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Einsteiger Fragen zur Adventure

Erstellt von Movel, 04.06.2011, 12:26 Uhr · 138 Antworten · 13.128 Aufrufe

  1. Registriert seit
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    Standard

    @Dings

    auch wenn du weiterhin agressiv abgehst wie ein zäpfchen
    Schon richtig! Ich vergesse mich bei dem Thema manchmal... und kann dann halt abgehen wie die besagte Katze von Herrn Schmitt... Sollte keinen persönlich treffen. *AscheaufmeinHauptimmer wieder* Ich habe vor 8 Jahren meinen besten Motorradfreund an eine Speed Triple "verloren". Na ja "verloren", er ist heute eher wie Gemüse, steht öfter mal für ein paar Stunden vor dem Klo und weiss nicht mehr recht warum... War ein durchaus besonnener Kerl mit einer drei Wochen alten, viel zu starken Maschine. Kein Raser, kein Stuntman, kein Hirni, klassisches Fremdverschulden...

    Ich kann allein deshalb gar nicht ab, wenn Motorradkarrieren, wie sie Zoli beschreibt
    in meiner ganzen Kariere hatte ich zwei selbstverschuldete Unfälle und dreimall unverschuldet
    schon fast zum guten Ton gehören. Es war, nach 6 Jahren Fahrpraxis, der erste Unfall meines Kumpels.

    Und unter keinen Umständen stehe ich für ständiges Wheelyfahren, Burnouts und Drifts, am besten mitten im Grossstadtverkehr und zur besten Geschäftszeit. Wer auf unübersichtlichen Strassen mit Gegenverkehr, die Rasten kratzen lässt, hat sie nicht mehr alle. Ich bin selber Vater von zwei Kindern und bin absolut der Meinung, dass sich auf der Strasse gesittet benommen werden soll. Und tue das selber auch, indem ich jederzeit meilenweit unter meiner empfundenen Risikogrenze fahre! Sogar der erste Strafzettel steht noch aus und es fehlt kein Punkt beim Führerschein.

    Also, so wild meine ich das alles gar nicht. Allerdings, aus Motorradgeschicklichkeitsübungen mit Spielfaktor und mit dem Ziel der fahrerischen Leichtigkeit allein den rasenden Hirni oder den Stuntprofi herauszudeuten... *augenroll* ist nicht sehr hilfreich. Genauso wenig teile ich das fast schon romantische Bild vom ernsthaften Anfänger, der trotz grosser, starker Maschine schon so unglaublich sicher und vorausschauend fährt - na ja, bis auf die paar "fremdverschuldeten"... Es gibt einen Grund, warum ich fast nur noch alleine fahre und gemischte Gruppen scheue wie der Teufel den Knoblauch.

    Grob gesagt, gibt es hier zwei Schulen, und dieses sind nicht etwa die Seriösen einerseits und die rasenden Hirnis (zu denen mich ja einige hier so gerne dazu zählen würden ) auf der anderen. Ich meine das anders:

    1. Da gibt es die, meinen Motorradfahren sei eh nur Hobby, und so lange einem "der Himmel nicht auf den Kopf fällt", sei es mit ein Vorsicht, Vorausschau und Respekt vor der Maschine getan. Ganz gleich, wie stark oder schwer diese Maschine ist. Allein die Einstellung zählt. Darum schließt "Vernunft" auch große Maschinen nicht aus. Und der Vernünftige ist auch gleichermaßen der Meinung, dass viele Kilometer gleich viel Erfahrung bedeuten und viele schnelle Kilometer auf großen Maschinen noch mehr Erfahrung.

    2. Und dann gibt es die andere, zu denen ich mich auch zähle, die sich mit "false survival reactions" (falschen Überlebensreaktionen) und damit, wie man sie wegbekommt beschäftigen. Ein paar Beispiele nur: Rutsch man in der Kurve weg, nimmt man spontan auch Gas raus, anstatt mit gleichem Zug gegenzusteuern. Wird eine Kurve "zu eng", lehnt man sich spontan etwas mehr hinein (die "Erfahrenen") oder bremst (die "Unerfahrenen"), anstatt die Maschine am Lenker in Kurveninnenseite zu drücken und (durchaus auch mal unsanft) umzulegen. Bei Vollbremsung zieht man erst einmal voll am Hebel, bei ABS-Systemen und ihren Reaktionen lässt man, genauso falsch, gleich wieder los. Dann das Vorbeifahren, das vernünftige Anfänger sachte und gesittet gestalten - anstatt schnellsten aus dem toten Winkeln zu stoßen. Es gibt viele viele mehr...

    Diese falschen, spontanen Reaktionen abzutrainieren, bedeutet Übung, Übung und nochmals Übung. Klar, und dann gibt es in der Wirklichkeit die eine oder andere Brücke zwischen diesen Welten, Sicherheitstrainings in etwa, die sehr wohl einige dieser Spontanreaktionen ansprechen, oder Endurolehrgänge. Aber so alle paar Jahre mal?!? Das kann nicht reichen!

    Aus diesem Grund halte ich einen Koloss wie die ADV für gänzlich ungeeignet. So gutmütig er beim Dahingondeln ist, im Grenzbereich wird es brenzelig! Da drückt sich nichts mehr einfach, beladen ist der Schwerpunkt ganz arg weit hinten, beim Bremsen gautscht durch die schiere Höhe die ganze Masse nach vorne. Auch Bremsen aus höheren Geschwindigkeiten, wie sie ja hier scheinbar sehr oft gefahren werden, kann die ADV gar nicht gut...usw. Aus Respekt vor der Masse (und auch des Materials) fällt einem somit das angesprochene "Spielen" (=Üben) sehr sehr schwer. Fast alle bestätigen dieses hier, wenn auch versteckt hinter "vernüftigen" Argumenten.

    Ich denke schlicht, dass es eben nicht so einfach ist! Den allermeisten entgehen überlebenswichtige Lehrinhalte der Fahrsicherheit, Dinge die mit einem leichteren, tieferen und schwächeren Motorrad sehr viel leichter fallen würden. Dinge auch, die in direktem Zusammenhang mit sogenannt "fremdverschuldeten" Unfällen stehen, für die man augenscheinlich nichts kann und die immer wieder vorgeschoben werden. Ich kenne die genaue Zahl jetzt nicht mehr, aber die erdrückende Mehrheit aller "fremdverschuldeten" Unfälle kommt aus dem Blickfeld des Fahrers und in Fahrtrichtung. Wir sind halt eine typische Schuldkultur, nur ist die beim Motorradfahren total Fehl am Platz!

    So! War das sanft genug?

    Z.

  2. Registriert seit
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    Standard

    Schöne Zusammenfassung :-) sehe ich auch soo !

    Und ich bin jemand der anhand seines Alters nicht von ERFAHRUNG sprechen kann eher von der Art wie man faehrt und mit was für einer Einstellung,ich bin 22 und fahre auch das Motorrad von dem ganze Zeit gesprochen wird!

    ERFAHRUNG kommt vom FAHREN nicht davon wer die die dickeren...... hat!!!!

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    @Zambelli

    Mir ist durch aus bewusst, worauf Du hinaus willst.

    Einiges von dem, was Du beschreibst, ist mir mit meinem MXchen auch schon passiert, obwohl der ja nun auch nicht so klein ist. Das ich noch nie in die Seitenleitplanke einer Autobahn gedrückt wurde, liegt auch mehr an meinen Reaktionen als an der Umsicht der anderen Verkehrsteilnehmer. Auf Landstraßen überhole ich auch fast nur noch, in dem ich vorher hupe und dann mit Vollgas vorbei.
    Und auch mein Führerschein ist in Flensburg völlig unbekannt. Auch weiß ich durch aus, was auf den Straßen so los ist.

    Das noch keine Adventure in meiner Garage steht, liegt halt auch daran, dass ich mir Gedanken mache. Darum ja auch die für Euch zum Teil vielleicht merkwürdigen Fragen.
    Ob ich mir die gebrauchte Yamaha kaufe, weiß ich auch noch nicht, da mir das Teil auch nicht so richtig passt/ gefällt. Ich will die Tag noch mal schauen gehen, ob ich was "Halb-Enduro" mäßiges finde. Der Händler hatte zwar auch eine TransAlp da aber das Ding ist mir mal gar nichts.

    Und ich glaub ich bin dann auch soweit erstmal durch mit meinen Fragen. Wenn Ihr nicht noch was habt, betrachte ich das Ganze als erledigt.

    Grüße
    Movel

  4. Registriert seit
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    Einen hätt' ich noch: Ob gebraucht oder neu, es sollte eine mit ABS sein, auch wenn einige behaupten, sie können ohne besser bremsen.

    Im Schreckmoment, in der Kurve oder auf unterschiedlich griffigem Belag bremst keiner besser ohne als mit ABS. Ein Einsteiger sowieso nicht.

    Eine ADV mit ABS halte ich auch für (körperlich und geistig qualifizierte) Einsteiger sicherer als eine 125er ohne ABS.

    Meine Meinung, auch wenn andere ihre Meinung für qualifizierter halten

    VG Michael

  5. Baumbart Gast

    Standard

    Zitat Zitat von bdr529 Beitrag anzeigen
    Einen hätt' ich noch: Ob gebraucht oder neu, es sollte eine mit ABS sein, auch wenn einige behaupten, sie können ohne besser bremsen.

    Im Schreckmoment, in der Kurve oder auf unterschiedlich griffigem Belag bremst keiner besser ohne als mit ABS. Ein Einsteiger sowieso nicht.

    Eine ADV mit ABS halte ich auch für (körperlich und geistig qualifizierte) Einsteiger sicherer als eine 125er ohne ABS.

    Meine Meinung, auch wenn andere ihre Meinung für qualifizierter halten

    VG Michael
    Das sollte man aber schon dem Käufer überlassen ob er's will oder nicht.

  6. Registriert seit
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    Zitat Zitat von Baumbart Beitrag anzeigen
    Das sollte man aber schon dem Käufer überlassen ob er's will oder nicht.
    Er hat ja nach Meinungen gefragt. Das war meine.

  7. Registriert seit
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    Wieder ein Wahnsinnsfred...
    Ich fahre zwar nur die "normale" 1200GS, aber von allen Mopeten, die ich in meinen 15 Jahren Erfahrung (davon viele Jahre ausschließlich Motorrad, Sommer wie Winter - unfallfrei [klopf an Holz]) bewegt habe, ist sie definitiv die gutmütigste Maschine. Kein Vergleich z.B. mit der XS400, mit der ich angefangen habe. Was war das für ein zickiges Luder! Hätte ich damals die GS schon gehabt, wäre ich definitiv sicherer unterwegs gewesen. Was die Berechenbarkeit der GS angeht: definitiv das Beste mit zwei Rädern, was ich jemals bewegt habe. Schon die Probefahrt hatte mich sofort überzeugt. Auch nach knapp 5000km mit der GS geht mir immer noch zwischendurch durch den Kopf, das der Bock wie auch Schienen läuft und exakt das macht, was ich will. Wunderbar.
    Also, nach meiner ganz bescheidenen Meinung ist die 1200GS definitiv für Anfänger geeignet. Die hier schon zitierte Küchenpsychologie vorausgesetzt.

    Wer mag, darf sich aufregen. Haut rein, es warten Leute mit Chips und Bier.

  8. Registriert seit
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    hiho...

    es hat ja niemand in abrede gestellt,das die gs nicht gutmütig,berechenbar und mit sicherem fahrwerk wäre....die kontrapunkte lagen woanders,wenn ich mich recht entsinne....

    grüße aus bochum,

    Oliver

  9. Registriert seit
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    Zitat Zitat von Movel Beitrag anzeigen
    Ob ich mir die gebrauchte Yamaha kaufe, weiß ich auch noch nicht, da mir das Teil auch nicht so richtig passt/ gefällt. Ich will die Tag noch mal schauen gehen, ob ich was "Halb-Enduro" mäßiges finde. Der Händler hatte zwar auch eine TransAlp da aber das Ding ist mir mal gar nichts.

    Und ich glaub ich bin dann auch soweit erstmal durch mit meinen Fragen. Wenn Ihr nicht noch was habt, betrachte ich das Ganze als erledigt.

    Grüße
    Movel
    ich hab mir jetzt nicht die Mühe gemacht, alle 11 Seiten durchzuforsten, aber...

    wenn Dir die Transe nicht passt und es erstmal "was Enduromässiges zum Testen" sein soll, kann ich nur die Afica Twin empfehlen. Sie hat zwar noch kein ABS aber immerhin excellente Bremsen und ist auch sehr sehr gutmütig (und mit den gerade mal 60 Pferdchen auch nicht wirklich übermotorisiert, was auch bei der Versicherung helfen sollte)...

    Mit den immerhin knapp 240 Kilo kann man dann auch schon mal üben, wie schwer "schwer" wirklich ist aber es tut nicht so weh (auch im Portemonnaie), wenn das alte Mädchen mal umfällt, weil man halt noch sehr viel selber reparieren kann (auch wenn man technisch jetzt nicht unbedingt zu den Überfliegern zählt).

    Also mein Tipp für den Einstieg: Honda Africa Twin XRV 750

    Gruß

    Julius

    P.S. jetzt, wo ich inzwischen auf der AT so einige On- und Offroad (natürlich nicht wirklich "hardcore") Erfahrungen sammeln konnte, bin ich an dem Punkt wo ich mir ein paar mehr Pferdchen wünsche (vor Allem mit Sozia oder Gepäck)...


 
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