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Radflansch

Erstellt von RichardO, 07.08.2010, 15:11 Uhr · 55 Antworten · 12.424 Aufrufe

  1. Registriert seit
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    #21
    Hallo Ondolf,
    bei mir exakt dasselbe passiert. Nun würde mich interessieren, ob es die Gewindebüchse als Ersatzteil gibt, denn auszutauschen wären sie sehr einfach.

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    #22
    Nee,

    die Gewindebüchsen gibt es nicht als Ersatzteil, auch den Alu-Radflansch gibt es seit längerer Zeit nicht mehr. Gibt nur noch die neue Ausführung als Stahlschmiedeteil und kostet beim freundlichen rund 240,00 €

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    #23
    Hallo,
    vielen Dank für die rasche Antwort, ich war mir auch ziemlich sicher dass es die Buchsen einzeln nicht zu kaufen gibt.
    In diesem Fall werde ich wohl einen neuen Flansch einbauen müssen.
    Ist wahrscheinlich auch besser wegen der häuftig vorkommenden Rissbildung bei den alten Flanschen.

    Danke und tschüß

    Herberti

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    #24
    Zitat Zitat von herberti Beitrag anzeigen
    Hallo,
    vielen Dank für die rasche Antwort, ich war mir auch ziemlich sicher dass es die Buchsen einzeln nicht zu kaufen gibt.
    In diesem Fall werde ich wohl einen neuen Flansch einbauen müssen.
    Ist wahrscheinlich auch besser wegen der häuftig vorkommenden Rissbildung bei den alten Flanschen.

    Danke und tschüß

    Herberti
    Dann wünsche ich Dir viel Spaß bei der Montage vom neuen Radflansch.

    Hier die Teilenummern:

    Radflansch: 33117722831
    O-Ring: 07119907129
    Distanzring: 33118521832

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    #25
    Einige Schraubären sollten das Werkzeug besser in der Kiste lassen. Das ist das Anzugsmoment von der Pkw-Alu-Felge (110Nm für Stahlfelgen und Alu-Felgen mit Stahleinsatz - für die Schnellmerker )
    Wenn mich nicht alles täuscht, war das das Anzugsmoment meiner K1200 RS, der 1150 GS und weiteren der nicht mehr ganz neuen Modelle.
    Wer da aus Gewohnheit das bekannte Drehmoment nahm, hat bestimmt nicht an einen PKW gedacht


    Gruß
    Waschbär

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    #26
    Ich hole mal den älteren Thread wieder hoch:

    Ich hatte meine 04er GS (68000 km) beim um ein paar Dinge erledigen zu lassen, wozu eben diverses Spezialwerkzeug notwendig ist. Am Hinterrad usw. war aber nichts geplant, trotzdem hat man wohl einmal "übers" Mopped geschaut und auf meiner Rechnung stand unter festgestellte Mängel:

    Radflansch gerissen!

    Ich erst einmal verdutzt, dann daheim das Hinterrad abgebaut und siehe da: Der Flansch hatte merkliche Rissbildung an den Radschrauben. Das käme von vielleicht zu viel Drehmoment beim Rad festziehen hatte mir der Schrauber noch erklärt.

    Beim genauen Hinsehen stellte ich aber auch Risse entlang der Bremsscheibenverschraubung fest, und zwar schon sehr kräftig aufgeweitet.

    Jetzt stellen sich natürlich ein paar Fragen:

    Diese Risse sieht man von außen ohne Raddemontage nur, wenn man gezielt danach sucht. Warum nur?

    Zitat Zitat von RichardO Beitrag anzeigen
    Eine Nachfrage bei BMW (NL HH) ergab, daß es angeblich "...nie Probleme damit..." gab (ach nee!) und auch keine Rückruf- oder Austauschaktion stattgefunden habe.
    Warum wurde das Teil im Laufe der Zeit gegen ein anderes ausgetauscht, das augenscheinlich stabiler gebaut wurde? Bei der RT ist ein Stahlflansch verbaut statt Alu.

    Habt Ihr mal den Flansch bei Euren Moppeds (ich denke alle von 2004 bis zum Einbau des verstärkten Flanschs ??? ) genau durchgesehen, denn ein Ausbrechen der Radschrauben oder der Bremsscheiben-Schrauben ist ein echtes Sicherheitsrisiko.

    Also: Winterzeit ist ja Schrauberzeit, Rad ab, Flansch putzen und genau hinschauen

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    #27
    Hi
    Der Flansch wurde mehrfach geändert.
    Am Anfang passten die Konusse nicht zusammen und das Ganze schlackerte auf der Achse, nur gehalten durch den Sicherungsring. Kommentar eines Händlers: "Bis 10 mm (gemessen am Felgenhorn) ist normal" (Soviel zum Wert der Händleraussagen).

    Die Al-Sterne neigen zum Reissen und wurden successive still und heimlich bei den KD durch Stahlversionen ersetzt oder als "selber schuld" verkauft. Ob das eine stille Massnahme gegen einen Rückrufauftrag des KBA war/ist?
    gerd

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    #28
    Mir wurde mitgeteilt "gerissen", wohl in der Hoffnung auf den nächsten Auftrag aber man hat sowas ja noch in Reserve liegen.

    Laut gibt es seitens Werk keine spezielle Vorgabe das Teil zu kontrollieren. Jetzt sind die Flansche aus Stahl.

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    #29
    Die Alu-Rad- und Bremsscheibenflansche wurden in den Modellreihe einige Male geändert.

    Risse in den Schraubenbohrungen, dann geändert mit Stahlbüchsen für die Radaufnahme, ebenfalls gerissen, anschließend wieder ohne Stahlbüchsen dafür aber mit Dichtscheibe zum Lager hin, auch gerissen.

    Neue Ausführung ist jetzt ein Stahlschmiedeteil, Umrüstsatz besteht aus Distanzring, O-Ring und Flansch.

    Ich kann, für einen gewissen Zeitraum, diesen Umrüstsatz mit Montage zu einem moderaten Preis anbieten.

    Weiteres gerne per PN.

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    #30
    Defekt ist defekt, da gibt es nur schon aus Sicherheitsgründen ersetzen.

    Aber es gibt zwei Arten von Schäden an den Aluflanschen.

    Radaufnahme oder Bremsscheibenaufnahme


    Hier ein typischer Schaden an einem Flansch mit Metallgewindeeinsätzen



    Der Schaden titt immer zu der Seite mit dem geringeren Materialwandung auf.



    Das Thema wurde ausführlich behandelt

    So wie der Riss immer oder fast immer auf der schmalen Laibungsseite verläuft, kann er eigentlich nicht durch das hohe Antriebsmoment entstehen. Beim Beschleunigen drückt die Lochlaibungskraft (tangential) entgegen der Drehrichtung des Rades und damit auf die Seite der "Nocke", wo mehr Fleisch ist. Würde somit als Begründung ausscheiden.
    Der zweite Regellastfall "Bremsen" erzeugt im Stern / Flansch Zugkräfte zwischen den beiden Verschraubungsaugen (dem für die Bremsscheibe und dem fürs Rad) einer "Nocke". Da aber das Innengewinde zur Befestigung der Bremsscheibe wesentlich weniger "Fleisch" hat, müsste dessen Laibung beim Bremsen durch die Bremsscheibenschraube heraus gedrückt werden (tangential gegen die Drehrichtung des Rades).


    Defekte zur Verfügung stehende Flansche wurden vermessen, geröntgt

    Die stählernen Innen-Aussen-Muffen sitzen derart stramm im Stern bzw. die dadurch entstehenden, nach außen wirkenden radialen Druckkräfte bringen zuviel Vorspannung (in Form von Ringnormalzugspannung) auf die Laibungen der Innengewinde. Je nach Größe dieser (auf jeden Fall vorhandenen) Ringnormalzugspannungen stünden die "Schmalseiten" der "Augen" dann bereits ohne Regelbelastung kurz vor dem Zerreißen. Kommt dann im Betrieb noch eine weitere Belastung (in gleicher Richtung), wie z. B. durchs Bremsen hinzu, fliegt das Auge.

    Für die Renne wurde der Flansch in Titan neu berechnet (Mesh) und hergestellt.

    So, wie der Stern abgebildet ist, dreht er bei Vorwärtsfahrt gegen den Uhrzeigersinn und schleppt das Rad




    Noch etwas zu Thema Radanzug

    Da die Druckkraftübertragung des Schraubenkopfes auf das Rad über einen Konus erfolgt, liegt dieser bei nicht mehr deckungsgleichem Lochbild natürlich nicht mehr über seinen gesamten Umfang knirsch im Konus des Radloches. Das bewirkt, dass die Radbolzen zwar noch genauso stark angezogen werden können, der Radflansch aber nicht mehr vollflächig auf der Flanschfläche des Sternflansches aufliegt. Ist aber zur Übertragung der Kräfte auch nicht nötig, das es keine vorgespannte, in der Flanschfuge gleitfeste Verbindung dafür braucht. Einziger potentieller Nachteil dieses Umstandes ist, dass Nachlassen der Vorspann(zug)kraft im Schraubenbolzen beim späteren Temperatur- (und damit Größen-) ausgleich von Rad und Sternflansch. D. h. das Rad wird etwas lockerer und kann dadurch minimal, um eine Längsachse durch den Radmittelpunkt hin und her wackeln (also leichte seitliche Verkippung des Rades vorzugsweise in Schräglagenfahrt). Ist aber wurscht für den aufgetretenen Schaden.
    Eine nennenswerte (maßgebende) Biegzugbeanspruchung der Bolzen findet durch diese Lasten nicht statt. Die Bolzen sind abmessungs- und betriebsbedingt auf Scherung belastet (zuzüglich bzw. überlagert mit der Zugbelastung / Vorspannung aus dem Anzugsmoment).

    Nichtbenutzen eines Drehmomentschlüssels:
    Sind die Radbolzen von Anfang an zu locker (Stichwort schluriges Anziehen ohne Drehmomentschlüssel) angezogen, so bewirkt das auch nichts anderes als ein leichtes Verkippen des Rades und natürlich, dass sie sich relativ schnell weiter lösen können, da nicht mehr genügend Druck und somit Reibung zwischen den Gewindegangflanken von Bolzen und Innengewinde wirkt.
    Zusätzlich hat man durch lockere Radbolzen noch einen mickrig kleinen theoretischen Schlupf in der Flanschverbindung.
    Das alles geht aber nur auf den Oberflächenverschleiß der Kontaktflächen (also zw. Schraubenkonus und Radlochkonus, zw. Bolzengewinde und Innengewinde im Sternflansch und evtl. sogar noch zw.den Flanschflächen).
    Ein Riss in der der Lochlaibung der Verschraubung kann dadurch nicht entstehen.


    Dann noch die Rissbildung an den Bremsscheibenaufnahmen

    Beim Bremsen stauchst sich die druckbelastete Material stärkere Seite neben der Radbohrung im Micromillimeterbereich!
    Davon dehnt sich die gegenüber liegende Material dünne Seite der Radbohrung mehr!
    Die entstauchende Material stärkere Seite drückt dann auf der anderen Seite das dünne Material wieder zusammen!
    Die so entstehende Materialermüdung ist Grund Nummer 1 für die Risse an den Bohrungen




    Hier der Radflansch aus Stahl





 
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