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Leidiges und "altbewährtes" Thema Synchronisation....

Erstellt von OsiriS, 08.07.2015, 09:42 Uhr · 30 Antworten · 5.756 Aufrufe

  1. Registriert seit
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    Frage Leidiges und "altbewährtes" Thema Synchronisation....

    #1
    Hallo GSler,

    bisher habe ich mich mit meinem gefährlichen Halbwissen mit Beiträgen oder Themen zurück gehalten...
    Meistens hat mir das putzige Textfeld hinter "SUCHE" weitergeholfen.
    (Dessen Benutzung sollte sich das eine oder andere Forumsmitglied vielleicht nochmal erklären lassen)
    Oder aber ich konnte glücklicherweise einen sehr versierten Kumpel anhauen, was zugegebenermaßen teilweise schneller ging also das Forum nach dem richtigen Thread zu durchforsten ;-)

    Aber jetzt bin ich auch soweit, ein Thema zu eröffnen:
    Eigentlich mit einer gaaaanz einfachen Frage....
    Ich habe mich eingehend mit dem Thema Synchronisierung beschäftigt aber eine Frage bleibt offen.
    Warum zum Kuckuck soll man am linken Anschlag für die DK nicht rumstellen?
    Jaja, ich weiß, weil das die Referenz ist und so weiter und so fort....
    Aber:
    Das ist doch nur die "Referenz" weil da das Poti angeflanscht ist.
    Ein Poti ist nichts anderes als ein Drehwiderstand.
    BMW geht davon aus, dass beide DK !genau! und zwar gaaaanz genau und in jeder Situation die gleichen Öffnungswinkel haben. Was in der Praxis eher nicht der Fall sein wird wie wir alle wissen und weshalb wir so geil auf's Synchronisieren sind

    Ichweiß von anderen Drosselklappen und vor allem von deren Elektronik, dass bei jedem Startup (Nullstellung der DK) das Poti ausgelesen wird und somit DIESER vom Poti ausgelesene Wert als "Nullpunkt" vermerkt wird. Und zwar jedes Mal, wenn die Kiste gestartet wird.
    Es findet also jedes Mal eine "Kalibration auf die Nullstellung" statt, sobald ich den Motor anwerfe.
    Natürlich muß der Potiwert irgendwo in ner sinnvollen Gegend liegen, ansonsten wäre keine Fehlerdiagnose möglich!

    Das Prinzip macht aber schon Sinn finde ich

    Ergo, oder besser im Umkehrschluß:
    Wenn ich als böser Junge auch den Anschlag auf der linken Seite verstelle, sollte sich beim nächsten Start die Motorelektronik aufgrund des Potiwertes darauf einstellen....

    So, jetzt bin ich auf den Shitstorm gespannt
    Bei guter Argumentation in einem ordentlichen Tonfall und mit fundiertem Wissen, lasse ich mich da gerne belehren oder berichtigen

    Doooonke !

  2. U31
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    Standard

    #2
    Da meine jetzt gerade deswegen in der Werkstatt ist und ich den Schrauber gut kenne, werde ich ihm diese gute Frage mal stellen.

    Soo, es sollen wohl Grundwerte für diese Drosselklappe eingestellt sein, daher sollte diese nicht verändert werden.

  3. Registriert seit
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    Standard

    #3
    Danke für's Nachhaken bei deinem Kumpel.
    "Grundwerte" ist mir bissel zu schwammig um erhlich zu sein. Das ist nämlich die Standardbegründung....Irgendwie ist da wohl eventuell was, aber keiner weiß genaues, deshalb mal lieber die Finger weg....
    Aber was für Grundwerte???
    Sicher ist, dass die Drosselklappe(n) in ihrer GRUNDstellung nicht komplett dicht macht. Sonst würde gar keine Luft Richtung Zylinder kommen (mal von dem bissel Windhauch durch die "Bypass" Kanäle abgesehen)
    Somit haben die Drosselklappen einen mechanischen Anschlag, der sicher stellt, dass immer ein Luftspalt offen bleibt, um im Leerlauf genug Luft zuzuführen. Beim Kaltstart müssen dann eben die "Bypässe" (nix anders ist das) etwas aufgemacht werden, damit mehr Luft zugeführt werden kann, früher hieß das mal "Choke"
    Wenn man jetzt an dieser Grundstellung willenlos rumdreht, hat man im Leerlauf Probleme, aber nur da. Naja, eventuell dann auch noch in den unteren Drehzahlen beim Anfahren.
    Und trotzdem: Durch den Poti, weiß die Motorelektronik immer und zu jeder Zeit, wo zumindest die linke Drosselklappe gerade steht.
    Dreht man an dieser Grundstellung, weiß die Motorelektronik trotzdem, wo die Klappe gerade steht!
    Und spätestens wenn man Gas gibt, die Klappe also öffnet ist die Grundstellung ohnehin irrelevant.

    Das einzige Szenario, wo ich die Begründung akzeptieren könnte, wäre:
    Wenn der Wert, den der Poti in der Grundstellung der Klappe liefert, als fester Wert beim "Zusammenbau" des Motorrades, also während der Produktion, in der Steuerelektronik eingelernt wird. Und somit als feste Konstante gespeichert wird. Sozusagen als "Nullpunkt"
    Dann würde mich aber interessieren, wie ein BMW Händler beim Austausch einer Drosselklappeneinheit, den neuen Poti einlernt......
    Mal davon abgesehen, dass auch ein Poti altert und gewissen Schwankungen unterliegt.
    Es gibt auch Potis mit "Intelligenz". Die kann man wirklich "teachen". Oft sind dann HAL Sensoren verbaut und die entsprechende Elektronik drumrum. Sie liefern dann allerdings auch keine echten Potiwerte mehr sondern eher Werte die einen Öffnungswinkel zwischen 0% und 100% widerspiegeln. Da gibt es dann tatsächlich einen einmaligen Werksabgleich.
    Da gibt es zick Varianten und Möglichkeiten.

    Wobei selbst dann ein Drehen an der Anschlagschraube des linken Klappenstellers die gelieferten Messwerte nicht verfälschen würde.
    Die Klappe steht im Leerlauf dann halt in einem anderen Winkel, aber auch der wird Korrekt an die Motorelektronik weitergegeben, da der "Poti" mechanisch immer noch fest mit der Welle der Klappe vebunden ist.

    Nur die Motorelektronik könnte dann evtl. selbst entscheiden, dass der Winkel bei Leerlauf ja wohl nicht sein kann.....
    Das ist aber nur spekulativ.


    Hat da irgendwer klare Infos?

  4. Registriert seit
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    #4
    Ein einsames Echo in die GS Gemeineinde
    Wer will noch nicht, wer hat noch mal ???? Oder so ähnlich

  5. Registriert seit
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    Standard

    #5
    Hi
    Im Prinzip ist es bei den 1200 egal. Aber "irgendeine" Grundöffnung sollte man eben akzeptieren und nur Fertigungsbedingte Differenzen ausgleichen. Nachdem die DKS beim hersteller/im Werk nicht gepaart werden können leicht unterschiedliche Grundeinstellungen vorliegen.
    Und die gleicht man eben einmalig durch Verstellen an einer Klappe an. Wozu also an der anderen fummeln.
    Nachdem das bei den 1100 etwas anders ist und sich die Motronik dort weder einen Wert merkt noch abfragt, lässt man die Finger von der linken Klappe.
    Weil sich 90% der Leser nichts merken können (die Leser hier gehören zu den restlichen 10%) und die DKS aller Modelle über einen Kamm scheren (z.B. bei den 1150 irgendwelche mV-Werte einstellen und auch noch behaupten es wäre ein toller Erfolg) ist es eben einfacher die Finger generell von der linken Klappe zu lassen und IMMER die rechte an die linke anzugleichen.

    So ganz nebenher:
    Ich stelle u.U. an beiden DK-Anschlägen
    4V2 Synchronisieren 3 und Leerlauf einstellen R1200
    gerd

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    #6
    Hallo Gerd, der mit dem Unterstrich

    Mercí für die Info.
    Und natürlich bin ich bei meiner Recherche auch auf deine Artikel gestoßen und habe sie mit Begeisterung gelesen.
    Zumal man dahinter ein fundiertes Wissen "erahnen" kann

    Ich würde deine Artikel ja fast als "Quasi-Standard-Lektüre" einstufen

    Latürnich werde ich wenn möglich die Linke unangetastet lassen. Leider komme ich nur mit der Rechten Stellschraube nicht so recht hin...
    Deinen Hinweis mit dem Gaszug lockern werde ich mir bei meiner Kiste nochmal anschauen. Vielleicht ist ja da was im Argen....
    Muß da mal einen Tag freischaufeln um alles in Ruhe durchzugehen.

    Was mich echt etwas wundert, ist dass an einer Kiste mit soviel Elektronik-Schnickschnack nur ein Drehwiderstand verbaut sein soll....

  7. Registriert seit
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    #7
    was will man denn mit nem zweiten? Wenn links und rechts nicht synchron stehen, läuft die Kiste in jedem Fall schlecht. Mit nem zweiten Poti müsste man nicht nur die Drosselklappen synchronisieren sondern auch noch dafür sorgen, daß beide Potis auch dieselben Werte liefern. Die Elektronik kann eh nicht viel machen, wenn eine Seite deutlich von der anderen abweicht.

  8. Registriert seit
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    #8
    Ja Klar.....
    sorry, ich hab mich da etwas unklar ausgedrückt...
    Ich meinte warum da vom Prinzip her nur ein Drehwiderstand verbaut ist und nicht z.B. HAL Sensoren: hochgenau, kalibrierbar, temperaturkompensiert, etc...
    Außerdem wäre dann der Übertragungsweg zum ZFE digital realisierbar, z.B über PWM oder ähnliches und somit mit Redundanz, Quersummen oder ähnlichem ungefähr 99.99999% fehlerfrei. Wer's braucht
    Jede Reifendruckontrolle hat im Ventil mehr Elektronik drin. (oder es wird über den Radius des Rades etc. gemacht, ist aber mal gaaaanz offtopic )
    Und die Technik ist jetzt wahrlich nicht neu.

    Und jetzt komm mir keiner mit dem Argument, dass man einen defekten Poti in der Tundra von Weißrussland besser reparieren kann als die Elektronik

  9. Registriert seit
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    #9
    man hats vermutlich einfach verbaut, weil es in den älteren Modellen ganz gut funktioniert hat. In den neueren Modellen mit elektronischem Gaszug braucht man das Ding ja gar nicht mehr, weil die Elektronik da den Öffnungswinkel der DKs selber vorgibt.

    Im ADVRider-Forum gibts einen User, der sich mit der Einstellung des Potis ziemlich intensiv beschäftigt hat. Im Prinzip gibts in der Motronic da wohl einfach ein paar relativ grobe Tabellenwerte für das Mapping von Spannung zu DK-Stellung. Vermutlich wäre ein komplexeres und genaueres Bauteil einfach nur unnötig gewesen.

  10. U31
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    #10
    Die Frage bezog sich ja darauf, ob bei jedem Start der Wert vom Drosselklappenpoti neu übernommen wird. Der Ausage meines Schraubers nach nicht. Dies ist aber auch nur meine Interpretation seiner Informationen. Er sagt ja auch nur, dass für die geschlossen Position ein Grundwert im Steuergrät hinterlegt ist. Mit Sicherheit kann also im gewissen Toleranzbereich dieser Wert an der Klappe verändert werden, aber ob dies letztendlich als neuer Grundwert im Steuergerät gespeichert wird kann ich nicht sagen. Hier muss ich an Fachleute, die sich mit der Motorsteuerung auskennen verweisen.


 
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