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Bremsen bis das ABS einsetzt ... bin ich zu feige?

Erstellt von Karima, 01.09.2015, 09:16 Uhr · 59 Antworten · 5.250 Aufrufe

  1. Registriert seit
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    #21
    Hallo Hannes !

    Bezüglich Initialisierung: Meiner Erfahrung nach werden da die Kolben nicht bewegt ... Ich hatte selbst mal das Problem, dass meine Kuh, als sie frisch bei mir im Stall war, immer mit ABS-Fehler startete und da auch nicht rauszubewegen war. Nachdem ich alles versucht hatte hab ich sie zum Freundlichen geschafft - und der sagte Folgendes:
    Beim Start werden die Kolben nur ganz kurz bewegt um zu testen, dass sie freigängig sind. Der Vorbesitzer hatte offensichtlich sehr selten ABS-Einsatz und deshalb können die Kolben fest gehen was in "defektem ABS" mündet.
    Seine Empfehlung war: Mindestens ein mal im Monat auf lockerem Untergrund (schon die Reifen, die Bremse und den Verkehr) jeweils vorne und hinten ordentlich das ABS arbeiten lassen, damit sich die Kolben mal ordentlich bewegen. Ich beherzige das seit 5 Jahren und habe seitdem auch keine Probleme wieder. Gelöst hat der Freundliche das ABS-Problem mit einem Diagnoseprogramm dass einfach mal mit Kraft die Kolben bewegt. Danach startete das ABS auch normal.
    (P.S.: Die Thematik mit dem "Wegen-Unterspannung-beim- Anlassen-startet- ABS-nicht" hat mit dem Ganzen natürlich nix zu tun.)

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    #22
    Hallo zusammen,

    ich lasse mein ABS immer "bewusst" beim überfahren von den STAHL-Kanaldeckeln arbeiten,
    die haben ja einen sehr geringen Reibwert und somit brauch ich gar nicht fest am Hebel ziehen.

    Grüße

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    #23
    Hi
    Wer den Aufbau der ABS II kennt weiss, dass die Kolben gar nicht willentlich bewegt werden können ohne zu bremsen.
    Die Dinger werden durch eine heftige Feder "oben" gehalten. Aktiviert man den Motor so zieht man den Kolben sozusagen den Boden unter den Füssen weg. Das heisst aber nicht dass sich ein "hängender" Kolben bewegen müsste.
    "Lässt der Motor die Feder los", schnappt die Mechanik zurück und knallt gegen ihren Anschlag (das ist das "Wumm"). Da Gleiche erreicht man z.B. wenn man mit einem Hammer gegen das Gehäuse klopft.
    Weshalb mag ich Fachleute nicht die Blödsinn erzählen wenn sie etwas nicht wissen?
    Wobei der Vorschlag ab und an mal eine Vollbremsung einzulegen -weil sich der/die Kolben dann bewegt- korrekt ist. Würden sie durch irgendeinen Test bewegt werden wäre dieser Tip überflüssig.
    4V1 ABS II Funktionsweise
    gerd

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    #24
    Hallo zusammen,

    danke für die vielen Tipps. Neben einen geplanten "persönlichen (ABS-)Brems-Training" mit meinem Fahrlehrer habe ich eben mal auf in meiner Nähe einen mit Feinsplitt geschotterten Feldweg aufgesucht und das ABS ein wenig getestet - absolut unspektakulär bei der 1100er GS, nahezu unspürbar beim MP3 und ziemlich unnötig bei der R80GS.

    Beste Grüße aus Franken
    Hannes

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    #25
    Zitat Zitat von Karima Beitrag anzeigen
    Neben einen geplanten "persönlichen (ABS-)Brems-Training" mit meinem Fahrlehrer habe ich eben mal auf in meiner Nähe einen mit Feinsplitt geschotterten Feldweg aufgesucht und das ABS ein wenig getestet - absolut unspektakulär bei der 1100er GS, nahezu unspürbar beim MP3 und ziemlich unnötig bei der R80GS.
    Das Eingreifen des ABS fühlt sich auf der 1100er etwas dramatischer an, wenn man es auf griffigerem Untergrund macht. Das liegt daran, dass das ABS auf Schotterwegen mit einem Reibbeiwert nahe null bereits aufmacht, bevor man eine ernsthafte Verzögerung aufgebaut hat. Das Lustige daran ist allenfalls, dass man voll in die Bremse reinlangt und das Mopped dennoch nur sehr übersichtlich verzögert (mehr geht eben nicht auf Schotter). Auf normaler oder gar trockener Straße fühlt sich das schon anders an: Die Bremse setzt ein, man spürt die Verzögerung, merkt auch wie die Maschine vorn eintaucht, und plötzlich federt sie wieder aus und es fühlt sich an als wäre die Bremse ausgefallen. Es ist so ein bisschen wie Bockspringen. Dazu kommt, dass man auf griffigerem Untergrund in der Regel höhere Geschwindigkeiten und härtere Bremsungen braucht, damit das ABS überhaupt irgendwie zuckt.

    Übrigens: Auf Schotter und Sand sollte man das ABS abschalten, wenn es bergab geht. Denn sonst kann es dazu kommen, dass das ABS die Bremsleistung so weit runterregelt, dass die Fuhre bergab schneller wird als langsamer. In solchen Situationen bringt ein blockierendes Hinterrad mehr Verzögerung.

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    #26
    Zitat Zitat von sampleman Beitrag anzeigen
    Die Bremse setzt ein, man spürt die Verzögerung, merkt auch wie die Maschine vorn eintaucht, und plötzlich federt sie wieder aus und es fühlt sich an als wäre die Bremse ausgefallen.
    Hallo
    das kenne ich von der Africa Twin und der R100GS von den Vollbremsungen beim Sicherheitstraining.
    Vor der 1100GS allerdings gar nicht, da taucht nix ein beim Bremsen.
    Da ist bestimmt der Telelever dran schuld.
    Gruß

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    #27
    Von Euch hier animiert,
    hab ichs gestern einigemale mit meiner G650GS ausprobiert.
    Auf Schotter is alles Spaß, da gewöhnt man sich mal an das Gerukkel in der rechten Hand, vom Hinterrad her kennt man das ja schon, passiert ja öfter mal beim stärkeren Bremsen.

    Dann hab ich das Ganze auf nem SEHR großen Parkplatz auf sehr gutem Teer probiert. Da wirds dann schon ernster. Ich hab langsam das Tempo gesteigert, und hab mich getraut immer beherzter zuzugreifen. Mannomann, das wird so ab Tempo 40 schon ganz schön heftig (und ich war vorbereitet und wusste was gleich kommt!). Bis 50 hab ich mich getraut, mehr nicht! Hier geht definitiv das Hinterrad hoch, gefühlt etwa 10 cm, aber kontrolliert, d.h., bei steigendem Tempo gehts nicht noch weiter hoch (vielleicht?). Das passiert aber erst kurz vorm Stillstand, wahrscheinlich, weil das ABS dann nicht mehr regelt.
    Trotzdem, für so einen Weichei-Fahrer wie mich schon gewöhnungsbedürftig. Aber empfehlenswert, unbedingt mal ausprobieren, aber nur auf nem SEHR großen Parkplatz mit Null Verkehr, bitte!
    Gruß, Reiner.

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    #28
    Hallo zusammen!
    ich hab mal mitgelesen - ohne Chips. Deine Frage, Karima, ist in Ordnung...schon weil es keine "falschen" Fragen gibt.
    Auch etliche Antworten machen Sinn -> FST... wenns Dir leichter fällt, den Hebel für 180 Euro oder mehr durchzuziehen. BREMSEN musst Du IMMER alleine. Auch auf nem Training, nur dass es da einen Instructor gibt, der Dir das vormacht. Dafür findest Du sicher aber auch einen Kollegen, der das übernehmen kann.

    Was mich hier schockiert sind die vielen Posts, die mehr oder weniger davor warnen und schreiben, wie gefährlich das sein soll...LEUTE...BULLSHIT! Die Bremse ist zum Bremsen da und wenn es um Deinen Arsch geht, ziehst Du dran, und zwar:
    OHNE ABS bestenfalls mit der maximal möglichen Kraft, ohne dass beide Räder blockieren. Das Körpergewicht gehört dabei nach hinten so gut es geht, damit das Heck nicht oder weniger abhebt. Das muss man trainieren, ein Gefühl dafür entwickeln!
    MIT ABS Körpergewicht nach hinten und volle Lotte! Da gibts nix zu diskutieren. Wenn da einer schreibt, auf der Strasse habe sein ABS noch nie angesprochen, hat er noch nie die maximale Bremsverzögerung erlebt.

    Dann ist noch der Untergrund interessant. Auf der Strasse ist alles easy.
    Im Dreck (Schotter, allg. loser Untergrund) muss man wiederum unterscheiden, welche ABS-Generation man dabei hat. Die älteren ABSe regeln relativ langsam und zeigen auf solchem Untergrund den Effekt, dass sich praktisch fast Null Bremswirkung einstellt. In dem Fall ABS aus und das blockierende Hinterrad zum bremsen nutzen. Für vorne empfiehlt sich folgende Übung:
    Im Schritttempo geradeaus fahren und die Vorderbremse kontrolliert, aber zügig anziehen und den Punkt suchen, wo das Vorderrad blockiert. Heisst, das Vorderrad SOLL GANZ KURZ blockieren!! Im Moment des Blockierens Vorderbremse wieder auf und sofort neu ansetzen. So lernst Du das überbremste Vorderrad zu retten.
    Für neuere ABS-Systeme ist die Aussage "bei Offroad muss das ABS aus" nicht mehr maßgebend.
    Die neuen Systeme regeln so schnell, dass man erstaunt ist, welche Verzögerung das Motorrad mit ABS auf Schotter erreicht! Geradeaus fahren und einfach machen. Die oben beschrieben Übung empfiehlt sich hier auch...als Vertrauensbildende Maßnahme. Ich KANN wenn ich MUSS. Du musst aber bei modernem ABS nicht.
    Das alles hab ich selbst bei Endurotrainings so trainiert. Ich schreibe also hier kein theoretisches Halbwissen...;-)
    Trau Dich! Es ist weit weniger schlimm als Du denkst!

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    #29
    Zitat Zitat von groovemaster Beitrag anzeigen
    Die Bremse ist zum Bremsen da und wenn es um Deinen Arsch geht, ziehst Du dran, und zwar:
    OHNE ABS bestenfalls mit der maximal möglichen Kraft, ohne dass beide Räder blockieren. Das Körpergewicht gehört dabei nach hinten so gut es geht, damit das Heck nicht oder weniger abhebt. Das muss man trainieren, ein Gefühl dafür entwickeln!
    MIT ABS Körpergewicht nach hinten und volle Lotte!
    Hi
    Du schreibst die anderen schreiben Bullenscheisse..................

    Ich werde das nächste mal in der Gefahrensituation daran denken.
    - also erst einmal gemütlich nach hinten rutschen, dann bremsen, aber mit Überlegung und 3 Sachen im Hinterkopf

    Und das soll gehen?
    Da kommt es auf einen Sekundenbruchteil an, die Bremse wird ohne
    nachzudenken max. gezogen, (das geht automatisch), die Eier klatschen vorne an den Tank, das wars.
    Wenn es reicht ist es gut, ich stehe dann schon, während du damit beschäftigt bist deinen Arsch in Position zu bringen.

    Gruß

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    #30
    Zitat Zitat von juekl Beitrag anzeigen
    die Bremse wird ohne
    nachzudenken max. gezogen, (das geht automatisch), die Eier klatschen vorne an den Tank, das wars.
    Nein ein echter Motorradfahrer verlagert beim bremsen sein Gewicht automatisch nach hinten und drückt die Arme durch. Auch weiss er selber, wie stark er am Hebel ziehen darf und zieht nicht einfach maximal in der Hoffnung, dass ein intelligenteres (aber eben auch Fehler anfälliges) System diesen Fahrfehler wieder ausbügelt bzw den Befehl des dummen Fahrers "Blockieren" ignoriert.
    Wenn man wirklich täglich Motorrad und nicht Auto fährt, hat man sowas im Blut und muss darüber nicht nachdenken. Bis zum selber fahrenden Fahrzeug ist es aber nicht mehr lange hin. Dann darf der Fahrer noch maximal selber mit einer gelben Quietscheente hupen



 
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