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Bremsklötze hinten nach 3500km fast auf...

Erstellt von krude, 21.09.2006, 07:57 Uhr · 54 Antworten · 6.418 Aufrufe

  1. Registriert seit
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    Standard

    #51
    Kann mich den beiden "Vorrednern" nur anschließen.
    Ich bin mal von Dir gefragt worden, ob ich an den Weihnachtsmann glaube. Und jetzt erzählst Du, Wolfgang, mir, daß technische Gegenstände reifen und gut sind, wenn sie in das letzte Prod.-Jahr kommen? Glaubst Du das wirklich? Und wie kommst Du auf das schmale Brett, daß der CAN Bus alles billiger macht? Ich kann mich schwach daran erinnern, daß ich vor vier Monaten mehr Geld als jemals zuvor für ein Motorrad bezahlt habe.

    Genau da hast Du nämlich den Nagel auf den Kopf getroffen! Es ist nicht so, daß Dinge, die gut sind, verbessert werden, sondern sie werden ständig neu erfunden. Nur damit kann ein Entw.-Ing. seine Existenzberechtigung nachweisen und seinem Spieltrieb (nicht böse gemeint, ohne den würde mir mein Beruf auch keinen Spaß machen) nachgehen.

    Mein Vater beschwerte sich 1956, als er seinen ersten Wagen kaufte (Käfer), daß er, wenn es geregnet hatte, das Wasser vom Dach auf dem Fahrersitz wiederfand, wenn er die Fahrertür öffnete. Kurz bevor er gestorben ist, 40 Jahre später, hat sich an dem Effekt nichts geändert. Warum? Weil nichts reift, sondern alles immer wieder neu erfunden wird.
    Ich bin selbst Hard- und Softwareentwickler (hauptberuflich) und benutze AVR Prozessoren von ATMEL mit CAN Bus für Steuerungen von Maschinen. Prima Sache das. Aber wenn morgen der 2050GTX Turbo Bus erfunden wird, ist CAN-Bus Asche, weil die Kunden so einen altmodischen Scheiß nicht mehr wollen. Und die Vertriebsär.....e von Siemens und Westinghouse fragen dann mit dem Brustton der Überzeugung den Kunden: "wollen Sie wirklich auf veraltete Technik setzen?" Einen Tag später - ich schwöre es Dir. Und dann ist nix mit reifen, dann ist 2050GTX Turbo angesagt. Und alles fängt von vorne an.
    Das ist es, was ich als Kindergarten bezeichne. Angstfreies Atmen in der Toskana. Oder ein Töpferkurs zur Bewußtmachung des innerlichen Seins im Zentrum des Bauches. Oder eine Motorradentwicklung im außerirdischen München oder Berlin.
    Klar muß ich es nicht kaufen. Klar kann ich eine Horex fahren oder sehen, ob ich meine alte Kreidler Florett wiederbekomme. Nach 30 Jahren BMW PKW werde ich mir als nächstes etwas Anderes kaufen, vielleicht wird es wieder mal ein Toyota sein. Die haben auch ihre Macken, aber nicht so wie mein vollgepfropfter 530D Touring, bei dem auch ein Vertragshändler machtlos ist. Und die Pannenstatistik spricht Bände, meine persönliche Erfahrung kann das bestätigen. Und ein (i.W. "1") Reifen kostet dann auch nicht mehr 600 Euro = 1.200,00 DM.
    Grüße
    Gert

  2. Chefe Gast

    Idee ...zum mitschreiben...

    #52
    ... Bahnhof ...
    für mich bitte nochmal zum mitschreiben:
    1. die erste Frage war, wie lange Bremsbeläge halten sollen (müssen, dürfen, können)...
    2. die nächste Frage ist, warum man das System an die Grenzen bringen muss, um es zum Arbeiten zu bewegen...
    3. jetzt ist die Frage, welchen Sinn (oder Unsinn) die immer weiter fortschreitende technische Unterstützung der menschlichen Hälfte des Systems Motorrad macht...
    Oi oi oi, ich kann da nicht mehr folgen...

    zu 1. denk ich mir, das mag wohl auch am Material liegen, mit Sicherheit aber eben auch an der menschlichen Hälfte - ich fahr meine Beläge etwa 20.000 km (bei 30.000 km im Ganzjahresbetrieb), bin ziemlich flott unterwegs, fahr 85% Landstrasse, 13% Dorf bzw. Kleinstadt und 2% BAB, bei nahezu jedem Wetter und bin kein Freund von Raketenstarts mit Vollbremsung vor jeder engeren Kurve... ich kenne meine täglichen Strecken blind und kann mit grösstem Spassfaktor zur Arbeit pesen... bremsen und bremsen ist nicht immer das selbe...

    bei 2. weiss ich, dass die Grenzen des Systems noch weit jenseits meiner eigenen Möglichkeiten liegen (obwohl ich wie jeder andere Mopedfreak auch von meiner eigenen "Unfehlbarkeit" und meinem sagenhaften Fahrkönnen überzeugt bin ) und das beruhigt mich doch ein wenig, sonst würd's ja nicht viel nützen...

    und bei 3. bin ich der Meinung, der "Nichts ist unmöglich" - Spruch der Japaner drückt genau den Durchschnitt der Verbraucherwünsche aus... wer immer die perfekte eierlegende Woll-Milch-Sau erfindet, hat gewonnen - alle anderen blättern im Zubehörkatalog . Nur, beklagen über "haben wollen" und dann "nicht, oder nur teuer zu bekommen", oder "geht nicht" bringt's irgendwie nicht wirklich...

    Nicht, dass ich nach 5.000 km " weil das halt so sein muss..." meine Beläge mit Freuden wechseln würde (alles deutlich unter 20.000 km ist tatsächlich nicht akzeptabel), aber ich würde in diesem Fall auch mal bei mir selber nach der Ursache forschen... oder lieg ich da daneben

  3. Registriert seit
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    #53
    Habe bis jetzt ca. 3800 KM mit meiner Q (I-ABS) gefahren. Klötze sind zwar noch nicht runter, aber nach der letzten Tour über 2500 KM war die Hinterradfelge voller Bremsstaub und Vorne nichts. Dies deutet wohl auch bei mir auf eine überproportionale Abnutzung der hinteren Klötze hin.
    Viel mehr Sorgen macht mir die Bremserei mit der Q überhaupt. Mit Sozia und Gepäck steigt die Q nämlich hinten hoch. Dabei muss ich so unterm Helm ausgesehen haben. Wird nächste Woche durch die Werkstatt überprüft.

  4. Registriert seit
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    #54
    Hi
    Anscheinend sind Gert und ich auf der gleichen Wellenlänge.
    Nach Versuchen mit simplen, aber dauernd sterbenden elektrischen Fensterhebern (Passat) bevorzuge ich wieder simple Kurbeln ohne gleich gegen zu öffnende Fenster zu sein.
    Um aber noch mal auf den Ursprung des Beitrags zu kommen:
    Viel der Haltbarkeit der hinteren Beläge liegt an einer peniblen Pflege des Systems. Ich akzeptiere (naja, mit etwas Zähneknirschen) ein Wechselintervall von 15...20TKm. Das bedeutet bei mir ein Mal jährlich.
    Bei dieser Gelegenheit mache ich die Kolben und Führungen sauber und gangbar (Manschetten ab!) .
    Seitdem erreiche ich i.d.R. akzeptable Standzeiten.
    Im Umkehrschluss bedeutet das für mich, dass die Werkstätten da nur mal Bremsenreinger draufsprühen, mit einer Bürste durchwischen und neue Klötze reinhängen.
    Wenn ich die für den Wechsel veranschlagten Zeiten (AW) betrachte, kann das aber nicht der gedachte Umfang sein. Mit der Zeitvorgabe macht ein Gynäkologe eine Geburt mit Kaiserschnitt :-)!
    Also wird wohl gedacht sein, dass auch sie eine ordentliche Reinigung durchführen. Doch hier lässt sich eben schnell Kohle verdienen UND DENNOCH ein optisch sauberer Bremssattel präsentieren.
    Mich hat neulich in einer "Hinterhofwerkstatt" in N fast der (positive) Schlag getroffen: Da steht der Mechanikus dort und säubert einen Bremssattel (Auto) picobello und mit ziemlichem Aufwand. Auf mein verwundertes Schauen kam der Spruch: "Gscheid odä gar ned!" (ordentlich oder gar nicht).
    Ich denke die Kohle ist oft nur ein vordergründiges Problem. Wichtiger erscheint mir die Durch- oder Ausführungsqualität!
    Wir scheuen uns nicht 10 TEur für ein Mopped zu bezahlen, nur wenn der Verkäufer (anschliessend) sagt "Die gehen alle so schlecht" oder "Die Schaltbarkeit des Getriebes ist oft so schlecht", dann geht vielen das Messer in der Tasche (zurecht) auf.
    Warum haben es die Japaner aufgegeben halbjährlich ein total neues Modell zu präsentieren? Offenbar haben sie bemerkt, dass mit weiterentwickelter Zuverlässigkeit mehr "Staat" zu machen ist als mit 5 Neuen Komponenten in einem komplett nneuen Mopped.
    gerd

  5. Registriert seit
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    #55
    @alle und stephan hab die q heute abgeholt 308 teuronen.
    @bernd: klar brauchen wir net noch mehr technik, ich hätte selber gucken sollen, auf der anderen seite hätten mir die werkstatt auch sagen können, dass bald der lack ab ist. sie hat ne sichtprüfung unternommen vor 3000 km soll alles ok gewesen sein, ich kann das gegenteil ja nicht beweisen.
    hatte die 650 dakar als ersatzmopped, naja für mich mit 1,97 ein schweineeimer...
    bikergruß

    paul


 
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