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Fahrwerksoptimierung für Schwerlasten

Erstellt von wuchris, 11.11.2011, 08:24 Uhr · 10 Antworten · 1.966 Aufrufe

  1. Registriert seit
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    Standard Fahrwerksoptimierung für Schwerlasten

    #1
    Servus zusammen!

    Da jetzt langsam im tiefen Bayern der Winter naht und mein Moped sowieso durch Saisonkennzeichen nicht mehr legal auf der Straße bewegt werden darf, stehen jetz die notwendigen Reparaturen ins Haus:

    Ich war diesen August 5 Wochen mit der 1100er GS in Norwegen unterwegs. Hinten drauf Sozia, zwei ZEGA-Koffer links und rechts, darauf zwei Ortlieb 22l Packsäcke, hinten drauf im großen Packsack Zelt, Matten etc.
    Summa summarum wohl über 450kg.
    Da die Straßen meist schlecht waren, hat mein Fahrwerk merklichen Schaden erlitten: vorne sifft seitdem die Gabel und auch hinten am Dämpfer tritt merkwürdig viel Flüssigkeit aus (es kommt noch was raus, also ist noch was drin....). Da die Gute -und das original-Fahrwerk- jetz 67.000 km drauf hat, wovon die letzten 7000 km mit Maximalbeladung und permanenter Buckelpiste absolviert wurden, gehe ich davon aus, dass die Dämpfer mindestens überholt werden müssen.

    Jetzt meine eigentliche Frage: hat jemand konkrete Erfahrung mit einer kostengünstigen Anpassung des original-Fahrwerkes an folgende Bedingungen:
    -Solo-Betrieb ohne Gepäck muss immer noch absolut möglich sein
    -Solo-Betrieb mit relativ viel Gepäck
    -Sozius-Betrieb mit so viel Gepäck, wie noch raufpasst.

    Ich wiege ca 80 kg, meine Sozia ca 60kg.

    Sicher, die beste Lösung wäre, bei Wilbers, Öhlins o.ä. anzurufen/hinzufahren und mir ein Fahrwerk genau auf die oben genannten Angaben bauen/schicken zu lassen. Allerdings hoffe ich, dass es auch etwas günstiger geht, da die nicht hydr. verstellbaren Fahrwerke einschlägiger Fahrwerkbauer aufgrund meiner anforderungen nicht in Frage kommen.

    Vielen Dank im Voraus und beste Grüße!
    Chris

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    Standard .

    #2
    Hallo Chris,

    schau doch mal hier...

    Fahrwerksoptimierung

    Hintere Federbein nicht am ENDE, aber......

    Dort sind schon einige Infos zusammengetragen worden.

  3. Registriert seit
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    Standard

    #3
    Oh ja, danke!

    Ich hab kurz überlegt, ob ich überhaupt ein neues Thema aufmach, doch gings bei der aktuell noch laufenden Diskussion grundsätzlich um Fahrwerksüberholungen. Mein Problem ist eher der Natur, dass ich nicht weiß, wie man ein Fahrwerk auf Sozius UND Solo Betrieb einstellen kann.

    Dein zweiter Link schaut aber gut aus! Hab ich komischerweise nicht selber gefunden.

    Gruß

  4. Registriert seit
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    Standard

    #4
    Hi
    Korrekt muss man sagen : Mit nix geht nix!
    Vernünftige Federbeine anstelle der "stark kostenoptimierten" Serienteile sind schon mal nicht schlecht. Danach ist in erster Linie die Fahrweise zu nennen.
    Skandinavien besteht heute nicht mehr aus endlosen Schotterpisten auf denen man notgedrungen brettern muss um irgendwo hinzukommen.
    Egal welche Federbeine eingebaut sind: Die auftretenden Kräfte muss der Rahmen verkraften. Sieht man von durchschlagenden Federbeinen ab bei denen dann Lastspitzen direkt vom Rahmen ungedämpft aufgenommen werden müssen, ist die Belastung zumindest ähnlich. Je weniger Federweg zur Verfügung steht und je härter gedämpft wird, desto höher ist die Beanspruchung. Wird also die Energie auf 200 mm Federweg abgebaut, so ist das bekömmlicher als wenn die gleiche Energie auf 100 mm Weg vernichtet werden muss. Darin unterschieden sich diverse Zubehörfederbeine. Manche verkürzen den Federweg.
    Wie hoch die abzubauende Energie ist hängt von der Fahrweise ab. Je schneller man in ein Loch donnert, desto höher wird sie. Bei guten Zubehörbeinen ist die Belastung nicht anders, nur wird das Durchschlagen "nach oben" verschoben und das Fahrgefühl ist deutlich besser.

    Speziell bei den 1100 gibt es Einschränkungen. Die Anlenkungen des Rahmens am Getriebe sind konstruktiv etwas schwach und brechen bei hoher Last (hat nichts damit zu tun wieviel Kg im Stand auf dem Mopped sitzen !!). Zur Verbesserung gibt es "Hardparts" von TT und auch BMW bietet die Dinger an (die meisten Freundlichen haben keine Ahnung: nach der Ausführung für Australien suchen lassen!).

    Der gesamte Heckrahmen ist nicht unendlich kräftig. Auch er gibt nach wenn hirnlos gebolzt wird.

    Letztlich habe ich es so gemacht: Die feder meines Öhlinsbeins ist so gewählt, dass ich (115kg) solo null Vorspannung haben muss damit das Fahrwerk optimal eingestellt ist. Bei zulässigen Gesamtgewicht und maximaler Vorspannung lässt sich das Fahrwerk gerade noch optimal einstellen. Bei deinem Gewicht wird es nicht funktionieren weil Du von vorn herein eine schwächere Feder brauchst (wahrscheinlich taugt die Standardfeder), dann aber bei "Nennlast" Kompromisse in Kauf nehmen musst (mit dem Serienbein schleift die Fuhre dabei vergleichsweise am Boden und schlingert wie ein Kutter in der Brandung!).
    Solo passt es, wie gesagt genau. Fährt allerdings die beste meine Frauen solo mit meinem Mopped klagt sie(65Kg) ein bisschen, dass offenbar gar keine Feder vorhanden sei. Obwohl ich es begrüsse wenn sie es fährt: Mit ihrem Roller hat sie die Probleme nicht .
    http://www.powerboxer.de/federn-daem...instellen.html
    http://www.powerboxer.de/federn-daem...instellen.html
    gerd

  5. Registriert seit
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    Standard

    #5
    Danke, Gerd!

    So, wie du es schreibst (Solo null Vorspannung, bepackt komplett zu), hab ich mir das eigentlich gedacht, dass es funktionieren KÖNNTE.

    Klar, es gab weit mehr asphaltierte Straßen als Schotter, doch waren wirklich überall diese hässlichen Bodenwellen, welche sich mir straßebaulich nicht ganz von selber erschließen. Bei jeder zweiten, die ich mit Reisegeschwindigkeit von ca 90 nehmen MUSSTE (wohin denn?) hat zum Schluss vorne wie hinten alles durchgeschlagen. Gottseidank hat der Rahmen keinen Schaden genommen und auch sonst ist nichts gebrochen. Wie is inneren der Gabel aussieht, wird sich zeigen.

    Inzwischen ist sie halt auch leer kaum mehr auf der Straße zu halten, weil wohl alles im Eimer ist, was dämpfen sollte.

    Merci schon mal und beste Grüße,
    Chris

  6. Registriert seit
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    Standard

    #6
    Zitat Zitat von wuchris Beitrag anzeigen
    Sicher, die beste Lösung wäre, bei Wilbers, Öhlins o.ä. anzurufen/hinzufahren und mir ein Fahrwerk genau auf die oben genannten Angaben bauen/schicken zu lassen. Allerdings hoffe ich, dass es auch etwas günstiger geht, da die nicht hydr. verstellbaren Fahrwerke einschlägiger Fahrwerkbauer aufgrund meiner anforderungen nicht in Frage kommen.

    Vielen Dank im Voraus und beste Grüße!
    Chris
    Kontakte mal mit Touratech. Die bringen lt. der aktuellen Travel Time 2012 eigene Fahrwerke auf den Markt.

  7. Registriert seit
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    Standard

    #7
    Dann werd ich mal bei TT durchfunken

    Grüße!
    Chris

  8. Registriert seit
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    Standard

    #8
    Durchgefunkt hab ich bisher noch nicht, aber dafür hier was gefunden:

    http://www.touratech.de/vollmeldunge...pension/2.html

    Klingt nicht nach einer Budget-Serie

    Ich hab jetzt folgendes vor: wie beschrieben wurde, werde ich ein fast neues vorderes Federbein der 1200er WP Serie steigern/kaufen und dann entweder das hintere gegen einen neue(re)n, originalen ersetzten oder ihn komplett überholen lassen.
    Neue Federn tun wahrscheinlich auch not, um eine das Problem abgesehen von den jetzt kaputten Dämpfern, zu lösen.
    Sollte sich beim Zusammenzählen der Einzelbeträge dann allerdings heraussstellen, dass diese Lösungen zwar billig aber nicht günstig sind, schau ich weiter nach einer echten, guten Lösung.

    Danke einstweilen!

  9. Registriert seit
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    Standard

    #9
    If your suspension isn't ...... after the trip, then it wasn't a good trip
    Ich würde nichts an der Serie ändern. Ersatzfederbeine sind so billig, dass man sie notfalls jährlich tauschen kann. Allemal besser, als sich ein 1500Euro Fahrwerk in Norwegischen Baustellen zu ruinieren, wo sie einem faustgroße Schottersteine auf 100m Länge als provisorischen Straßenbelag hinstreuen, und das nicht nur 1 mal.

  10. Registriert seit
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    Standard

    #10
    Hallo,
    eine preiswerte und gute Alternative sind Wilbers Fahrwerke. Die sind instandsetzungsfähig im Gegensatz zu den Originalen. Bei der Federauswahl solltest Du die Belastung nennen.
    Bei der Belastung solltest Du Dir ggf. die im Zubehör erhältlichen Getriebeverstärkungen (sog. Hard Parts) gönnen, bevor es Dir die Getriebeaufhängung zerreist.
    Wenn die Gabel vorne sifft sind meist neue Dichtringe und Abstreifer fällig. Bei der Gelegenheit das Öl mit wechseln.


 
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