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Q Spielwiese

Erstellt von Zambelli, 06.06.2011, 12:06 Uhr · 5 Antworten · 810 Aufrufe

  1. Registriert seit
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    Standard Q Spielwiese

    #1
    Ausgehend vom Anfängerfred und, ganz ehrlich, ein bisserl erschreckt, über die Blauäugigkeit mancher Q Treiber hier - klar, es ist das meistverkaufte Bike der Welt, da tummelt sich alles - habe ich mir überlegt, wie man das Thema angehen könnte.

    Ein wichtiges Thema ist natürlich der Gruppendruck. Gruppendruck vs. Selbstbeherrschung ist ein Ding, das das Terrain des reinen Motorradfahrens verlässt und zudem Bike unspezifisch ist. Meine noch frischen Erinnerungen an die letzte Alpentour haben mich sehr nachdenklich gestimmt. Fährt man auf, fängt der Typ vor einem auf einmal an zu hetzen, lässt gar seinen Kumpel "stehen", mit dem er unterwegs war und wird zum Tier. Fährt man vorbei, will er auf Gedeih und Verderb dran bleiben, bis man irgendwann im Rückspiegel die viel zu weiten Bögen, die geschnittenen Kurven erkennen kann. Ich lass es bleiben! Es ist ein Thema für Psychofritzen...

    Anders sieht es aus beim spielerischen Umgang mit dem entsprechenden Material, so dass man in jeder Situation weit unter seinen Möglichkeiten bleiben darf. Nach 30 Jahren auf 2 Rädern, denke ich, dass es ein Thema der modellspezifischen Art ist. Man fährt eine K1600, eine Ducati Streetfighter oder auch eine 600er CBR anders als eine Q. Jedes Bike hat seine ganz eigene Spielwiese, auf der es sich wohl fühlt und somit seine besondere Art damit leicht und spielerisch umzugehen.

    Hier nun, was ich persönlich für Q-treiben halte. Sauber gefilmt, mit einer Helmkamera auf einer ADV. Zudem fahrend kommentiert (leider in Englisch) und in einer Landschaft, so schön, dass man weinen könnte... (ja ja, auch Indianer weinen )



    Man beachte die Blickführung, die Linienwahl, die Reaktion auf Autos und Untergrundveränderung, sowie die vordergründig Leichtheit, mit der das Ganze statten geht. Recht zügig und dabei doch satt und sicher, wie es auf solchen Untergründen (fast) nur eine Q kann...

    Viel Spaß,
    Z

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    Standard

    #2
    Zitat Zitat von Zambelli Beitrag anzeigen
    Fährt man auf, fängt der Typ vor einem auf einmal an zu hetzen, lässt gar seinen Kumpel "stehen", mit dem er unterwegs war und wird zum Tier. Fährt man vorbei, will er auf Gedeih und Verderb dran bleiben
    Hallo,
    und warum musstes Du ihn unbedingt überholen?
    Gruß

  3. Registriert seit
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    #3
    Zitat Zitat von Zambelli Beitrag anzeigen
    Ausgehend vom Anfängerfred und, ganz ehrlich, ein bisserl erschreckt, über die Blauäugigkeit mancher Q Treiber hier - klar, es ist das meistverkaufte Bike der Welt, da tummelt sich alles - habe ich mir überlegt, wie man das Thema angehen könnte.

    Ein wichtiges Thema ist natürlich der Gruppendruck. Gruppendruck vs. Selbstbeherrschung ist ein Ding, das das Terrain des reinen Motorradfahrens verlässt und zudem Bike unspezifisch ist. Meine noch frischen Erinnerungen an die letzte Alpentour haben mich sehr nachdenklich gestimmt. Fährt man auf, fängt der Typ vor einem auf einmal an zu hetzen, lässt gar seinen Kumpel "stehen", mit dem er unterwegs war und wird zum Tier. Fährt man vorbei, will er auf Gedeih und Verderb dran bleiben, bis man irgendwann im Rückspiegel die viel zu weiten Bögen, die geschnittenen Kurven erkennen kann. Ich lass es bleiben! Es ist ein Thema für Psychofritzen...

    Anders sieht es aus beim spielerischen Umgang mit dem entsprechenden Material, so dass man in jeder Situation weit unter seinen Möglichkeiten bleiben darf. Nach 30 Jahren auf 2 Rädern, denke ich, dass es ein Thema der modellspezifischen Art ist. Man fährt eine K1600, eine Ducati Streetfighter oder auch eine 600er CBR anders als eine Q. Jedes Bike hat seine ganz eigene Spielwiese, auf der es sich wohl fühlt und somit seine besondere Art damit leicht und spielerisch umzugehen.

    Hier nun, was ich persönlich für Q-treiben halte. Sauber gefilmt, mit einer Helmkamera auf einer ADV. Zudem fahrend kommentiert (leider in Englisch) und in einer Landschaft, so schön, dass man weinen könnte... (ja ja, auch Indianer weinen )



    Man beachte die Blickführung, die Linienwahl, die Reaktion auf Autos und Untergrundveränderung, sowie die vordergründig Leichtheit, mit der das Ganze statten geht. Recht zügig und dabei doch satt und sicher, wie es auf solchen Untergründen (fast) nur eine Q kann...

    Viel Spaß,
    Z
    Hallo,
    ich habe mir gerade die ersten 5 Minuten des Videos angeschaut. Klingt jetzt vielleicht großkotzig, aber ich habe keinen Aha-Effekt entdecken können. Würde bei mir nicht anders ausschauen.
    Gruß Heiko

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    #4
    Sehr schön gemacht!
    Kanntest du die Streckenführung?

    Bis auf den Wheely am Anfang sehe ich viele Gemeinsamkeiten, jedoch einige Kurven wäre ich langsamer angegangen, da unbekannt.

    LG Frosti

  5. Registriert seit
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    #5
    Kanntest du die Streckenführung?
    Keine falschen Loorbeeren! Das bin ich nicht! Es ist nur sehr sauber gemacht und gefahren, finde ich. Und nein, soviel ich verstanden habe, kennt er den Weg nicht, sondern filmt eine längere Reise, weshalb er auch recht verhalten fährt.

    Bis auf den Wheely am Anfang
    Gut hingesehen! Er macht das später, im 2ten Video, nochmal deutlich öfter. Also gut zu erkennen, dass er mit den Alu-Boxen fährt und, dass die ADV dann sehr leicht steigt oder zumindest ständig an der Vorderhand sehr leicht wird. Ihr erinnert euch an die "Schweitzer", die alle stets mit gesammtem Kofferornat unterwegs sind?

    und warum musstes Du ihn unbedingt überholen?
    Das, was ich im Grunde nicht zum Thema machen wollte. Es ist eigentlich eine Anfängerfrage, aber ok. Hier Grundsätzliches: Für mich ist Motorradfahren Rhythmus, i.e. jeder hat seinen. Zu langsam und zu schnell sind gefährlich. Wer vorbei will, wird deutlich und eindeutig vorbei gelassen, wer zu langsam ist, wird sauber überholt. Es gibt keinen Grund, sich einer fremden "Gruppe" anzuschliessen. Wenn es zu viele sind, mache ich eine Pause und lasse die gesammelte Mannschaft ziehen. Auch finde ich, dass ungleiche Gruppen nur bedingt etwas mit Motorradfahren zu tun haben. Das nur am Rande...

  6. Registriert seit
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    #6
    moinsen,

    Zitat Zitat von Zambelli Beitrag anzeigen
    ... Fährt man auf, fängt der Typ vor einem auf einmal an zu hetzen, lässt gar seinen Kumpel "stehen", mit dem er unterwegs war und wird zum Tier. Fährt man vorbei, will er auf Gedeih und Verderb dran bleiben, bis man irgendwann im Rückspiegel die viel zu weiten Bögen, die geschnittenen Kurven erkennen kann.
    ...
    ich weiss, es klingt jetzt etwas großkotzig, aber diese probleme hab ich seit etlicher zeit nur noch gaanz selten. am ehesten, wenn der hinterherfahrer mit mir in einer gruppe fährt, wir uns aber eigentlich nicht kennen (zb forumstreffen).

    im normalen leben sieht das aber eher anders aus:
    ich laufe auf, und überhole eigentlich sehr bald. wenn er dann annähernd in der lage ist zu folgen, dann muss er mit der kiste schon recht gut umgehen können und weiss eigentlich was er sich zumuten kann.
    oder es ist einer, der potentiell gefährdet wäre wenn er versucht zu folgen. aber da reisst der sichtkontakt im allgemeinen so schnell ab, dass sein jagdinstinkt schnell in depression mündet

    Zitat Zitat von juekl Beitrag anzeigen
    Hallo,
    und warum musstes Du ihn unbedingt überholen?
    Gruß
    Zitat Zitat von Zambelli Beitrag anzeigen
    ...
    Das, was ich im Grunde nicht zum Thema machen wollte. Es ist eigentlich eine Anfängerfrage, aber ok. Hier Grundsätzliches: Für mich ist Motorradfahren Rhythmus, i.e. jeder hat seinen. Zu langsam und zu schnell sind gefährlich. Wer vorbei will, wird deutlich und eindeutig vorbei gelassen, wer zu langsam ist, wird sauber überholt. Es gibt keinen Grund, sich einer fremden "Gruppe" anzuschliessen. Wenn es zu viele sind, mache ich eine Pause und lasse die gesammelte Mannschaft ziehen. Auch finde ich, dass ungleiche Gruppen nur bedingt etwas mit Motorradfahren zu tun haben. Das nur am Rande...
    hier kann ich mich nur anschliessen.
    ich überhole andere fahrer, die auf meiner strecke unterwegs sind auch fast immer sofort. warum auch nicht, ich bin nicht dafür verantwortlich, wenn jemand meint, hinter mir her fahren zu müssen und sich dabei überschätzt.