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Li-Ionen Starterbatterie fuer GSA

Erstellt von Andreas-SIN, 07.09.2011, 06:12 Uhr · 211 Antworten · 44.821 Aufrufe

  1. Registriert seit
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    #61
    Nicht direkt.
    Man könnte den 45Ah Autoakku 45 Stunden lang mit 1A entladen.Nur würde er das nicht lange mitmachen und danach unweigerlich geschädigt.Da der Autoakku dafür nicht gedacht ist,sondern zum Starten des Motors,wird er so natürlich nicht genutzt.Zum Starten bei Kälte zb.braucht der PB Akku seine Masse um schnell viel Leistung abgeben zu können.
    Im Vergleich mit einem Lifepo4,würde hier ein 15Ah Akku reichen.

    Harald

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    #62
    Heiliges Blechle,

    dieses Thema kann man ja fast als Bildungsurlaub durchgehen lassen.

    Die Frage, die bei mir allerdings auftaucht, ist:

    Wenn die tatsaechliche gespeicherte Energie nur 8 oder 6 Ah sind, sind dann diese Batterien eigentlich immer voll?
    Da ja genug Ladestrom von der Lichtmaschine kommt und der Laderegler meines Wissens nach ueber die Spannung zu macht, muesste so eine Batterie selbst nach mehreren Startvorgaengen innerhalb kuerzester Fahrstrecke wieder voll (=14,4V) sein.
    Somit sollte das Li-ionen Teil eine gute Wahl fuer Kurzstreckenfahrer sein?
    Bisher hatte mich nur die Selbstentladung interessiert, da hier(SIN) bei permanent 30+ Grad Celsius meine Pb Batterie doch nach 2 Wochen Standzeit recht schwach wirkt, aber nach einer "grossen" Runde (125km) ueber die Insel wieder frisch ist. Allerdings wirkt sie ueber die Woche bei ausschliesslichen Kurzstreckenbetrieb und etlichen Startvorgaengen schlapp.
    Da man an der 2010er auch das Licht nicht mehr aus kriegt, kann man nicht mal mehr den Ladestrom erhoehen.......

    Gruesse Andreas und danke fuer die Info

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    #63
    1. Starten: Mehrere aufeinander folgende Startvorgänge kann eine Lithium ohne relevanten Spannungseinbruch sehr gut vertragen, im Gegensatz zu einer Plumbum. Was dieser Batterietyp nicht mag ist Dauerdrücken auf den Anlasser. Immer 2 s und dann ein paar s Pause. Wenn man es so macht erscheint es wie ein Wunder wie lange die's angesichts der Grösse durchhält, ohne Zeichen von Schlappheit zu zeigen.

    2. Ladezeiten: Lithiums laden etwa 3 x so schnell im Vergleich zu Plumbum. Das gilt natürlich an der Lichtmaschine und am Lader. Für gelegentliches laden kann der Lader alles sein, solange er nicht mehr als 14,4 V abgibt und nicht mehr als den empfohlenen max. Ladestrom abgibt. Der beträgt bei Lithium Starterbatterien in unserer Grösse meist um die 20 A (Herstellerdaten nachlesen). Bei der GS Plumbum ist der Wert 1 - 1,4 A für Normalladung und 3 A für Schnelladlung (die man nur im Notfall anwenden sollte). Im Prinzip könnte man eine Lithium in wenigen Minuten volladen.

    3. Kapazität: Aus einer Lithium ist mehr der angegebenen Kapazität entnehmbar. Der Harald hat das schon erwähnt. Die Batterie der GS ist der Groesse 14 Ah, d.h. man könnte 1 A über 14 Std. lang entnehmen. Das ist aber nur ein theoretischer Wert. Es funktioniert in der Praxis nicht, weil spätestens nach 50 % Ladung die Spannung so weit einbricht, das z.B. ein Startvorgang unmöglich wird. Die Hersteller sagen, dass dauerhaft ohne Schaden nur etwa 20 % entnehmbar sind. Bei der Shorai, Headway Zellen oder ähnlichen lassen sich 80 % ohne Schaden entnehmen. Also sind die Verhältnisse dort genau umgekehrt. Und dazu: bis kurz vor dem Ende halten die weitgehend die Spannung, liefern den Saft zum Starten, ohne dass der Fahrer etwas merkt. Daher darf man sich von einer niedrigen Kapazitätsangabe nicht täuschen lassen. Welche Kapazitäts-Vergleichswert nun wirklich eine echter Vergleichswert ist, darüber kann man allerdings geteilter Meinung sein. Manche beziehen sich auf den entnehmbaren Spitzenstrom als Anhaltspunkt, manche die ohne Schaden entnehmbare Kapazität, manche den Amperewert bis die Spannung auf unter 11 V abfällt (bei der man annimmt das i.d.R. kein Startvorgang mehr möglich ist).

    4. Entladung: Wer allerdings gerne bei niedrigster Drehzahl mit Hauptschweinwerfer und Nebelleuchten über den Boulevard tuckert, und dann das Mopped wochenlang parkt, für den ist eine Lithium in kleiner Kapazität ungeeignet. Man muss ihr schon Gelegenheit geben von Zeit zu Zeit über Drehzahlen Lebenssaft zu erhalten. Im Prinzip gilt das wie wir wissen aber ebenso für die herkömmlichen Batterien in Kombination mit den stromhungrigen modernen Moppeds. Im Beispiel von Andreas sollte die Batterie nach weniger als der halben Fahrstrecke wieder voll da sein. Wer die Lithium Batterie allerdings um deutlich mehr als 80 % entlädt für den bleibt manchmal keine Möglichkeit diese mit Hausmitteln wieder ins Leben zurückzurufen.

    5. Winterbetrieb: Lithiums verlieren über 60 Grad (AGMs über 40 Grad). Bei Kälte frieren Lithium Batterien gewissermaßen ein, und müssen durch 30 s Licht einschalten oder 2 - 3 x Anlasserbetätigung gewissermaßen vorgewärmt werden. So funzt das bei Kälte: . Wie man sieht, es geht mit jedem drücken ein bisschen besser, weil die Batterie sich quasi selbst aufheizt. Ein "Fail" wie der Author meint ist das nicht, weil die Lithiums sich genau so verhalten. Diese Batterie ist allerdings nur der 14 Ah Vergleichstyp, echte Kapazität 4 Ah.

    So ich hoffe ich habe die wesentlichen Unterschiede aufgeschrieben und nichts vergessen.

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    #64
    Zitat Zitat von peter-k Beitrag anzeigen

    2. Ladezeiten: Bei der GS Plumbum ist der Wert 1 - 1,4 A für Normalladung und 3 A für Schnelladlung (die man nur im Notfall anwenden sollte). Im Prinzip könnte man eine Lithium in wenigen Minuten volladen.

    .
    7A lt. Aufschrift

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    #65
    Super erklärt.
    Wer mal nen Lipo/Lifepo4 Akku zu tief entladen hat,sodas dieser von nem Computerlader nichtmehr geladen wird,wechselt einfach ins NiXX Programm und läd solange,bis wieder genügend Spannung anliegt.Danach in Li Programm und normal laden (unter Aufsicht).

    Harald

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    #66
    Interessantes Thema, wenn´s bei der eigene Gewichtsreduktion nicht so klappt, kann man es ja beim Batteriewechsel mal versuchen......
    ....und der steht bei mir an. Die Gedanke liegen z.Z.t bei der Shorai, vom Händler aus DK, lege dann bei ca. 220€ all in. Was ich mich frage, wenn ich dann mal ein Ladegerät brauche, habe hier noch einen "ProCharger" von Louise rumfliegen, könnte ich den verwenden oder benötige ich einen anderen ?

    Besten Dank im Voraus.

    Gruß

    Andreas

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    #67
    Der ProCharger dürfte ein Pb Lader sein,welchen man zum laden verwenden kann.Die Lichtmaschine am Moped macht ja auch nichts anderes als die Batterie mit Gleichstrom zu füttern.
    Allerdings weiß ich bis jetzt nicht,ob die Shorai ein BMS oder so was in der Art integriert haben.
    Definitiv haben die Shorais allerdings einen Balanceranschluß,welcher hinter einer Abdeckung auf der Vorderseite zwischen den Polen sitzt.
    Wenn man dafür das passende Balancerkabel hat oder macht,kann man die Zellen dadrüber gelegentlich balancieren.

    Harald

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    #68
    Zitat Zitat von RaZZe Beitrag anzeigen
    Was ich mich frage, wenn ich dann mal ein Ladegerät brauche, habe hier noch einen "ProCharger" von Louise rumfliegen, könnte ich den verwenden oder benötige ich einen anderen ?

    Besten Dank im Voraus.

    Gruß

    Andreas
    Hallo Andreas, der Saito Pro Charger hat eine automatischen Desulfatierungfunktion, die man wie ich das sehe nicht abschalten kann. Viele Lader verwenden in diesem Modus Spannungen von über 14,4 V. Das killt die Shorai, die ist mit solchen Desulfatierungen inkompatibel. Das wird wohl generell bei diesen Lithiumtypen so sein.

    Ein einfacher kleiner "unautomatischer" geregelter Lader z.B. ein billiger Steckerlader tut es, solange er max. 14,4 V liefert.

    Generell ist für die Shorai einfach auszubauen bei langer Abwesenheit empfohlen. Mit solchen Schnellverbindern wie den Anderson Powerpoles kann man das noch leichter machen. Selbst nach 12 Monaten wird die wahrscheinlich den Motor ohne merkliches nachlassen starten.

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    #69
    Guten Morgen,

    danke für deine Info Peter! Also, ist so eine "Ladegerät - Emfpehlung" http://www.motorradteile-service.de/...PLAY::558.html für solch eine Batterie http://www.motorradteile-service.de/...RIE::2458.html eigentlich Käse......und dem entsprechend einzuordnen....

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    #70
    Zum Ladegerät, das schiesst weit übers Ziel hinaus. Sicher für den Werkstattbdarf prima.

    Zur Batterie: Das ist eine JMT Lithium-Ionen mit 14 Ah Vergleichskapazität / echte 5 Ah und einer für diese Grösse sehr guten CCA von 270 A. Die sind teurer aber das lässt sich mit der guten Leistungsfähigkeit und dem eingebauten Balancer begründen.


 
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