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Federbeine & Reifendruck

Erstellt von Doc, 29.08.2005, 22:58 Uhr · 16 Antworten · 6.802 Aufrufe

  1. Doc
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    Standard Federbeine & Reifendruck

    #1
    Hi!
    Wiege etwa 90kg bei ca 1.90m Länge, und bin seit ein paar Wochen mit meiner rotgrauen R1200GS hier oben auf dem Dach der Welt unterwegs, sehr oft auf grobem, mit Schlaglöchern übersätem Kopfsteinpflaster und auf teilweise furchtbar zerfahrenen Schotter- Kies- und Erdwegen; Fahrkomfort könnt ihr euch selbst ausmalen. :evil:
    Damit es mir nun das Hirn nicht noch gänzlich aus dem Kästchen schüttelt, hiermit zwei kleine Fragen an die Federbein- und Reifenfachleute unter euch:

    1) Wie könnte ich die Federbeine vorne/hinten, und die Zugstufe hinten, diesen "Straßenverhältnissen" besser anpassen?
    Die grundsätzlichen Federvorspannungen für mein Gewicht, also erstmal unbelastet Höhe messen, dann mit mir im Sattel nochmal Höhe messen, etc., habe ich natürlich schon gemacht.
    Aber damit hat sich, wie ja zu erwarten war, werdet ihr jetzt sagen, nichts wirklich verbessert. :shock:

    Bleibt mir evtl. nur der zweite Punkt:

    2) Fahre derzeit noch die Erstaustattungsreifen Dunlop Trailmax Radial D607, nach Bedienungsanleitung der R1200GS mit Luftdruck 2.5 bar hinten und vorne; unter den gegebenen Umständen fühlt sich das allerdings so an, als ob ich mit durch und durch Hartgummireifen unterwegs wäre.
    Auf wieviel könnte ich den Druck dieser Reifen denn runterlassen, um die nervenden Holperstrecken angenehmer zu gestalten; ohne allerdings dabei zu riskieren, daß sich beim flotten Anfahren oder hartem Bremsen, Reifen und Felgen meiner Kreuzspeichenräder plötzlich mal unabhängig voneinander drehen?
    Alles nur der vergebliche Versuch einer Quadratur des Kreises?

    Bitte einfach die nach eurer kundigen Meinung dazu angebrachte Anzahl Klicks nach links, oder Klicks nach rechts, für jeweils vorne und hinten, und die ratsamen Umdrehungen nach links oder rechts des Zugstufen-Schräubchens hinten vorschlagen, und schon bedanke ich mich ganz herzlichst dafür.
    Eher theoretische Ausführungen zu Positiv-, Negativ- oder sonstigen Federwegen wären mir, wo ich jetzt doch FAHREN und nicht FUMMELN will, ehrlich gesagt nicht ganz so lieb; wenngleich ich an der Krädertechnik an sich, und vor allem am selber-tüftelnden Spaß daran, auch so meine Freude habe.

    Werde euch, im dankbaren Gegenzug, demnächst auch mal Bilder aus meinen vielleicht nicht ganz gewöhnlichen Jagdgründen hier reinstellen.
    Gruß an alle, die guten Willens und um eine Antwort nicht verlegen sind,
    Doc

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    #2
    Hi
    Leider alles Geschmacksache. Wenn die Strassen wirklich durchgehend so schlecht sind, schmeiss die normalen Dämpfer weg und bau' Öhlins rein. Da kommt jetzt wieder eine Diskussion zu Wilbers und WP auf, aber ob's die in Quito gibt? Die "Nichtserienbeine" lassen sich wesentlich besser einstellen und auch passend für die vorwiegende Beladung bestellen.
    Bei den Reifen isses so eine Sache. Die normaen sind nicht für grossartiges Luftdruckabsenken gemacht, wobei beim Enduro4 (und da unterstelle ich mal keine grossen Unterschiede zu den anderen) vorn 1,8 und hinten 2,2 kein Problem sind. Wenn Du allerdings mit Tempo einen (Rand-) Stein frontal erwischst ist das Rad bei höherem Druck besser gewappnet.
    Bei TKC 80 (die sind auf Asphalt gar nicht so schlecht wie sie aussehen und bei Regen fahr' ich mit den Dingern vielen Tourancefahrern davon) ist das besser. Die sind auf's Luftablassen konstruiert (1,6/1,8) ist auf der Strasse völlig OK, zur Not geht 1,2 (aber dann auch da piano) und haben auch bei Nässe auf unbefestigten Wegen recht passablen Grip
    gerd

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    #3
    hallo doc,
    ich kann gerd da nur recht geben auch nach meiner erfahrung mit dem tkc80 ist dies ein ein guter kompromiss. der luftdruck den gerd da fährt ist völlig unproblematisch. da bei der 12er das vordere federbein nur in der feder verstellbar ist hast du schlechte karten eine sehr gute einstellung zu finden. die federvorspannung zu erhöhen ist aber ok, bei schotterpisten die etwas heftiger sind spanne ich auf die zweite stufe bei mehr geht die kiste zu schnell wieder in die nullage. hinten drehe ich die zugstufe ganz zu und eine halbe bis ganze umdrehung wieder auf. die feder spanne ich soweit vor das ich zwischen medium und dem letzten strich das handrad verdrehe.
    meine daten: 1,83 und 83 kg

  4. Doc
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    #4
    Hi, und mit Dank zurück ;
    da offenbar außer der grundsätzlichen Anpassung der Federbeine meiner Q an mein Gewicht, nichts wesentlich weiteres zur Berücksichtigung der Straßen-, d.h. der Bodenverhältnisse in meinem speziellen Jagdgebiet mehr möglich ist , habe ich heute einfach mal den Luftdruck meiner Trailmax 607 vorne und hinten auf 1.8 bar abgesenkt; und siehe da, alles gleich schon viel besser.
    Den Tipp von Gerd zur Vorsicht bei Tempo und mit Steinen, werde ich beherzigen.:roll:
    Ein Paar der TKC80 sind bereits über den Großen Teich hierher unterwegs, so sieht meine Zukunft ja vielleicht nicht mehr ganz so holperig aus.

    Natürlich gibt's auch Asphaltstraßen hier, aber keine Autobahnen im deutschen Sinn.
    Wenn ich von der Höhenlage meines Hauses in ca. 2420m, bis rauf zu meinem Exkursionsgebiet in über 4000m fahre, um dort die letzten Kondore dieses Landes zu beobachten, dann habe ich auch ein paar gute Asphaltstrecken, mit laaaangen, schön geschwungenen Kurven.
    Da oben allerdings, wird's rauh auf der Piste und schneidend kalt; und wenn's mir bei der Abfahrt unten, in meinem Anzug mit dem eingezippten Futter noch ziemlich warm wurde, so fegt mir oben der Blanke Hans vom Antisana-Gletscher in's Visier, und eiskalt zwischen Helm und Kragen.
    Und dort bin ich dann ganz dankbar, wenn ich die Griffheizung einschalten kann; bliebe vielleicht hier noch zu sagen, daß meine prächtige 12er GS unter diesen Bedingungen, das für mich denkbar beste Zweiradvehikel ist. :!: :!:
    Gruß,
    Doc

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    #5
    Mit dem Luftdruck ist das so eine Sache,hat mich doch erstaunen lassen.Habe letzte Woche mehrfach geprüft,da ich mir in diesem Jahr 2mal einen Nagel in den Hinterreifen gefahren habe:aufgepumpt auf 2,5 dann110km gefahren,Druck:4,0.Habe dem Manometer nicht getraut und den vom Kompressor genommen:auch 4,0.Nach 3 Stunden immer noch 3,2.Am nächsten Mittag (sehr warm draussen)2,85.Führe das auf die beim Aufpumpen kühlere Ansaugluft des Kompressors zurück.Beim Fahren habe ich nichts ungewöhnliches gemerkt.Gruss Klaus

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    #6
    Zitat Zitat von rahnerklaus
    Mit dem Luftdruck ist das so eine Sache,hat mich doch erstaunen lassen.Habe letzte Woche mehrfach geprüft,da ich mir in diesem Jahr 2mal einen Nagel in den Hinterreifen gefahren habe:aufgepumpt auf 2,5 dann110km gefahren,Druck:4,0.Habe dem Manometer nicht getraut und den vom Kompressor genommen:auch 4,0.Nach 3 Stunden immer noch 3,2.Am nächsten Mittag (sehr warm draussen)2,85.Führe das auf die beim Aufpumpen kühlere Ansaugluft des Kompressors zurück.Beim Fahren habe ich nichts ungewöhnliches gemerkt.Gruss Klaus
    Meines Wissens nach laesst sich das Problem umgehen wenn man die Reifen mit Helium anstatt mit Luft befuellt - hat mir zumindest mein Reifenhaendler erklaert.

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    #7
    Mann o Mann, Stickstoff wußte ich ja, aber daß die Reifenheinis jetzt schon
    Helium empfehlen, war mir neu!
    Grüße

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    #8
    In Hechlingen werden ca 1,5 bar gefahren.

    Helium, ist das nicht in den Luftballons?
    Hebt die Q dann ab mit den Rädern nach oben?

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    #9
    Zitat Zitat von motoqtreiber
    Helium, ist das nicht in den Luftballons?
    Hebt die Q dann ab mit den Rädern nach oben?
    Bei der soliden 1150GS ist das kein Problem, bei der 12GS aus Plastik bin ich mir aber nicht mehr sicher ... :twisted:

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    #10
    Moin,
    ist mit Helium oder Stickstoff eine TÜV-Abnahme erforderlich. Verringert sich dadurch evtl. nicht das Gesamtgewicht (leichter?)?

    Gruß


 
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