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DOT4 nachgefüllt - Problem?

Erstellt von tue-1200, 28.04.2014, 22:14 Uhr · 25 Antworten · 3.514 Aufrufe

  1. Registriert seit
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    Standard DOT4 nachgefüllt - Problem?

    #1
    Hallo zusammen,

    ich weiß, ich bin neu hier und habe mich noch nicht vorgestellt. Ich hole das nach, versprochen.
    ich habe aber ein akutes Problem, bei dem ich um Euren Rat bitte.

    ich habe seit ein paar Wochen eine 2012er 1200 TÜ. Beim Putzen gabe ich gesehen, dass die Füssigkeit für die hydraulische Kupplung am Minimum war und habe, wie ich das von meinen vorherigen Maschinen kenne (und ja, ich weiß, wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen ;-)), ein wenig DOT4 nachgekippt.

    Kam mir direkt seltsam vor, dass es Farbunterschiede gab und offenbar im Behälter eine andere Flüssigkeit war.
    Bin dann leider ca.50 km gefahren, bevor ich mich dann abends doch mal schlau gemacht habe.

    Und ja, mittlerweile weiß ich dann auch, dass da Vitamol V10 rein gehört und nicht DOT4. Und dass man da gar nichts nachfüllen muss und soll - Lifetime. Hätte ich mir vielleicht vor dem spontanen Auffüllen anlesen sollen, ich weiß.

    Habe dann sofort den Behälter leergesaugt und werde morgen V10 besorgen.

    Wenn ich den BMW Händler frage, wird der mir bestimmt sagen, Leitung, Dichtungen und Zylinder austauschen, befürchte ich.

    Was glaubt Ihr? Für den Fall, dass doch noch ein paar ml DOT4 in die Leitung gekommen sein sollte, reicht es nicht, einfach jetzt nach dem Absaugen wieder mit Vitamol aufzufüllen?
    Oder soll ich die gesamte Flüssigkeit austauschen? Sollte das wirklich auf Dauer zu einem Defekt der Dichtungen, der Leitung oder gar der Geber/Nehmer-Zylinder führen?

    Vielen Dank für Euren Tipp,

    Gruß, Dirk.

  2. Registriert seit
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    Standard

    #2
    Hallo Dirk,

    da bin ich auch mal gespannt, was unsere geballte Fachkompetenz dazu sagt! Hier gibt es wirklich gute Kenner der Materie!

    Was ich dir aber schon mal sagen kann: Kupplungsausgleichsbehälter immer nahe Minimum halten, denn bei verschleißender Kupplung (dünner werdende Mitnehmerscheibe) steigt der Flüssigkeitsstand an ! Zuviel führt evtl zu rutschender Kupplung!

    Gruß

    der Kurze

  3. Registriert seit
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    Standard

    #3
    Saug die Flüssigkeit aus dem Behälter raus, entweder mit einer Spritze oder einem fusselfreien Tuch und fülle V10 auf.
    Hättest du die Kupplung bis dato nicht betätigt dann wäre es das gewesen.
    Da du derweil gefahren bist, musst du das System durchspülen, sprich solange Pumpen und unten Entlüften bis die komplette Suppe getauscht ist.
    So empfindlich sind die Dichtungen nicht als dass sie binnen 24 Stunden wegen einer solchen Mischung kaputt gehen.

  4. Registriert seit
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    923

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    #4
    Hallo Dirk
    erstmal willkommen hier im Forum. Hut ab für Deine Offenheit und das Zugeben Deines Fehlers. Nimm die ( sicherlich noch in diesem Fred folgende) Häme mit erhobenem Haupt. Viele hier tun so, als seien sie unfehlbar.

    Zu Deinem Problem kann ich nur sagen, dass ich sicherheitshalber einen Fachmann zu Rate ziehen würde. Kann mir vorstellen, dass Bremsflüssigkeit aufgrund seiner agressiven Wirkung richtig Schaden im System anrichtet...
    Gruß Tobias

  5. Registriert seit
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    #5
    Ich kenne das System nicht, allerdings kann ich sagen dass Bremsflüssigkeit nur gegen Lacke sehr aggro ist. Gegen Gummi nicht, genau deshalb wird es auch in Bremsen verwendet. Es greift keinen Gummi an. Also glaube ich nicht das es groß Schaden im Kupplungssystem anrichtet. Wissen tu ich es allerdings nicht...

  6. Registriert seit
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    Standard

    #6
    Zitat Zitat von vierventilboxer Beitrag anzeigen
    Saug die Flüssigkeit aus dem Behälter raus, entweder mit einer Spritze oder einem fusselfreien Tuch und fülle V10 auf.
    Hättest du die Kupplung bis dato nicht betätigt dann wäre es das gewesen.
    Da du derweil gefahren bist, musst du das System durchspülen, sprich solange Pumpen und unten Entlüften bis die komplette Suppe getauscht ist.
    So empfindlich sind die Dichtungen nicht als dass sie binnen 24 Stunden wegen einer solchen Mischung kaputt gehen.
    So würde ich auch Verfahren.

    Sollten wider erwarten Spätfolgen auftreten, müssen die halt dann behoben werden.

  7. Registriert seit
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    Standard

    #7
    Wie Vitamol mit DOT reagiert weiß ich nicht, bin weder Chemiker noch habe ich jemals probiert beide Flüssigkeiten zu mischen.
    Kurzfristig wird wohl gar nichts passieren, mittelfristig könnte es zu Ausflockungen kommen was zur Zerstörung von Dichtungen führen kann. Wenn aber binnen 24 Stunden gespült wird halte ich einen Folgeschaden für nahezu ausgeschlossen.

    Auf jeden Fall würde ich vorerst nur die Flüssigkeit wechseln und, sofern dabei keine Probleme aufgetaucht sind, es dabei belassen.
    Ein Restrisiko bleibt, aber das ist gering. Zudem geht es hier nur um die Kupplung und nicht um die Bremse, sicherheitstechnisch also nicht annähernd so relevant. Zudem ist sie auf den 50 gefahrenen km auch nicht ausgefallen, deswegen würde ich mir keine allzu großen Sorgen machen.

    Nehmerzylinder sind auch so schon einige undicht geworden, Geberzylinder eher selten. Es sind nun mal bewegte Teile die mit der Zeit verschleißen.
    Selbst einen langfristigen Defekt auf die Verwendung von DOT zurückzuführen ist nur eine vage Vermutung, hier spielen mehr Faktoren zusammen die einen Ausfall bedingen.

    Ich würde mir deswegen keine grauen Haare wachsen lassen. Tauschen und eine vorsichtige Probefahrt machen - danach sieht man weiter. Defekte Teile kann man immer noch austauschen, prophylaktisch würde ich das nie tun.

  8. Registriert seit
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    #8
    Hi
    Laut ARAL (dem Hersteller von Vitamol) vertragen sich die beiden Suppen nicht. Explodieren wird das Gemisch wohl sicher nicht aber vielleicht fällt ein Teil aus, klumpt oder macht sonstwelchen Unsinn. Also spülen.

    Und dann:
    Bei einer neuwertigen Kupplung ist der Pegel "ganz unten" und steigt wenn die Kupplung verschleisst. Da kann man höchstens absaugen.
    Wechseln braucht man die Flüssigkeit eigentlich gar nicht.
    Zum Einen nimmt die Kupplungsflüssigkeit (auch wenn es Bremsflüssigkeit ist) ohnehin sehr wenig Wasser auf weil keiner der Kolben an Wasser rankommt. Bei der Bremse dagegen sind Wasser und Flüssigkeit am Bremssattel in unmittelbarer Nachbarschaft!!
    Die "Diffusion durch den Hydraulikschlauch" war vielleicht 1914 interessant, ist inzwischen aber ein immer wieder abgeschriebenes Märchen. Ich habe nach 11 Jahren und 120Tkm die "Kupplungsbremsflüssigkeit" gewechselt weil ich den Nehmerzylinder getauscht habe. Sie war (gemessen) wasserfrei!
    Zum Anderen gibt es im Kupplungssystem keine Dampfblasenbildung (wie bei den Bremsen), weil es einfach nicht heiss wird. Theoretisch funktioniert die Kupplung auch mit Wasser. Das hat höchstens das Problem, dass es im Winter gefriert oder evtl. die Kolben rosten.
    gerd

  9. Registriert seit
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    Standard

    #9
    Vitamol lässt zumindest Dichtungen, die für DOT ausgelegt sind, quellen. Ob es umgekehrt dieselben Probleme gibt, keine Ahnung und ob das an der Vermischung beider Flüssigkeiten liegt oder von der Kontaktdauer abhängt, weiß ich auch nicht.

    Da es aber um die Kupplung geht und nicht um die Bremse, würde ich sehr sorgfältig spülen und probieren. Soweit ich weiß muss die Befüllung von unten passieren. Danach mal den Bereich Nehmerzylinder im Auge behalten, ob das was suppt

  10. Registriert seit
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    Standard

    #10
    Zitat Zitat von Schlonz Beitrag anzeigen
    Soweit ich weiß muss die Befüllung von unten passieren. Danach mal den Bereich Nehmerzylinder im Auge behalten, ob das was suppt
    Befüllung von unten geht schneller und komfortabler, es geht aber auch von oben. Nachdem ich davon ausgehe dass der TO über kein entsprechendes Werkzeug verfügt muss es zwangsweise von oben erfolgen. Ich mache es selbst nicht anders und es funktioniert.
    Kontrolle ist auch so wichtig, aber das merkt man schnell wenn es suppt. Entweder man sieht die Undichtigkeit, bemerkt das Absinken des Levels im Ausgleichsbehälter oder die Kupplung trennt nicht mehr richtig. Bevor letzteres soweit ist sollte man sich möglichst nahe der Heimat befinden.

    An Stelle des To´s würde ich den Händler mal ausquetschen wenn er das Vitamol abholt. Mich würde die Antwort auf die Fragen: "Was kann passieren?" und "Soll ich vorsorglich Teile tauschen?" brennend interessieren. Da trennt sich schnell die Spreu vom Weizen.


 
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