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Frage zur Eigendiagnose

Erstellt von Anonymous, 13.01.2005, 21:29 Uhr · 6 Antworten · 2.877 Aufrufe

  1. Registriert seit
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    Standard Frage zur Eigendiagnose

    #1
    Hallo,

    ich habe keine Frage zum Thema Integral-Bremse an BMW's! Ich habe eine Frage zur Dauer und des genauen Ablaufs der sogenannten Eigendiagnose, des und dabei insbesondere des Predrive-Checks der BMW R1200GS.

    Sofern bei der BMW R1200GS der Predrive-Check lediglich bis zum Erlöschen der gelben Lampe entsprechend der Bedienungsanleitung durchgeführt wird, ist dieser Bremsentest in ca. zwei Sekunden abgeschlossen (vollständig erst mit dem ersten Anrollen bzw. dem Sensorentest). Also - dannach steht die volle Bremskraft mit ABS zur Verfügung. Voraussetzung für die Durchführung der ABS-Eigendiagnose, so wurde mir versichert, sind unbetätigte Bremshebel. Vor Abschluss der partiellen Eigendiagnose (2 Sekunden) ist nur Restbremsfunktion verfügbar.

    Ganz habe ich den Vorgang nicht verstanden, denn es gibt zwei Typen von Motorradfahrern bei der R1200GS, wie sich herausgestellt hat.

    (1) Die einen drehen den Zündschlüssel rum, warten bis der Diagnosecomputer hochgefahren ist und fahren dann nach Abschluss von zwei Sekunden weg, also genau dann, wenn die gelbe Lampe erloschen ist. Der Predrive-Check ist dann noch nicht beendet. Das geschieht bei denen dann während der Fahrt.

    (2) Dann gibt es noch die Fahrer, die warten die gesamten 10 Sekunden (gemessen vom Umdrehen des Schlüssels bis zum vollständigen Ende des Predrive-Checks). Der gesamte Predrive-Check selbst (ohne Bootvorgang) dauert ca. 6 Sekunden.

    Das hat mich stutzig gemacht. Die einen fahren unbesorgt los, die anderen warten aus Sorge, es wäre ggf. eine Fehlbedienung, wenn man das Ende des Tests nicht abwartet. Die ziehen sich innerhalb der 10 Sekunden einfach die Handschuhe an und rücken den Helm zurecht.

    Nun, seinerzeit hat BMW (Herr Stoffregen) in MOTORRAD ONLINE eine Presseerklärung veröffentlicht.

    Auszug:

    Eigendiagnose beim Start

    Vor dem Losfahren, d.h. nach „Zündung ein“ und Motorstart führt das ABS einen kompletten Systemcheck (Eigendiagnose) durch. Dabei werden auch alle elektrischen und elektronischen Komponenten auf sichere Funktion geprüft. Für diese Testphase sind unbetätigte Bremsen erforderlich (das hängt mit dem internen Test für die Hydraulikpumpen zusammen) und das Motorrad muss einige Meter frei rollen (zur Prüfung der ABS-Sensoren). Erst nach erfolgreicher, fehlerfrei absolvierter Systemprüfung werden alle Funktionen der Bremse vollständig freigegeben. Dieser gesamte Vorgang bis zur Freigabe ist innerhalb von Sekunden mit dem normalen Anfahrvorgang abgeschlossen.
    Meine Frage. Bedeutet das, dass man nach zwei Sekunden losfahren darf, oder bedeutet das, dass man die 5-6 Sekunden bis zum Ende des Predrive-Checks abwarten muss.

    Bezieht sich die Aussage des Pressesprechers nur auf den Teil des Tests, der mit dem Erlöschen der gelben Lampe beendet ist, oder bezieht der sich auf den gesamten Predrive-Test?

    hijag

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    #2
    Hi HIJAG,

    ich würde sagen: fahre eine YAMAHA damit erübrigt sich das Problem :P ,
    wie mein Großvater schon sagte : es ist nicht leicht eine Q auf den Ochsen zu bringen .

  3. Registriert seit
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    Standard

    #3
    Zitat Zitat von Sentensa
    Hi HIJAG,

    ich würde sagen: fahre eine YAMAHA damit erübrigt sich das Problem :P ,
    wie mein Großvater schon sagte : es ist nicht leicht eine Q auf den Ochsen zu bringen .
    Ja – sicher.

    Aber gibt es auch eine Antwort auf meine Frage? Denn von den 12er GS Fahrerern habe ich nix qualifiziertes bisher vernommen - da die es selbst nicht wissen.

    Wenn die es selbst nicht wissen – dann... mangelt es an Produktkommunikation? Keine Ahnung. Fährt hier niemand die 12er so dass er eine Meinung dazu hat?

    hijag

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    #4
    Hi
    Zweiteilige Antwort
    ZUm Einen:
    Wenn Du selber eine 1200 fährst, müsstest Du doch die Antworten auf die Fragen wissen. Fährst Du keine brauchst Du wieder etwas Gesprächsstoff um zu plärren, dass das I-Integral auf welliger Schotterfahrbahn bergab bei Vollgas bei einem Rennprofi angeblich geringfügig schlechter abschneidet als einen konventionelle Bremse.
    Auch ich habe schon über das Ding (fälschlicherweise) geflucht weil es im April auf einer Bergstrasse der Dolomiten kaum gebremst hat. Bei näherer Betrachtung lag allerdings ganz feiner Staub auf dem Strassenbelag. Farblich war es kaum nicht zu unterscheiden und die Bremsen taten tatsächlich ihr Bestes (zu meinen Gunsten). Strassen gehören gesaugt und dann feucht gewischt! :-)
    Zum Anderen:
    Nachdem die I-Integral Bremse auch bei der GSA 2004 verbaut ist, kann ich nur sagen: Wenn ich mit der rechten Hand den Zündschlüssel drehe ist die Bremse mit der Prüferei fertig bis ich den Gasgriff in der Hand habe. Das mag an meinem hohen Alter liegen, es ist aber möglich, dass ein Pressetext juristisch sauber sein muss, weil sonst ein Ami mit irgendwelchen abstrusen Forderungen kommt (ja, die Story vom zu heissen Kaffee bei McD. Seitdem gibt's dort nur Labberwasser).
    Auch ich habe mich bei den Aussagen der Pressesprecher schon gekringelt. "Das Einspeichen der Kreuzspeichenfelgen erfordert eine Millionen-Mark teuere Maschine und ist nicht von Hand möglich" Da hat er die Mustermacher und Modellbauer ganz schön diskreditiert.
    In sofern: Gute Fahrt (nach USA)
    gerd

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    #5
    Hallo Gerd,

    Danke für Deine Mühe.

    Wenn Du selber eine 1200 fährst, müsstest Du doch die Antworten auf die Fragen wissen.
    Ich bin im August 04 zwei Tage eine GS12 gefahren. Das ist nun schon eine Weile her, und ich interessiere mich für den Status Quo.

    Nachdem die I-Integral Bremse auch bei der GSA 2004 verbaut ist, kann ich nur sagen
    Die Eigendiagnose ist eine andere. Das fängt schon damit an, dass der Diagnosecomputer zunächst einmal booten muss, wenn Du den Zündschlüssel bei der GS12 umdrehst.

    es ist aber möglich, dass ein Pressetext juristisch sauber sein muss, weil sonst
    Genau in diese Richtung geht meine Frage. Ich ich halte es für sehr wahrscheinlich, dass ich weder den Pressetext noch die Betriebsanleitung verstanden haben, dass alles einfacher ist als ich denke. Und ich würde nicht fragen, wenn es mich alleine beschäftigen würde...

    Es gibt Leute, die warten insgesamt 10 Sekunden, bevor sie losfahren, nur um sicher zu sein, dass sie nichts falsch machen. Es soll schon vorgekommen sein, dass man vom Hersteller sich im Versagensfalle Fehlbedienung hat vorwerfen lassen müssen. "

    -------------------------------------------------------

    Sehr geehrter Herr ####,

    sofern die Eigendiagnose entsprechend der Bedienungsanleitung der BMW R 1200 GS durchgeführt wird, ist diese in ca. zwei Sekunden abgeschlossen.
    Voraussetzung für die Durchführung der ABS-Eigendiagnose sind unbetätigte Bremshebel. Vor Abschluss der Eigendiagnose ist nur Restbremsfunktion verfügbar.

    Bei Restbremsfunktion sind ein DEUTLICH erhöhter Kraftaufwand und längere Hebelwege an den betroffenen Bremshebeln notwendig. Die ABS-Funktion steht in diesem Zustand nicht zur Verfügung.

    Viele Grüße
    BMW Motorrad Direct

    -------------------------------------------------------

    Nach dieser Nachricht gehe ich davon aus, dass aber alles ganz einfach ist und man nach zwei Sekunden losfahren kann. Nur juristisch geschärfte Gemüter warten bis zum Ende der Eingediagnose, richtig?

    hijag

  6. Biji Gast

    Standard

    #6
    Moin moin,

    ich weiss die einen unken jetzt ich fahre doch nur eine R 1150 GS... aber egal, ich bin die 12er mit Kaufabsicht mehrere hundert Kilomter gefahren und habe mich dann dagegen entschieden.

    Zitat Zitat von hijag
    Es gibt Leute, die warten insgesamt 10 Sekunden, bevor sie losfahren, nur um sicher zu sein, dass sie nichts falsch machen.
    Ja, das stimmt wohl und der Händler meines Vertrauens, der mich und mein Motorradleben kennt, hat es doch tatsächlich gewagt mich genau darin einzuweisen obwohl meine GS auch einen BKV hat! Sicherlich dauert es - genau so lange wie es bei der 1150er auch dauert, wenn man den Prozess so ausführt, wie man es lt. BMW auch tun sollte - und manchmal auch länger...

    Zitat Zitat von hijag
    Nach dieser Nachricht gehe ich davon aus, dass aber alles ganz einfach ist und man nach zwei Sekunden losfahren kann. Nur juristisch geschärfte Gemüter warten bis zum Ende der Eingediagnose, richtig?
    ...aber nie und nimmer nur 2 Sekunden! Es sei denn es gibt sehr große Unterschiede bei der Serienstreuung oder der Startpunkt der Zählung ist etwas verschoben/verzögert

    Besonders interessant ist dabei allerdings auch die Tatsache, dass das Starten und Anfahren am Steigungen extra erklärt werden muß. Ganz ehrlich - das ist für mich schon etwas krank, betrifft aber ebenso auch meine GS.

    Ich fahre sie trotzdem gerne, die Dicke Das von mir gefahrene 12er Modell war übrigens eine 09/04er, falls das etwas ausmachen sollte.

  7. Registriert seit
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    Standard

    #7
    ich denke da nicht gross nach.
    Also gehöre ich vermutlich zum einfach losfahren Typ.

    Nur an etwas denke ich manchmal nicht: Dass ich beim Umdrehen des Zündschlüssels nicht die Bremse ziehen oder gezogen haben darf. Das verhindert den Eigentest.

    Ansonsten: 0 ABS Fehler, trotz anfänglicher Skepsis vor dem Lauf sehr zufrieden mit dem Integralbremssystem: war in keiner Situation schlechter als ich es gemacht hätte. Beim Einbremsen vor Kurven viel stabiler als wenn ich es selbst versuche.


 

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