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Plötzlicher Ausfall beider Bremsen

Erstellt von adverture, 23.05.2014, 19:04 Uhr · 111 Antworten · 24.156 Aufrufe

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    #81
    Zitat Zitat von Saartal-Biker Beitrag anzeigen
    Das kann ich so bestätigen. Ich hatte bis vor Kurzem eine 1100er RT. Kurz nachdem ich sie erworben hatte ging´s in die Alpen. Nach etwa einer oder zwei Stunden Gas geben und bremsen in den Bergen ging an meiner hinteren Bremse nix, aber auch wirklich gar nix mehr. Voll draufgestanden und null Wirkung. Die Flüssigkeit im hinteren Behälter war ausreichend vorhanden und noch nicht einmal auffällig dunkel. nach einer kurzen Phase der Abkühlung ging es dann wieder so lange, bis es der Flüssigkeit wieder ´zu heiß´ wurde.
    Nachdem ich unverzüglich die Flüssigkeit gewechselt habe hatte ich bis zum Verkauf ein paar Jahre später nie wieder Probleme mit der Bremse.

    Das war sicher Fading, aber nich wg der Bremsflüssigkeit (wage ich mal zu behaupten)

    Mal abwarten was der TO mitteilt (wenn er sich denn noch traut) was denn nu wirklich los war.

    Ich habe schon einige Bremsanlagen gewartet und grundsaniert (ok ohne ABS) aber sowas kann m.E. nicht an dem Alter der Bremsflüssigkeit liegen. Wobei ich auch nicht sklavisch an der 2 Jahresfrist für den Wechsel klebe ( gern auch mal früher wenn ich schon dabei bin)…. Kosten tut das Zeug ja eh nicht die Welt.

    PS : Wenn man sieht dass die Bremsflüssigkeit dunkel geworden ist, dann ist das Zeug "Jahrzehnte" alt…. Bei drei bis vier Jahre alter Bremsflüssigkeit sieht man in der Regel farblich nicht wirklich einen Unterschied. Es sei denn es hat reingeregnet… Selbst eine ca 18 Jahre lang in der offenen Halle stehende R 90 S hat noch gebremst obwohl die DOT Soße wie Froschlaich aussah.. Aber das hab ich natürlich nicht wirklich bei schnellerer Fahrt probiert

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    #82
    p8120011.jpgDas Zeuch war so ca 8 Jahre alt

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    #83
    Zitat Zitat von Zörnie Beitrag anzeigen
    Gelesenes schlecht verstehen kannst du aber gut.

    Wenn er nach vier Jahren testet und zu dem Ergebnis kommt, dass ein Wechsel der Flüssigkeit angeraten ist, heißt das nicht, dass ein Wechsel nicht auch schon nach zwei Jahren und damit so wie BMW es vorgibt, sinnvoll und angebracht gewesen wäre.

    Grüße
    Steffen
    Wer hat gesagt das ich nicht jährlich messe?

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    #84
    Zitat Zitat von Di@k Beitrag anzeigen
    ... aber sowas kann m.E. nicht an dem Alter der Bremsflüssigkeit liegen...
    Ganz Deiner Meinung. Habe meine 1150er nach vielen Jahren mal wieder abgestaubt und bin letzte Woche ungefähr 500 km gefahren, in Kurven, Bergen und ohne Probleme wegen alter Bremsflüssigkeit.
    Das letzte Mal hatte ich in 2006 gewechselt, als ich den undichten Teil der Bremsleitung von Behälter zu Verteiler durch einen Eigenbau ersetzen musste, danach wurde das Moped noch ca 30.000 km bewegt, bevor sie in Ruhestand ging.
    Da ich mir eine Überholung der Guten vorgenommen habe, wird sie auch wieder in den Genuss frischer Flüssigkeiten kommen

    Saludos

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    #85
    Ich hatte zwei mal einen Totalausfall an der Hinterradbremse. Einmal an einer GPz900R und einmal an einer ZX-9R. Beim ersten mal war es einfach nur alte Bremsflüssigkeit die mir beim Pass Hinunterfahren ein Aha-Erlebnis bescherte. Ich bremse viel (gerade Bergab mit der Hinterradbremse) und die wurde dadurch eben sehr heiss. Das Pedal fällt komplett durch, NULL Bremswirkung. Hab dann im Tal die Bremsflüssigkeit ausgetauscht und hatte keine Probleme mehr. Beim zweiten mal ist durch einen vorhergehenden Sturz der Auspuff etwas nach innen gebogen gewesen und hat im Soziusbetrieb auf dem hinteren Bremssattel angelegen. Der wurde dadurch so heiss, dass sogar die frische Bremsflüssigkeit Dampfblasenbildung hatte. Ergebniss, Pedal ist wieder komplett durchgefallen. Diesmal sogar auf einer normalen kurvigen Landstraße.
    Mein erstes Gefühl hier, in diesem Fred, war auch dass es sich um überalterte Bremsflüssigkeit handelt.

    @Di@k
    Fading ist was anderes als Pedal durchfallen. Beim Fading hast du Druck auf dem Pedal aber keine bzw. wenig Bremswirkung. Beim anderen Fall (Dampfblasenbildung) fühlt es sich an als ob das Pedal einfach nur am Gelenk hängt und nur die Feder als "Widerstand" dient. Und die Flüssigkeit verändert die Farbe innerhalb von einem Jahr bereits deutlich. Von Hellgelb fast durchsichtig zu einem deutlichen Gelbton. Sollte die Suppe braun sein oder einen bräunlichen Farbton annehmen, dann schleunigst raus mit der Brühe.

    Ganz allgemein:
    Ich finde es extrem bedenklich wie leichtfertig hier oft mit Sicherheitsrelevanten Systemen umgegangen wird. Wenn man sich als "Schrauber" bezeichnet und auch noch eine Ausbildung in diesem Bereich genossen hat dann erwarte ich andere Aussagen als dass was hier zum besten gegeben wird. Ich bin auch ein gelernter Mechaniker habe aber noch kein ABS am Bike entlüftet da ich hier weder das nötige Wissen noch die evtl. benötigten Werkzeuge habe. Was mich aber nicht davon abhält alle paar Jahre die Bremsflüssigkeit dann eben in einer Werkstatt wechseln zu lassen. Ohne ABS kann ich es selbst und führe das auch durch da ich genau hier weiss was ich zu tun und zu lassen habe...

    Grüße aus IN

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    #86
    Zitat Zitat von Di@k Beitrag anzeigen
    ...
    Mal abwarten was der TO mitteilt (wenn er sich denn noch traut) was denn nu wirklich los war.
    ...
    was ich zu bezweifeln wage ...

    klar liegt nach den bisherigen infos die bremsflüssigkeit als fehlerquelle nahe, sicher ist das aber nicht.
    nach der verdachtsmäßigen abkanzelung des fragestellers könnte ich gut verstehen wenn er uns im dunklen stehen lässt, egal was nun der grund für den ausfall war.

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    #87
    @Topas: ja, ich rechne besonders bei Bergabfahrten auch die (eventuell sehr mangelhafte) Bremswirkung mit ein.
    Die Kreidler TM50 hat mich mit "mickrigen" 110er Trommelbremsen im Teuto dazu erzogen.

    @allgemein: meine Bremsen prüfe ich bei jeder Abfahrt, der Totalausfall während der Fahrt ist aber kaum ein kalkulierbar, kann innerhalb von 10 Minuten eintreten, man sollte sich trotzdem immer darauf einstellen - ich hatte mit verschiedenen Fahrzeugen schon mehrere entsprechende "Aha"-Erlebnisse - sei es mangelnde Haftung zwischen Reifen und nassem Basalt/Bitumen/Asphalt oder "plötzlich" defekter Bremse - warum auch immer.

    Entsprechende Geschwindigkeit und - Abstand zum Vordermann haben dabei bisher immer Schlimmeres verhindert.
    Manchmal auch nur sehr knapp. Einmal nicht, vor etwa 40 Jahren, da hat mich nur die damals sportliche Fitness vor körperlichem Totalausfall bewahrt . . . aber das ist eine längere Geschichte. Kurz, ich hatte auf die "Perfektion" eines professionalem Bremsseilzugherstellers vertraut . . . .

    Wie schon mal erwähnt - wir bewegen uns im normalen Straßenverkehr und nicht auf der Rennstrecke.

    Es ist nicht so, das ich auf der Landstraße nur 90 fahre, wenn nicht gefährdend, kann es dabei kurzfristig auch mal 180 auf dem Tacho sein . . .
    Andererseits auch mal 25, wenn die Situation es erfordert.

    Es gibt hier in Deutschland ziemlich viele Hinweise bezüglich gefährlicher Stellen, sei es Km/h-Begrenzungen oder auch nur Leitplanken an den Kurven . . .

    Ich "bewundere" immer die anderen Verkehrsteilnehmer, welche konstant 70 Km/h fahren, egal ob freie Landstraße oder Ortschaft, und/oder deren Abstand immer so groß ist, egal ob 15 oder 150, das ich ihr vorderes Kennzeichen nicht mehr im Spiegel erkennen kann.

    Andererseits schreien ausgerechnet diese immer nach dem "perfektem" Fahrzeug - es soll sie vor allem Unheil bewahren - ansonsten wird "Herstellerhaftung" oder ähnliches hergezogen. . . .

    Und, "so sorry", soweit es irgendwie geht, bewege ich auch ältere Fahrzeuge ohne die perfekte Technik, ich muss mich halt als Fahrer entsprechend einstellen.

    Und ich danke der heutigen Technik - so sorgenfrei und schnell wie mit meiner R1200GS TB konnte und kann ich kein älteres Fahrzeug bewegen! Aber immer kritisch und "angepasst".

    Soweit, many happy Greetings, Gunter

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    #88
    Grundsätzlich sehe ich bei dem Thema alte Bremsflüssigkeit zwei Szenarien:

    1. Der niedrigere Siedepunkt versursacht durch den höheren Wassergehalt bringt bei langen Bergabfahrten die Bremse schneller zum Versagen. Dies betrifft aber doch eher den vollbepackten Urlauberbenz bei einer Passabfahrt mit Wohnwagen im Kreuz als wie ein Moped im öffentlichen Strassenverkehr.
    2. Die alte BF fördert die Korrosion am Bremszylinder was den Kolben zum Festsitzen bringen kann. Bei Mopeds kommt das oft genug vor wegen der Standzeiten über den Winter oder/und geringen Laufleistungen. Kommt noch eine poröse Manschette dazu, ist der Schaden obligatorisch. Wenn der selbstschraubende Pilot dann noch jedwedes Fingerspitzengefühl vermissen lässt, und die festsitzende Bremse nicht bemerkt, ist das Ereignis eben da. Nur eben nicht an beiden Bremsen.

    Aber der Umstand, dass der selbstschraubende TE voll wissentlich 8 Jahre ohne Wechsel fährt, macht jede weiter Diskussion ja eh hinfällig.

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    #89
    So liebe Community, nun gibt es etwas Neues. Danke vielmals für die vielen Tipps und Anregungen, und ich nehme es meinen Kritikern auch nicht übel, sie haben hier ja eine tolle Steilvorlage zum lästern. Manche brauchen das wohl - ich kann damit gut leben. Wie im Vorfeld angekündigt konnte ich mich einige Zeit nicht kümmern, sorry, dass ich Euch warten lassen habe...

    Gestern war ich nun beim Freundlichen, habe den Fehler wie o.g. beschrieben. Er hat das Moped dann an das Diagnosesystem angeschlossen (runder mehrpoliger Stecker unter der Sitzbank) und es kam folgende Meldung:

    Das Gerät meldete "ABS Steuergerät prüfen"

    Der Freundliche erklärte mir darauf hin: "Klare Sache, das ABS Steuergerät sei defekt. Dies ist nicht reparabel und muss erneuert werden. Fehlerursache sei der Wartungsstau (kein Bremsflüssigkeitswechsel). Er erklärte mir dann sehr freundlich, dass im Steuergerät sehr empfindliche Sensoren befinden. Diese in der Bremsflüssigkeit "schwimmenden" Sensoren setzen sich fest, wenn die Bremsflüssigkeit alt und nicht gemäß Wartungsvorgabe getauscht wird. Dann setzt die Bremse aus. Dies sei ein bekannter Fehler. Kosten für die neue Einheit inkl. Austausch 2000,- EUR! Die Fehlerursache ist ganz eindeutig der Wartungsstau.

    Da habe ich schon heftig schlucken müssen... Nachdem ich einräumte, dass ich dies jetzt nicht für diesen Preis reparieren lassen möchte einräumte er ein, dass man das Teil alternativ auch reparieren lassen könne, Kosten kpl. 1300,- EUR, dauer 10-14 Tage.
    Soweit die BMW-Händlerseitige Meinung.

    Heute habe ich nochmals ein wenig gegoogelt und fand verschiedene Hersteller, die so eine ABS Einheit reparieren können für günstiges Geld... Nur die Fehlerbeschreibungen klingen immer sehr viel anders als bei mir. Nun bin ich wieder am überlegen welche Lösung ich wähle. Denn mir bleibt als bitterer Beigeschmeck die Frage:
    Warum finde ich nichts über einen "gleichartigen Fall" im www? Darf ein ABS-Bremse durch einen Sensorfehler komplett ausfallen?
    Liegt die Ursache wirklich im ABS Steuergerät? ...ich hab da so meinen Restzweifel und fühle mich weiter unwohl.

  10. Registriert seit
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    #90
    Hallo Adventure,

    das Leben ist ein Abenteuer,

    mein Tipp:

    Verkauf lieber das Moped. Du wirst eh ständig im Hinterkopf mit der Eigenart der Bremsanlage herumfahren und nichts geniessen...

    Gruß Frank

    PS Jedes technische Konstrukt kann ausfallen, 100% Sicherheit gibt es nicht.


 
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