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Fahrwerk 1200 GS

Erstellt von miko, 06.10.2006, 08:33 Uhr · 35 Antworten · 18.590 Aufrufe

  1. Registriert seit
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    #11
    Zitat Zitat von omopenk
    Hallo Miko,

    noch nen kleinen Rest zur Dämpfung. Bei der Q ist nur die Zugstufe einzustellen. Bei diesem langen Federweg und dem Motorradkonzept wir man immer etwas weich unterwegs sein. Im Glauben sportlich hart unterwegs zu sein, wird oftmals die Zugstufe zu weit zugedreht. Das Fahrwerk wirkt härter weil das HR nicht mehr schnell genug ausfedern kann. Die Gafahr dabei ist, dass das HR beim harten anbremsen oder bei anderen Unebenheiten den Bodenkontakt verlieren kann. Sportlich hart kann ein Fahrwerk nur über Ändrung der Druckstufe/n erreicht werden. Dazu musst du ein Federbein von Öhlins oder Wilbers einbauen, ist gut aber nicht billig. Mit der Federvorspannung kann nichts härter gestellt werden. Es wird nur das erhältnis zwischen positiven und negativen Federweg geändert.

    Gruß

    omopenk
    Genau so sieht´s aus bei dem Thema!
    Da die Feder eine feste Federkonstante hat bleibt die Kraft in man aufbringen muß, um sie zusammenzudrücken auf dem gesamten Federweg die Gleiche. Durch ändern der Vorspannung wird nur der Nachlauf und der Lenkkopfwinkel der Beladung angepaßt. Die richtige Grungeinstellung hat omopenk auch schon gut beschrieben!

    (Es gibt auch progresive Federn - da sieht die Sache dann schon etwas anders aus)

    Gruß Chris13

  2. Registriert seit
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    #12
    natürlich wird bei steigender Federvorspannung das Federbein härter, da es keine lineare Feder ist, sondern eine progressive, die sich bei weiterem Einfedern ansteigend (progressiv) verhärtet. Man merkt das auch sehr deutlich.

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    #13
    Hallo Schlonz,

    das würde bedeuten, dass bei höherer Federvorspannung der Federweg verkürzt wird. Es gibt lineare und progressive Federn, soweit richtig.
    Eine progressive Feder wird aber über ihren gesamten Federweg zunehmend Tragkraft entwickeln. Eine stärkere (härtere) Feder hat eine größere Tragkraft,
    die Härte in der Fahrwerkstechnik ist nur über die Dämpfung zu regeln. Eine gewisse Druckstufendämpfung ist natürlich im Federbein voreingestellt.
    Zu allem Übel gibt es ja auch noch wegabhängige Dämpfungen.
    Wir sollten es bei einer praktikalen Aussage belassen.
    Fahrwerkstechnik ist ein schönes aber kompliziertes Thema bei dem auch persönliches empfinden und der Fahrstiel eine große Rolle spielt. Ansonsten wären z.B. alle Einstellungen im Motorsprt in Sekunden erledigt und gleich.

    Gruß

    omopenk

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    #14
    warum auch immer es so ist, bei meiner 12er war das Fahrwerk, wenn ich im Soziusbetrieb so einstellte, dass sie nicht zu stark einsank und der Scheinwerfer den Mond anleuchtete, der ganze Bock unfahrbar wurde. Bockelhart, dass mir meine Freundin echt Ärger machte. Jetzt, mit den Wilbers, ist es o.k, wobei ich denke, dass ein FB, was sowohl für solo als auch für Sozius geeignet sein soll, immer ein Kompromiss sein wird.

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    #15
    Hallo Schlonz,

    bockelhart klingt nach weit zu gedrehter Zugstufe. Dieses habe ich schon angesprochen. Wenn die Zugstufe zu weit zu ist kann das Federbein bei aufeinader folgenden Vorgängen nicht schnell genug ausfedern und verliert somit an positiven Federweg. Das kann bis zum ´Block´ führen. Man hat schon den Eindruck,dass das Fahrwerk hart ist. Ein sensibles Ansprechverhalten hat natürlich auch etwas mit den Losbrechmomenten zu tun. Da bist du natürlich mit einem Wilbers bedeutent besser dran.
    Und zum Schluß hast du recht wenn du von einem Kompromiss sprichst.
    Man bedenke welche Bandbreite ein Federbein in einer GS abdecken soll, vom Fliegengewicht solo auf glatter Straße bis kräftigen Papa mit ebensolcher Mama, natürlich mit Gepäck auf schlechtem Untergrund - ist im PKW einfacher.

    Gruß

    omopenk

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    #16
    Die Fahrwerkseinstellung ist wohl eine Sache für sich. Da die GS ein breites Einsatzgebiet hat, wird mal ja wohl nie das Optimum finden. Sie soll ja auch nicht auf der Rennstrecke eingesetzt werden , sonder auf der Landstrasse.
    Werde meine 12er auch nicht im Gelände einsetzen , da ist sie einfach zu schwer. Fürs Gelände gibt es da die aus Mattinghofen. Mich würde ja auch nur Interessieren , wie Ihr eure Q eingestellt habt. Wie gesagt 95 % Solobetrieb.
    Hauptsächlich Landstrasse und Feldwege. Da die Federwege fast doppelt so gross sind wie bei meiner Duc kann ich mir vorstellen das es eine Einstellung geben muss die zwischen ganz auf und ganz zu liegen muss. Denn das ist mir einfach zu grob. Solo= ganz auf - 10 klicks zu, mit Sozius = ganz zu. (Handrad) Zugstufe= Für Einpersonenbetrieb empfiehlt BMW im Handbuch 1,5 Umdrehung von maximal "H" in Richtung "S". Da wird es ja wohl auch Unterschiede geben.

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    #17
    Hallo zusammen,

    also wie gesagt (geschrieben), für die Einstellung der Federvorspannung solltest du messen. Dieser Wert ist vollkommen unabhängig von der Zugstufe.
    Wenn du das hast, dann ist die Dämpfung einzustellen. Das Fahrwerk muß einfedern, etwas über den Ausgangspunkt ausfedern und in die Ausgangsstellung zurück gehen ohne nachzuwippen. Dabei die Zugstufe nach Möglichkeit relativ weit offen halten. Wenn die Feder im Soziusbetrieb weiter vorgespannt wird muß auch die Zugstufe angepasst werden.
    Ich komme mit den BMW-Vorgaben auch nicht aus; bin kein Idealtyp mit 120 kg. Ich fahre solo 30 bis 35 Klick vorgespannt und Zugstufe 1 Umdrehung offen. Mit der Besten hinten drauf, volle Vorspannung und 3/4 offen.
    Ich hatte in der meiner RT auch ein Wilbers eingebaut, mit höheren Federrate und voll einstellbar. Werde in der GS auch nachrüsten.
    Ich habe mal die Maschinen im vollen Tourenornat nachgewogen - das ist ein Schreck. Wenn man dann an die Besatzung denkt, natürlich auch im Tourenornat, erklärt sich vieles von selbst.

    Gruß

    omopenk

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    #18
    Hallo,
    Ich hatte im alten 12er Forum über die
    Einstellerei mal was geschrieben.
    Evtl.kann jemand damit was anfangen.
    Peter

    Wie stelle ich meine Federung richtig ein??
    Bevor jemand über das Verstellen der Dämpferelemente nachdenkt, sollte er sich zuerst die Frage stellen, ob die verbaute Feder für ihn geeignet ist? Die Prüfung ob JA ob NEIN ist sehr einfach.

    Das Bike wird komplett ausgefedert; zum Beispiel auf dem Hauptständer. Nun wird der Abstand von der Steckachse und einem festen Punkt (zum Beispiel an der Sitzbank) gemessen. Danach das Bike auf die Räder stellen, einmal durch Druck auf die Sitzbank einfedern und nochmals messen, von der Steckachse bis zum festen Punkt der Sitzbank.

    Die Differenz ist der statische Negativfederweg. Dieser Federweg sollte bei einer Enduro ca. 20mm betragen. Stimmt dieser Weg nicht, wird die Federvorspannung verändert. Stimmt der statische Negativfederweg, wird nun geprüft, ob die Feder für den Fahrer die richtige Stärke hat.

    Dazu wird der dynamische Negativfederweg geprüft. Der Fahrer setzt sich drauf, mit Füssen auf den Rasten. Nun misst jemand von der Steckachse zu dem festen Punkt an der Sitzbank. Dies ist der Dynamische Negativfederweg. Der sollte ca. 30% des Federweges sein. Bei der 12er wären dies bei 190/200mm Federweg ca.6cm. Bei sehr sportlicher Fahrweise sollte der dynamische Negativfederweg bei 25% liegen also ca. 5 cm liegen.

    Stimmen diese Werte überein ist die Feder in Ordnung und passt zum Fahrer.

    Jetzt wird die Grundeinstellung von BMW bei der Zugstufe hinten übernommen. Diese Einstellschraube befindet sich am unteren Teil des Dämpfers und wird mit einem Schraubenzieher eingestellt. Wenn das Gefühl für eine gute Federung vorhanden ist, wird auf durch Druck auf die Sitzbank das Fahrzeug nach unten gedrückt und ruckartig entlastet. Je nachdem ob das Heck zu schnell hochkommt oder zu langsam wird die Einstellschraube nach L oder R gedreht.

    Aber nur 1 oder 2 Klicks; dies ist in 99% der Fälle ausreichend. Bei der anschließenden Testfahrt sollte eine Holperstraße mit vielen Schlaglöschern genommen werden. Schlägt das Heck einem beim Ausfedern auf den Allerwertesten, muss die Zugstufe härter (zu) gestellt werden. Immer nur maximal um einen Klick. Kommt das Federbein nach dem Einfedern nicht schnell genug hoch, muss es weicher (auf) werden.

    Die Einstellmöglichkeiten vorne sind noch etwas geringer. Da geht nach dem Einstellen des statischen Negativfederweges und der Überprüfung des dynamischen Negativfederwegs nichts mehr einzustellen.
    Ich hoffe etwas Licht in die Sache gebracht zu haben. Viel Spass beim Messen, Einstellen und Testfahren. Gruss Peter

  9. Registriert seit
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    #19
    Ab etwa 800 Teuronen sind die Wilbers für die 12er GS fertig eingebaut zu bekommen. Extra nach meinen Angaben wurden die Federbeine hergestellt, also hauptsächlicher Einsatzbereich, Gewicht mit oder ohne Gepäck und die gewünschte Bauhöhe. Wer die Maschine absenkt, muss evtl. den Seitenständer mit kürzen bzw. kann den Hauptständer weger der ungünstig geänderten Hebelwege abmontieren. Die normalen sind logischerweise dazu Billigartikel mit Allround-Grundeinstellung und nicht wirklich wirksam verstellbar. Es gibt also viel Verbesserungspotential genau wie bei der dollen Scheibe.

  10. wop
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    #20
    In der PS 8/06 ist ein großer Federelemente-Vergkeichstest für R 1200 GS, dieser Test bzw der kpl. Artikel ist für mich Reverenz in allen Fahrwerksfragen.

    Testsieger nur Federbein hinten Wilbers 642 (R12)
    Testsieger Federbeine vorne + hinten WP Suspension 4014 SPIN

    Richtige Einstellung für das Serienfahrwerk:
    Vorne 4. Stufe von unten
    Hinten Vorspannung Anzeige Medium, Zugstufe 2 Umdrehungen geöffnet

    (geöffnet heißt, man dreht erst in Uhrzeigerrichtung bis Anschlag zu, dann 2 U. auf)

    Zwei Firmen die das Serienfahrwerk mit anderen Federn u. Dämpfung überarbeiten, kostet nur einen Bruchteil von neuen Federelementen

    Hubert Hofmann Racetech www.hh-racetech.de
    Bellinostraße 22, 72108 Rottenburg
    Tel. 0 74 72 / 28 17 06, Fax 0 74 72 / 28 17 07

    SO-Products www.so-products.com
    48455 Bad Bentheim/Gildehaus
    Tel. 05924 78360
    http://www.kradblatt.de/index.php?ht...o_products.php

    Die Fahrwerkseinstellung und 1.000 andere Fragen zur 12 GS werden in
    Reparaturanleitung BMW R 1200 GS, Band 5266
    behandelt, IMO sehr empfehlenswert!


 
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