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Instabilität durch Lenkererhöhung beim Kurvenfahren?

Erstellt von friemens, 18.06.2016, 06:42 Uhr · 69 Antworten · 6.201 Aufrufe

  1. Registriert seit
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    #21
    Zitat Zitat von friemens Beitrag anzeigen
    Ich bin 1,97m groß und da hab ich eine Lenkererhöhung installiert aufgrund der Empfehlungen hier im Forum.
    Vielleicht liegt da der Hase im Pfeffer. Ich bin 2 Meter groß, habe etwas niedrigere Fußrasten und einen höheren Sitz drauf und sitze dennoch bei normaler Lenkerhöhe recht aufrecht auf dem Bock. Dafür passt es bei mir gar nicht, wenn ich im Stehen fahren will, das fühlt sich an, als würde ich auf allen Vieren fahren. Glücklicherweise fahre ich bislang so wenig Schotter, dass ich im Moment keine Veranlassung sehe, mein für die Straße optimales Mopped fürs Gelände zu verschlimmbessern.

    Mein Tipp: Beim Installieren einer Lenkererhöhung braucht man ab einem bestimmten Maß längere Brems- und sonstige Leitungen, dafür sollte es möglich sein, eine bestehende Lenkererhöhung schnell wieder zurückzurüsten. Dazu braucht man nur die passenden Schrauben für die Original-Lenkerböcke, dann ist das nach 20 Minuten gemacht. Wenn man einen Helfer hat, der den Lenker so lange hält, dann geht das sogar noch schneller. Soweit die Züge und Leitungen am Lenker im Zuge der Erhöhung nicht verlängert wurden, passen sie ohne die Erhöhung natürlich wieder perfekt. Wurden sie verlängert, muss man beim Umbau vielleicht hie und da einen Zug etwas korrigieren, damit der nirgends knickt, das kann aber keine große Sache sein.

    Kurz: Probier es einfach aus.

    Ansonsten würde ich sagen, dass eine Lenkererhöhung für einen großen Fahrer nicht viel bringt, wenn man nicht gleichzeitig auch den Sitz etwas anhebt. 20 mm können da schon viel bringen.


    Beste Grüße vom Sampleman und seinem Tatschpätt

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    #22
    Hallo
    Durch die Erhöhung wird der oberkörper etwas nach hinten verlagert. Das könnte man durch Drehung der lenkerböcke um 180 grad ausgleichen!!
    Jedenfalls kann man das bei den originalen !siehe Reparaturanleitung! Dann. Kommt wieder etwas mehr Gewicht aufs Vorderrad!!

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    #23
    Lieber Gerd,

    es geht eben nicht um Psychologie, sondern um Physik.
    Mit diesem "zur Seite fallen lassen" erzeugst du ja genau diesen Lenkimpuls, weil dein äußerer Arm dadurch am Lenker zieht.
    Bis etwa 20 km/h tritt der Effekt bei Moppeds ja auch gar nicht auf. Bis zu dieser Geschwindigkeit verhält sich die Lenkung eines einspurigen Fahrzeuges genauso, wie die eines mehrspurigen. Es ist in einem labilen Zustand, den wir als Fahrer ausbalancieren. Erst darüber wirken die Kreiselkräfte. Fahrräder erreichen die Geschwindigkeit also recht spät, wir recht früh. Lies doch das hier nochmal dazu, vielleicht bin ich nicht so gut im erklären: Motorrad-Blog

    Beobachte mal Kinder, die mit Stützrädern (mehrspurig) Fahrradfahren gelernt haben und dann auf eines ohne wechseln. Fast immer stürzen sie anfangs, weil sie den Lenkimpuls falsch herum geben. Mittlerweile haben die Kids fast alle Laufräder ohne Stützen (einspurig), bevor sie aufs Fahrrad wechseln. Aus eigener Anschauung weiß ich, dass das sehr gut klappt.

    (Edit) Aber wie ich gerade gelesen habe, bist du ja im Endeffekt eigentlich der gleichen Auffassung, du gehst es nur anders an. Vielleicht auch gar nicht verkehrt. Ich denke beim Fahren schließlich auch nicht an Formeln.

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    #24
    Zitat Zitat von Misterbeaster Beitrag anzeigen
    Hallo Alex,

    es geht eigentlich nicht darum, für irgendetwas zu votieren (sind ja nicht beim Songcontest ).
    Es geht darum, die verschiedenen naturwissenschaftlichen Grundlagen für unser Hobby in geordneter Form darzustellen.

    Dass sich zwei Räder durch Kreiselkräfte stabilisieren und aufrecht fahren ist die erste Grundlage.

    Die zweite ist, dass die wir durch den Lenkimpuls die Kräfte gezielt stören und so bestimmen können, wohin die Fuhre geht.
    Sollte dein Vorderrad nicht über ein Lenkopflager mit dem Rahmen verbunden sein sondern wäre es starr angebracht, würde eine Gewichtsverlagerung lediglich zum Sturz führen. Wer das weiß, kann bis auf weiteres auch auf "Turnübungen" verzichten. Die kann er wieder aufnehmen, wenn er weiß in welcher Situation ein "Hanging Off" sinnvoll ist.

    Die dritte Grundlage ist der Kamm´sche Kreis. Er beschreibt bis zu welcher Geschwindigkeit und Schräglage wir verletzungsfrei von A nach B kommen. Haben wir den einigermaßen verinnerlicht, könnten wir über Gewichtsverlagerungen (Hanging Off) die Physik bis zuletzt ausreizen.

    Als vierte Grundlage kommt dann alles das, was du und Gerd völlig richtig als gute Kurvenfahrtechnik beschrieben habt. Damit bleibt man sicher auf dem Asphalt und vermeidet Kollisionen mit dem Gegenverkehr.

    Alles zusammen genommen macht dann Spaß. Und eine Lenkererhöhung macht einem 198er Menschen wie mir dann noch zusätzlich Freude, so rein ergonomisch.
    Meinte auch nur die Stimmen, die behaupteten Gerd liege, falsch. Nicht alle Stimmen...

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    #25
    Die Behauptung von Gerd, zum Fahren auf Asphalt bräuchte man theoretisch keinen Lenker, ist und bleibt falsch.
    Oder man fährt so langsam und bar jeglicher Schräglage, dass man nicht mehr von Motorradfahren sprechen kann.

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    #26
    Zitat Zitat von Polly Beitrag anzeigen
    Nordmann, du wirst es kaum glauben, aber es gibt Menschen auf dieser Erde, die nicht mit mehreren 100tkm Fahrpraxis geboren werden und nicht zu 100% dem BMW-Ingenieur-Ideal-Standard entsprechen. Traurig, aber wahr.
    Und diese Menschen dürfen fragen, theoretisieren und nachdenken - auch laut oder in einem Forum.
    Wenn du richtig gelesen hättest, dann hätte sich dein Beitrag erübrigt.

    (...) Änderung. Die müssen erst erfolgen, wenn der Fahrer von der Größe deutlich nach oben oder unten abweicht
    Und Frank hat erst später geschrieben, dass er außerhalb der Norm liegt. Danach hat Sampleman geschrieben, dass es mit der Lenkererhöhung alleine nicht abgetan ist, somit doch verbaut, sonst würde es ja passen und das tut es nicht, wie man im Eingangsthread lesen kann. Und das ist kein überflüssiges Theoretisieren, sondern sind höchst sinnvolle und praktische Tipp's fürs Motorradfahren und die Antwort auf die Ursprungsfrage. Eure Theorie taugt nur fürs Forum, wenn einem langweilig ist und ein schöner Wettstreit, wer weiß es besser. Warum nur fällt mir jetzt das Wort Besserwisser ein.

    Dann fehlen noch die Quellenangaben, aus welchen Büchern ihr eure Weisheiten habt.

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    #27
    Zitat Zitat von sampleman Beitrag anzeigen
    ...Ansonsten würde ich sagen, dass eine Lenkererhöhung für einen großen Fahrer nicht viel bringt, wenn man nicht gleichzeitig auch den Sitz etwas anhebt...
    Ob eine Lenkererhöhung etwas bringt, hängt davon ab, welcher Körperbereich größer ist (Stichwort: Sitzriese). Wenn nur der Oberkörper länger ist und die Beine im Normalbereich sind, kann eine Lenkererhöhung gut sein. Wenn aber auch noch lange Beine hinzukommen, sind geänderte Fußrasten und/oder eine geänderte Sitzbank Teil der Lösung.

    Wie auch immer: Ich glaube nicht, dass es hier Auswirkungen auf die Kurvenstabilität gibt. Dafür sind die Änderungen zu minimal.

  8. Registriert seit
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    #28
    mein Gott Leute!
    wenn ich fahren will, hole ich das Teil aus dem Schuppen und fahr los, so mach einer hier nimmt wohl erstmal den Rechenschieber raus vor dem Aussatteln!
    schönen Sonntag und spass beim Fahren!!!!!!!!!!!!!!!!!
    Gruß Bernd

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    #29
    Vielen Dank Nordlicht,

    jetzt habe ich den Unterschied zwischen den höchst sinnvollen und praktischen Tipps der Erleuchteten und dem überflüssigen Theoretisieren der Bessernichtfahrer verstanden, das Leben kann manchmal so einfach sein.

    Grüße Polly

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    #30
    Zitat Zitat von locke1 Beitrag anzeigen
    mein Gott Leute!
    wenn ich fahren will, hole ich das Teil aus dem Schuppen und fahr los, so mach einer hier nimmt wohl erstmal den Rechenschieber raus vor dem Aussatteln!
    schönen Sonntag und spass beim Fahren!!!!!!!!!!!!!!!!!
    Gruß Bernd
    Darum geht es doch gar nicht.
    Hätte ich hier geschrieben: "Irgendwer hat mal erzählt, das eine Kurbelwelle wichtig ist zum Fahren. Ist aber Quatsch, weil ich ja sehen kann, dass der Kardan mein Hinterrad antreibt", hätte ich zu Recht einen auf den Deckel bekommen. Das führt am Ende nämlich zu falschen Schlussfolgerungen. Fahren könnte ich mit dem Wissensstand vermutlich trotzdem. Dem Hebelgesetz oder dem Higgs-Boson ist es ziemlich egal, ob ich sie verstehe. Existieren und wirken tun sie trotzdem. Wenn ich sie verstehe, kann ich sie aber zielgerichtet nutzen.

    In diesem Thread geht es um eine Instabilität beim Lenken. Ich glaube nicht an den direkten Zusammenhang mit einer Lenkererhöhung. Eher etwas mittelbares, wie eine andere Armhaltung oder eine geänderte Windanströmung oder Laständerung am Vorderrad. Man sollte sich bei der Ursachensuche aber der korrekten physikalischen Grundlagen bedienen.

    Wie ein Rechenschieber funktioniert, habe ich übrigens auch nie verstanden. Ich hatte ein Attest gegen Mathe. Deshalb kommt der auf Tour nicht mit.


 
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