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Heulendes Geräusch in Kurve - Reifen oder was?

Erstellt von Carlos_HH, 09.08.2009, 20:33 Uhr · 39 Antworten · 7.390 Aufrufe

  1. Registriert seit
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    #31
    Die "Sägezahnbildung" ist ein eindeutiges Zeichen dafür, dass der Fahrer sich für schneller hält, als er tatsächlich ist. Oder wie ich als Pfälzer sagen würde: "Der kann einfach nicht fahren!"

    Allerdings stimmt es , dass verschiedene Reifen (beim gleichen Fahrer) unterschiedlich dazu neigen, den Sägezahn auszubilden.

    Der Trail Attack ist ein Paradebeispiel dafür, auch am Vorderrad Sägezähne auszubilden, deshalb hat Conti ja auch für die "GS" mit der besonderen Vorderradführung die Sonderkennung "Z" aufgelegt.

    Wer zu langsam in die Kurve reingeht und deshalb in tiefer Schräglage schon wieder richtig Gas geben kann, der kriegt die Sägezähne am Hinterrad, wer in der Kurve in Schräglage zu lange bremst, anstatt die Kraft die der Reifen übertragen kann für die Seitenführung zu nutzen, der kriegt se halt vorne.

    Boxer Fahren heißt eigentlich: Wenig Gas geben - wenig bremsen - immer schnell sein.

    Bevor jetzt alle getroffenen Hunde bellen und mir die Hucke vollschimpfen, ich kann's auch nicht so gut, wie ich gerne möchte und habe auch Sägezähne hinten und vorne. Allerdings wirds immer besser...

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    #32
    Zitat Zitat von micha Beitrag anzeigen
    naja,.. übertreibst wohl gern ?

    Ein TKC80 hält definitiv 6000-8000km und ein Tourance definitiv 13-15tsd km - auch mit 'sportlicher' Gashand. Ansonsten könnten die Reifenhersteller die Dinger gar nicht verkaufen - 300€ alle 2000km wäre etwas viel !

    Nebenbei war das aber nicht das Thema, sondern der 'Sound' den der Tourance erzeugt nachdem er leicht eingefahren ist, was dann bei 5000km der Fall ist.

    Gruß Michael
    ....,

    da hab ich in 2009 wohl einen beitrag verpasst

    tourance (der erste) auf R1150GS ... 7000km mit einfahren des neuen moppeds.
    danach 5000 bis 5500 km und nie genug grip

    hab dann auf 17" und spochtreifen gewexelt.
    spass darf bei mir auch geld kosten

  3. Baumbart Gast

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    #33
    Zitat Zitat von Hansemann Beitrag anzeigen
    Wer zu langsam in die Kurve reingeht und deshalb in tiefer Schräglage schon wieder richtig Gas geben kann, der kriegt die Sägezähne am Hinterrad, wer in der Kurve in Schräglage zu lange bremst, anstatt die Kraft die der Reifen übertragen kann für die Seitenführung zu nutzen, der kriegt se halt vorne.
    Sägezähne sind mir egal, aber das vorstehende müsstest Du noch mal etwas ausführen, ich dachte bislang immer Schräglage, Kurvenradius und Kurvengeschwindigkeit seien zahnradmäßig verbunden?! gleiche Schräglage in gleicher Kurve gleiche Geschindigkeit. Kann man gleiche Schräglage bei unterschiedlicher Geschwindigkeit fahren?! Irgendwie stehe ich da geografiemäßig auf dem Schlauch. Musste halt im Urlaub wieder feststellen dass ich von der Theorie des Moppedfahrens keine Ahnung habe

    Unstreitig ist allerdings, dass zu ambitionierte Schräglage den Gesamtschnitt durchaus verhauen kann.

  4. Registriert seit
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    #34
    Zitat Zitat von Baumbart Beitrag anzeigen
    ... gleiche Schräglage in gleicher Kurve gleiche Geschindigkeit. Kann man gleiche Schräglage bei unterschiedlicher Geschwindigkeit fahren?! Irgendwie stehe ich da geografiemäßig auf dem Schlauch. ...
    nein, das ist schon richtig, aaaber ...

    viele kurven lassen innerhalb der fahrbahn verschiedene linien zu:
    sicherheitslinie, ideallinie, miese linie , runde linie, ...
    und alle diese linie haben verschiedene charakteristiken, verschiedene schräglagen an unterschiedlichen punkten und auch verschiedene mögliche geschwindigkeiten bei gleichem schräglagenwinkel.

    http://www.triathlon-coach.de/typo3t...1a2c2e3534.gif
    http://www.varahannes.at/Varadero/Fo...rvenfahren.jpg

    die erste grafik ist vom fahrrad, also ohne nennenswerte beschleunigung ... beim mopped sieht das wieder etwas anders aus.
    dies nur als beispiel für verschiedene linien und daraus resultierend andere reifenabnutzung.

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    #35
    Zitat Zitat von Hansemann Beitrag anzeigen
    Die "Sägezahnbildung" ist ein eindeutiges Zeichen dafür, dass der Fahrer sich für schneller hält, als er tatsächlich ist. Oder wie ich als Pfälzer sagen würde: "Der kann einfach nicht fahren!"...
    sorry,.. aber das ist Quatsch.

    Gruß
    Micha

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    #36
    Sägezähne können durchaus auch von falschem Luftdruck, zu viel oder auch zu wenig Beladung in Verbindung mit Luftdruck für volle Beladung entstehen.

    Das ist bei der Dose so (hatte ich extrem am Mazda6 Kombi, da ich immer unbeladen gefahren bin, der hatte hinten extreme Sägezähne. Andere mit dem gleichen Auto und regelmäßiger "Pampersbomber"-Verwendung hatten das Problem nicht. Der war am Heck sehr leicht.), und auch am Möppi führt ein Reifendruck für Vollbeladung bei nem 60-kG-Floh auf dem Krad oftmals zu Sägezähnen. Ebenso wie Reifendruck für Alleinfahrt mit 2 x 100 kG-Besatzung.
    Davor ist kaum ein Reifen sicher. Bei Vollstollenreifen hört man es eben nur nicht so, die singen eh ständig ihr eigenes Lied von der Qual auf Asphalt...

    Gruß, KN-UT

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    #37
    ...und ich hatte schon Sorgen weil ich keine Sägezähne habe.

    Mit Gruss, Alain

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    #38
    Dass die Schweizer keine Sägezähne haben, ist bei ner zulässigen Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h außerorts irgendwie klar. Wenn Du trotzdem mal einen überholst, ist in der nächsten Kurve wieder einer vor Dir, der sich anständig an die Regeln hält. Das ist zwar völlig ok so, macht aber auch nicht wirklich Spaß.

    Du kannst eine Kurve mit der Geschwindigkeit x fahren
    auf der Bremse, Durchrollen oder Gas geben. Du bist in der gleichen Kurve immer gleich schnell, wirst Deinen Reifen aber immer anders belasten.

    Micha: leider ist das kein Quatsch sondern Physik. Ich rufe die Erinnerung an den Kammschen Kreis auf. Wenn Du in der Kurve noch am Bremsen bist, verwendest Du Kraft für die Verzögerung, die Du auch für die Seitenführung verwenden kannst. Wenn Du also (kurven die sich zuziehen ausgenommen) einfach die Bremse loslässt, kannst Du auch "durchrollen". Da Du danach schneller bist, brauchste auch nicht mehr so viel Gas nach der Kurve zu geben. Das ist das, was ich mit wenig Bremse-wenig Gas- immer schnell meine.

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    #39
    Zitat Zitat von Hansemann Beitrag anzeigen
    Die "Sägezahnbildung" ist ein eindeutiges Zeichen dafür, dass der Fahrer sich für schneller hält, als er tatsächlich ist. Oder wie ich als Pfälzer sagen würde: "Der kann einfach nicht fahren!"

    Allerdings stimmt es , dass verschiedene Reifen (beim gleichen Fahrer) unterschiedlich dazu neigen, den Sägezahn auszubilden.

    Der Trail Attack ist ein Paradebeispiel dafür, auch am Vorderrad Sägezähne auszubilden, deshalb hat Conti ja auch für die "GS" mit der besonderen Vorderradführung die Sonderkennung "Z" aufgelegt.

    Wer zu langsam in die Kurve reingeht und deshalb in tiefer Schräglage schon wieder richtig Gas geben kann, der kriegt die Sägezähne am Hinterrad, wer in der Kurve in Schräglage zu lange bremst, anstatt die Kraft die der Reifen übertragen kann für die Seitenführung zu nutzen, der kriegt se halt vorne.

    Boxer Fahren heißt eigentlich: Wenig Gas geben - wenig bremsen - immer schnell sein.

    Bevor jetzt alle getroffenen Hunde bellen und mir die Hucke vollschimpfen, ich kann's auch nicht so gut, wie ich gerne möchte und habe auch Sägezähne hinten und vorne. Allerdings wirds immer besser...
    Interessante und nützliche Erklärung. Ich übe auch noch und ja es geht besser. Vorallem seit ich mir das Kurvenfahren in einem Fahrsicherheitstraining nochmals einhämmern liess...
    Kurz und knapp: Kurve lesen. Anbremsen. Gang wählen. Kurve aussen anfahren. Blick dauernd auf die Mitte DEINER Fahrbahn im entferntesten Punkt richten, den Du noch siehst (bei engen Kurven sich den Verlauf vor dem geistigen Auge vorstellen), Kurve auf Zug fahren, bei Erkennen des Kurvenausgabgs beschleunigen. Sprich: In Schräglage wird in der Regel nie gebremst...

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    #40
    Zitat Zitat von Hansemann Beitrag anzeigen
    Micha: leider ist das kein Quatsch sondern Physik. Ich rufe die Erinnerung an den Kammschen Kreis auf. Wenn Du in der Kurve noch am Bremsen bist, verwendest Du Kraft für die Verzögerung, die Du auch für die Seitenführung verwenden kannst. Wenn Du also (kurven die sich zuziehen ausgenommen) einfach die Bremse loslässt, kannst Du auch "durchrollen". Da Du danach schneller bist, brauchste auch nicht mehr so viel Gas nach der Kurve zu geben. Das ist das, was ich mit wenig Bremse-wenig Gas- immer schnell meine.
    es ist ein Zusammenspiel von Fahrstil und Reifenbelastbarkeit, sprich Reifentyp. Ich bremse IN Kurven nicht und habe dennoch beim Ur-Tourance IMMER Sägezahnbildung beim EXP(m) dagegen keine !
    Die Ursache ist einfach wie ein Reifen Schlupfbewegungen verkraftet. Natürlich können diese durch den Fahrstil mal mehr oder weniger stark ausgeprägt sein, generell gibt es aber einfach Reifen die quassi immer Sägezähne haben werden. Natürlich können solche Schlupfbewegungen auhc durch falsche Dämpfereinstellungen oder defekte Dämpfer kommen.

    Zu sagen "..man könne nicht fahren" wenn der Reifen Sägezähne hat, stimmt einfach nicht.

    Gruß
    Micha

    PS.: gerade WENN man früher aus der Kurve rausbeschleunigen kann, ist man auch schneller unterwegs. Kurzes Anbremsen vor der Kurve (bzw. schlicht kurz Gas zumachen), reinfallen lassen dabei quassi rollend ohne bremsen oder Gas, am Scheitelpunkt wieder beschleunigen um das Moped aufzurichten und zu beschleunigen. Da man so viel früher beschleunigen kann, als wenn man voll speed in die Kurve geht, ist man am Ende auch viel schneller ( und fliegt nebenbei nicht aus der Kurve weil man vorher zu schnell war und so der Radius nicht passt ). Natürlich entstehen beim Beschleunigen Schlupfbewegungen, aber he.. wir wollen Spaß beim fahren - wenn der Reifen das nicht aushält, fährt man halt nicht den Richtigen.


 
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