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ESA für Dummies :-)

Erstellt von Drachenstein, 25.04.2009, 01:00 Uhr · 23 Antworten · 4.244 Aufrufe

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    #11
    Zitat Zitat von surfares Beitrag anzeigen
    Hallo verwirrter Wolfgang

    Das ist doch nicht schwer zu verstehen.
    Okay, ich glaube, es klärt sich langsam. Also, dann vesuche ich's jetzt mal, anhand von Euren Hinweisen:

    .........Einstellung......... Auswirkung
    ........ =======.........========
    ........ Norm/Comfort.... Zug- und Druckstufenregulierung
    ........ Sozius/Gepäck.... Federvorspannung
    ........ Geländemodi...... Hebt Motorrad zusätzlich vorne an

    Soweit würde ich's ja nun verstehen. Im Bedienungshandbuch wird aber die Einstellung "Norm/Comfort" unter "Federvorspannung" erwähnt (Seite 4), genauso wie auch auf Seite 91 die Geländeeinstellung unter "Federvorspannung" aufgeführt wird.

    Wenn ich Euch verstehe, ist aber "Norm/Comfort" eben NICHT die Federvorspannung, sondern die Zug- und Druckstufenregulierung.

    Also soooo einfach finde ich das so betrachtet nun doch nicht zu verstehen *kopfkratzt*, zumal wir ja so nicht auf einen Nenner kommen wie's aussieht....

    Aber ich glaube, ihr seid genauso verwirrt wie ich *lol*

    Grüsse - Wolfgang

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    #12

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    #13
    Wie in dem Bericht aufgeführt, bieten die Federbeine der GS mit oder ohne ESA NUR Druckstufeneinstellung.
    Die Zugstufe war und ist nicht verstellbar.

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    #14
    Jetzt gibt's endlich Butter bei die Fische *ggg*!!!

    Vielen Dank, Peter (surfares) für den Link. Sowas hatte ich gesucht!

    Zitat Zitat von stanley Beitrag anzeigen
    Wie in dem Bericht aufgeführt, bieten die Federbeine der GS mit oder ohne ESA NUR Druckstufeneinstellung.
    Die Zugstufe war und ist nicht verstellbar.
    Stanley, jetzt sag nicht sowas, wo ich dachte, ich fange an durchzublicken *grummelgrummel*.
    Im Bericht steht aber doch "Jeder dieser Hauptmodi lässt sich mit drei unterschiedlichen Einstellungen der Zugstufendämpfung kombinieren, die sich auch während der Fahrt verändern lassen."

    Allerdings heisst dann der nächste Satz: "Die wegabhängige Druckstufendämpfung baut beim Einfedern wesentlich höhere Kräfte auf,...."

    Also könnte man nach ersterem die Druckstufendämpfung nicht einstellen (sondern NUR die Zugstufendämpfung), nach zweiterem aber schon... *pfffft*

    Ich bin mir fast sicher, das alles (inklusive Bedienungshandbuch!) ist ein Komplott, eine Verschwörung mit dem einzigen Ziel, mich zu verwirren

    Grüsse - Wolfgang

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    #15
    Zitat Zitat von stanley Beitrag anzeigen
    Wie in dem Bericht aufgeführt, bieten die Federbeine der GS mit oder ohne ESA NUR Druckstufeneinstellung.
    Die Zugstufe war und ist nicht verstellbar.
    Alle R 12 GS ab 2004 kommen mit Vorpannung der Federbasis hinten und vorne, sowie Zugstufeneinstellung hinten.

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    #16
    Zitat Zitat von Drachenstein Beitrag anzeigen
    Also könnte man nach ersterem die Druckstufendämpfung nicht einstellen (sondern NUR die Zugstufendämpfung), nach zweiterem aber schon... *pfffft*
    Alle BMW Federbeine mit dem Zusatz WAD haben eine nicht einstellbare Druckstufendaempfung, die mit groesserem Federweg staerker wird. Diese untestuetzt die Feder beim einfedern, die darum relativ weich gehalten wird. (Ich erklaere hier nur das Arbeitsprinzip, es ist nicht noetig an dieser Stelle die BMW Federhaerten zu diskutieren.)

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    #17
    Entschuldigung,
    Asche auf mein Haupt, ich meine natürlich die Zugstufe!
    Hierzu eine ältere Erklärung die nicht von mir stammt:

    Man unterscheidet bei Federelementen generell zwischen der eigentlichen "Federung" - sprich die eingebaute Stahlfeder mit ihrer Federhärte und Federkennlinie - und der "Dämpfung" - also dem Dämpferelement und seinen Einstellmöglichkeiten.

    Die Federung bzw. die Federkennlinie kann man NICHT einstellen! Jede verbaute Feder hat eine feste Federhärte und -kennlinie, und diese kann nur durch den Austausch der Feder "geändert" werden. Bei unserer Q ist hinten eine progressive Feder verbaut und vorne eine mit linearer Federkennlinie.

    Linear bedeutet, dass für jeden Zentimeter Federweg annähernd die gleiche Kraft benötigt wird. Bei progressiv gewickelten Federn erhöht sich der nötige Kraftaufwand mit zunehmendem Federweg. Dabei weisen allerdings auch linear gewickelte Federn meistens zum Ende hin eine leichte Progression auf, um ein Durchschlagen des Federbeins weitgehend zu verhindern.

    Die Federvorspannung bzw. Federbasis (vorne Einstellbar mit dem Hakenschlüssel, hinten über das Handrad) dient nur dazu, den Negativfederweg an seine persönlichen Bedürfnisse bzw. an die aktuelle Beladung anzupassen. Ein "härter stellen" des Fahrwerkes ist damit nur äußerst begrenzt möglich und zieht - zumindest in der Theorie - Nachteile bei der Dämpfung bzw. beim Negativfederweg nach sich!!

    Der Dämpfer bietet - je nach Modell - Einstellmöglichkeiten für die Zug- und Druckstufe. High-end-Dämpfer unterscheiden hier sogar noch low- und high-speed Dämpfung....

    Bei unserer Muh kann man allerdings vorne gar nix an der Dämpfung einstellen! Hinten ist über die kleine Schraube eine Verstellung der Zugstufe machbar.

    Die Zugstufe bestimmt die "Ausfedergeschwindigkeit" des Federbeins. Soll heißen mit wie viel Energie das Federbein wieder ausfedern kann. Wenn man die Zugstufe komplett schließen könnte, dann würde das Federbein nach einer Bodenwelle o.ä. "eingefedert" bleiben. Bei komplett offener Zugstufe (sprich: ohne Zugstufendämpfung) würde einen die Ausfederenergie der eigentlichen Stahlfeder aus dem Sattel werfen, da die Feder ja die gleiche Energie wieder abgibt, mit der sie "gestaucht" wurde. Und diese "Energie" ist abhängig von der Federhärte bzw. -rate.

    Die Druckstufe ist für die Dämpfung bzw. Verlangsamung der Einfedergeschwindigkeit zuständig (unterstützt also die Feder!). Wenn man die Druckstufe komplett schließen könnte, dann würde das Federbein gar nicht mehr federn (wird bei MTB-Dämpfern genutzt, um auf Asphaltstrecken die Federung komplett zu blockieren!). Wenn aber die Federkennlinie der Stahlfeder stimmt und man den "vollen" Federkomfort nutzen will, dann läßt man die Druckstufe komplett geöffnet. Daher ist eine Einstellmöglichkeit in diesem Bereich bei Motorrädern auch meistens unnötig (ausser halt im Rennbetrieb, um das Motorrad möglichst ideal an die jeweiligen Straßen- oder Geländebedingungen anzupassen). Unser Muh hat hinten eine progressive Druckstufendämpfung, d.h. am Anfang hat man wenig Dämpfung und die Feder erledigt "feinfühlig" die ganze Federarbeit. Mit steigendem Federweg kommt dann die Druckstufendämpfung immer stärker hinzu und soll so das Durchschlagen des Federbeins (auch bzw. insbesondere im Geländeeinsatz) verhindern.


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    #18
    Ich versuche hiermit mein gefährliches Halbwissen weiterzugeben


    Knöppsche lang drücken und Einstellungen (Solo, Solo/Gepäck, Sozius, Sozius/Gepäck, Gelände, schweres Gelände) auswählen, bedeutet Einstellung der Federvorspannung. Das bedeutet:
    Ich (als 75 Kilo Hungerhaken) stelle die Federvorspannung auf solo, setze mich auf meine Kuh und sie sinkt kaum ein.
    Nehme ich jedoch meine bessere Hälfte hinten drauf, sinkt die Kuh mehr ein (was nicht heissen soll, das meine Freundin schwer ist ). Also: Knöppsche lange drücken, Sozius auswählen (also 2 Helme, logo) und schon sinkt die Kuh genausowenig ein, als ob ich alleine drauf sitze.
    Sprich: Mit der Federvorspannung stelle ich vorher die zu erwartende Belastung ein. Würde ich das nicht tun, geht die Q in die Knie und das Fahrverhalten ist wegen der viel zu stark eingedrückten Feder für die Füsse, verliere nämlich Federweg und genauso auch Schräglagenfreiheit.

    Die Gelände-Modis heben das Motorrad zusätzlich noch ein wenig an (auch vorne, was in den anderen Modi nicht passiert). Aber mal ehrlich...wann brauchen wir das schonmal

    Knöppsche kurz drücken:
    So, nun fahren wir alleine, haben solo ausgewählt (oder die kräftigeren Naturen unter uns Solo/Gepäck) und haben die Dämpfung auf Normal stehen. Wir bewegen uns jetzt mal auf einer Autobahn, mit einigen Bodenwellen, Löchern, eben ne unschöne Autobahn. Also Knöppsche kurz drücken bis "Comfort" ausgewählt ist und schon "schweben" wir über die Wellen. Die Dämpfung reagiert sanfter, das Ausfedern der Feder wird begrenzt, so dass es einfach angenehmer ist.
    Jetzt fahren wir von der Autobahn ab und unsere Hausstrecke ist vor der Türe: kurz das Knöppsche gedrückt und Sport ausgewählt:
    Die Zugstufe geht wieder etwas auf, es wird schneller ausgefedert als vorher. Dadurch wirkt die Kuh straffer, es "walkt" nicht mehr so, sondern man fühlt sich eher mit der Strasse verbunden. Wer will auch schaukelnd durch die Kurve fahren??


    Ich hoffe hier ein klein wenig zur Klärung beigetragen zu haben.
    Gerne dürfen die Profis zitieren und ergänzen/berichtigen

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    #19
    Zitat Zitat von wub-driver Beitrag anzeigen
    Ich hoffe hier ein klein wenig zur Klärung beigetragen zu haben.
    ...eine Frage hätte ich noch:


    Wie heißt deine Freundin?




    und nun wech.

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    #20
    Zitat Zitat von wub-driver Beitrag anzeigen
    Knöppsche lang drücken und Einstellungen (Solo, Solo/Gepäck, Sozius, Sozius/Gepäck, Gelände, schweres Gelände) auswählen,

    ...

    Ich hoffe hier ein klein wenig zur Klärung beigetragen zu haben.
    Gerne dürfen die Profis zitieren und ergänzen/berichtigen
    Hehe, bin kein Profi, nur kurze Korrektur, es gibt kein Sozius/Gepäck, da man davon ausgeht, dass Gepäck bei Fahrt mit Sozius so gut wie nicht mehr ins Gewicht fällt.
    Ansonsten hätte ich meine jetzige Anwendung des ESA auch nicht anders beschrieben ;-)

    Gruß Thoto


 
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