Ergebnis 1 bis 8 von 8

Hawker Odyssey von Touratech aus dem Programm genommen

Erstellt von Konrollis, 27.01.2009, 07:53 Uhr · 7 Antworten · 2.710 Aufrufe

  1. Registriert seit
    02.11.2008
    Beiträge
    100

    Standard Hawker Odyssey von Touratech aus dem Programm genommen

    #1
    Hallo,
    wollte mir für meine Q auch wieder eine Hawker Batterie zulegen. Habe diese in meiner 100GS und 1200RS verbaut. Meine 100er ist vorher immer nur sehr schleppend angesprungen und die 1200RS hat nach dem Starten ABS Probleme angezeigt.
    In einem Forum wurde mir für beide Probleme die Odyssey empfohlen und ich kann nur sagen, die Hawker leisten saubere Arbeit und das seit ca. drei Jahren.
    Touratech hingegen hat die Batterien aus dem Sortiment genommen mit der Begründung, dass die Hawker nur Probleme mache und auch nicht für Motorräder entwickelt sei. Sie kann Vibrationen nicht ab usw. Da Touratech zwei Jahre Garantie geben muss, von Hawker aber nur 6 Monate bekommt, bleiben sie bei einem Regressanspruch auf den Kosten sitzen.
    Das mit der Garantie kann ich nachvollziehen, ist wirklich blöd. Vor allem wenn Leute das Ding tiefentladen und dann nach 6 Monaten sagen: "Bitte einmal neu"
    Aber über die Aussage mit den Vibrationen wundere ich mich sehr. Hawker baut zwar Batterien die Erschütterungen nicht ab können, aber diese sind mit der Bezeichnung "Evolution" gekennzeichnet. Könnt ihr was zu dem Thema sagen, habt ihr auch Probleme mit der Hawker?
    Gruß

  2. Registriert seit
    15.04.2006
    Beiträge
    1.418

    Standard

    #2
    Null Propleme mit der Hawker und die Odyssey sind auch für Fahrzeuge geeignet, die anderen nicht. Einige haben die für Moppeds verkauft und das gab Probleme aber TT müsste das eigentlich wissen.
    Tiefentladen dürfen die nicht, so stehts auch auf der Batterie drauf (oder in der Anleitung).
    Meine Q stand mal 2 Monate mit angeschlossener Batterie, ist dann angesprungen als hätt ich sie gestern erst abgestellt.

  3. Registriert seit
    04.01.2009
    Beiträge
    35

    Standard

    #3
    Hi,

    ich hatte auch immer eine Hawker in meinen 1100er/1150ern und nie Probleme. Ich hab mich aber auf der Messe auch mal mit den TT Jungs länger unterhalten und kann voll und ganz nachvollziehen, daß TT die aus dem Programm genommen hat.
    TT verkauft einfach einen Teil auch an Leute die wirklich ins Gelände gehen und das hält die Hawker eben nicht ganz so gut aus. Was sicher nicht heißt, daß von 100 Stück 90 reklamiert wurden. Aber selbst wenn es nur 10 Stück waren und TT die Garantie übernehmen mußte obwohl sie von Hawker keinen Ersatz bekommen haben, wäre für mich nachvollziehbar diesen Lieferanten aus dem Programm zu werfen.

    Ich denke es geht wohl eher darum wie Hawker mit den Prolbemen bzgl. Garantie umgegangen ist und nicht wie gut die Qualität war. Immerhin hatte TT die Hawker min. zwei Jahre selbst im Programm, solange wohl auch in eigenen Motorrädern verbaut und hatten keinen Grund die Akkus raus zu werfen.

    Wunderlich hat meines Wissens auch noch Hawker im Programm, dort stimmt wohl auch die Zielgruppe (Straßenorientiert) wohl eher.

    So gut die Hawker sind, man mekrt nur leider auch nicht wenn mal irgendwas kaputt geht, da der Startstrom immer ausreicht. Bei mir hat sich der Anlasser etwas schwer getan, angesprungen ist die Kiste dennoch und bis ich es bemerkt habe, hat sich der Deckscheibe des Planetengetriebes schon an der anderen Scheibe (keine Ahnung was das für eine Distanzscheibe ist) punktverschweißt. Das ging mit der Hawker lange gut bis die Schweißpunkte so stark waren, daß es selbst die Hawker nicht mehr geschafft hat.
    Dann war die Batterie platt und der Anlasser defekt.

  4. Registriert seit
    30.04.2007
    Beiträge
    6.464

    Standard

    #4
    Seltsam. Auf der Odyssey Webseite wird diese Batterie als besonders stoss- und vibrationsfest angepriesen:
    http://www.odysseyfactory.com/powersports.html

    Die Garantiezeit wird mit zwei Jahren angegeben:
    http://www.odysseyfactory.com/warranty.html

  5. Registriert seit
    21.04.2005
    Beiträge
    751

    Standard

    #5
    Hallo,

    zur Orientierung hier ein kurzer historischer Ausblick. Als Guzzifahrer hatte ich bereits Mitte der 90er Jahre Hawker in der Serienausstattung. Grund hierfür war in erster Linie die Nowendigkeit, den Akku liegend unterbringen zu müssen. Ich bin überzeugt, dass ansonsten unter reinen Kostenaspekten ein solch teures Produkt nicht infrage gekommen wäre. Seinerzeit war es die GENESIS als Protagonist mit der Vliesstechnik, die später durch die ODYSSEY ersetzt wurde. Interessanterweise mit dem Herstellerhinweis auf die verbesserte Vibrationsresistenz.
    Unabhängig davon hat keine Batterie länger als im Schnitt 4 bis 5 Jahre gehalten im Widerspruch zur Werksangabe, die hier eine Lebensdauer von
    10 jahren in Aussicht stellte.
    Dies ist einerseits auf die Tatsache zurückzuführen und zwar unabhängig vom Fabrikat, dass die prozentuale Energieentnahme pro Motorstart im Verhältnis zur knappen Nominalkapazität relativ hoch ist, jedenfalls deutlich höher als bei PKW-Akkus.
    Hinzu kamen im Zuge der Entwicklung steigende Belastungen durch die Hubraumaufstockung, des Ruhestrombedarfs moderner Boardelektronik und Kurzstreckenbetrieb einhergehend mit gegebenenfalls nachlässiger Pflege.
    Über vorzeitige unerwartete Ausfälle darf man sich deswegen nicht verwundern. Sicherlich hat ebenfalls der Kostendruck bei den Mortorradherstellern kontraproduktive Auswirkung auf die Qualitätsstufe einzelner Bauteile.
    Eine Hawker kann wegen der grundsätzlichen technischen Handikaps trotz ihres Premiumimages hier keine Wunder bewirken.
    Eine normale Gewährleistung unter diesen Umständen leisten zu können ist sicherlich nicht unkritisch.
    Mir scheint die Bleitechnologie mittlerweise entwicklungstechnisch ausgereitzt und dringend austauschbedürftig. In aktuellen Anwendungen kommen bereits ganz andere Lösungen zum Einsatz und die Entwicklung hat hier gerade eine deutliche Beschleunigung erfahren.
    Deswegen ist verständlicherweise die Versuchung gross, zum halben Preis Produkte aus japanischer oder chinesischer Produktion zu kaufen.



    Gruss aus Köln





    .

  6. Registriert seit
    21.04.2005
    Beiträge
    751

    Standard AGM erfordert Präzisionsfertigung

    #6
    Hallo,

    habe hier noch Informationen die Anforderungen an die Herstellungsprozess von AGM Akkus betreffend.

    Diese sind in der Produktion bezüglich im Herstellungsprozess kritisch hinsichtlich der Kontaktierung und Versiegelung.
    Nicht für die Verwendung von billiger Massenware spricht die Tatsache, dass viele AGM Produkte vergleichsweise einfach gestaltet und dünne Platten
    verwenden, die zum Starten von Motoren ausreichen mögen. Diese so genannten "wartungsfreien" Batterien werden maschinell montiert und meist unter normalem atmosphärischem Druck verschlossen. Sie können dann durch Gasung austrocknen und sind oft empfindlich gegen Vibrationen und Stöße. Bei solchen Modellen bilden sich leicht Übergangswiderstände durch schwache Kontaktierung der Zellen zueinander.

    Es gibt in diesem Bereich auch andere Premiumanbieter, die ihre Produkte nach MIL-Standards z.B. mit 5 Jahren Gewährleistung anbieten.
    Sicherlich wird man solche Produkte nicht zu üblichen Preislagen bekommen.


    Gruss aus Köln




    .

  7. Registriert seit
    30.04.2007
    Beiträge
    6.464

    Standard

    #7
    Wem ist schon mal aufgefallen, dass die erste Yuasa Batterie in seinem japanischen Bike sehr lange hielt, die zweite seltsamerweise nicht mehr so lange?

    In Japan gibt es die gleichen Batterien aber in ganz anderer Qualitaet. Eine Motorradbatterie die regelmaessig nach 2 -3 Jahren abschmiert haette dort keine Marktchance. 5 und mehr Jahre Lebensdauer sind eher die Regel als die Ausnahme.

    Warum hat man nicht schon laengst nicht nur haltbarere sondern auch leistungsfaehigere Batterien entwickelt? Wieso sollte man das. Das waere ja genauso wie der Kaugummi der 60 Minuten Geschmack behaelt.

  8. Registriert seit
    21.04.2005
    Beiträge
    751

    Standard

    #8
    Zitat Zitat von peter-k Beitrag anzeigen

    Warum hat man nicht schon laengst nicht nur haltbarere sondern auch leistungsfaehigere Batterien entwickelt? Wieso sollte man das. Das waere ja genauso wie der Kaugummi der 60 Minuten Geschmack behaelt.
    Hallo,

    klar solange die Hersteller am meisten daran verdienen, was sie nicht ausgeben.
    Dafür kann man sich ja individuell verwirklichen bei der Ersatzausstattung...


    Gruss aus Köln





    .


 

Ähnliche Themen

  1. Hawker Odyssey PC 680 (fast neu)
    Von Friedberger im Forum Biete (privat) ...
    Antworten: 6
    Letzter Beitrag: 24.05.2012, 22:34
  2. Hawker Odyssey PC 680 (fast neu)
    Von Friedberger im Forum Biete (privat) ...
    Antworten: 1
    Letzter Beitrag: 20.12.2011, 17:58
  3. Laden Hawker Odyssey via Bordsteckdose
    Von GS in RheinQultur im Forum R 1150 GS und R 1150 GS Adventure
    Antworten: 19
    Letzter Beitrag: 18.02.2010, 20:03
  4. Hawker Odyssey und BMW Ladegarät
    Von GS Jupp im Forum Zubehör
    Antworten: 42
    Letzter Beitrag: 02.02.2009, 18:28
  5. Zustand Hawker Odyssey
    Von schon50 im Forum R 850 GS und R 1100 GS
    Antworten: 1
    Letzter Beitrag: 05.02.2008, 21:28