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Nach Unfall....

Erstellt von Alpinus, 30.03.2013, 23:48 Uhr · 47 Antworten · 5.480 Aufrufe

  1. Registriert seit
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    Standard Nach Unfall....

    #1
    Hallo Leute!

    Bei uns in Österreich liegt noch Schnee. Dennoch ist die Motorrad-Saison zum Glück nicht mehr weit. Nun hatte ich im Vorjahr mit meiner geliebten GS einen Ausrutscher, der mich sechs Monate Hinken kostete und ein bisschen Geld. Ich weiß bis heute nicht, was schuld war. Würdet Ihr Eurer alten GS wieder vertrauen? Hatte einen Bremsdefekt mit kaputtem Sensor... Aber das allein kann nicht schuld gewesen sein... Eine Neue würde ich wieder genauso haben wollen wie meine... Also was tun? Kriegt man wieder das "blinde Vertrauen"? Bin für jeden Tipp dankbar

  2. Registriert seit
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    #2
    Eigentlich ganz einfach:
    Angst ist ein sehr schlechter Begleiter. Wenn du Angst hast darfst du nicht auf ein Bike steigen.
    Der Fehler für den Abflug sollte gefunden werden um wieder Vertrauen ins Material zu bekommen. Bleiben Restzweifel ist´s Essig.
    Nur wenn feststeht woran es lag kann man die Sache verarbeiten und mit der Erkenntnis daraus versuchen es beim nächsten mal besser zu machen (und nicht erneut zu fallen).
    Wenn du jetzt die Lust verspürst aufs Bike zu steigen hast du schon die halbe Miete! Probier es aus, du wirst bald merken ob es dir taugt oder nicht.

    Es gibt nur 2 Arten Biker:
    1. Die, die gestürzt sind und
    2. die, die es noch vor sich haben.
    Jeder fällt früher oder später, lediglich der Aufprall ist jedes mal ein anderer!

    Blindes Vertrauen habe ich weder in mein Material noch in mich selbst, erst recht nicht in andere Verkehrsteilnehmer (deren Verhalten ich nicht oder kaum selbst beeinflussen kann). Ich rate auch davon ab es je aufzubauen. Ein gewisses Restrisiko bleibt immer bestehen - und genau das macht dieses Hobby im gewissen Rahmen auch aus.

    Fazit: Respekt ja - Angst nein - Vertrauen im gewissen Rahmen!

    Werde dir klar was du willst, verarbeite die Geschichte und hake sie als erledigt ab. Setz dich aufs Bike und schau dass du den Kopf frei bekommst.
    Wenn dann nach 2 Tagen die Fahrfreude immer noch nicht überwiegt sondern düstere Gedanken zurückkehren kannst du das Motorradfahren (vorerst) einstellen.
    Wie oft ich mich lang gelegt habe weiß ich nicht mehr, eine Strichliste führe ich nicht. Derb getroffen hat es mich zum Glück nie, selten war ich länger als 2...3 Wochen außer Gefecht. Für mich persönlich war die Entscheidung das Hobby wegen eines Sturzes einzustellen nie zur Debatte gestanden. Solange ich noch aufstehen kann, mir den Stab von der Klamotte zu schütteln, das Bike in die Senkrechte zu heben und wieder aufzusteigen, werde ich das auch tun.....
    .....und weiterfahren!!!!

  3. Registriert seit
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    #3
    Das klingt sehr martialisch und vertrauensaufbauend!

    Aber du hast recht. In einem Interview sagte ich mal, dass ein Motorradfahrer ohne Sturzerfahrung kein Motorradfahrer ist! Das gehört einfach dazu. Mit meiner KTM Motocross liege ich jede Ausfahrt ein paar Mal in der Landschaft: Absturz am Hang einer Kiesgrube, Sturz in tiefen Spurrillen, Ausrutscher auf feuchten Baumwurzeln.

    Die Strassenmaschinen haben mir insgesamt 6 Monate Krankenhaus eingebracht, 12 Stürze in ein paar Jahren. Trotzdem würde ich das Motorrad nicht missen wollen! Mit Flugzeugen bin ich in Schwarzafrika dreimal abgestürzt und habe überlebt. Das hatte mir als Pilot zu denken gegeben und ich bin dementsprechend vorsichtig geworden. Mit dem Motorrad war immer alles wunderschön, ich fahre wie immer: volle Kanne, aber mit Respekt.

  4. Registriert seit
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    Standard

    #4
    Im Gelände legt es mich mit meiner 650er auch mal ... voll normal.
    Aber 12 mal auf der Straße? Da würde ich verstärkt in mich gehen, was da schief läuft.
    Thema Vertrauen: das kann jeder nur mit sich selbst ausmachen. Das Mopped kann meistens nix dafür. Und wenn man es, mangels Vertrauens, ad hock verkauft ... der Nachbesitzer hat dieses Problem nicht und freut sich genau über DIESES Motorrad.

  5. Registriert seit
    03.02.2012
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    Standard

    #5
    Danke für Eure Antworten!
    Ja, genau so werd ichs machen: Raufsitzen, schauen, ob alles passt und dann weitersehen.
    Aufgeben steht nicht zur Debatte, höchstens andere GS. Aber warum sollte ich, wenn mein
    Schrauber nach der Reparatur schwört, es sei wieder alles in Ordnung; obwohl es ihn auch
    selbst fast erwischt hat bei einer Probefahrt, weil er mir den Bremsdefekt nicht hatte so recht
    glauben wollen... Es war aber angeblich nur ein Sensor... Und eine zu schwache Batterie...
    Was gegen eine andere GS spricht: Ich mag mein Bike; optisch wie von der Leistung her...

    Also dann bis demnächst und nochmals danke

  6. Registriert seit
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    Standard

    #6
    Moin Alpinus,

    das ist das beste, was Du tun kannst!

    Bei mir wars einst ein Sturz auf dem Großglockner mit einer Transalp. War sooo froh mit ihr, aber danach sind wir nicht mehr Freunde geworden. Ist ne blöde Kopfsache!!
    Hab sie zu Hause sofort abgestossen und was neues geholt. Damit kam das Vertrauen dann zurück.

  7. Registriert seit
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    Standard

    #7
    Ich hätte meine alte MÜ auch nach meinem Sturz behalten, war aber ein TL. Eine Woche später saß ich auf der TÜ zur Probefahrt noch eine Woche später war die neue zu Hause.

    Allerdings braucht es schon eine kleine Zeit um den Schiet aus dem Kopf zu bekommen, aber dann geht's wieder spitze.

  8. Registriert seit
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    301

    Standard Vertrauen

    #8
    Hallo Alpinus,

    wenn ich nach den Unfall kein 100%iges Vertrauen zum Motorrad hätte, würde ich in den sauren Apfel beissen und mir ein anderes zulegen. Ich habe es so gemacht und bin Froh.
    Ich hoffe das alles wieder in Ordnung ist mit den Beinen.

    Markus

  9. Registriert seit
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    #9
    Zitat Zitat von Roter Oktober Beitrag anzeigen
    Ich hätte meine alte MÜ auch nach meinem Sturz behalten, war aber ein TL. Eine Woche später saß ich auf der TÜ zur Probefahrt noch eine Woche später war die neue zu Hause.

    Allerdings braucht es schon eine kleine Zeit um den Schiet aus dem Kopf zu bekommen, aber dann geht's wieder spitze.
    Für Doofe: Was ist ein TL???

  10. Registriert seit
    12.06.2011
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    Standard

    #10
    Hallo Alpinus,

    Angst hat was mit Verstand zu tun, ich denke das hilft uns über mögliche Gefahren besser zu urteilen und noch besser zu werden.

    Bei dir kommt jetzt schon wieder die Lust am Motorrad, dann mach es.
    Vielleicht hilft dir es wenn du wieder "kleiner anfängst" z.B. mit einem Sicherheitstraining oder einer ruhigen Ausfahrt mit Kumpels denen du vertraust, am besten dorthin wo du den Unfall hattest.

    Für mich ist das Motorrad fahren eine Entscheidung zwischen Wissen,Kopf und Bauch, rein vom Wissen her dürften wir alle nicht Motorrad fahren, das ist gefährlich und in der Regel braucht keiner von uns das Motorrad um einen wichtigen Weg zurück zu legen, das ist wohl eher so wie beim Bergsteigen und das Tauchen etc..

    Hier geht es um das ...ich will das.....und wenn du das noch willst dann mach das.

    Ich kenne keinen leidenschaftlichen Motorradfahrer der noch nicht gestürzt ist, stürzen gehört dazu, ob man wieder aufsteigt hängt vom Bauch ab.

    Wenn du den Spaß wieder hast und aus der Angst nur noch Vorsichtig geworden ist, dann kauf dir ein neues Motorrad und fange "frisch" wieder an. Dann wird wohl auch das Vertrauen in dich und das Motorrad wieder kommen.

    Gruß

    Dirk


 
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