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Reifenfreigaben für die ADV laut TÜV

Erstellt von Daynie, 15.04.2015, 18:41 Uhr · 11 Antworten · 1.358 Aufrufe

  1. Registriert seit
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    Standard Reifenfreigaben für die ADV laut TÜV

    #1
    Hi.
    Ich war heute mit der Dicken beim TÜV. Beim Plaudern kam ich mit dem Prüfingenieur auf die Reifenfabrikate zu sprechen. Er fing an in seiner Datenbank zu recherchieren und gab mir die Info, dass für meine ADV nur die Größen und die Tragfähigkeit vorgeschrieben seien. Die einzige Auflage sei, das vorne und hinten der gleiche Hersteller montiert ist. Ich habe dann mal gefragt, ob ich vorne dann z.B. einen TKC80 und hinten einen CTA fahren dürfte, falls ich so doof sein wollte: "Ja." war die Antwort.
    Kann das sein???
    Glaube ich mit Hinblick auf die Freigabe-Seiten der Hersteller nicht. Er hätte so eine abstruse Mischung nicht bemängelt.

    P.S.: Ohne Mängel... mit Tourance next... ;-)

    Gruss Daynie

  2. Registriert seit
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    Standard

    #2
    Genauso ist es und steht im COC,da steht auch das du Reifen mit Speedindex Q fahren darfst,z.B. den K60 in Italien...

  3. Registriert seit
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    #3
    Da Deutschland mit dieser »Reifenfreigabe« alleine steht, kümmert es auch nur die Deutschen. Wenn nichts vorgegeben ist, können auch Hersteller gemischt werden. Lediglich Mischbereifung (diagonal/radial) ist untersagt.

    Wenn der Hersteller vorgibt »nur von einem Hersteller« kann man aufgrund von der rechtlichen Situation auch lustig verschiedene Modelle mit verschiedenen Eigenschaften mischen. Ob es sinnvoll ist, ist eine andere Frage.

    Im Ausland sieht man es völlig entspannt. Da wird sich z.B. in der Schweiz in Foren darüber ausgetauscht, wer mit welcher Paarung was für gut empfunden hat. Da kommen dann auch schon mal Michelin und Bridgestone zusammen.

    Wer sich besser fühlt -> einfach die Reifenfreigaben der Hersteller durchstöbern (die UBB genügt übrigens um statt eventuell eingetragener, aber seit 15 Jahren nicht mehr produzierte Reifen, aktuelles Material aufziehen zu dürfen).

    Wobei hier im Forum ja auch schon genügend legale Kombinationen (gleicher Hersteller) für die diversen Einsatzzwecke empfohlen werden.

    Grüße, Martin

  4. Registriert seit
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    #4
    da erzählt auch jeder irgend etwas anderes..... leider.... bei uns gibt es mehrer tüv-stationen und der eine sagt, dass nur die selbe marke und der selbe typ drauf dürften und der andere dem war es sogar egal ob unterschiedliche marken drauf sind, solange die freigabe vom hersteller vorhanden ist... tztztztz

  5. Registriert seit
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    #5
    Ausschlaggebend ist das, was eingetragen ist. Daher folgende Reihenfolge:

    • Reifen in Papieren vorgegeben? Dann müssen diese aufgezogen sein.
      Ausnahme: UBB für Bereifung liegt vor.
    • Keine Bereifung vorgegeben, aber »vorne und hinten vom gleichen Hersteller« vermerkt? Dann müssen diese aufgezogen sein.
      Eine UBB ist i.d.R. nicht notwendig, den das ergibt sich ja schon aus der Paarung.
    • Weder Bereifung noch Hersteller noch sonstwas vermerkt? Dann gilt »freie Wahl«.
      Natürlich müssen die Dimensionen der Reifen stimmen.

    Beispiel bei meiner XJ: Inzwischen ja schon 20 Jahre alt, bei der Eintragung der Leistungssteigerung hätten auch alte Pneu eingetragen werden sollen (laut Gutachten von Yamaha). Der Prüfer war fit genug, hat den Kram - von sich aus - nicht eingetragen. Ich solle einfach eine UBB mitführen, dann reicht das schon.

    Das unsägliche »Reifenfabrikats.bindung gem. Betriebs.erlaubnis« hat sie in die Papiere gepresst bekommen, als ich sie auf mich als zweiten Halter umgemeldet habe. Das kann man sich aber wieder austragen lassen wenn man die Nerven dazu hat.

    Bisser'l was zum Lesen: www.600ccm.info - XJ 600 S/N: »Reifenfabrikats.bindung gem. Betriebs.erlaubnis«

    Insbesondere die Auskunft vom KBA bezüglich der Kontrolle durch Beamte bei Verkehrskontrollen ist sehr interessant.

    Der Beitrag zum nicht vorgenommenen Eintrag der Reifenbindung:

    www.600ccm.info - Leistungsänderung und Hauptuntersuchung

    Sinngemäß was der Prüfer mir am Schreibtisch mitgeteilt hat: »Das macht man heute nicht mehr. Heute hat jeder seine UBB vom Hersteller des Reifens seiner Wahl dabei und fertig. Wenn ich Ihnen den Bridgestone eintrage gibt es den womöglich in zwei Jahren auch nicht mehr und bei einer Kontrolle ist dann auch wieder das alte Problem wie beim Reifen von Michelin vorhanden.«.
    Grüße, Martin

  6. Registriert seit
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    Standard

    #6
    Hi
    Was in anderen Ländern erlaubt ist, ist in DE uninteressant. Insbesondere die Schweiz interessiert überhaupt nicht weil sie nicht mal EU-Mitglied ist (hat auch Vorteile :-)).
    Jahrelang habe ich hinten einen Enduro4 und vorne einen Tourance gefahren. Beide Reifen haben die gleiche Bauart und den gleichen Hersteller. Und genauso steht es im Schein. Meine Frage dass ich dann den TKC (gab nur den "80") mit dem CTA kombinieren könnte rief zwar leichtes Entsetzen hervor, wurde dann aber bestätigt. Keine Ahnung ob ein Komiker auf diese Idee käme. Probiert habe ich es mal (fremdes Rad montiert) aber diese Kombi ist praktisch unfahrbar.
    Sollte es jemand dennoch machen und auch die korrekte Begründung bei einer Kontrolle vorbringen, kann ich mir vorstellen, dass das restliche Fahrzeug ultragenau untersucht wird.
    Reifenfabrikat Bindung
    Wenn es vom Metzeler den Tourance 150/70R17M/C69V TL in der Version "H" für die Varadero, in der Version "G" für die F800GS, und in der Version "C" für die Yamaha Supertenere gibt MUSS das einen signifikanten Unterschied ergeben.
    Gleiches gilt für den Tourance 110/80R19M/C59V TL in der Version "B" für die F650GS, der Version "C" für die Yamse, und der Version "H" für die Varadero.
    Kein Reifenhersteller produziert freiwillig und "grundlos" 3 unterschiedliche Ausführungen von einem Reifen gleicher Bauart, gleicher Nenngrösse und gleichem Profil wenn es nicht gravierende Unterschiede im Fahrverhalten notwendig machten.
    gerd

  7. Registriert seit
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    Standard

    #7
    Zitat Zitat von ADAC
    Aktuelle Anmerkung zu Unbedenklichkeitsbescheinigungen bei Motorrädern:
    Mit einem Schreiben vom 1.7.2008 hat das Bundesverkehrsministerium (BMVBS) den rechtlichen Sachverhalt im Zusammenhang mit Reifenumrüstungen bei Motorräder erläutert. Hierbei werden vier Fälle von Änderungen an der Bereifung von Motorrädern unterschieden. In allen diesen Fällen ist eine Fahrzeugvorführung bei einem Sachverständigen oder einer Überwachungsorganisation bzw. eine Eintragung in die Fahrzeugpapiere nicht erforderlich.

    1. Es gibt keine Reifenbindung: Es dürfen alle ECE-geprüften Reifen der vorgeschriebenen Dimension gefahren werden. Es sind keine zusätzlichen Dokumente mitzuführen.

    2. Es gibt eine Reifenbindung: Für die Umrüstung auf ein anderes Reifenmodell/-fabrikat in der vorgeschriebenen Dimension ist eine Unbedenklichkeitsbescheinigung von Fahrzeug- oder Reifenhersteller vorhanden und wird mitgeführt.

    3. Es gibt keine Reifenbindung, aber der Fahrzeughalter will bei sonst serienmäßigem Fahrzeugzustand auf eine andere für die Serienfelge zulässige Reifendimension umrüsten: Für die Umrüstung auf eine andere Reifendimension liegt eine Unbedenklichkeitsbescheinigung des Fahrzeug- oder Reifenherstellers vor. Sie wird mitgeführt. Eine Änderungsabnahme oder Eintragung der geänderten Dimension in die Fahrzeugpapiere ist nicht erforderlich. Die Änderung darf nicht beanstandet werden.

    4. Eine Reifenbindung für die Serienbereifung ist gegeben, zusätzlich will der Fahrzeughalter bei sonst serienmäßigem Fahrzeugzustand auf eine andere für die Serienfelge zulässige Reifendimension umrüsten: Für die Umrüstung muss vom Reifenhersteller eine Unbedenklichkeitbescheinigung vorliegen. Sie muss mit den übrigen Fahrzeugpapieren mitgeführt werden. Eine Änderungsabnahme oder Eintragung der geänderten Dimension in die Fahrzeugpapiere ist nicht erforderlich. Die Änderung darf nicht beanstandet werden.
    http://www.adac.de/_mmm/pdf/motorrad...83kb_29840.pdf

  8. Registriert seit
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    Standard

    #8
    Zitat Zitat von gerd_ Beitrag anzeigen
    ...
    Wenn es vom Metzeler den Tourance 150/70R17M/C69V TL in der Version "H" für die Varadero, in der Version "G" für die F800GS, und in der Version "C" für die Yamaha Supertenere gibt MUSS das einen signifikanten Unterschied ergeben.
    Gleiches gilt für den Tourance 110/80R19M/C59V TL in der Version "B" für die F650GS, der Version "C" für die Yamse, und der Version "H" für die Varadero.
    Kein Reifenhersteller produziert freiwillig und "grundlos" 3 unterschiedliche Ausführungen von einem Reifen gleicher Bauart, gleicher Nenngrösse und gleichem Profil wenn es nicht gravierende Unterschiede im Fahrverhalten notwendig machten.
    gerd
    naja ...

    jahrelang war für die R1200S der michelin pilot power nur mit "B" freigegeben.
    kostete im satz 30-40€ mehr als der MPP ohne kennung.
    vor etwa drei jahren wurde die produktion der "B"-kennung eingestellt.
    und ganz plötzlich war der MPP ohne kennung in der freigabe der R1200S eingetragen.

    bemerkenswert!!

  9. Registriert seit
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    769

    Standard

    #9
    Moin, moin
    schaut mal bei BMW Motorrad auf Service und dann FAQ unter Reifen. Ich bekomm den Text gerade nicht kopiert. Ab einen gewissen Baujahr ist es nur noch eine Reifenempfehlung. Vielleicht kann den Text ja mal einer von euch hier rein kopieren.

    Gruss ............

  10. Registriert seit
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    Standard

    #10
    Die Seite scheint gerade etwas überlastet zu sein? Läd bei mir eeeeewig. Meinst du diese hier?

    http://www.bmw-motorrad.de/de/de/ser...yres_main.html

    Grüße, Martin


 
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