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Einstellung der Federbeine

Erstellt von Kuldoban, 17.05.2005, 23:13 Uhr · 10 Antworten · 3.865 Aufrufe

  1. Registriert seit
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    Standard Einstellung der Federbeine

    #1
    Ich habe gerade mal wieder ein wenig rumexperimentiert und kann mich nicht so recht entscheiden.
    Auf der Autobahn bei mehr als 140km/h komme ich am besten mit hoher Vorspannung hinten und sehr wenig Vorspannung vorne zurecht, da sonst die Front unruhig wird. Ich nehme mal an dadurch bekomme ich mehr Last aufs Vorderrad (kann da sein ?). Bin 1,98 gross und dementsprechend "windanfällig". Nur zur Landstrasse passt das nicht so recht. Auf der anderen Seite ist mir eine hohe Vorspannung vorne auf manchen Pisten auf Dauer zu rappelig.
    Dazu mal einige Fragen:
    1)Wie habt Ihr denn vorgespannt ? Vorne und hinten.

    2) Kann es sein das sehr wenig Vorspannung an beiden Rädern die Neigung zum "Antiüberschlag ABS-Bremse lösen" vergrössert ?
    Das ist mir nämlich heute beim rumprobieren passiert. (war kein Problem-bitte keine neue Diskussion über die Bremse - ist mir halt nur aufgefallen)
    Oder habe ich es nur übertrieben oder nur ein extrem schlechtes Stück Strasse erwischt. War eine Bergabstrecke/Kurve.

    3)Ich habe mir extra noch mal die Einstelltipps, die wir mal im R1200GS Forum hatten, durchgelesen. Da steht immer nur "Messen am Hinterrad". Was ist mit dem Vorderrad?

    Gruss
    K

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    Standard

    #2
    Hallo,

    hohe Vorspannung erhöht auch meiner Erfahrung nach die Neigung zum "Antiüberschlag ABS-Bremse lösen". Insbesondere die Vorspannung des Hingerrads ist m.E. hautsächlich dafür zuständig. Mein Erklärungsversuch ... es ist weniger Negativfederweg vorhanden. Dadurch kann weniger ausgefedert werden. Wenn beim Bremsen nichts mehr zu Ausfedern da ist, hebt das Hinterrad halt (früher) ab und der Überschlagschutz springt an.

    Serienmässig eingestellt wurde die Q auch bei mir bei höheren Geschwindigkeiten etwas unruhig. Ich habe vorne etwas härter gestellt (zwei Klicks) und weg wars. Also nicht wie bei dir, vor allem hinter härter gestellt. Bezüglich der Einstellung hinten hat der Freundliche gemeint, wenns in der Kurve "wuup" macht, hinten härter stellen (kann man bzw. ich nicht erklären, sondern nur erfahren ). War bei mir der Fall und so habe ich hinten auch etwas härter gestellt (ein Klick). Nun bin ich eigentlich recht zufrieden. Dämpfung habe ich (via Popometer) entsprechend moderat an die höhere Vorspannung angepasst.

    Gruss,
    Stefan

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    #3
    Das hat mir schon mal jemand ähnlich erklärt aber ich begreife es nicht.
    Unter Vorspannen verstehe ich das Zusammendrücken der Feder.
    Dann ist zwar die Feder kürzer aber das Federbein wird länger (kann man vorne gut sehen). Dadurch kommt zum einen Front oder Heck höher und der Federweg beim Auseinanderfedern wird grösser (weil ja mehr Weg da ist).
    Drück ich also hinten die Feder zusammen (Federbein lang und Heck damit hoch) und vorne "zieh" ich die Feder auseinander (Federbein kurz und Front runter) bekomme ich mehr Last auf das Vorderrad - wegen der Schwerpunktverschiebung. Oder bin ich jetzt ganz weit weg ?
    Deswegen kann Deine Variante auf der Autobahn ja trotzdem funktionieren.
    Und beim Überschlagschutz hatte ich den Eindruck das weich (also nicht vorgespannt oder Feder auseinander) den Effekt erhöht.
    Was ist "wuup"

    Gruss
    K

  4. Registriert seit
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    Standard Re: Einstellung der Federbeine

    #4
    Zitat Zitat von Kuldoban
    Ich habe gerade mal wieder ein wenig rumexperimentiert und kann mich nicht so recht entscheiden.
    Auf der Autobahn bei mehr als 140km/h komme ich am besten mit hoher Vorspannung hinten und sehr wenig Vorspannung vorne zurecht, da sonst die Front unruhig wird. Ich nehme mal an dadurch bekomme ich mehr Last aufs Vorderrad (kann da sein ?). Bin 1,98 gross und dementsprechend "windanfällig". Nur zur Landstrasse passt das nicht so recht. Auf der anderen Seite ist mir eine hohe Vorspannung vorne auf manchen Pisten auf Dauer zu rappelig.
    Dazu mal einige Fragen:
    1)Wie habt Ihr denn vorgespannt ? Vorne und hinten.

    2) Kann es sein das sehr wenig Vorspannung an beiden Rädern die Neigung zum "Antiüberschlag ABS-Bremse lösen" vergrössert ?
    Das ist mir nämlich heute beim rumprobieren passiert. (war kein Problem-bitte keine neue Diskussion über die Bremse - ist mir halt nur aufgefallen)
    Oder habe ich es nur übertrieben oder nur ein extrem schlechtes Stück Strasse erwischt. War eine Bergabstrecke/Kurve.

    3)Ich habe mir extra noch mal die Einstelltipps, die wir mal im R1200GS Forum hatten, durchgelesen. Da steht immer nur "Messen am Hinterrad". Was ist mit dem Vorderrad?

    Gruss
    K
    Hallo Kuldobahn

    Guckst Du mal hier: http://www.oehlins.de/mc_manuals.shtml

    Dort gibt es von Öhlins gute Literatur zum Lesen. Lade dir die deutsche Doku für das Enduro Hühnerbein runter.
    Ich denke, das man die grundsätzlichen Infos auch auf ein Wikbers oder das BMW Federbein übertragen kann.
    Das mit den Klicks usw. kann man ja "überlesen".
    Besonders interessant ist die Rubrik SMU (Ursache, Symptom und Maßnahme).

    Gruß
    Udo

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    Standard

    #5
    Salü,
    den größte positive Veränderung hat bei mir die Dämpfer-Einstellung gegeben. Die wird mit der kleinen Schraube am hinteren Federelement verändert. Die Angaben in der Anleitung halte ich für völlig daneben und im Straßenbetrieb für grottenschlecht.
    Ich habe im Solo-Betrieb folgende Einstellung gewählt: Ganz bis zum Anschlag "S" drehen und dann eine halbe Umdrehung nach "H". Die Vorspannung steht dabei auf "Standard". Vorne habe ich die zweite oder dritte Stufe gewählt.
    Probier´s auf schlechten Untergrund aus. Damit regelt das ABS auch besser. Aber alle Angaben ohne Gewähr! Noch zur Ergänzung: Ich fahre fast auschließlich Straße.
    Gruß
    Matthias

  6. Registriert seit
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    Standard Re: Einstellung der Federbeine

    #6
    Hi Udo,
    Zitat Zitat von qudo
    Guckst Du mal hier: http://www.oehlins.de/mc_manuals.shtml
    Dort gibt es von Öhlins gute Literatur zum Lesen.
    vielen Dank für den Link! Vielleicht wird ja damit auch ein Fahrwerks-Laie zum Experten...

  7. Registriert seit
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    Standard

    #7
    Hi
    Ist die Federvorspannung zu hoch, so wird das Federbein erst bei relativ hoher Last ansprechen. D.h. kleine "Schläge" registriert das Teil erst mal gar nicht. Die Kolbenstange bewegt sich nicht (kaum), die Dämpfeinstellung ist uninteressant weil eben Weg notwendig ist um die Mimik zum Arbeiten zu veranlassen.
    Bei langsamer Fahrt ist die resultierende Kraft geringer als bei schnellem "Brettern". Gleiche Unebenheit vorausgesetzt, muss man für eine höhere Vorspannung schneller fahren um "Dämpferwirkung zu bemerken (oder einen Sandsack (Sozia:-)) mitnehmen.
    Wenn dann noch die Dämpfung voll "ZU" sein sollte ist Essig mit Dämpfung, Komfort und ABS.
    Lässt sich anschaulich erklären: Wenn das alles zu hart ist springt das Rad (welches nun auch immer) auf der Strasse herum. Langt man nun in die Bremse und das Rad hüpft grad' mal wieder, steht das Rad kurz still (oder dreht beim Beschleunigen durch) und das ABS kommt seinem Job nach. Kurz danach wird das Rad wieder voll beschleunigt (beim Beschleunigen gebremst!!) und das ABS ist leicht verwirrt.
    Oft liegt das "Sch...ABS" an diesen Einstellungen.
    Ich habe am Wochenende einen Japsentreiber darauf aufmerksam gemacht, dass sein Hinterrad fröhlich vor sich hin hoppelt, also sein Dämpfer entweder im Eimer oder bockelhart ist.
    Er hat sich dann erstmalig (!) an die Einstellung gemacht und war leicht überrascht, dass er nicht mehr so deutlich von einer Q versägt wurde.
    Hier: http://powerboxer.de/index.php?optio...223&Itemid=105 kann man noch ein bisschen nachlesen und am Ende gibt's auch noch einige Links
    gerd

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    Standard

    #8
    Also wenn ich das richtig verstehe sind die meisten der Meinung das eine höhere Vorspannung den Effekt des Radabhebens erzeugt. Ich bilde mir aber ein das gerade sehr wenig Vorspannung bei mir diesen Effekt verstärkt. Oder sagen wir es so: vorne sieht man es ja -der "Einstellring" ist ganz unten und hinten dann die Einstellung, die laut Handbuch für Gelände gedacht ist - also "Wasserhahn" ganz aufdrehen. Auch die Info in dem Öhlins link (s.o.) scheint mir das zu bestätigen.

    Oder so: Kennt jemand die Furkapass-Abfahrt in Richtung Andermatt ?
    (ist jetzt leider noch gesperrt - evtl. am Wochenend wieder frei)

    Die Strecke ist mit hoher Vorspannung so rappelig - das ist zum Fürchten.
    Stellt man weich ist es sehr komfortabel - nur sollten auch die Räder am Boden bleiben. Ich hatte aber neulich genau das Problem.

    Oder sind 110kg zu viel Gewicht - ja wohl eher nicht. Ich suche eine sanfte Einstellung, die Unebenheiten wegbügelt und trotzdem zügige Fahrt erlaubt.

    Gruss
    K

    P.S. Der Sch.... ist das man sowas nur schwer dikutieren kann ohne gleich die Nörgler und Bremsmeckerer wild zu machen.
    Ich bin von dem Motorrad nach wie vor begeistert. Mir geht es um die Federbeine - nicht um die Bremse.

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    #9
    Hallo " K ",die Fahrwerkseinstellung erachte ich als rein perönlichkeitsbedingt.Jeder soll nach seiner Version glücklich werden.Habe leider auch Dein Leergewicht und trotzdem die Einstellung vorn:Serie und hinten "soft" und bin damit sehr zufrieden.Andere in unserer Gruppe haben unabhängig der Eigenmasse "völlig" andere Einstellungen und sind damit auch zufrieden.Ein optimal eingestelltes Fahrwerk für einen Durchschnittsfahrer ist nicht möglich,das hängt stark von der Streckenart,Geschwindigkeit etc. ab.Ich habe meine Einstellung gefunden und schraub auch nicht mehr rum,habe mich noch nie sicherer auf einer Q gefühlt!MfG Klaus

  10. Registriert seit
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    Standard

    #10
    Hallo K
    Lies doch mal in dem Link. Ich behaupte, dass die Federvorspannung lastabhängig ist (110 KG sind bei der Serienabstimmung viel Last!!) und der Rest eine Frage der Dämpfungseinstellung. Leider bietet auch da die Serie nicht viel. Bei zulässigem Gesamtgewicht ist m.E. der Seriendämpfer schnell an seiner Leistungsgrenze
    Das Ganze dann noch abhängig von der Fahrweise
    gerd


 
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