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Bremsbelagwechsel hinten / Bremssattel lässt sich nicht bewegen

Erstellt von GS`ler, 03.08.2015, 09:18 Uhr · 20 Antworten · 3.685 Aufrufe

  1. Registriert seit
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    #11
    Habe die Gummimanschette an der Führung des Schwimmsattels nunmehr etwas angehoben bekommen. Selbst die Manschette hing richtig fest. Hat aber dennoch ohne Zerstörung funktioniert. Hatte mich vorher erkundigt, ob es die Gummimanschette separat zu kaufen gibt. Ist eben nicht der Fall. Deswegen meine Vorsicht an dieser Stelle. Unter der Manschette sah es nicht gut aus. Eine blühende Rostlandschaft. Bin schon etwas verwundert über den Zustand beim ersten Wechsel trotz Gummimanschette. Habe die Führung gestern dann ganz vorsichtig mit Rostlöser "behandelt". Jetzt gibt es nur noch 2 Möglichkeiten. Entweder er löst sich und wird dann vollständig gereinigt, oder er löst sich eben nicht mehr. Das würden dann einen neuen Bremssattel bedeuten. Wir werden aber erst mal sehen. Die Lösungsansätze der Kollegen weiß ich glaube ich schon zu werten. Wenn dies für mich nicht plausibel klingt, gehe ich diesen Weg eben nicht. Ich bin aber von Natur aus so gestrickt, dass für mich zunächst mal die versuchte Hilfestellung gilt. Dafür Danke. Welche Lösung das Problem dann schlussendlich tatsächlich beseitigt, kann ich selber beurteilen.
    Hinsichtlich der schräg abgeschliffenen Bremsbeläge kam für mich zuerst auch nur ein "festhängender" oder "verkanteter" Sattel in Frage. Das war eigentlich die einzig logische Erklärung, sofern die neuen Bremsbeläge nicht totaler Mist sind und vorne dicker als hinten sind. Dies ist nicht der Fall. Ich kam etwas durch die Info`s von teileklaus in`s schleudern. Durch den Rückwechsel auf die alten Beläge, mit anschließendem wieder anlegen an die Bremsscheibe durch "pumpen" dachte ich zuerst auch, dass sich dann die Führung ja auf jeden Fall mitbewegen müsste. Klang für mich zunächst mal nicht unlogisch. Dies ist aber nicht der Fall. Der Sattel bewegt sich nicht.

    Werde somit morgen mal schauen, ob ich den Sattel wieder "frei" bekommen.

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    #12
    Sattel ist wieder frei. Hing fest wie Sau. Die Gummimanschette ist bei der "Operation" aber leider auf der Strecke geblieben. War alles nur noch ein Klumpen Dreck und Rost, der zusammenhing. Führungsstift und -loch habe ich gereinigt. Oberfläche des Stiftes sieht aber selbst nach der Reinigung nicht wirklich gut aus. Ist keine saubere, glatte Metalloberfläche mehr. Noch nicht dramatisch, aber wohl nicht mehr für die nächsten Jahre gemacht. Der Führungsstift scheint aber auch herausnehmbar zu sein. Ist wohl im Bremssattel "verpresst" und müsste somit auch zu wechseln sein. Von außen sieht man am Bremssattel eine kleine Bohrung, durch die man den Stift sehen kann. Dafür muss der Bremssattel dann aber komplett ab. Somit werde ich das im Rahmen des nächsten Bremsflüssigkeitswechsel beim Händler (Ende des Jahres) mal ansprechen und direkt mitmachen lassen (sofern es tatsächlich geht). Hinsichtlich der Gummimanschette muss ich jetzt schauen, was ich hier "ersatzweise" als Schutz nehmen kann. Hier gibt es im Beitrag von "lupusz" (siehe unten) einen Link auf die Seite von powerboxer. Evtl. ist das die Lösung. Den Originalzustand werde ich wohl nicht mehr herstellen können, da die Manschette im Bremssattelhalter fest eingepresst war. Viel geholfen hat die Originallösung ja offensichtlich sowieso nicht. Wenn alle Stricke reißen, muss ein neuer Halter mit integrierter Gummimanschette her. Wir werden sehen. Fakt ist, dass mein Wartungsplan nun jährlich bzw. min. alle 2 Jahre nun eine Position mehr haben wird. "Schaden macht klug".

    Habe dann, leider etwas zu spät, hier im Forum den Beitrag von "lupusz" aus 2013 gefunden
    bremssattel-hinten-zerlegen-und-instandsetzen. Kommt mir alles sehr bekannt vor

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    #13
    Prinzipiell: alle 10.000km Sattel und Kolben reinigen und gängig machen. Verhindert auch, daß es zu einem einseitigen Verschleißbild kommt. Es zahlt sich aus.

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    #14

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    #15
    Danke Namensvetter!
    Bestellung des Rep-Satzes Faltenbälge läuft schon.

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    #16
    Ich habe das selbe Problem am 2009 Modell, auch hinten. Die Bremssättel der GS scheinen weit schlechter zu sein als Material aus Japan. Mein vorderer Bolzen ist ebenfalls nach 6 Jahren fest. Ca 35 tKM und nein das Fahrzeug wird nicht in einer vollen Badewanne mit Salzwasser geparkt.
    thomas hat recht. Solches Material gehört in die Tonne, aber ein Bremsbelagwechsel ohne Austausch des Sattels sollte schon gehen. Wenn es nicht geht sollte BMW die Kosten für die Einmalsättel ( Wegwerfartikel) auch tragen

    gruss Georg

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    #17
    Kann man so sehen!
    Habe bei meinen bisherigen Moppeds vor der GS schon viele Bremsbelagwechsel gemacht (Japaner und Italiener). Ein solches Problem hatte ich da auch noch nie. Und das alles trotz Gummimanschette, die offensichtlich Ihren eigentlich Zweck nicht erfüllt. Über die Qualität bei BMW kann man streiten. Aber am besten nicht in diesem Forum. Kommt nicht gut an. Ich muss auch davon ausgehen, dass bei den Inspektionen beim Händler hier nicht`s gemacht wird. Problem ist dort aber dennoch bekannt. Insofern mache ich die Inspektion seit 25.000 km weitestgehend selber. Da weiß ich wenigstens das die notwendigen Dinge gemacht werden.
    Wie Du Dein Problem lösen jetzt lösen kanns`t, ist hier ja recht ausführlich beschrieben.
    Zuerst ganz vorsichtige Behandlung mit Rostlöser (neue Bremsbeläge dafür noch nicht einbauen). Am besten auch mal 2-3 Tage hintereinander diese Prozedur durchführen. Bremssattel hierzu mit Gummiband etwas hochstellen damit der Rostlöser an die richtige Stelle kommt. Danach dann mit "sanfter" Gewalt den Sattel lösen. Habe hierzu von der Auspuffseite dann mit einem dickeren Holzkeil (der auf den Bremssattel angesetzt wird) den Bremssattel mittel Hammer gelöst. Hierbei aber schön vorsichtig. Wir arbeiten an der Bremse. Ging dann nach einigen Versuchen ab. Danach Führungsstift säubern (abschmirgeln) und die Bohrung im Sattel ebenfalls mit Rostlöser behandeln und säubern. Auch hier am besten 1 x über Nacht einwirken lassen. Danach Rep-Satz (siehe Info von Gerd) bei BMW bestellen (Gummimanschetten). Vor dem Zusammenbau dann mit Silikonfett behandeln. Danach geht alles wieder so freigängig wie es sein soll. Ab sofort dann regelmäßige Pflege dieser Stelle mit in den Inspektionsplan aufnehmen.
    Viel Erfolg!

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    #18
    Hi
    Komischer Weise sind Schäden an dieser Stelle trotz allem ziemlich selten. Ich vermute, dass entweder das Faltenbälglein, weshalb auch immer, beschädigt ist/war. Oder es war ungünstig eingebaut. Da ist ein Löchlein drin. Wenn das nach oben zeigt läuft natürlich "Suppe" rein anstatt raus.
    gerd

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    #19
    Hi Gerd's

    ja ich vermute auch das es mitdem Faltenbalg zusammenhängt.

    zur Zeit badet der Führungsstift noch im Rostlöser. Bis jetzt hat sich noch nichts wirklich gelöst. Die untere Verschraubung habe ich mal nach vorherigem vorsichtigen schlagen gelöst. Klar dadurch kommt natürlich durch den Druck noch etwas mehr Versatz auf die Führung vorne. Irgendwann muss sich aber die Halteplatte drehen lassen. Der Schwimmmechanismus sollte sich doch dann einfach abziehen lassen oder gibt es da noch eine Sicherung? Eigentlich ja nicht möglich richtig? Zumindestens bewegt sich die Halterung schon wieder ein wenig nur trennen geht nicht.

    gruss Georg

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    #20
    Nein, es gibt dort keine zusätzliche Sicherung mehr. Du brauchs`t hier einfach viel Geduld und ein wenig Kraft. Wenn Du schon etwas "Spiel" feststellst, bist Du auf einem guten Weg. Nimm einen stabilen Holzstab, setze diesen von der Gegenseite am Bremssattel (am besten genau auf die Kante des Bremssattels wo der Stift drin steckt) an und dann mit einem Gummihammer draufschlagen. Musste hier auch recht rustikal vorgehen. Führungsstift löst sich dann. Vorher mal den Bremssattel leicht noch oben und unten bewegen (hat ein wenig Spiel). Damit löst Du den Stift auch schon ein wenig. Im übrigen. Wenn Du die neuen Manschetten verbaust (falls auch Deine die Prozedur nicht überstehen) wirst Du feststellen, dass die Manschette an der unteren Führung (Stift mit verschweißter 10 er Mutter) nicht wieder vernünftig zu verbauen ist. Geht zwar durch das Loch am Bremssattel (ein wenig Silikonfett oder Spray hilft hier), aber nicht mehr wirklich auf die Schraube drauf (bündiger Abschluss). Habe das bei mir dann auch so gelassen. Die untere Führung hängt aber nicht fest. Dient nur als "Sicherheitsmechanismus", damit der Sattel sich bei einem Problem an der oberen Aufhängung nicht komplett "verdrehen" kann. Hier gibt es keinen direkten Materialkontakt zwischen Stift und Bremssattel. Über dem Stift steckt die Manschette. Nur diese hat dann leichten Kontakt mit dem Bremssattel. Viel Glück.


 
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