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Syncronisation

Erstellt von Marple, 24.06.2012, 14:54 Uhr · 118 Antworten · 16.004 Aufrufe

  1. Registriert seit
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    #31
    Hallo Wilfried,

    ich glaube, es wird eine Schritt-für-Schritt-Anleitung mit Bildern gewünscht

    Du gehst allerdings davon aus, dass alle ein zumindest ähnliches Grundverständnis von den Zusammenhängen bei der Gemischaufbereitung haben, das scheint nicht der Fall zu sein. Mit einer ausführlichen Anleitung würde man das auch nicht brauchen.

    Wer sich aber wirklich dafür interessiert, wird sich auf den Seiten die Gerd zu Powerboxer verlinkt hat, über die Grundprinzipien informieren und dann die Ausführungen von Dir, Gerd und fralind durch den Kopf gehen lassen.

    Natürlich macht es Sinn, sich mal vor seinem Mopped zu bücken oder in die Knie zu gehen, dann wird ziemlich schnell klar, was welche Schrauben sein könnten.

    Wer dann immer noch nicht weiter weiß, in irgendeinem Thread habe ich die Tage gelesen, dass Synchronisieren in der BMW-Werkstatt irgendwo um die 30 Euro gekostet hat. Da würde ich dann eher den Profi ranlassen.

    Das gilt für mich was meine BKV-Bremse angeht, da lass ich die Finger weg, das kostet in der Werkstatt nicht die Welt und die haben nicht nur die entsprechenden Werkzeuge, sondern weil sie das jeden Tag machen, auch ne gewisse Routine. Bis ich ne Schraube gefunden hab, haben die sie schon rausgedreht, gereinigt, gestreichelt und wieder drin...

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    #32
    Hansemann,
    du hast Recht.
    Es ist diese um sich greifende Mentalität, "Wasch mir den Kopf aber mach mich nicht nass"
    Es sind nun einmal Arbeiten, die ein gewisses Grundwissen voraussetzen.
    Wir fordern vom Freundlichen ja auch, das er sehr gut geschultes Personal vorhält, die genau wissen was sie tun. Zumal die Mopeds immer komplexer werden.

    Und wer selbst Hand anlegen möchte, der muss sich nun mal damit auseinandersetzen.
    Erstmal um Zusammenhänge zu erkennen und zu verstehen
    und um nicht bei kleinsten Abweichungen von der geforderten "RundumSorglosBilderbuchAnleitung" kapitulieren zu müssen.

    Das Synchronisieren ist aber kein Hexenwerk, das handwerklich erher zu den einfacheren Aktionen zählt.
    Es gibt bei Youtube genug Material zum Thema Synchronisieren.

    Ich kann nur sagen man kann Synchronisieren auf folgende Arten:

    Für wenig Geld:
    -Schlauchwaage bauen
    -Ventile einstellen
    -Moped warm fahren
    -Zündung aus
    -Spiel am Gaszug oben am Gasgriff einstellen (min 1mm)
    -Stecker der Stepper abziehen
    -prüfen ob am linken Zug ausreichend Spiel vorhanden ist
    -Schlauchwaage anschließen, Motor starten
    -bei 1700-1800U/min durch drehen der rechten Bowdenzugaufnahme -Gleichstand der Flüssigkeitssäulen herstellen
    -dann bei versch. Drehzahlen bis max 3000U/min überprüfen ggf. nachkorrigieren.
    -Zündung aus
    -Stecker wieder aufstecken
    -Korrektes Spiel am Gaszug wieder herstellen
    -ggf. Batterie über Nacht abklemmen (Fehlerspeicher löschen, mach ich immer)
    -Batterie anklemmen
    -Zündung an
    -Gasgriff 2-3x langsam bis Vollgas drehen
    -Motor an, fahren und sich freuen

    für mehr Geld:
    statt Schlauchwaage irgend so ein elektronisches Gerät anschließen
    dann vorgehen wie oben

    und für noch mehr Geld:
    zusätzlich statt Stecker ziehen ein GS911 o.Ä. anschließen und dann wie oben vorgehen.

    Es funktionieren alle Methoden, genauer ist allerdings eine Schlauchwaage!!
    Und eine Fummelei ist es allemal.
    Ein Verdrehen der Bowdenzugschraube um 5mm (gemessen am Ende eines ca. 10cm langen Maulschlüssels) kann über gelingen und misslingen entscheiden, zumal das Kontern wieder alles verstellen kann.
    Und das allerwichtigste:
    pingeligstes Einstellen der Ventile ist das A und O!!!

  3. Baumbart Gast

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    #33
    wobei soeine Anleitung die Gefahr birgt, dass sich Leute an Dinge rantrauen, die ihre Möglichkeiten übersteigen. ICH würd's nur machen wenn ich's einmal unter Anleitung im echten Leben gesehen/gemacht habe. Aber macht nur, Hauptsache Werkstattkosten gespart. Übrigens gibt's hier auch irgendwo Anleitungen zum Bremsen entlüften. Und Getriebe wechseln. Man kann so viel Geld sparen (wenn man's nicht selber macht)

  4. Registriert seit
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    #34
    Zitat Zitat von Baumbart Beitrag anzeigen
    wobei soeine Anleitung die Gefahr birgt, dass sich Leute an Dinge rantrauen, die ihre Möglichkeiten übersteigen.
    sach ich doch....!!!!

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    #35
    ...Und das allerwichtigste:
    pingeligstes Einstellen der Ventile ist das A und O!!!
    Für wenig Geld:
    -Schlauchwaage bauen
    -Ventile einstellen
    bitte auf die nötig Temp dabei achten, der Zylinder sollte schon rund 30° warm sein
    -Moped warm fahren
    -Zündung aus
    -Spiel am Gaszug oben am Gasgriff einstellen (min 1mm)
    -Stecker der Stepper abziehen
    -prüfen ob am linken Zug ausreichend Spiel vorhanden ist
    -Schlauchwaage anschließen, Motor starten
    -bei 1700-1800U/min durch drehen der rechten Bowdenzugaufnahme -Gleichstand der Flüssigkeitssäulen herstellen
    -dann bei versch. Drehzahlen bis max 3000U/min überprüfen ggf. nachkorrigieren.
    -Zündung aus
    -Stecker wieder aufstecken
    -Korrektes Spiel am Gaszug wieder herstellen
    Das wiederum brauchst du nicht, es ist keine 11 xx Motornic mit E-Prom
    Die BMS-K hat Ram. Da löscht sich nichts.
    -ggf. Batterie über Nacht abklemmen (Fehlerspeicher löschen, mach ich immer)
    -Batterie anklemmen
    -Zündung an
    -Gasgriff 2-3x langsam bis Vollgas drehen
    -Motor an, fahren und sich freuen





    Hier an der Stelle wieder etwas Gelabere von mir zur BMS-K,
    die für die meisten natürlich ein Böhmisches Dorf ist.

    Liebe Forumsmitglieder, Technikinteressierte und vielleicht auch Tuningverrückte

    Nachdem es hier im Forum zum Thema Softwarestände und deren Auswirkungen viele Fragen, vieles vom Hörensagen und noch mehr viele falsche Annahmen und eigene Gedanken dazu gab, möchte ich es euch etwas verständlich darstellen, was passiert überhaupt mit und in einem Steuergerät.

    Das Steuergerät für die 1,2 L Boxer Motoren ab dem Modelljahr 04 nennt sich
    Hersteller : Bosch
    Typ : BMSK

    Diese Steuergeräte besitzen einen Sicherheitszugang für die Programmierung vom Werk (bzw. Lizenzierte Werkstätten) über den Serienstecker (Anschluss am Gerät).
    Daher wird das Steuergerät über den Deckel geöffnet. Nach erfolgter Änderung wieder mit dem Original Dichtstoff, der der vorher durchs Erwärmen (siehe unten) seiner Dicht und Klebewirkstoffe beraubt wurde, verklebt und mit neuen Schrauben verschlossen.

    Diese Generation von Motorola-Prozessoren (MPC562, im Steuergerät) verfügen über einen mindestens 448KB - 1MB Flash-Speicher, meist jedoch höher. Dieser Speicher kann jedoch nicht mehr mit einem Eprom-Programmiergerät ausgelesen und neu programmiert werden. Das ist nur noch über die BDM-Schnittstelle möglich, die daher auf jedem Steuergerät mit einem solchen Prozessor vorhanden sein muss. Meist sind es 10 Lötpunkte auf der Unterseite der Leiterkarte.
    http://www.evc.de/images/bdm/whole.jpg

    Um wie gezeigt das Steuergerät öffnen zu können und genau so wichtig, daran arbeiten zu dürfen, sollte mindestens vorhanden sein:
    Ein Wärmeofen, in dem man das Steuergerät langsam in der Zeit von 20 Minuten erwärmt, um es Zerstörungsfrei öffnen zu können.
    Eine separater Raum, in dem man nur diese Arbeiten unter der Lupe / Mikroskop ausführt, der dazu Staub frei ist und Rechner (Wir haben alleine dafür eine Raum von 24 qm Größe und eine eigene Klimaanlage für die Rechner), die mittlerweile über eine Leistung von 128 ² verfügen, damit auch die neueste Generation von EDC 17-21 bearbeitet werden kann.

    Unter Verwendung einer Software, die die nun geladenen / gelesenen Daten (Sprache ist immer Englisch) dargestellt, muss man wissen, wie man diese verarbeitet und welche Änderungen man vornehmen kann, oder darf, um einbezogen auf die Anforderung (z.B. Mehr Leistung, weniger Drehmomentschwankung, Drehzahlbegrenzer) ein geändertes positives Profil zu erstellen.

    Wichtig dabei ist folgendes:
    - Durch winzige Änderungen in den Daten werden die Änderungen digital unterschreiben,
    um;
    1. Kopien zu erkennen
    2. Oder von anderen nachträglich versuchte Änderungen zu erkennen.
    (Anderer Tuningbetrieb versucht die Daten zu kopieren um günstig daran zu kommen, um
    sie dann weiter zu verwenden)
    - Das Original wird permanent gespeichert.
    - Änderungen werden als Version gespeichert (beliebig viele Versionen möglich).
    - Änderungen werden farblich dargestellt und es können jederzeit die Originalwerte wieder
    hergestellt werden.
    - Die ausführende Person weis, die die Änderungen an der SW ausführt, wie die
    Checksummen gehandhabt werden.

    Hier mal Beispiele:

    3D Kennfeld
    http://www.evc.de/images/ols/winols-gr1-d.gif
    http://www.evc.de/images/ols/winols-kl-e.gif

    Programmcodes
    http://www.evc.de/images/ols/winols1.gif

    Zündung
    http://www.evc.de/images/ols/winols2.gif


    Auf dieser Basis funktioniert auch die BMS-K.
    Hier einmal eine Antwort auf die Fragen, was macht denn der (BMW) Händler anderes mit dem Steuergerät, wenn er eine ander SW aufspielt / aktualisiert.

    Einfache Erklärung
    Unter dem Software-Download in ein Motorrad Steuergerät wird sowohl das Installieren zusätzlicher Software als auch die Aktualisierung bestehender Software – sei es zur Fehlerbeseitigungoder zur Anpassung der Funktion an den Stand der "Technik" – verstanden. Jedes Steuergerät, in das neue Software geladen werden kann, besitzt einen Flashspeicher. Dieser Flashspeicher wird bei einem Software-Download zuerst gelöscht und dann mit der neuen Software wieder beschrieben (Genauso wird auf dem Tester des Händlers verfahren, wenn neue SW für ein Modell zur Verfügung steht). Den Vorgang, neue Software in ein Steuergerät zu laden, nennt man Flashen und die Software, die in das Steuergerät geladen wird, ist die sogenannte Flashware.

    Fachliche Erklärung
    Zum Flashen von Steuergeräten wird der sogenannte E-Tester oder Werkstatt-Tester, der an den Diagnosestecker des Fahrzeugs angeschlossen wird, eingesetzt. Zwischen Werkstatt- Tester und dem Steuergerät, das reprogrammiert werden soll, kommt das Protokoll KWP2000 [ISO1] zum Einsatz. Sowohl der E-Tester, als auch das verwendete Protokoll KWP2000 waren ursprünglich ausschließlich zur Diagnose der Fahrzeug-Steuergeräte gedacht. Einige Services des KWP2000-Protokolls werden heute für die Reprogrammierung von Steuergeräten verwendet.
    Steuergeräte, die flashbar und über ein Fahrzeugsubnetz erreichbar sind, integrieren einen Flashloader. Der Flashloader interpretiert die KWP2000-Nachrichten, die zur Reprogrammierung an das Steuergerät gesandt werden, und führt die entsprechenden Aktionen wie zum Beispiel das Löschen oder das Beschreiben des Flashspeichers aus. Der Werkstatt-Tester sendet KWP2000-Request-Kommandos, die über ein oder mehrere Gateways zu demjenigen Steuergerät (z.B. BMSK, ABS, ZFE) weitergeleitet werden, das reprogrammiert werden soll. Das Steuergerät antwortet zu jedem Request mit einer KWP2000-Response-Nachricht, die angibt, ob der empfangene Request erfolgreich ausgeführt werden konnte.

    Die essentiellen Komponenten für die Reprogrammierung sind die Transportprotokoll-Proxys (CAN-TP-Proxy, MOST-TP-Proxy), die KWP2000-Komponente und der Flashware-Reprogramming-Controller. Die TP-Proxys bieten dabei der KWP2000-Komponente eine einheitliche Schnittstelle zum Versenden von Nachrichten an und führen die erforderlichen Anpassungen zum Versenden von Transportnachrichten an den jeweiligen Subnetzen durch.

    Kommt ein neues Fahrzeug-Subnetz (zum Beispiel Flex-Ray oder TTCAN) zum Einsatz, so muss lediglich ein entsprechender TP-Proxy hinzugefügt werden, um Steuergeräte an diesen Fahrzeug-Subnetzen flashen zu können.
    Die Flashware-Proxys sind Stellvertreter für die auf den Steuergeräten installierten Flashware-Module. Soll ein Flashware-Modul in einem Steuergerät aktualisiert werden, so wird ein neuer Flashware-Proxy, der die neue Flashware und zugehörige Konfigurations- information für das Steuergerät enthält, vom Download- Server in der Infrastruktur in das Fahrzeug geladen. Der in das Fahrzeug geladene Flashware-Proxy kontaktiert die Komponenten der Installations- und Konfigurationsüberwachung und veranlasst nach positiver Rückmeldung die Installation der Flashware.
    Hierzu wird die Flashware und die Konfigurationsinformation vom Flashware-Proxy an den Flashware-Reprogramming-Controller übergeben, der die Konfigurationsdaten interpretiert, die Parameter für die KWP2000-Nachrichten zusammenstellt und diese in der richtigen Sequenz an das zu programmierende Steuergerät sendet.

  6. Registriert seit
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    #36
    Hallo fralind,
    danke für den Tipp mit dem Steuergerät, wieder was gelernt.
    gibts ne Möglichkeit, wie McGiver den Fehlerspeicher zu löschen?
    z.B. mit Omas Haarnadel, einer Ameise und Kompost?

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    #37
    Hi Leute
    Da meine Q ja erst zur 10 000er Insp. war
    und ich es von meiner alten 100GS gewohnt war immer alles selber zu machen.habe ich mir jetzt zum Überprüfen der Sync nen Twinmax
    zugelegt.
    und dank Powerboxer (Gerd) und diesem Thread ,Danke an alle
    kenne ich jetzt die Unterschiede zum Ur Modell und wie meine Q funtzt

    Übrigens bin mit dem Twinmax echt zufrieden
    habe ihn bei www.twinmax.de bestellt
    Super schnelle Lieferung echt netter Kontakt.

    Gruß Jo

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    #38
    Zitat Zitat von fralind Beitrag anzeigen
    bitte auf die nötig Temp dabei achten, der Zylinder sollte schon rund 30° warm sein
    Zitat Rep-Anleitung BMW:
    Ventile einstellen bei kaltem Motor max 35 °C

    30Grad wäre mir zu dicht an Toleranzgrenze. Raumtemp 20-22 Grad müsste genügen.

    Das wichtigste ist die absolute Gleichheit der E- und A-Ventile untereinander.
    Also alle 4 Einlassventile aufs gleich Spiel einstellen und die 4 Auslassventile gleich einstellen!!

  9. Baumbart Gast

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    #39
    Aber den Unterschied zwischen Ventile einstellen und Synchronisation kennst du?!

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    #40
    aber sicher doch....
    nur ohne korrekt eingestellte Ventile ist das Synchronisieren wie bei Schnupfen die Nase zuhalten


 
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