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Synchronisieren ohne Lamdasonde möglich?

Erstellt von Bastel Hugo, 27.08.2013, 14:51 Uhr · 7 Antworten · 1.286 Aufrufe

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    Standard Synchronisieren ohne Lamdasonde möglich?

    #1
    Hallo!
    Weil die Lamdasonde ja recht schnell anfängt zu regeln und dadurch die Synchronisation des Leerlaufes recht schwierig wird, hatte ich die Idee, die Lamdasonden einfach abzuklemmen.

    Dann müsste sie ja in einem Notlaufprogramm laufen aber es regelt nichts mehr dazwischen, die Stepper nehme ich auch ab.

    Kann das funktionieren (ohne Lamdasonden) oder ist das zu einfach gedacht?

    Grüße
    Andre

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    Standard

    #2
    Die Lambsasonde abklemmen geht, die Motronic rechnet dann mit einem Ersatzwert.
    Ob das aber bei der Syncro weiterhilft? Ich denke nicht.

    Hier mal etwas Input bezüglich Sonde und Motronic:

    Diagnostics of BOSCH Motronic MA 2.2 and ABS II of BMW R1100R

    Lambdasonde messen

    Evtl. bringen die Links etwas Licht ins Dunkel. SuFu mit "Synco(nisation)" zu füttern wäre u.U. auch hilfreich.
    11xx und 12er sind ja nicht grundlegend verschieden, also schau auch mal auf Gerds powerboxer Seite nach.

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    #3
    Am sinnigsten ist m.M. nach das Fixieren der Stepper beidseitig in einer definierten Stellung.
    So macht's das GS911.
    Danach ist die Synchro ein Kinderspiel.

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    #4
    Hallo!
    Danke für die Beiträge.
    Die Seite von Holger Wiemann kenne ich. So habe ich es ja gemacht, als ich noch die 1100 hatte. Nun geht es ja um eine 04er 1200.

    Palmstrollo:
    Ja genau, aber wie bringt man die Stepper in eine defenierte Stellung wenn man kein GS 911 hat. Gerd (Powerboxer) schrieb dazu ja mal, dass die Stepper abgeklemmt werden sollen, synchronisieren und danach wieder anschließen.

    Nur auch dabei regeln ja die Lamdasonden. Ich dachte mir nun, dass man die Drosselklappen am genauesten einstellen kann, wenn nichts dazwischen regelt, also Lamdasonden ausschalten...

    Grüße
    Andre

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    #5
    Hier mal eine Anleitung



    Syncronisieren auch ohne feststellen der Stepper mit einem Tester



    Vorab:


    Die Stepper sind nicht dafür da, die Drosselklappen syncron anzusteuern. Sie übernehmen die die Leelauf-/ Kaltlaufregelung anstelle eines Luftmengenreglers. Und dabei ergeben sich im Leerlauf immer unterschiedliche Regelzustände, was dazu führt, das die DK nie syncron zueinander stehen.

    Aber nur mit einem geeignetem Tester ist es möglich, den Stand zueinander auszulesen, sie zu kalibrieren und wichtig, sie festzustellen bei der Syncro, also ausser Funktion zu setzen (Sie Werden über die Testerfunktion in eine definierte Stellung gebracht und die Regelung der Motorelektronik wird abgeschaltet).

    Daher ist eine Syncro auch nur bei warmen Motor möglich.

    Und genau das geschieht auch beim abziehen der Stecker (wie beschrieben) für eine Syncro bis rund 1700 umin. Jetzt kann man die DK syncron zueinander stellen.






    Benötigtes Werkzeug:


    Schlauchwaage, oder einenTwinmax, langer Schlitzschraubendreher, 2 x lange 10 mm Maulschlüsse



    Vorgehensweise:

    -Vorab sollte eine Kontrolle des Ventilspieles erfolgen, bzw Ventile einstellen

    -Motor warm fahren (80°)

    -Zündung aus

    -Spiel am Gaszug oben am Gasgriff einstellen (min 1mm)

    -Stecker der Stepper abziehen

    -prüfen ob am linken Zug ausreichend Spiel (0,5 mm) vorhanden ist, das ist der Referenzzylinder

    -Schlauchwaage, Twinmax anschließen, Zündung an, Motor starten

    -bei 1700-1800U/min durch drehen des rechten Drosselklappenanschlag so verändern, dass die Drosselklappen synchron stehen (wenn nicht synchron)
    also ein Gleichstand der Flüssigkeitssäulen herstellen, bzw nach vorheriger Grundeinstellung des Twinmax, auf dessen Skala über das drehen des DKanschlages auf null pendeln.



    - erst danach bei Leerlauf die Züge synchronisieren
    (Der rechte DK-Anschlag hat nur Auswirkungen auf den LL, während die Züge bis weit über den mittleren Drehzahlbereich die Motorlaufkultur bestimmen)

    -dann bei versch. Drehzahlen bis max 3000U/min überprüfen ggf. über die Züge nachkorrigieren.

    Nach dem Nachjustieren immer 2-3 Sekunden warten und auf die Anzeige achten.



    -Zündung aus

    -Stecker wieder aufstecken

    -Korrektes Spiel am Gaszug oben am Gasgriff wieder herstellen



    Braucht man zu lange und der Motor wird zu warm (über 130 C°) , steigt der Unterdruck an und man kann nicht mehr genau einstellen, dann abkühlen lassen und weiter probieren.






    Beispiel an der DK Links
    Grün: Unterdruckanschluss für Schlauchwage / Twinmax
    Rot: Drosselklappenschlag, gesichert durch Plombe und im Gewinde durch Siegellack







    Die Lambdaregelung hat mit der Syncro nichts zu tun, bzw. beeinflusst diese nicht!

  6. Registriert seit
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    #6
    Hallo Fralind!
    Erst mal vielen Dank für Deine ausführliche Beschreibung!!!

    Allerdings:
    1. Deine Bilder scheinen nicht von einer 04er GS zu stammen, sieht bei mir ein (kleines) Bisschen anders aus. Z.B. sind die DK-Anschläge mit einer M8er Mutter gesichert und haben eine M7ner Stellschraube. Und man kommt schlechter ran als bei der 1150 (hatte ich vorher),weil der Einspritzdüsenanschluss oder der Stepper im Weg ist.

    2. Ich mache das auch immer mit einer Schlauchwaage (Lampenöl)

    3. Ich meinte auch nicht, dass die Stepper für eine Synchro zuständig sind, aber weil sie eben immer unterschiedlich stehen, um den LL zu regeln, kann man damit kaum die DK synchron zueinander stellen.

    4. deshalb ziehe ich sie ab, wie du schreibst...

    5. wie bekommst Du, um den LL mit dem rechten DK-Anschlag einzustellen, eine LL-Drehzahl von 1700-1800 bei abgeklemmten Steppern hin? Die Drehzahl wird im LL um und bei 1100 liegen. 1700 würde man nur durch Gas geben hin. Oder legst Du (habe ich so immer bei meiner 1150 gemacht) eine U-Scheibe unter den Anschlag? Das wäre gut, geht allerdings bei den 04ern nicht so gut, weil man den Anschlag an sich gar nicht so sieht. Ist mit Plastik verbaut.

    6. die Züge dann im LL zu synchronisieren kann man sich doch sparen, wenn man gleich bei 3000 einstellt, dann stehen sie doch gleich...oder

    7. Und die Lamdasonde... Die ,müsste doch wohl auch einen gewissen Einfluss haben. Wenn der Motor nicht gleich läuft, misst das, durch unterschiedliche Abgase, die Lamdasonde und lässt die Motronik versuchen das durch mehr oder weniger Sprit zu beheben...

    Also, im Wesenlichen mache ich es ja so, aber mein eigentliches Problem ist und daraum mache ich mal wieder son synchrostress, dass der Motor morgens die ersten 8 Sec recht rumpelig und zu untertourig läuft. Meiner Meinung nach müsste der Motor gleich nach dem Kaltstart stabil mit erhöhter Drehzahl laufen. Ich hätte gerne wieder die LL-Anhebung wie bei der 1150...heul...

    Grüße
    Andre

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    Standard

    #7
    Hi
    Mit den Lambdasonden wird die Gemischgüte (also der korrekte Kraftstoffanteil) pro Zylinder geregelt indem links/rechts unterschiedliche Einspritzzeiten zum Tragen kommen (können).
    Für den Synchronlauf sind die Gemischmengen entscheidend. Weshalb also sollte man -grad' bei den 1200- die Sonden abklemmen?
    gerd

  8. X-Moderator
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    #8
    Zitat Zitat von Bastel Hugo Beitrag anzeigen
    Hallo!
    Weil die Lamdasonde ja recht schnell anfängt zu regeln und dadurch die Synchronisation des Leerlaufes recht schwierig wird, hatte ich die Idee, die Lamdasonden einfach abzuklemmen.

    Dann müsste sie ja in einem Notlaufprogramm laufen aber es regelt nichts mehr dazwischen, die Stepper nehme ich auch ab.

    Kann das funktionieren (ohne Lamdasonden) oder ist das zu einfach gedacht?

    Grüße
    Andre
    Kommst zu mir, ich kann dir deine Synchrosieren...
    Gruß Andreas


 

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