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Getriebe ausbauen R1100 GS?

Erstellt von schraubermichl, 25.07.2015, 19:55 Uhr · 22 Antworten · 3.989 Aufrufe

  1. Registriert seit
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    Standard Getriebe ausbauen R1100 GS?

    #1
    Servus,

    meine R1100 GS (Baujahr 1997; 111´km) hat gestern Zicken beim Schalten gemacht. Bei jedem Ziehen des Kupplungshebel ließ sich dieser ca. 5 mm weiter zum Lenker ziehen. Beim Ziehen des Kupplungshebels war ein leises schleifendes/ quietschendes Geräusch zu hören. Nach ein paar mal Schalten war Schicht im Schacht- Kupplung hat nicht mehr getrennt. Hab´ dann angehalten und den Einsteller am Kupplungshebel ca. 25 mm (!) rausgedreht, dann trennte sie wieder. Bin dann so nach Hause geschlichen.
    Ich vermute, daß das Ausrücklager und/ oder eine Feder das Zeitliche gesegnet hat. Nachdem die Gute eben auch 111´km gelaufen ist, möchte ich auch gleich die Kupplung nachsehen/ ersetzen.

    Heute hab´ ich dann soweit alles abgebaut, um das Getriebe abzubauen. Hat alles geklappt nur krieg´ ich das Getriebegehäuse nicht vom Motorblock getrennt (alle 6 Verbindungsschrauben sind draußen; 2 geölte "Führungsschrauben" ohne Kopf sind drin.
    Frage: Sind am Gehäuseflansch zwischen Getriebe und Motor noch Passhülsen? Wenn ja- wo und wieviele?
    Leider konnte ich keine Aussparungen finden, um z. B. mit einem Schraubendreher auszuhebeln.
    Wie habt ihr das Getriebe abgezogen?

    Danke vorab für hilfreiche Tipps!

    Viele Grüße,
    Michael.

  2. Registriert seit
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    Standard

    #2
    im grunde bist du auf dem richtigen weg ...
    die passhülsen/-stifte sitzen meines wissens um die äussersten schrauben, also auf höhe der kurbelwelle.
    ein platz zum hebeln ist da wirklich schwer zu finden.

    aber:
    hast du vorher den hebel hinten am getriebe gecheckt?
    verbogen?
    dort sitzt auch das ausrücklager.

    ach ja:
    hast ne PN

  3. Registriert seit
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    Standard

    #3
    hallo michl,

    bei verröcheltem ausrücklager muß die kupplung nicht zwangsläufig mit gemacht werden.
    vermtl. hat dein k-belag noch üppig material.

    aber du bist ja eh schon kurz vor dem ziel...

    wie larsi schon schrub, gibts keine sollstelle zum hebeln. klopfen mit dem großen gummihammer sollte aber zielführend sein. und sobald sich der erste spalt auftut, dort ansetzen und hebeln. das einzige, was die gehäuseteile aneinander hält, sind die oxidierten passhülsen und der dreck zwischen motor u. getriebe.

    kannst ja mal berichten, wie dick die k-beläge noch warn.

    toitoitoi!

  4. Registriert seit
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    Standard

    #4
    Servus,

    das Getriebe ist draußen- es war nur an den beiden angerosteten Passhülsen festgebacken. Diese sitzen übrigens (wenn man von hinten auf das Getriebe schaut) links oben und rechts unten (sieht man auf dem Bild- dort sind auch die beiden geölten Führungsschrauben ohne Kopf):

    dsc07382.jpg

    Zum Lösen hab´ ich an 2 nicht direkt sichtbaren Stellen 2 Schraubendreherklingen reingeklopft, bis sich ein schmaler Spalt aufgetan hat. Dann Caramba Rasant auf die Passhülsen, bissl warten, nochmal größere Schraubendreher rein und ab wars. Die leichten Macken dadurch kann ich verschmerzen, da ohnehin keine Dichtung dazwischen ist.

    Die eigentliche Fehlerursache hab´ ich auch gefunden- das Ausrücklager hinter der Druckstange ist zerbröselt:

    dsc07393.jpg

    Als nächstes bastel ich mir ein Werkzeug zum Gegenhalten des Schwungrads, dann kommt die Kupplung raus um den Zustand und die Belagdicke zu kontrollieren.

    Ich halt´ Euch auf dem Laufenden.

    Viele Grüße,
    Michael.

  5. Registriert seit
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    Standard

    #5
    Zitat Zitat von schraubermichl Beitrag anzeigen
    ...
    Als nächstes bastel ich mir ein Werkzeug zum Gegenhalten des Schwungrads ...
    dazu habe ich immer einen holzkeil zwischen zahnrad und gehäuse geklemmt.
    für die kupplungsschrauben reicht das locker.

    fürs drehmo der schrauben am kurbelwellenflansch könnte es damit eng werden, aber die müssen ja meist nicht raus.

  6. Registriert seit
    26.03.2009
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    477

    Standard

    #6
    Hol dir direkt ne kleine Dosis STABURAGS oder OPTIMOL zum Schmieren der vorher gesäuberten Wellenverzahung. Das kuppelt sich dann leichter als auf Rost..

  7. Registriert seit
    17.04.2004
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    Standard

    #7
    Hi
    Wenn Du anstatt der Schraubendreher eine Messerklinge (z.B. Teppichmesser) reinklopfst sieht man praktisch nichts.
    gerd

  8. Registriert seit
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    Standard

    #8
    Servus,

    Kupplung ist ausgebaut; die Reibscheibendicke ist 5,4 mm. Bin mir allerdings sicher, daß das nicht die erste ist (auf der Rückseite steht u. a. "4.02" -> wird wohl Herstellungsjahr 2002 sein).
    Zentrierdorn hab´ ich mir auch gedreht, werde morgen mal Teile bestellen, damit die Gute baldmöglichst wieder zurück aufs Parkett kommt.
    Weiß zufällig jemand, ob es das Ausrücklager auch in Stahlausführung gibt (statt Kunststoff)?

    Viele Grüße,
    Michael.

  9. X-Moderator
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    08.11.2008
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    Standard

    #9
    die Kunststoffhülse ist nur die Führung für den Stahlstift/Tonne die auf die Druckstange drückt - die soll nur führen und nicht drehen (Reibungshitze)
    wenn das so 111.000 gehalten hat, warum was verändern.

    Wo du grad alles auseinanderhast kannst auch gleich den Kupplungshebel unten am Getriebe auf Risse prüfen ... die brechen gerne mal am Auge wo das Einstellgewinde ist.

  10. Registriert seit
    29.08.2012
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    777

    Standard

    #10
    und den Leerlaufschalter rausschmeißen - oder mind. ölen und bewegen ....
    .... der Hebel braucht Spiel .....


 
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