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Bremse macht auf

Erstellt von FlyingCircus, 23.10.2006, 15:43 Uhr · 72 Antworten · 8.662 Aufrufe

  1. Chefe Gast

    Standard

    #11
    Zitat Zitat von FlyingCircus
    Hallo Zusammen,
    ...
    Frage: wer hat vielleicht ähnliche Erfahrungen gemacht? ...

    Viele Grüße und danke für ernsthafte Antworten
    Gert
    Hallo FlyingCircus, hatte vor drei Tagen ein ähnliches Problem, weiss aber, warum die Bremse dabei gelöst hat:
    auf dem täglichen Weg zum Schaffen geht's über einen zweigleisigen Bahnübergang. Die Bahnstrecke hat hier eine langezogene, überhöhte Kurve, so dass die Strasse am Übergang über zwei kleine "Hügel" führt. Aus einer Richtung kann man dabei fast schon "Schanze springen", aus der anderen Richtung wird man nur etwas durchgeschüttelt... Also ich fahr so in der Schanzenrichtung hinter einem PKW mit Anhänger (Kastenaufbau) her, dem - kaum über den Übergang gefahren - einfällt, hier gehts ja rechts zum Ziel... Der Pkw voll in die Eisen, ich natürlich auch... und jetzt kommt's: durch die kurz hintereinander folgenden Be- und Entlastungen auf dem welligen Übergang hat sich das ABS wohl nicht entscheiden können und kurzerhand die Bremse geöffnet - mit dem Effekt, dass ich beinahe einen Abdruck in dem Anhänger hinterlassen hätte... vom Gefühl her war über ca. 6 bis 8 Meter null Bremse am werkeln (Geschwindigkeit etwa 40 Km/h)... Sonstige Nicht-, oder scheinbar durchrutschenden Bremsungen hatte ich schon nach mehreren Km Fahrt bei Nässe und viel Dreck auf der Strasse bei der dann erstmaligen Bremsung (z.B. an einem Ortsschild) - aber das kenn ich schon vom Mountainbike und dadurch hat's mich nicht überrascht... ich glaube, dass die Scheiben, und/oder die Beläge in bestimmten Situationen "zuschmieren" und erst ein paar Umdrehungen zum Sauberwerden brauchen... dumm, aber kommt scheinbar vor...

  2. Registriert seit
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    #12
    Hi Gert, ne Idee hät ich schon, ob sie aber stimmt ???
    Haste mal den ABS-Geber am Hinterradgehäuse kontrolliert auf
    Schmuddel. Der hohe hintere Bremsverschleiß bei deiner ADV führt durch dem organischen Belag zu relativ viel Schmutz. Eventuell ist auch Kupferpaste von der Bremse ausgetreten. Man hält schon mal den Dampfstahler drauf und das Kabel kriegt mehr oder weniger einen mit. Inklusive Restfeuchtigkeit nimmt das der Geber dann übel. Da scheint mir das Problem zu liegen.
    An die Überschlagsregelung glaub ich auch nicht, da die ADV doch reichlich Gewicht mitbringt. Da es sich ja um eine vorübergehende Störung gehandelt hat, liegt wohl eine Fremdeinwirkung (Abflug von Schmuddelbrocken) auf den Geber oder das Kabel vor, ausgelöst durch das heftige Bremsen und damit sollte das Prob erledigt sein. Die Geber sollen sehr empfindlich sein. Auch ein Grund sie im Gelände abzuschalten.

  3. Registriert seit
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    #13
    Ich gaube auch bei diesem Fall an den Überschlagschutz des Bremssystems! Einen Stoppi kann man ja schließlich auch bis in den Stillstand fahren und das ist doch woll die gleiche Funktion die eigentlich der Überschlagschutz verhindertl. Überschlagschutz --> Unabhängi von der Geschwindigkeit!
    Noch einmal zum CAN: Wie schon von "Dietmar" angesprochen sind die CAN-Nachrichten priorisiert und die "eigentlich Bremsfunktion" hat auch nichts mit dem CAN zu tun sondern ist immer noch eine mechanische Funktion. Die Auslastung beim CAN in dem Motorrad ist nicht einmal annähernd am Limit! Bei vollausgestatten PKW liegt die Buslast beim CAN bei ca. 20-30%. In die Bereiche kommst du mit dem Motorad sowieso nicht! Das ruckartige Tachosignal liegt auch nur an einer langsamen Abtastrate des Signals und hat nicht mit der CAN-Geschwingigkeit zu tun!

    Chris13

  4. noh
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    4.021

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    #14
    Habe da eine Frage. Wenn ich Stoppies problemlos machen kann und bei einem Überschlag die Bremse öffnen soll. Ich verstehe das nicht. Für das Bike ist die Situation Stoppie und Überschlag doch gleich? Ich fahre nun meine 2. 12er GS. Bei mir hat die Bremse noch nie aufgemacht.

  5. Registriert seit
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    6

    Standard

    #15
    hallo!
    bin technisch nicht grad so gut drauf, und hab fragen zum ABS.
    besteht die möglichkeit das ABS dauerhaft abzuschalten? kann das der ?
    damit ist dann auch der überschlagschutz aus oder? die hinterradbremse bremst aber trotzdem immer mit?
    bin neu und sehr unerfahren!!
    danke!
    danny

  6. Registriert seit
    23.10.2006
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    382

    Standard Bremse macht auf u.Bremsbelagverschleiß

    #16
    Was den Verschleiß der hinteren Bremsbeläge angeht, habe ich von meinem Freundlichen folgende Information. Beim Bremsen mit dem Integralsystem werden vom System zuerst die hinteren Beläge angelegt und dann die Vorderen. Bremst man häufig leicht an werden dabei jedesmal die hinteren Beläge zuerst angelegt und somit viel stärker beansprucht, als zum Beispiel bei einem herkömmlich getrennten Bremssystem. Schon mit meiner R1150GS ADV mit Integralsystem erreichten die hinteren Beläge nicht annähernd die km-Leistung wie bei meiner R1150GS ohne Integralbremssystem. Laut meinem Freundlichen hat er Kunden, die schon bei 8000km oder früher die Beläge wechseln mußten. Habe mit meiner R1200GS ADV jetzt 9500km zurück gelegt und viel länger als 11.000 werden die hinteren Beläge sicher nicht halten.

    Das die Bremse aufmacht hatte ich bis jetzt 2mal. Fahrsituation jeweils mit Sozia auf holprigem Bergabstück mit scharfen Anbremsen. Das erste Mal trat das bei der 1150ADV mit dem Integralbremssystem auf. Sorgte zwar für einen kleinen Adrenalinschub, aber die Bremsleistung war direkt wieder da. Trau mir nicht zu das Aufmachen zeitlich abzuschätzen. Denke es ist erheblich kürzer als es einem die Schrecksekunde suggeriert. Beim zweiten Mal auf der R1200 hat es mich schon nicht mehr gestört. Allerdings sollte man die Bremse auf keinen Fall lösen und somit die ABS-Reglung stören. Nach mehreren Fahrsichheitstrainings mit Vollbremsungen aus Geschwindigkeiten, die bei normalen Bremssystemen Selbstmord wären, möchte ich auf dieses Bremssystem nicht verzichten. Einen Ausfall hatte ich noch nie.

    R1200GS Adventure in schwarz

  7. Ron
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    3.164

    Standard

    #17
    Hm, die Geschichte läßt ja wieder aufhorchen.
    Wenn ich mich nicht irre, dann ist die GSA aus
    2006 doch nicht mehr mit dem BKV ausgestattet.
    Insoweit hat Dein ziemlichen Unsinn erzählt,
    weil der Bericht in der MOTORRAD letztes Jahr
    gerade den BKV zum Inhalt hatte. Die ABS-
    Regelung sollte mit der neuen Bremse eigentlich
    doch noch feinfühliger sein. Überschlagschutz
    in geringem Tempo kenne ich auch. Ist jedesmal
    ein blödes Gefühl, aber inzwischen habe ich mich
    daran gewöhnt und die Freigabe der Bremse ist
    tatsächlich nicht so schlimm, wie es sich "anfühlt".

    Bin mal auf die Fortsetzung der Geschichte gespannt.

    @Danny: Du liegst richtig. Das ABS läßt sich ab-
    schalten, was aber die Integralfunktion der Bremse
    nicht betrifft.

    Gruß Ron

  8. Registriert seit
    17.05.2006
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    342

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    #18
    Erstmal danke schön für die Antworten, scheint ja doch Einigen passiert zu sein. Daher atme ich erstmal auf, auch wenn es das Problem nicht löst. Dachte schon, ich wäre wieder zu doof.

    @Ron: meine 2006er hat noch den BKV, erst im 2007er Modell ist er abgeschafft. Allerdings gibt es hier - soweit ich weiß - auch eine völlig andere Bremse, nämlich von Conti-Teves. Das mit dem Motorrad-Test habe ich nicht vom sondern von BMW-Direkt aus München.

    Eine "Schreckbremsung" war das nicht! Der Opa fuhr schon eine Zeit vor mir her und ich wußte, was kam. Den Schreck bekam ich erst, als die Bremse aufmachte. Dellen, Bodenwellen und Unrat auf der Fahrbahn kann ich definitiv ausschließen!!! Übrigens wiege ich in Montur 100 Kilo, das sollte nicht zu leicht sein...

    Möchte das ABS nicht loswerden! War ein ausschlaggebender Punkt bei der Anschaffung der GS und der FJR, würde kein Motorrad ohne ABS mehr kaufen.

    @wop: tut mir leid, aber meine Hinterradbremse ist so, wie ich es beschrieben habe. Wohne an einem asphaltierten Wirtschaftsweg mit 1a Belag. Stiefelabsatz bremst besser als die Hinterradbremse. Und im Regelbereich ist sie sofort. Da bin ich übrigens nicht der Einzige, wurde hier schon öfters geschrieben. Aber bist gerne eingeladen, kannst es mit meiner ausprobieren. Kaffee und Öl sind immer da - bist willkommen.
    ABER: jaaaa Du hast Recht. Eine Vollbremsung sollte man immer zügig aber nicht ruckartig machen. Sollte man. Ehrlich??? Weißt Du, warum den meisten Leuten ABS nichts nützt? Weil sie Zeit verschenken, indem sie eben nicht voll aufs Bremspedal latschen und vor allen Dingen: es halten auch und gerade wenn's rubbelt. Bitte sei mal ganz ehrlich: wenn Du Anker werfen mußt um einen Unfall zu verhindern und Du hast ein Fahrzeug mit ABS, was machst Du dann? Bremse dosieren? Ne, das glaube ich keinem! Du langst zu. Und das muß eine Bremse können, sonst brauche ich nämlich kein ABS. Dann fallen wir wieder zurück in's Jahr 1965, wo Schleuderkurse mit Stotterbremse angeboten wurden. Von einem ABS erwarte ich, daß es ein Blockieren des Rades verhindert. Nur das. Und genau das. Alles andere muß man anders bezeichnen, aber mit ABS hat das dann nichts zu tun. Hört sich jetzt vielleicht böse an, ist aber wirklich nicht so gemeint - also nicht sauer sein, ja? Denk an die Einladung zum Kaffee!

    @Dietmar: sehe da eigentlich kein Problem, ich sagte ja: wenn das stimmt, DANN wäre es ein Grund, die Zulassung zu entziehen. Und dazu stehe ich.
    Das Problem bei allen Bus-Systemen ist doch, daß Du Blöcke nur nacheinander senden kannst. Wenn der Bus busy ist, nützt Dir die hohe Prio des Blockes in der Warteschlange gar nichts. Ich verwende Komponenten von ATMEL in der Steuerungstechnik, also µC und CAN-Bus Komponenten auch von ATMEL. Allerdings trenne ich zeitkritische Baugruppen eines Systemes auf und verwende dafür aus genau den genannten Gründen parallele Busse. Die Antwort habe ich von einem Entwickler aus München, der allerdings im PKW Bereich arbeitet. Ich gebe Dir Recht, in einem 5er oder 7er sind mehr Baugruppen angeschlossen. Die Probleme mit den sporadischen Fehlern habe ich allerdings auch bei meinem 530D (Mod. 560L). Sind lt. Händler bekannt und nicht abzustellen.

    @Fischkopf: war ein Mißverständnis: ich meinte natürlich nicht, daß die Fahrphysik die gleiche ist, sondern, daß man es bei einem PKW nicht hinnehmen würde. Bei Motorrädern gehören solche Dinge irgendwie zum Charakter des Mopeds. (Eine Harley ölt nicht, die markiert). Und das ABS möchte ich bitte nicht abschalten!!! Bei der FJR hat es mir mal den Hintern gerettet, als ich gepennt habe. Konnte mit voll gezogener Bremse und ABS im Einsatz sogar noch um die Ecke fahren. Nie mehr ohne......

    @piji: hallo Peter, die auf der Fahrt angebrochene Erkältung mit Bronchitis ist gerade wieder ausgeheilt, war eine Schei....zeit. Herzlichen Glückwunsch zu Deinen neuen Wilbers Beinen - auch zum Preis. Werde wohl auch mal den Horn ausprobieren. Das mit dem Schmutz ist ein guter Hinweis, werde morgen abend mal die Lampe draufhalten. Gewaschen wird meine aber doch nicht, das müßtest Du doch wissen

    Es ist für mich nicht die Frage, ob ABS oder nicht ABS. Das ist für mich klar: immer mit ABS. Aber es scheint so, als wäre die Sache mit dem ABS, dem BKV, dem Überschlagschutz und pipapo so komplex geworden, das es Überraschungen (oder, wie ppeta schrieb: ABENTEUER) in sich birgt. Und die finde ich da etwas gefährlich. Letztlich ist es mir auch egal, woran es liegt. Für 17.000 Euro netto muß ich mir da auch keinen Kopf mehr machen. Ich möchte nur weiter Spaß haben mit meiner GS und dafür suche ich die Ursache, um sie beseitigen oder sie einschätzen und damit leben zu können. Die Leute, die sich im Training damals auf die Nase gelegt haben, finden das sicher auch nicht klasse. Und BMW hat reagiert. Übrigens war der ultimative Satz, den ich von dem Entw.-Ing. heute gehört habe: "das hat schon seinen Grund, warum die in die neue Serie andere Bremsen einbauen und den BKV weglassen". Ist aber auch nicht zitatfähig. Nur sehr interessant.

    Viele Grüße und gute Nacht
    Gert

  9. Registriert seit
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    269

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    #19
    Hallo,
    Das Bremsdebakel erinnert stark an jenes bei der Mercedes E-Klasse, die ja stolz erstmals mit dem "Brake by wire"-System auf den Markt kam.Und auch nicht richtig funktionierte. Mittlerweile hat man die konventionelle hydraulische Bremse "neu" erfunden und das moderne System auf den Schrott geschmissen.
    Generell gilt meiner Meinung nach: Erklärungsversuche mit verdreckten Sensoren oder überlasteten CAN-Bussen mögen alle richtig sein. Sind aber trotzdem völlig inakzeptabel. Eine Bremse muss einfach immer 100% funktionieren. Fertig aus.
    Dass BMW jetzt eine neue Bremse ohne BKV anbietet, muss aber nicht zwangsläufig mit unsicherer Funktion zu tun haben. Es kann sich jetzt auch ein schlauer Pfennigfuchser durchgesetzt haben, der nur mehr Rendite aus jedem verkauften Motorrrad herausschlagen will. Die Preise sind ja trotz jetzt schlechterer Serienausstattung gleich geblieben. Möglicherweise will man so die Mehrwertsteuererhöhung kompensieren und die Preise im nächsten Jahr stabil halten. Letzteres würde mich aber stark wundern. Andererseits kann man nicht jedes Jahr die Preise um 300 bis 400 Euro erhöhen.
    Dass ein neues System nach nur drei Jahren aber wieder weggkommt, ist schon ein seltener Fall.
    Wenn die neue Bremse jetzt von Conti kommt, besteht im übrigen die Möglichkeit, dass sie in Osteuropa gefertigt wird. Continental ist ja immer sehr stolz darauf, Werke in Deutschland zu schließen und mit solchen in Tschechien viel mehr zu verdienen.

  10. Registriert seit
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    #20
    Zitat Zitat von noh
    Habe da eine Frage. Wenn ich Stoppies problemlos machen kann und bei einem Überschlag die Bremse öffnen soll. Ich verstehe das nicht. Für das Bike ist die Situation Stoppie und Überschlag doch gleich? Ich fahre nun meine 2. 12er GS. Bei mir hat die Bremse noch nie aufgemacht.
    Ich habe nur den Stoppi als Beispiel gemeint! Ich will damit nur sagen das man das Hinterrad bei jeder Geschwindigkeit entlasten kann. Der Stoppie ist natürlich der extremste Fall und ist bei einer GS sowieso nicht machbar.

    Chris13


 
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