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Schweineeimer Made by BMW

Erstellt von Paraglyder, 15.05.2009, 20:54 Uhr · 399 Antworten · 68.706 Aufrufe

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    Standard

    Wenn ich so ein Theater mit meiner 1150er ADV, Bj. 2004 hätte, stände sie unter Garantie nicht mehr bei mir in der Garage!
    Irgendwo hatte ich es schon mal geschrieben, mit dem Gedanken mir eine 1200 ADV zu kaufen, habe ich gespielt, aber nach all den Problemen mit der Lackqualität, Rost u.v.a. fahre ich meine gute "alte" 1150er noch ein paar Jahre, bis sich eine brauchbare Alternative anbietet. Hier gilt ausnahmsweise: "Never change a running system!"

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    Standard ...weise Worte...

    Zitat Zitat von Garrett Beitrag anzeigen
    Gespart wird leider bei allen ! Nur bei BMW habe ich das Gefühl, dass etwas
    zu viel auf den Preis geachtet wird ! Opel hat genau das teuer bezahlen müssen ( wegen Sanierer Lopez ) Da aber BMW alles anderes als ein preisgünstiges Bike ist, darf man sich schon die Frage stellen ob sowas
    sein darf ! Möglicherweise ist das der Preis, der geringeren Arbeitsleistung
    der Deutschen gegenüber den Asiaten.
    Hallo Garrett,

    weise Worte von Dir. Ich denke grundsätzlich ist gegen "sparen", d.h. allerdings als ökonomisches Wirtschaften zu verstehen, auch nichts einzuwenden.
    Aber da ist halt die "Gewinnsucht" der lieben Manager, Eigentümer (in unserem Fall die Fam. Quandt) usw., usw..
    Dein Vergleich mit Opel ist an dieser Stelle durchaus angebracht.

    Da ich viele Jahre in der Zulieferindustrie als Qualitätsmanager tätig bin, habe ich da so meine Erfahrungen. Somit wundern mich die "Ergebnisse", hier speziell am Endprodukt nicht mehr. Hohe Anforderugen an immer komplexere Produkte, Einhaltung von immer schärferen Umweltanforderungen (z.B. EU-Altautoverordnung, AU bei Mopeds...), immer kürzere Produktlebenszyklen und das alles unter dem hohen Kostendruck im internationalen Vergleich. Denkt mal darüber nach.

    So jetzt ist es aber genug mit dem Philosophieren oder gar jammern. Wir lassen uns deshalb nicht den Spass an unseren GS en verderben und werden weiter beim reklamieren bis es paßt. Das mit der Honda muß ich mir auch nochmal überlegen, wäre ja eigentlich der Weg des geringsten Wiederstands oder vielleicht vom Regen in die Traufe.

    Grüße

    Peter

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    Standard

    Ich habe es schon mal erwaehnt. Viele wollten es nicht glauben.

    Die GS ist äußerst aufwändig zu bauen. Die Herstellungskosten sind signifikant höher wie für andere Motorräder. Das liegt zum größeren Teil nicht am 'Made In Germany', sondern an dem Konzept. (Die GS wird in Wahrheit 'Made in Europe' hergestellt.)

    Der Boxermotor zum Beispiel ist in der Herstellung erheblich teurer wie ein beinahe aus einem Stück gegossener Jap-4-Zylinder. Außerdem werden in der Tat einige sehr hochwertige Komponenten verarbeitet, die man nicht mal an Motorrädern der absoluten japanischen Oberklasse finden kann, z.B. das weltweit hochwertigste ABS System, bis hin zu Kleinigkeiten wie den sehr hochwertigen Steckern (wie lange noch?).

    Der Sparzwang wegen angeblicher Profitmaximierung der Aktienhalter ist in Wahrheit der Zwang zu sparen, weil der Gewinn an jeder verkauften GS gar nicht so ist, wie er sein sollte.

    Die letzten R 1150 GS wurden fast ohne Profit vekauft. Eine der Grundvoraussetzungen zum Abnicken für ein neues Modell war, dass es zu erheblich niedrigeren Kosten herzustellen ist. Dieses Ziel wurde zum Teil erreicht, und darum sucht BMW immer noch nach Möglichkeiten die Herstellungskosten zu vermindern - bisher ohne auf China Teile zurückgreifen zu müssen. Die Felgen ab Modell '08 sind die einzige Ausnahme. Aber das mag auch sein wie erst mal einen Zeh in das kalte Wasser stecken: weitere Gussteile könnten folgen, wenn der Käufer nicht hörbar aufmuckt.

    Die (in der Mehrheit deutschen) Aktieninhaber haben dem Spiel im Ganzen gesehen bisher ohne mit der Wimper zu zucken zugesehen. Unter anderem deswegen, weil man intern erfolgreich verkauft, dass die Motorradsparte zwar ein Krümel im Portfolio von BMW Konzern ist, aber erheblich für das Image der Marke. In den USA hätten die Shareholder der Sache sicher schon lange lange den Hals zugeschnürt, und BMW Motorrad wäre wahrscheinlich bankrott oder in asiatischer Hand (ist auch fast das gleiche, siehe MZ).

  4. Registriert seit
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    63

    Standard ...interessante Ausführungen...

    Zitat Zitat von peter-k Beitrag anzeigen
    Ich habe es schon mal erwaehnt. Viele wollten es nicht glauben.

    Die GS ist äußerst aufwändig zu bauen. Die Herstellungskosten sind signifikant höher wie für andere Motorräder. Das liegt zum größeren Teil nicht am 'Made In Germany', sondern an dem Konzept. (Die GS wird in Wahrheit 'Made in Europe' hergestellt.)

    Der Boxermotor zum Beispiel ist in der Herstellung erheblich teurer wie ein beinahe aus einem Stück gegossener Jap-4-Zylinder. Außerdem werden in der Tat einige sehr hochwertige Komponenten verarbeitet, die man nicht mal an Motorrädern der absoluten japanischen Oberklasse finden kann, z.B. das weltweit hochwertigste ABS System, bis hin zu Kleinigkeiten wie den sehr hochwertigen Steckern (wie lange noch?).

    Der Sparzwang wegen angeblicher Profitmaximierung der Aktienhalter ist in Wahrheit der Zwang zu sparen, weil der Gewinn an jeder verkauften GS gar nicht so ist, wie er sein sollte.

    Die letzten R 1150 GS wurden fast ohne Profit vekauft. Eine der Grundvoraussetzungen zum Abnicken für ein neues Modell war, dass es zu erheblich niedrigeren Kosten herzustellen ist. Dieses Ziel wurde zum Teil erreicht, und darum sucht BMW immer noch nach Möglichkeiten die Herstellungskosten zu vermindern - bisher ohne auf China Teile zurückgreifen zu müssen. Die Felgen ab Modell '08 sind die einzige Ausnahme. Aber das mag auch sein wie erst mal einen Zeh in das kalte Wasser stecken: weitere Gussteile könnten folgen, wenn der Käufer nicht hörbar aufmuckt.

    Die (in der Mehrheit deutschen) Aktieninhaber haben dem Spiel im Ganzen gesehen bisher ohne mit der Wimper zu zucken zugesehen. Unter anderem deswegen, weil man intern erfolgreich verkauft, dass die Motorradsparte zwar ein Krümel im Portfolio von BMW Konzern ist, aber erheblich für das Image der Marke. In den USA hätten die Shareholder der Sache sicher schon lange lange den Hals zugeschnürt, und BMW Motorrad wäre wahrscheinlich bankrott oder in asiatischer Hand (ist auch fast das gleiche, siehe MZ).

    Hallo Peter,

    interessante Ausführungen. Welche Quellen legts Du zugrunde. Sind die Herstellkosten bei der GS vielleicht deshalb so hoch, weil die Gewährleistungskosten ebenso hoch sind?

    Mittlerweile sind die Arbeitskosten in Japan auch auf weit höherem Niveau wie noch vor 20 Jahren.

    Übrigens, ein früherer Arbeitgeber von mir hat eine Teilkomponente für das ältere BMW-Motorrad-ABS gefertigt und wiederum an den Systemlieferanten geliefert. Aus dieser Zeit weiß ich noch wie das lief. Preise runter, Preise runter und das mindestens im Jahreszyklus. Für das Folgesystem (Vollintegral) haben wir nicht mehr angeboten und sind ausgestiegen. Weil mit negativem Profit kann man keine Löhne und Gehälter zahlen.

    Fakt ist, dass die Qualität bzw. das Preis-Leistungsverhältnis eines Produktes vom Kunden bewertet wird. Also liegt es ja an jedem Einzelnen getreu den Marktgesetzmässigkeiten Einfluss zu nehmen.

    Gruß

    auch vom Peter

  5. Registriert seit
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    Standard

    Zitat Zitat von peter-k Beitrag anzeigen
    Ich habe es schon mal erwaehnt. Viele wollten es nicht glauben.


    Der Boxermotor zum Beispiel ist in der Herstellung erheblich teurer wie ein beinahe aus einem Stück gegossener Jap-4-Zylinder. Außerdem werden in der Tat einige sehr hochwertige Komponenten verarbeitet, die man nicht mal an Motorrädern der absoluten japanischen Oberklasse finden kann, z.B. das weltweit hochwertigste ABS System, bis hin zu Kleinigkeiten wie den sehr hochwertigen Steckern (wie lange noch?).

    Der Sparzwang wegen angeblicher Profitmaximierung der Aktienhalter ist in Wahrheit der Zwang zu sparen, weil der Gewinn an jeder verkauften GS gar nicht so ist, wie er sein sollte.

    Die letzten R 1150 GS wurden fast ohne Profit vekauft. Eine der Grundvoraussetzungen zum Abnicken für ein neues Modell war, dass es zu erheblich niedrigeren Kosten herzustellen ist. Dieses Ziel wurde zum Teil erreicht, und darum sucht BMW immer noch nach Möglichkeiten die Herstellungskosten zu vermindern - bisher ohne auf China Teile zurückgreifen zu müssen. Die Felgen ab Modell '08 sind die einzige Ausnahme. Aber das mag auch sein wie erst mal einen Zeh in das kalte Wasser stecken: weitere Gussteile könnten folgen, wenn der Käufer nicht hörbar aufmuckt.
    Stimmt so leider nicht ! Das Referenz ABS kommt zur Zeit von Honda !
    BMW baut schon ganze Motoren in bestimmte Modele ein die nicht in
    Europa produziert werden. Die Stecker der Mitbewerber sind auch auf
    dem selben Niveau wie die von BMW ! Dazu kommt noch, die Konstruktion
    von einem Genie, ist immer verblüffend einfach und nicht möglichst
    kompliziert !

  6. Voggel Gast

    Standard

    Zitat Zitat von derkleine Beitrag anzeigen
    wenn ich die Bilder mit meiner 11er vergleiche dann kann ich nur sagen und meine ist bj 94 und wurde vom vorBesitzer bei jedem Wetter gefahren
    Meine 1100 er sieht nicht so schlimm aus wie die 1200 er ...
    und mein Vorbesitzer hat der Q ausser Regenwasser und Matsch sicher keine Feuchtbehandlung gegeben ...

    Bestätigt sich doch , das die 1100 die besser GS ...

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    Standard

    Zitat Zitat von peter-k Beitrag anzeigen
    Der Sparzwang wegen angeblicher Profitmaximierung der Aktienhalter ist in Wahrheit der Zwang zu sparen, weil der Gewinn an jeder verkauften GS gar nicht so ist, wie er sein sollte.).
    ach komm Peter, die GS ist seit über 10 Jahren jedes Jahr das meistverkaufte Motorrad mir kommen jetzt gleich die Tränen.
    Die Moped waren schon immer teuer und seit einigen Jahren sind auch die Inspektions- und Ersatzteilpreise absolut "Premium"
    Tiger

  8. Registriert seit
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    6.464

    Standard

    Zitat Zitat von AmperTiger Beitrag anzeigen
    ach komm Peter, die GS ist seit über 10 Jahren jedes Jahr das meistverkaufte Motorrad mir kommen jetzt gleich die Tränen.
    Die Moped waren schon immer teuer und seit einigen Jahren sind auch die Inspektions- und Ersatzteilpreise absolut "Premium"
    Tiger
    - Tiger
    Deutschland: 12.740.- €, Österreich: 14.990.- €

    - Stelvio
    Deutschland 12.750 €, Österreich 15.499 €

    - R 12 GS
    Deutschland 12.762 €, Österreich 15.480 €

    Das hatten wir doch schon so ca. 5 x. Ich erhielt auch vorher keine Antwort auf die Frage, welches Motorrad der gleichen Klasse denn nun billiger sei.

  9. Registriert seit
    21.04.2005
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    751

    Standard Risk on attraction

    Zitat Zitat von AmperTiger Beitrag anzeigen
    ...die GS ist seit über 10 Jahren jedes Jahr das meistverkaufte Motorrad ...
    Die Moped waren schon immer teuer und seit einigen Jahren sind auch die Inspektions- und Ersatzteilpreise absolut "Premium"
    Tiger
    .

    ist eigentlich nur logisch und entspricht den Marktgesetzen wenn bei einer solchen Nachfrage Produktpreis und Servicekosten auf Premiumlevel liegen.
    Die Gratwanderung mit gedrückten Zuliefererpreisen und Qualitätsproblemen
    ist ja nicht nur auf den Motorradbereich beschränkt.
    Offensichtlich hält das nicht genug Interessenten von einer Kaufentscheidung ab.
    Sind hohe Komplexität und eine gewisse Empfindlichkeit ein Widerspruch - wer das nicht mag muss bei technologisch simpleren Produkten zugreifen, oder ?

    Gruss aus Köln




    .


    Gruss aus Köln





    .

  10. Registriert seit
    11.08.2008
    Beiträge
    270

    Standard

    Zitat Zitat von peter-k Beitrag anzeigen
    - Tiger
    Deutschland: 12.740.- €, Österreich: 14.990.- €

    - Stelvio
    Deutschland 12.750 €, Österreich 15.499 €

    - R 12 GS
    Deutschland 12.762 €, Österreich 15.480 €

    Das hatten wir doch schon so ca. 5 x. Ich erhielt auch vorher keine Antwort auf die Frage, welches Motorrad der gleichen Klasse denn nun billiger sei.
    Die Preise bei uns sind :

    R1200 GS CHF 19'400.-
    Tiger CHF 16'990.-
    Varadeo CHf 17'290.-

    Alle Motorräder ohne Zubehör ! Laut Katalog von Importeur !
    Anmerkung : Die Preise in der BRD sehen mir nach einer Absprache der Importeuren aus !


 
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