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Die dicke Berta ist ein Weichei?

Erstellt von cigarre, 24.09.2014, 17:05 Uhr · 43 Antworten · 6.089 Aufrufe

  1. Registriert seit
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    #31
    Erst bei Reparatur festgestellte Schäden können auch im Nachhinein (Achtung: es gelten Fristen) angezeigt werden.
    Es ist somit möglich der Versicherung zu melden dass der Rechnung ein weiteres Teil hinzugefügt wird.

    Bei fiktiver Abrechnung kann es allerdings zu finanziellen Einbußen kommen sofern man sich bereits mit der Versicherung auf einen Betrag XX geeinigt hat und somit die Sache bereits abgeschlossen ist.
    Wer also selbst repariert und/oder (gebrauchte) Ersatzteile besorgt und/oder den Schaden nicht 100% beseitigt, sollte seine Forderungen erst stellen wenn er sich sicher ist dass alle Beschädigungen bekannt sind.
    Im Zweifelsfall heißt das: Moped in die Garage stellen, fotografieren, zerlegen, zwischendurch immer wieder fotografieren und alle Teile auflisten die ersetzt/repariert werden müssen.
    Ob man dies selbst macht oder der Werkstatt den Auftrag dazu erteilt sei erst mal dahingestellt.

    Schäden die über eine Bagatelle hinausgehen führen relativ oft zu einer merkantilen Wertminderung. Diese kann eine Werkstatt nicht bestimmen, das ist Sache des Sachverständigen. Deswegen bei größeren Schäden immer ein Gutachten machen lassen! Für Nutzungsausfall (sofern man berechtigt ist diese einzufordern und kein Leihfahrzeug in Anspruch nimmt) gilt das selbe.

    Kostenvoranschlag macht im Regelfall nur bei selbst verursachten Schäden Sinn wenn es sich dabei um einen Kaskoschaden handelt.
    Hier hat man weder Anspruch auf Nutzungsausfall/Leihwagen noch auf merkantile Wertminderung.


    Ich muss mich wiederholen: Jeder Fall liegt anders. Bevor man voreilig "Ja" sagt oder eine Unterschrift leistet sollte man sich 1...2 Stunden Zeit nehmen und den Link (s.o) aufrufen und darauf achten was genau einem zusteht. Lesen -> Denken -> evtl. Rücksprache halten -> Handeln.
    Ist man sich nach (möglichst intensiver) Recherche immer noch unsicher --> ab zum RA! Andernfalls verschenkt man bares Geld.
    KVA´s von Werkstätten werden nicht so hoch gewichtet wie Gutachten von anerkannten Sachverständigen, das zeigt die Erfahrung.
    Sie werden deshalb viel öfter angegangen und die Richtigkeit infrage gestellt.

    Mit (Teil-)zerlegung in der Werkstatt ist es auch immer so eine Sache. Beschließt man nach Schadensfeststellung die Sache selbst in die Hand zu nehmen, sprich das Fahrzeug in Eigenregie wieder instand zu setzen, steht es evtl. nicht fahrbereit in der Werkstatt.
    KVA´s sind bei selbst verschuldeten Unfällen oft selbst zu bezahlen, der Wiederzusammenbau kostet ebenfalls Geld.
    Werkstätten rechnen die Kosten des KVA´s im Regelfall nur an wenn das Fahrzeug danach auch bei ihnen repariert wird.
    Wer hier also kein Geld liegen lassen will, der bestellt am besten sofort einen Gutachter (sofern ein erheblicher Schaden vorliegt).
    Ein nicht fahrbereites Fahrzeug von der Werkstatt nach Hause zu transportieren ist für viele schon nur mit viel Aufwand möglich, denn nicht jeder hat (sofort) einen passenden Anhänger, o.ä. parat.
    Überlegt euch also am besten sofort nach dem Unfall wohin ihr euer demoliertes Fahrzeug bringen (lassen) wollt, es erleichtert die weiteren Schritte der Schadensabwicklung/-beseitigung.

  2. Registriert seit
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    #32
    Zitat Zitat von kraichgauQ Beitrag anzeigen
    In der Theorie schön und gut...in
    der Praxis sieht das bei MIR so aus.
    KVA Vertragswekstatt 6450€
    privater Gutachter 3800€
    Gutachter der Versicherung 3400€ Mir ist es mittlerweile egal,die Saison ist vorbei.
    Die Versicherung will möglichst wenig bezahlen,der Anwalt viel verdienen.
    Meinen letzten unverschuldeten Schaden hatte ich 87,und da war das Geld ohne RA binnen 14 tg auf meinem Konto.
    Heute wird alles erst mal in die Länge gezogen.:thumbdown:


    Kraichgauer
    Über 3000,-€ und rund 40% Differenz ist eine Hausnummer! Hier passt etwas nicht. Könntest du aufzeigen wie es dazu kam?

  3. kraichgauQ Gast

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    #33
    BMW VW hatte die Gabel,Felge,Bremsscheiben+Beläge und Windschild aufgenommen.
    Der Gutachter der Versicherung hats gestrichen.
    Mein RA hat Einspruch erhoben.
    The never Ending Story.

    Kraichgauer

  4. Registriert seit
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    #34
    In gewisser Hinsicht kann man aber auch die Versicherungen verstehen! Wenn die alles ohne Zucken und Nachdenken bezahlen würden, wären sie entweder pleite oder wir könnten die Prämien nicht mehr begleichen. ;-) Sicher gibt es auch die eine oder andere Werkstatt ... aber nur Einzelfälle ...

  5. kraichgauQ Gast

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    #35
    Zitat Zitat von Theo.Turnschuh Beitrag anzeigen
    In gewisser Hinsicht kann man aber auch die Versicherungen verstehen! Wenn die alles ohne Zucken und Nachdenken bezahlen würden, wären sie entweder pleite oder wir könnten die Prämien nicht mehr begleichen. ;-) Sicher gibt es auch die eine oder andere Werkstatt ... aber nur Einzelfälle ...
    Klar versteh ich die Versicherungen
    Nur möchte ich mein mopped wieder so wie es vor dem Unfall war,nicht mehr und nicht weniger.

    OT Mein Freund hat ne Tankstelle,dem hat ein 16 jähriger im suff mit muttis Auto die Preissäule umgenietet,die fiel auf sein Auto und ins Schaufenster.Schaden über 80000€ Ist jetzt 21/2 Jahre her,4000€ hat er bis jetzt bekommen.
    Hoffe doch sehr das es bei MIR schneller geht.


    Kraichgauer

  6. Registriert seit
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    #36
    Muss/darf/kann ich Theo zustimmen. Ob die Teile wirklich beschädigt sind, sollte sich recht einfach feststellen lassen (Sichtprüfung auf der Wuchtmaschine bzw. besser noch Messung per Stativ und Messuhr).
    Bei Deformationen/Verzug/etc. brauchen wir gar nicht diskutieren, bei einem Kratzer der evtl. vernünftig beilackiert werden kann ist schon eher Fingerspitzengefühl gefragt.

    Ein RA vertritt die Forderung seines Mandanten (meistens zumindest), egal wie abstrus sie ist.
    Sachverstand in derlei Belange haben RA´s im Regelfall nicht. Kein Mensch kann alles wissen, soweit klar, verständlich und nachvollziehbar.
    Umso wichtiger ist es für den Geschädigten hier möglichst objektiv zu bleiben. Durch Fachgesimpel mit Werkstattpersonal oder Gutachter sollte dies eigentlich möglich sein zu eruieren.
    Bei so sicherheitsrelevanten Teilen wie Rädern, Reifen und Bremsen sind die Leute eigentlich eher vorsichtig. Streicht dies ein Gutachter, dann gehe ich zum hohen Maße davon aus dass das passt.

    Die Werkstatt schreibt es mit rein, will sie sich doch a) nicht in die Nesseln setzen und b) an den Teilen etwas verdienen.
    Der RA fordert es wahrscheinlich auch ein, erhöht es doch den Streitwert, ergo auch sein Honorar, egal wie die Sache ausgeht.
    Am objektivsten ist somit in dem Fall die Aussage des Gutachters (wenngleich auch er nicht frei von Fehleinschätzungen ist).
    Das Vernünftigste ist immer den gesunden Menschenverstand zu benutzen und nicht zu versuchen das maximal mögliche an Geld heraus zu holen. Damit fährt es sich stressfreier.

    So ein Komplettrad samt Scheiben und sonstigen Teilen ist ein Posten der heftig ins Kontor schlägt. Mich wundert nicht dass hier eine Versicherung nachfragt ob das alles wirklich erneuert werden muss.


    Ruhig Blut Kraichgauer, das wird sich schon klären.
    Bei mir stehen momentan durch einen Auffahrunfall auch über 15 k€ zur Debatte die die gegnerische Versicherung latzen muss.
    Dass sie darüber nicht gerade "amused" sind ist völlig verständlich. Wir sind in Woche 4 und nach Rücksprache soll bis Ende der Woche alles entschieden sein. Ein beunruhigendes Gefühl wie die Sache ausgeht ist vorhanden, Puls habe ich deswegen aber keinen.

  7. Registriert seit
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    #37
    Bei so sicherheitsrelevanten Teilen wie Rädern, Reifen und Bremsen sind die Leute eigentlich eher vorsichtig. Streicht dies ein Gutachter, dann gehe ich zum hohen Maße davon aus dass das passt.
    Mit diesen sicherheitsrelevanten Teilen setzt sich kein Sv eine Laus in den Pelz, nur um der Versicherung Geld zu sparen.

    Da dürfte die Werkstatt in Ihrer Einschätzung des Schadens über das Ziel hinausgeschossen sein.

  8. kraichgauQ Gast

    Standard

    #38
    Da dürfte die Werkstatt in Ihrer Einschätzung des Schadens über das Ziel hinausgeschossen sein.[/QUOTE]

    Da bin ich bei Dir,aaaaber immerhin Stand ein mit 7Personen besetzter Land Rover Defender auf meiner Felge.....
    Ich vertraue mal dem Gutachten.Zudem war ich letztens auf der AB mit 180km/h,sollte die Felge einen Schlag haben hätte ich gemerkt.


    Kraichgauer

  9. Registriert seit
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    #39
    Die Felgen schlagen von Serie weg 1 mm oder gar mehr.
    Nimm es mit Humor! Vielleicht hat der Landy genau auf der richtige Stelle "geparkt".
    Hauptsache dir ist nichts passiert. Hat zudem das Material nichts abbekommen und funktioniert wie zuvor.... umso besser.

  10. Registriert seit
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    #40
    BMW ist kein Wohlfahrtsverein sondern ein gewinnorientiertes Unternehmen und wenn da jeder Kratzer gleich tausende von Euro in ihre Kassen spühlt erfüllt das Produkt damit genau sein Soll


 
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