Seite 2 von 5 ErsteErste 1234 ... LetzteLetzte
Ergebnis 11 bis 20 von 42

Immer wieder Bremsscheiben rubbeln

Erstellt von Berte, 05.04.2011, 14:27 Uhr · 41 Antworten · 9.862 Aufrufe

  1. Registriert seit
    01.11.2009
    Beiträge
    470

    Standard

    #11
    Zitat Zitat von Berte Beitrag anzeigen
    Hallo Muemi,

    vielen Dank für diese Tipps.

    Die HAG-Lagerung ist i.O. (wegen selbiger hatte ich mir die Messuhr ursprünglich beschafft).

    Dem Neukauf und Wechseln ds Radträgers bin ich skeptisch gegenüber, weil die leichte Schiefe evtl. schon durch nicht genaue Passung Radträger-Hohlwelle entsteht. Das mit dem Abdrehen habe ich auch schon in Erwägung gezogen. Auch hier gilt die gleiche Skepsis wegen der Passung zur Hohlwelle. Abgesehen davon habe ich keinen Zugang zu einem guten Dreher.

    Idealerweise passe ich, wie du schon richtig gesagt hast, die Auflageflächen der Bremsscheibe am Fahrzeug an. Dann heisst es messen, feilen, messen, feilen ... Sollte eigentlich klappen, schöön vorsichtig und gerade arbeiten ...

    Da ich noch einen "gleichschlechten" Radträger da habe, kann ich den Versuch mal unternehmen. Mal sehen, wann ich dazu komme, erstmal muss ich wieder eine neue Bremsscheibe bestellen.

    Gruß Bert
    Hallo Bert,

    Bei der Innen-Steckverzahnung des Radträgers ist in der Regel der Kopfkreis der Zähne die Referenz. Die Auflageflächen der Bremsscheibe sollten rechwinklig dazu laufen. Ein Aufstecken auf einen Dreh- oder Schleifdorn wäre hier Ideal. Wenn dann im aufgespannten Zustand vergleichbare Werte der Auflageflächen zueinander raus kommen, kannst Du Dir sicher sein, daß Du keinen Fehler gemacht hast und ein zartes Überdrehen solte Dein Problem beheben.
    Schau mal ins Branchenbuch. In Deiner Umgebung gibt es sicherlich eine Lohndreherei oder Schlosserei. Vielleicht hast Du Glück und ein alter Meister nimmt sich Deinem Problem für einen Obulus in die Kaffeekasse an.
    Ansonsten bleibt Dir nur das Feilen ......

    Viel Glück!

    Bitte gib mal Laut, wenn Du weiter bist.


    PS: Schau mal hier: http://www.oberspreewald-lausitz.cit...000/drehereien

  2. Registriert seit
    21.12.2009
    Beiträge
    4.114

    Standard

    #12
    @ all: Danke, das ist hier ein informativer und kompetenter Fred!

    Wer übrigens Probleme mit Bremsrubbeln am Vorderrad hat: BMW hat seit Ende 07 einen geänderten Befestigungssatz, damit die Scheibe etwas mehr schwimmen kann. Wer sich nicht sicher ist, ob an seiner Maschine schon der modifizierte Befestigungssatz montiert ist: Einfach mit einem aktuellen Modell vergleichen!

    Gruss

    der Kurze

  3. Registriert seit
    22.10.2007
    Beiträge
    660

    Standard

    #13
    Zitat Zitat von muemi Beitrag anzeigen
    Hallo Bert,

    Bei der Innen-Steckverzahnung des Radträgers ist in der Regel der Kopfkreis der Zähne die Referenz. Die Auflageflächen der Bremsscheibe sollten rechwinklig dazu laufen. Ein Aufstecken auf einen Dreh- oder Schleifdorn wäre hier Ideal. Wenn dann im aufgespannten Zustand vergleichbare Werte der Auflageflächen zueinander raus kommen, kannst Du Dir sicher sein, daß Du keinen Fehler gemacht hast und ein zartes Überdrehen solte Dein Problem beheben.
    Schau mal ins Branchenbuch. In Deiner Umgebung gibt es sicherlich eine Lohndreherei oder Schlosserei. Vielleicht hast Du Glück und ein alter Meister nimmt sich Deinem Problem für einen Obulus in die Kaffeekasse an.
    Ansonsten bleibt Dir nur das Feilen ......

    Viel Glück!

    Bitte gib mal Laut, wenn Du weiter bist.


    PS: Schau mal hier: http://www.oberspreewald-lausitz.cit...000/drehereien
    Die Messuhr hatte ich schon am Kopfkreis dran (allerdings am Reserve HAG) - dort war kein Schlag messbar. Gleiche Messung am eingebauten HAG steht noch aus.

    Bremsscheibe habe ich bestellt. Wenn sie rechtzeitig da ist, sollte sich Ostern Zeit für die Feinmechanik-Feil Aktion finden lassen.

    Gruß Bert

  4. Registriert seit
    01.11.2009
    Beiträge
    470

    Standard

    #14
    Hallo Bert,

    ich weiß nicht, wie bewandert Du in Meßtechnik bist (bitte nicht falsch verstehen). Aber den Schlag der Innenverzahnung kann man so einfach nicht messen. Vor allem stellt sich die Frage zu welchen Bezug hast Du gemessen?
    Wichtig bei der Messung der Auflagen für die BS ist, daß Du einen festen und unveränderlichen Bezugspunkt hast. Ansonsten führt die Messung zu keiner Aussage. Das wollte ich Dir noch mit auf den Weg geben. Viel Glück bei der Osteraktion!

  5. Registriert seit
    22.10.2007
    Beiträge
    660

    Standard

    #15
    Hallo Muemi,

    vielen Dank für Deine Tipps. Mein Messwissen als ist nur durchschnittlich, amibitionierter Laie sozusagen ...

    Die Rundheit der Verzahnung habe ich nicht gemessen, ich habe in einem Winkel von ca. 45° die Messuhr an die Außenkante der Hohlwelle gehalten um zu sehen, ob diese eiert.

    Feste Aufnahme ist klar - die Uhr hat natürlich ein Stativ mit mehreren Winkeln und ich habe mir eine spezielle Anschraub-Aufnahme gebaut, gehe damit an die Bremssattelaufnahme. Braucher aber erstmal eine Verlängerung der Messspitze, da es recht eng zugeht.

    Meine Übung wird vorr. mit meinem Reserve-HAG beginnen, das klemmt im Schraubstock und ich komme besser ran.

    Gruß Bert

  6. Registriert seit
    22.10.2007
    Beiträge
    660

    Standard Zwischenstand

    #16
    So, ich habe gestern an meinem Reserve-HAG trainiert. Hier das Ergebnis:

    1) Eingangsmessung Bremsscheibe Spiel Außenkante war 0,39 mm maximale Abweichung.

    2) Eingangsmessung Radträger Auflagefläche Bremsscheibe war 0,22 mm maximale Abweichung; die Einzelwerte wie folgt: 0,00; 0,04; 0,09; 0,17; 0,22

    3) Dann habe ich gefeilt und gemessen in zig Iterationen, wichig ist, dass die Messapparatur nach jedem Ein-und Ausschwenken immer wieder auf die "Nuller-Aufnahme" kalibriert wird. Gegen Verdrehen habe ich den Radflansch mit Holzkeilchen gesichert.
    Die Abweichung der Aufnahme zueinander und der Auflagefläche in sich konnte ich nun auf max. 0,05 mm reduzieren. Die Genauigkeit wird dadurch limitiert, dass ich die Auflagefläche nicht richtig plan bekomme beim Feilen. Die Feilaktion selbst dürfte so ca. 60 -90 Minuten gedauert haben.

    4) Dann habe ich testweise die alte Bremsscheibe wieder montiert, die maximale Abweichung war nun 0,28 mm wobei es jetzt zwei Wellen gab im Vergleich zu einer vorher. Die Scheibe ist also auch krumm.

    Ferner:
    Der Versuch, den Radträger abzuziehen, scheiterte an entsprechend großer Sprengringzange und Abzieher, hier reichen meine Bordmittel vorerst nicht.

    Ich frage mich, ob der Radträger bereits so krumm gefertigt wurde, 0,22 mm finde ich erheblich außerhalb der Toleranz? Oder verzieht er sich, wenn z.B. mal das Rad falsch angeschraubt wurde oder die Auflagefläche des Rads auch uneben ist?

    Die Frage, die ich damit verbinde ist - ist die nun erreichte Toleranz von 0,05 mm ausreichend um künftigiges Bremsenrubbeln zu verhindern oder soll ich den Radträger doch noch abdrehen lassen?

    Anbei einige Bilder von Messaufbau sowie vorher und nachher.

    Gruß Bert
    Miniaturansichten angehängter Grafiken Miniaturansichten angehängter Grafiken p1000764.jpg   p1000766.jpg   p1000767.jpg   p1000768.jpg  


  7. Registriert seit
    23.08.2010
    Beiträge
    4.181

    Standard

    #17
    Moin, letztes Jahr in Garmisch habe ich mit einem Ingenieur von BMW über die HA-Problematic gesprochen. Bezüglich der Lager hieß es, ...und sagen sie denen, die sollen nur noch Vierpunktlager einbauen. (gemeint ist das große, radseitge Lager)
    Zu dem Radträger sagte er, ...die sollen den Stahlträger nehmen. (der alte ist aus Alu)
    Alles drehte sich aber um das HA-Getriebe einer GT 06, ist aber eigentlich nur seitenverkehrt konstruiert.
    Hintergrund des Gespräches war, dass ich einen derart krummen Radträger hatte, dass man sehen konnte, wie der Bremssattel hin und her schob.
    Für mich vorstellbar ist, dass ruckartige Last, etwa durch hineinfallen des 1. Ganges bei laufendem Motor, Verschiebungen und Verformungen des Trägers bewirken können. Soweit ich weiß, sind die Träger aufgeschrumpft. Bei meiner GSA 2010 ist er übrigends aus Stahl.

  8. Registriert seit
    01.11.2009
    Beiträge
    470

    Standard

    #18
    Hallo Bert,

    Der Messaufbau sieht gut aus!

    Da der Radträger aus Leichtmetall ist, kann er auch bei der Radmontage verzogen werden. Auch mal die Anschraubflächen für das Rad kontrollieren.

    Der Radträger ist auf die Steckverzahnung aufgeschrumpft.
    Zum Abziehen und Montieren muß er auf 110 Grad erwärmt werden.
    Da Du eh keine Drehmaschine verfügbar hast, laß alles zusammen.
    Nach der Demontage und Remontage ist auch nicht sichergestellt, daß alles wieder zueinander läuft.

    0,05 mm halte ich für grenzwertig. Wenn es Deine Nerven aushalten nimm einen Abziehstein und mach noch etwas Feintuning. So 0,01mm sollte das Ziel sein. Je weniger desto besser, denn die Scheibe hat auch Toleranzen.
    Hast Du vielleicht nen Dremel,den Du fest einspannen kannst und durch drehen des HAGs bekommst Du es vielleicht besser hin.
    Die Anschraubflächen sollten so plan wie möglich sein.
    Vermesse die Scheibe mal auf Gleichdicke mit der Bügelmessschraube.
    Auch kannst Du auf einer Glasscheibe mit der Meßuhr sehen, ob die Scheibe sich geworfen hat. Evtl. Kannst Du die Anschraubflächen sogar zuordnen.

  9. Registriert seit
    22.10.2007
    Beiträge
    660

    Standard

    #19
    Hallo Michael,

    ich habe schon versucht, die Gleichdicke mit der Micrometerschraube zu messen - habe den Unterschied leider nicht erfassen können trotz mehrfacher Versuche. Ich vermute, dass die Rillen/Riefen in den Scheiben die Unterschiede verschwinden lassen.

    Das mit dem 110°C kenne ich als RepRom-Studierter natürlich ... ... Heißluftpistole und Infrarotthermometer lagen schon bereit.

    Ein Abziehstein wird mir nichts nützen, problematisch ist nicht die Rauhigkeit sondern dass ich mit meinen Händen eben nicht winkeltreu genug arbeiten kann auf den kleinen Flächen. So ein großer Feilprofi bin ich nun auch nicht.
    Ich müsste eine Art Vorschubeinrichtung haben, die ich am HAG anbaue und dann den Flansch am Abziehstein vorbeidrehe. Das wärs, ist aber nicht so ohne Weiteres zu McGuyvern.

    Gruß Bert

  10. Registriert seit
    01.11.2009
    Beiträge
    470

    Standard

    #20
    Hallo Bert,

    wenn es an die letzten Mychen geht, tut man sich mit nem Stein oder feinem Schmirgel auf der Feile leichter.

    Das mit der Gleichdicke hab ich mir schon gedacht.
    Meine Theorie ist, daß bei unebenen, schlagenden Flächen die Bremsscheibe bei der Montage verspannt wird und im Betrieb dann "spannungsarm geglüht" wird und sich dann mit der Zeit wirft. Das würde erklären warum es Leute gibt, die immer wieder Probs haben wenn der Radträger schon ab Werk egentlich Ausschuß ist.

    Vielleicht ist das auch der Grund für den Materialwechsel von Leichtmetall auf Stahl. Stahl kann einfach mehr ab. Wäre ja auch noch ne Option, wenn alles in die Hose gehen sollte. Vielleicht weis hier ja einer ob die Radträger austauschbar sind.


 
Seite 2 von 5 ErsteErste 1234 ... LetzteLetzte

Ähnliche Themen

  1. Immer wieder ABS
    Von Butzies im Forum R 850 GS und R 1100 GS
    Antworten: 13
    Letzter Beitrag: 02.10.2010, 22:21
  2. Immer wieder GS
    Von cappo im Forum Neu hier?
    Antworten: 1
    Letzter Beitrag: 25.07.2010, 20:21
  3. A B C, ..... immer wieder C3 von Schuberth
    Von sunraiser im Forum Bekleidung
    Antworten: 5
    Letzter Beitrag: 18.02.2010, 21:33
  4. Immer mal wieder...
    Von GhostRider im Forum Motorrad allgemein
    Antworten: 4
    Letzter Beitrag: 15.04.2008, 19:34
  5. Immer mal wieder ...
    Von Dirk/D im Forum Neu hier?
    Antworten: 2
    Letzter Beitrag: 01.03.2005, 20:29