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Ölverbrauch 1200er GS?

Erstellt von Motomyko, 05.08.2005, 11:20 Uhr · 39 Antworten · 7.335 Aufrufe

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    #11
    @ Bernd & Udo

    Wie bei vielen anderen komplexen Themen wird auch (und gerade) beim Öl recht viel durcheinander gemischt. Bin selber ein "Öl-Gebeutelter" und meine nun sagen zu können, das die Ölfrage weder Glaubensfrage noch eine Hexerei ist; man solle eben nur mal akzeptieren, was der Hersteller selber sagt statt es besser wissen zu wollen (evtl. noch etwas Fachliteratur dazu schmökern - zB das Buch "MOTORRADTECHNIK" vom BMW Sprachrohr Stoffregen, oder gar Fachbeiträge namhafter Ölhersteller) und vergleiche das mit den eigenen Fahranforderungen (wichtig!). Dann kommt man nämlich ua zu folgenden Feststellungen:

    1) Der Ölverbrauch selber hängt von sehr vielen Faktoren ab, Einfahrzustand, Fahrweise, Öltemperatur, Drehzahl etc; aber auch Motorkonzept (2-/4-Zyl. bzw. luft-/wassergeühlt).

    2) Der großvolumige, luft-/ölgekühlte 2-Zyl-Boxer verbraucht von Haus aus mehr Öl als wassgekühlte 4-Zyl-Mororen (wie zB Japaner oder die K). Laut BMW (Stoffregen) ist ein höherer Ölverbrauch (auch über 0,5l auf 1000km) während der Einlaufphase "völlig normal". Die Wenigölverbraucher können selbstzufrieden sein, die Ölmehrverbraucher unter den Boxertreibern haben aber auch keinen Grund zur Sorge. BMW Zitat: "Mit steigender Laufleistung sinkt dann meit der Ölverbrauch. So etwa ab 5000 km erreicht der Ölverbrauch sein Optimum, d.h. er wird etwas weiter sinken". Unter solchen Betriebsbedingungen "sind weder Leistungsverlust noch Verkohlen des Brennraums oder der Ventile sind zu befürchten".

    3) Beim Viskositätsindex der benutzten Öle ist der untere wie der obere Bereich zu beachten (s.a. Manual). So ist im kalten Winter (theoretisch wie praktisch, je nachdem) eher ein 10W-40 geeignet, weil bei solchen Bedingungen im Kalt- bzw. Normalfahrzustand "höhere" Viskositätsindizes eine zu hohe innere Reibung verursachen würden. Dagegen sollte man während der (eigentlich realistischeren) Saison zB auf Touren in heißeren Regionen oder bei höheren Drehzahlen (zB AB Donnerei) schon darauf achten, dass der obere Viskositätsbereich die "50" nicht unterschreitet.

    4) Auch bei der Wahl "vollsynthetisch" vs. "teilsynthtetisch" bs "mineralisch" wird viel "geglaubt". Tatsache ist jedenfalls, dass grundsätzlich alle (kommerziell verfügbaren) Mororöle mehr/weniger mischbar im Sinne von "problemlos nachfüllbar" sind. Zu beachten ist aber neben der Viksositätsanpassung (s.o.) insbesondere zweierlei:
    a) reine Mineralöle neigen bei hohen Temperaturen zur Verdampfung; bestimmte Synthetiköle können durch entsprechende Zusätze (Additive) relativ verdampfungsstabil gemacht werden (alle Racing Öle sind synthetisch) .
    b) die vorgenannte "Verdampfungsstabilität" ist jedoch nur dann relevant, wenn Bedinungen gegeben sind, unter welchen Verdampfung auftreten kann, zB hohe Kolbengeschwindigkeiten, hohe Drehzahlen, häufig Volllast u.ä.

    Ich meine, wer das Potenzial seiner Bergkönigin nicht nutzen will und sie vorwiegend im Teillastbetrieb durch die Gegend juckelt (das sind nach meiner Beobachtung die meisten) hat mit der Mineralölwahl sicher nicht ins Klo gegriffen. Wer dagegen auch mal die Sau auch mal rauslassen will (sei es AB knallen oder in den Bergen die Gebückten lang machen oder gar auf der Rennstrecke ordentlich am Kabel ziehen), ist gut beraten, auf einen nicht abreißenden Ölfilm zu achten; unter solchen Bedingungen kommt man am (Teil-)Synthetiköl wohl nicht vorbei.

    Für einen typischen "Moppedfahrer-Glaubenskrieg" halte ich dagegen die Frage, ob die Wahl "Mineralöl oder nicht" einen Einfluss auf den Ölverbrauch (unter sonst gleichen Bedingungen) hätte. Ich behaupte, es sind andere Einflussfaktoren (s.o.). Entscheidend ist (wie so oft im Leben) jedenfalls zu wissen, wie und wann man selber fährt und dann die richtige, individuelle Wahl zu treffen. Das Schielen auf Rossi & Co würde ja auch nicht weiterhelfen, oder.

    Gruß, Fritz.

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    #12
    Hi Jungs,
    wie an anderer Stelle hier im Forum schon angesprochen: Seit ich Castrol R4 Vollsynthetik Öl fahre= über 5000km keinen Ölverbrauch!!!
    Derzeitiger km Stand ca.24500 km
    Mit Mineraloel hatte ich alle 2500km ca.1ltr.
    Öl-Verbrauch.
    Umgestellt auf Synth.Öl bei ca.19000km.
    Peter

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    #13
    Zitat Zitat von Peter
    Hi Jungs,
    wie an anderer Stelle hier im Forum schon angesprochen: Seit ich Castrol R4 Vollsynthetik Öl fahre= über 5000km keinen Ölverbrauch!!!
    Derzeitiger km Stand ca.24500 km
    Mit Mineraloel hatte ich alle 2500km ca.1ltr.
    Öl-Verbrauch.
    Umgestellt auf Synth.Öl bei ca.19000km.
    Peter
    Peter,

    das bestätigt meine Meinung.

    Danke

    und Gruß
    Udo

  4. Registriert seit
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    #14
    Zitat Zitat von qtreiber
    pssst, hier ist nicht die Plauderecke. Gleich kommt Tobias und...
    ...und was , so schlimm bin ich nun auch wieder nicht, oder :?: :shock:

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    #15
    Zitat Zitat von qudo
    Zitat Zitat von Peter
    Hi Jungs,
    wie an anderer Stelle hier im Forum schon angesprochen: Seit ich Castrol R4 Vollsynthetik Öl fahre= über 5000km keinen Ölverbrauch!!!
    Derzeitiger km Stand ca.24500 km
    Mit Mineraloel hatte ich alle 2500km ca.1ltr.
    Öl-Verbrauch.
    Umgestellt auf Synth.Öl bei ca.19000km.
    Peter
    Peter,

    das bestätigt meine Meinung.

    Danke

    und Gruß
    Udo
    Zwei Fahrer, vergleichbare Maschinen, jedoch zwei völlig unterschiedliche Fahrstile und dasselbe Ergebnis? Na ja, Hauptsache, man hat drüber gesprochen, gell Udo 8)

    Und Udo, nicht vergessen, in extremer Schräglage (links) immer schön den Öleinfüllstutzen dicht halten, mangelnde Fliehkräfte könnten (unter ganz besonderen Umständen bei ganz besonderen Meinung5experten) auch dort Öl austreten lassen.

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    #16
    Zitat Zitat von Peter
    Umgestellt auf Synth.Öl bei ca.19000km.
    Peter
    Genauer bezeichnet, bestätigt der oben zitierte Satz meine Meinung.
    Also fahre ich jetzt wieder mineralisches und be 20.000 gucke ich dann mal ...

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    #17
    Ich hab den Link zwar schon weiter unten mal rein gestellt, aber um den Theorien über Viskosität und Verbrauch einen wissenschaftlichen Hintergrund zu verleihen, hier nochmal:

    http://www.s-boxer.de/modules.php?na...rder=1&thold=0

    Also ein dickeres Öl senkt den Verbrauch bei einem modernen Motor ziemlich sicher nicht.
    Ihr dürft mir auch glauben, dass der Verfasser des Artikels weiß wovon er schreibt.

    Gruß
    Karl

  8. Registriert seit
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    #18
    Hi Karl,
    Ich habe deinen Link vorher schon gelesen.
    Ich verstehe nicht,dass du an meiner Aussage
    "Ölverbrauch durch Synth.Öl gesenkt" zweifelst?
    Ich bin schon in der Lage festzustellen,dass ich die letzten 5000km kein Öl in meine 12er nachgekippt habe.
    Bei gleichen Bedingungen und gleichem Fahrstil.
    Übrigens haben wir bei unseren Rennmotoren,
    in meinem beruflichen Umfeld, sehr oft den Ölverbrauch durch andere Ölsorten gesenkt.
    Peter

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    #19
    Hallo Karl!

    Da hast du aber den Bericht nicht vollständig durchgelesen.

    Der Autor schreibt doch :

    Da Hydrocracköle und Poly-Alpha-Olefine weniger leichtflüchtige Anteile enthalten, das heißt einen geringeren Verdampfungsverlust haben, ist auch ein reduzierter Ölverbrauch zu erwarten. Bei intakten Motoren entstehen 95% des Ölverbrauchs im Bereich Kolben – Kolbenring – Zylinderwandung. Hier lässt sich ein dünnflüssigeres Motorenöl leichter abstreifen. Wenn höherviskose Öle eine Verringerung des Ölverbrauchs bewirken, sind meist die Ventilführungen und Ventilschaftdichtungen nicht mehr in Ordnung.

    Klare Aussage, dass Synthetiköl den Ölverbrauch reduzieren kann.

    Gruß aus Bayern
    BMW - Max

  10. Registriert seit
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    #20
    Hallo Karl!

    Nehme alles zurück!

    Du hattest ja von dickerem Öl, nicht von Synthetiköl geschrieben.

    Also habe " ich " nicht alles gelesen.

    Gruß aus Bayern
    BMW - Max


 
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