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Was kommt zuerst, Aufsitzen oder Haftungsverlust der Reifen?

Erstellt von copperhead3, 28.04.2013, 13:17 Uhr · 80 Antworten · 10.696 Aufrufe

  1. Registriert seit
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    #21
    Zitat Zitat von Baumbart Beitrag anzeigen
    +1
    Ich hab meinen Kommentar zum Überschlag grad gelöscht, weil ich mich eigentlich aus diesen unseligen ABS- Diskussionen raushalten will.
    Aber nun zur Erklärung doch nochmal: ich halte Maxquers Aussage für falsch, habe den angeblichen Überschlagssensor nie irgendwo offiziell dokumentiert gefunden.

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    #22
    Zitat Zitat von Nordlicht Beitrag anzeigen
    Ich hab meinen Kommentar zum Überschlag grad gelöscht, weil ich mich eigentlich aus diesen unseligen ABS- Diskussionen raushalten will.
    Aber nun zur Erklärung doch nochmal: ich halte Maxquers Aussage für falsch, habe den angeblichen Überschlagssensor nie irgendwo offiziell dokumentiert gefunden.
    Wie in vielen Fällen hilft hier die Betriebsanleitung weiter.

    "Bei starken Verzögerungen kann es unter bestimmten Umständen zum Abheben des Hinterrades kommen und in diesen Fällen ist auch ein Überschlagen des Motorrades möglich."

    So steht es geschrieben.

    Unter dem Kapitel: Technik im Detail.

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    #23
    Moin,
    also ich fass mal für mich zusammen:

    Ein abheben des Hinterrades bei starkem Bremsungen liegt drin, habe ich auch schon bemerkt, ein Überschlagen ist dann je nach Situation auch möglich.
    Die GS sitz eher auf, als das die Reifen (bei optimalen Bedingungen) die Haftungsgrenze erreichen.
    Letzendlich werde ich da meine eigene Erfahrungen machen müssen, das kann mir keiner abnehmen.

    Danke!

    Grüße Olli

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    #24
    und es war schon immer so, daß beim langsamen erhöhen des Bremsdrucks ein Stoppie drin ist mit der GS! Schlagartiges Bremsen in den ABS-Regelbereich öffnet natürlich die Bremse und sie geht hinten wieder runter. Erhöhe ich aber den Druck ganz allmählich macht sie nett Männchen.

    Diese Diskussion hatten wir in Ösiland, wo mehrere GSler behaupteten, man kann sich mit der GS nicht überschlagen und das ABS öffnet vorher die Bremse. Als ich den Gegenbeweis vorgefahren bin, war Ruhe im Karton. Überschlagen habe ich mich nicht.... ;-)

  5. Boogieman Gast

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    #25
    Hallo,

    wie der Tobias (blntaucher) schon schrieb, hängt das Abheben u.a. stark mit der Sitzposition zusammen. M.E. aber auch mit der korrekten Einstellung der Federung.

    Habe das selbst beim letzten Sicherheitstraining ausprobieren dürfen. Beim starken Bremsen neigt man gerne dazu mit dem Oberkörper nach vorne zu gehen. Damit wird das Hinterrad entlastet und kann abheben. Dann macht das Steuergerät logischerweise die Bremse auf bis das Hinterrad wieder Bodenkontakt hat. Lässt sich dadurch vermeiden, indem man sich u.a. gegen den Lenker stemmt, also das Vorneigen vermeidet.

    Was passiert, wenn das ABS diese Kennung nicht hat konnten wir bei dem Training ebenfalls live miterleben. Bei einer Kawa mit ABS (und ohne "Überschlagkennung") kam deren Hinterrad ebenfalls hoch, die Bremse machte nicht auf, die Fuhre kam auf einem Rad zum Stehen und kippte nach links um. Leider verletzte sich der Fahrer dabei.

    Eigentlich sollten wir doch über diese Funktion froh sein, oder?

    Gruß
    Boogieman

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    #26
    Zitat Zitat von Boogieman Beitrag anzeigen
    ...
    Eigentlich sollten wir doch über diese Funktion froh sein, oder?

    Gruß
    Boogieman
    ja, finde ich schon, auch wenn es den bremsweg möglicherweise etwas verlängert wenn die bremse vorn (leicht) öffnet.
    klar hat der eine oder andere auch einen stoppie im griff, doch in einer gefahrsituation mit schreckbremsung wirds trotzdem eng.
    als fahrer sollte man sich allerdings darüber im klaren sein, es ist eine überschlagerkennung programmiert, kein überschlagschutz ... und dass diese funktion unter bestimmten umständen nicht funktioniert.
    so dokumentiert BMW es ja auch in der betriebsanleitung.

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    #27
    Hi
    Es gibt keinen Überschlagsensor. Aber es gibt zwei Radsensoren.
    Für I-ABS_G1 gilt (in etwa): "Wenn das Fahrzeug schneller ist als 9km/h UND die Hinterraddrehzahl für ?ms weniger als 20% der Vorderraddrehzahl beträgt, dann regle vorn auch dann, wenn das Rad noch nicht blockiert".
    Das heisst auf deutsch: Entweder fährt das Hinterrad auf einer ganz anderen Spur (schwierig bei einem Zweirad) und hat z.B. Öl drunter, oder es ist total entlastet, wird aber gebremst und ist blockiert oder kurz davor. Jetzt noch ein "Momentchen" warten und dann vorne mal kurz aufmachen damit das hintere Rad nicht die Vorderachse als Drehpunkt benutzt und überholt.
    Das Ganze hat seine Grenzen wenn man SuperMoto fährt oder ein ..... ist und nur auf dem Vorderrad (immer!!) die Balance hält. Nachdem für die überwiegende Zahl der Fahrer diese Probleme nicht bestehen hat man das ABS für die restlichen Dummen (wie mich :-)) ausgelegt.

    Ob es bei I-ABS_G2 auch so ist weiss ich nicht, aber technisch wäre es kein Problem.
    gerd

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    #28
    Zitat Zitat von copperhead3 Beitrag anzeigen
    Moin,
    also ich fass mal für mich zusammen:

    Ein abheben des Hinterrades bei starkem Bremsungen liegt drin, habe ich auch schon bemerkt, ein Überschlagen ist dann je nach Situation auch möglich.
    Die GS sitz eher auf, als das die Reifen (bei optimalen Bedingungen) die Haftungsgrenze erreichen.
    Letzendlich werde ich da meine eigene Erfahrungen machen müssen, das kann mir keiner abnehmen.

    Danke!

    Grüße Olli
    Das kann ich Dir so NICHT bestätigen.
    Ich habe schon beides gehabt - also erst aufsetzen - ohne dass die Haftung der Reifen verloren ging.

    Dann habe ich schon mal spontanen Haftungsverlust gehabt ohne das zuerst etwas aufgesetzt hätte - danach wohl schon.

    Also es wird hier keine allgemein gültige Antwort auf diese Frage geben.

    Meine Beobachtung - Die meisten GS Fahrwerke sind schlicht und ergreifend zu weich eingestellt.

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    #29
    Zitat Zitat von assindia Beitrag anzeigen
    Das kann ich Dir so NICHT bestätigen.
    Ich habe schon beides gehabt - also erst aufsetzen - ohne dass die Haftung der Reifen verloren ging.

    Dann habe ich schon mal spontanen Haftungsverlust gehabt ohne das zuerst etwas aufgesetzt hätte - danach wohl schon.

    Also es wird hier keine allgemein gültige Antwort auf diese Frage geben.

    Meine Beobachtung - Die meisten GS Fahrwerke sind schlicht und ergreifend zu weich eingestellt.

    naja, eine wirklich allgemeingültige Antwort auf die Ausgangsfrage könnte man ja ohnehin nur durch einen standartiserten Versuch unter Laborbedingungen geben. Fakt ist, dass das Aufsetzen von Bauteilen nicht auch automatisch die Haftungsgrenze der Reifen signalisiert, es natürlich auch deutlich vorher bereits einen Haftungsabriss geben kann. Bei normal guter Straße ohne den Grip beeinflussende Faktoren kann man durchaus schleifen lassen, ohne zu rutschen.

    Und das stimmt auch, die meisten FW sind zu weich eingestellt. Fährt man nun noch mit persönlichem Übergewicht und einer nicht mehr gertenschlanken Sozia/Sozius, ist das Mopped total aus der Balance, dann gilt sowieso kein Lehrsatz mehr nur der, dass der, der billig kauft, zwei mal zahlt

  10. Registriert seit
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    #30
    Ser's,

    also um die FRage zu beantworten kann man eine kleinen Test machen:
    Mit einer zweiten(oder dritten) Person das Mopped im Stillstand soweit neigen, bis ein Bauteil aufsetzt.
    Ein Blick auf die Reifen zeigt, ob diese noch auf der Lauffläche oder schon darüber hinaus aufliegen.

    Wenn man jetzt noch berücksichtigt, dass durch
    - Fahrergewicht,
    - dynamische Radlastverteilung
    - Fliehkraft
    - ...
    das Fahrzeug
    - in der Federung sitzt
    - die Reifen einen größeren Latsch aufweisen
    - ...
    kann man eventuell herausfinden, ob die Maschine vorher aufsitzt oder die Reifen schon über ihre Lauffläche drüber sind.

    Aber: Auf Grund der Faktoren heisst es nicht, dass es nicht doch passiert. Aber wenn es im Stillstand schon aufsetzt, bevor die Reifen ganz ausgefahren sind, dann wird es im Fahren sogar sicher so sein.

    Aber meine persönliche Erfahrung ist folgende:
    Sowohl mit Tourance/Anakee als auch mit reinen Straßenreifen kann man die Fuhre auf die Rasten setzen.
    "Kann" heißt aber nicht, dass das auch die Straße so sieht.

    Ein Bitumenfleck, ein Öltröpferl, ev. sogar eine Bodenwelle kann dann die Situation ganz schnell zu deinen Ungunsten verändern - und in der Situation hast du kein e Reserve mehr - dann geht's ab !!!

    Wie schon andere schrieben, moderne Reifen können sehr viel mehr als man selber und auch mehr als das Fahrzeug geometrisch theoretisch kann.

    liebe Grüße
    Wolfgang


 
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