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R1200Gs nicht für Wüste geeignet

Erstellt von Gersty, 01.05.2016, 08:58 Uhr · 39 Antworten · 6.551 Aufrufe

  1. Registriert seit
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    Standard R1200Gs nicht für Wüste geeignet

    #1
    Hi Forum,
    ich durfte mir gestern Marokobilder von Freunden anschauen. Geniale Mischung von Kurvenhatz auf tollen Straßen, Schotter und Sand.
    Es waren eine 1200er TÜ, Ktm 1190 und F800Gs am Start.
    Bei den Sandetappen wurde die Tü ständig bis zum Anschlag der Anzeige heiß, während die wassergekühlten im Range blieben.
    Ist die luftgekühlte für langsame Lastfahrten im Sand nicht geeignet?

    Gibts richtige Erfahrungen?

    Gruss

    Jan

  2. Registriert seit
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    #2
    Hi
    Einerseits war das sicher die erste luftgekühlte BMW die jemals in der Wüste war :-).
    Andererseits ist Luftkühlung (eigentlich ja Öl-Luft-Kühl) tatsächlich ein Problem bei höheren Literleistungen. Deshalb kam man ja nicht um die LC herum um das "mehr Leistung" rufende Volk zu befriedigen. Die Anwendung wurde bewusst sehr stark in Richtung Strasse verschoben.
    Bei ungenügendem Luftstrom um die Zylinder und den Ölkühler kühlt es eben nicht richtig. Reicht die Konvektion alleine nicht aus, wird die Karre warm. Neben der Ölkühlergrösse kommt es auf den Anbringungsort und -lage an. Zum Schluss wirkt eben die Physik. Wasser leitet Wärme besser ab als Öl. Man kann Ölkühler und -pumpe beliebig gross machen wenn man es nicht fertigbringt die Wärme am Entstehungsort (Zylinderkopf) aufzunehmen. Natürlich könnte man die Ölkanäle innen verrippen damit die Kontaktfläche grösser wird aber da bietet sich dann eben Wasser an.
    Wenn diverse Fahrer in der Wüste 2V bevorzugen liegt das nicht nur am geringeren Gewicht, sondern auch an der geringen Liter- und damit geringere Wärmeverlustleistung. Im Sand braucht man keine PS.
    gerd

  3. Registriert seit
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    Standard

    #3
    Zitat Zitat von gerd_ Beitrag anzeigen
    Hi
    Einerseits war das sicher die erste luftgekühlte BMW die jemals in der Wüste war :-).
    Andererseits ist Luftkühlung (eigentlich ja Öl-Luft-Kühl) tatsächlich ein Problem bei höheren Literleistungen. Deshalb kam man ja nicht um die LC herum um das "mehr Leistung" rufende Volk zu befriedigen. Die Anwendung wurde bewusst sehr stark in Richtung Strasse verschoben.
    Meines Wissens war vor allem der Grund, dass man bei der Literleistung zukünftige Emissionsnormen nicht mehr würde halten können.

    Die Behördenversion der R1200RT hatte doch immer einen Kühlventilator am Ölkühler. Das könnte doch Teuertech für Wüstenfüchse auch mal anbieten;-)

  4. Registriert seit
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    #4
    Gerd , die Literleistung der TÜ mag höher sein, aber der Wärmehaushalt wird bei Lastfahrten in der Wüste nicht per se schlechter sein.

    Die wärmeabgebende Oberfläche wird nicht geringer sein als bei 2V-Boxern und hinsichtlich der motorischen Effizienz (wieviel vom Sprit wird in Wärme gewandelt und wieviel in kinetische Energie) würde ich tendenziell auch eher dem modernen Triebling mehr zutrauen.

    Wärmer als ein leistungsschacher Boxer würde solch ein Luftkühler nur, wenn dessen Mehrleistung auch abgerufen wird und das schafft man in der Wüste im Sand eben nicht, weil die Reifen (selbt die gröbste Stollenreifen) max. rd. 50 Pferde übertragen bekommen (darüber drehts im Sand nur durch).

    Von daher ist das mit der besseren Eigung wg. geringeren Literverlustleistung so eine Sache...

  5. Registriert seit
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    #5
    Zitat Zitat von Gersty Beitrag anzeigen
    Ist die luftgekühlte für langsame Lastfahrten im Sand nicht geeignet?
    Unabhängig von Luft oder Wasserkühlung ist eigentlich kein Fahrzeug ohne Gebläse für "dauerhaftes Langsamfahren" unter Last geeignet, da die Kühlleistung im Zusammenhang mit dem Fahrtwind berechnet ist.
    Auch ein Ölkühler ohne Fahrtwind und/oder Zwangsbelüftung kühlt nicht nennenswert besser, es dauert bedingt durch die etwas größere Ölmenge etwas länger, aber mehr auch nicht.

  6. Registriert seit
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    #6
    Zitat Zitat von sampleman Beitrag anzeigen
    Die Behördenversion der R1200RT hatte doch immer einen Kühlventilator am Ölkühler. Das könnte doch Teuertech für Wüstenfüchse auch mal anbieten;-)
    Genau, damit der laufende Motor des abgestellten Krades nicht andauernd überhitzt.

  7. Registriert seit
    15.09.2013
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    #7
    Das heißt die Tü ist ab einer bestimmten Last über Zeit ohne Fahrtwind irgendwann thermisch nicht mehr ausgeglichen. Auch wenn es aufgrund der großen Ölmenge lange dauert. Ist der Zustand erreicht, dauert es dann wieder lange bis sie bei Fährt abkühlt (Wärmekapazität des Öls).
    Würde mich interessieren, ob es schon Schäden wegen Überhitzung gab.
    Nächstes Jahr soll mein Schätzchen da hin. ��

  8. Registriert seit
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    #8
    Wäre mal interessant zu wissen wie Michael Martin das macht der ist doch immer in den heißesten Wüsten der Welt unterwegs.

  9. Registriert seit
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    #9
    Ich war mit der GSA 1200 BJ 2007 in 2011 in Marokko und kann nicht von thermischen Problemen berichten. Selbst meine XT 500, die mich in der ersten Afrika Reise begleite, Lichtjahre her, hatte Hitzeprobleme. Die Trails waren sowohl langsame Fahrten durch Tanger, Marrakesch, also geringe Geschwingkeit, wenig Kühlluft, als auch langsame Sandpassagen im Trialmodus.

    Allerdings habe ich alle 2 Tage den Luftfilter gereinigt und dann am Schluß es jeden Tag gemacht.

  10. Registriert seit
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