstehen? Es war übrigens nicht mein erster Wechsel und ich war mir der Sensibilität des Innenlebens durchaus bewußt. Aber wenn es durch einfaches Ansetzen eines Feinmechaniker Schraubendrehers sofort zum Ausklinken des Reflektors kommt, stimmt hier etwas nicht. Eventuell hatte sich ja eine Kugelhalterung bereits im normalen Fahrbetrieb verabschiedet??? Aufgrund der Konstruktionsweise des Scheinwerfers ist es ja nicht mal möglich, das genaue Schadensausmaß zu bestimmen! Ist nur eine Kugelhalterung raus? Gibt es eventuelle Bruchstellen, die auf äußere Gewalteinwirkung schließen lassen?
    Die räumlichen Gegebenheiten zwischen Gabelbrücke und Scheinwerferrückseite ermöglichen bei keiner Lenkerstellung uneingeschränkte Erreichbarkeit der einzelnen Bauteile. Aber sicherlich ist es seitens BMW eher gewünscht, dass alle Kunden mit defekten Birnen lieber aus Angst vor selbstverschuldeten Schäden beim Birnenwechsel deren Fachwerkstätten aufsuchen!
    Sorry, bisher hatte ich noch nie ein Mopped, bei dem in verlässlichen 15.000er Intervallen die Leuchtmittel versagten! Ich bin es eher gewohnt, so nach 30-50T km mal `ne Birne zu wechseln..... Und bei sämtlichen meiner bisherigen Modelle benötigte ich auch keine "sibirischen Winkelpfoten" um eine Lambe zu tauschen......

    Gruß
    Tobias

    - - - Aktualisiert - - -

    Zitat Zitat von veloraptor Beitrag anzeigen
    Hallo Tobias,

    Genial geschrieben, ich fühle mit!
    Mir erging es gestern sehr ähnlich, allerdings erst nach der Tour.
    Um 17:00Uhr kam, in der Hofeinfahrt LampF. Dies auf meiner neuen GSA mit jetzt 200Km!
    Es ist meine zweite GS, bei der ersten habe ich innerhalb 30.000Km dreimal die H7 gewechselt, beim erstenmal bereits die Klammer in der Hand gehabt. Dann per Beilagscheibe das fehlende Plastik'läschen' ersetzt. Gut wars.
    Gestern hatte ich nach 200Km das ganze geschafft. Ich bin, aufgrund meiner Erfahrung damit gewiss kein Grobmotoriker und bin gaaaanz vorsichtig an den Haken gegangen, nutzte nichts.
    Ergo: Auch beim BJ2013 ist das Problem mit billigem Druckplastik eingebaut.

    Und ich habe tatsächlich 1h meine Hände verbogen,bis die Birne drin und fest war, ich habe 45min lange geglaubt ich schaffe es ohne Scheinwererausbau, jetzt glaub ich gar nix mehr, bin ausgetreten, habe ausgebaut und überlege mir jetzt Schnellverschlüsse für die ganze Einheit, ehrlich!

    Dem Händler werd ich es beim 1000er berichten, mal sehen was dabei rauskommt.

    Erhellende Grüße,

    Peter.
    Hallo Peter,
    danke für deinen Beistand.
    Gruß
    Tobias

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    #8
    Tut mir echt leid ....


    Ich nehme immer die defekte Lampe raus und mache die neue rein.

    Bj. 2007 - 3 Mal gewexelt - bei 5° C und bei 40° C - die Temperatur für das dritte Mal ist nicht überliefert.

    Bj. 2012 - 1 Mal Hauptscheinwerfer und 1 Mal Fernscheinwerfer - allerdings auf Sportzblue gewechselt - die Lampen waren also noch in Ordnung. Hat aber keinen Unterschied gemacht.

    Mal so`n Tipp - die Lampe mit dem Kabel raus nehmen und das Kabel vor der Einführung in den Reflektor dranmachen .......

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    #9
    Zitat Zitat von assindia Beitrag anzeigen
    Tut mir echt leid ....

    Mal so`n Tipp - die Lampe mit dem Kabel raus nehmen und das Kabel vor der Einführung in den Reflektor dranmachen .......
    Das muß Dir doch nicht leid tun, schon OK.

    Und, ich mach immer zuerst den Stecker drauf.
    Ursächlich ist wohl, dass der Bügel an der ersten Biegung leicht verkantet und dann den Plastikhaken abknipst. Hat mir allerdings auch nicht weitergeholfen

  10. Registriert seit
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    #10
    Zitat Zitat von blntaucher Beitrag anzeigen

    Deiner Äußerung nach vermute ich, dass Du entweder noch nie einen Birnenwechsel durchführen mußtest oder keinerlei Kenntnis über Anzahl der Problemfälle hast, die es in Verbidnung mit dieser Tätigkeit tatsächlich gibt! Wenn es aufgrund einer Fehlkonstruktion gehäuft zu ein und dem selben Schadensbild kommt, dann sollte ein Hersteller nachbessern!
    Du müsstest noch 225000km fahren um so viele Birnen zu wechseln, wie ich es schon getan habe.
    Bei mir ist bis jetzt alles heile geblieben(tut mir leid).
    Also nicht weinen, sondern fahren.

    PS: Wechsel niemals die Birnen einer R1200RT. Dann willst Du BMW evtl. verklagen.


 
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