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Getriebe - Lautstärke beim Schalten...

Erstellt von Gismo, 07.09.2010, 11:59 Uhr · 28 Antworten · 9.140 Aufrufe

  1. Registriert seit
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    Standard Getriebe - Lautstärke beim Schalten...

    #1
    Moin!

    Gerade erst hatte ich ausgibig Möglichkeit meine Q in den Dolos zu testen. Was mir dabei gründlich missfiel war die Geräuschkulisse beim Runterschalten. Ich meine jetzt nicht das BMW typische deutlich vernehmbare "Klack!" beim Schalten. Vielmehr geht es mir um die Schaltbarkeit beim Runterschalten aus den Gängen 3>2 und 2>1. Wenn ich engagiert die Pässe rauf und runter fahre und es mal ohne Gedenkminute und Zwischengas gehen muß ist die Geräuschkulisse eher dem Schalten ohne Kupplung gleich. Ich hatte auch das Gefühl die Kupplung trenne gar nicht richtig. Die Getriebezähne ratterten regelrecht aneinander, bis die passende Übereinstimmung gefunden war. Die Kupplung ist jedoch sauber eingestellt, nicht verölt und weist die volle Belagstärke auf (mein Vorgänger hat sie offensichtlich getauscht).

    Bevor ich nun das Getriebe genauer unter die Lupe nehme daher mal die Frage wie es sich im Allgemeinen mit der Schaltbarkeit des Getriebes bei den 11er GSen verhält. Mir fehlt da leider jede Vergleichsmöglichkeit und mit meinen Japanern im Stall vergleiche ich sie vorsorglich lieber nicht, denn Getriebe können die bauen, die Japaner. Also, ist das konstruktionsbedingt und nicht zu ändern oder könnte da doch noch ein Fehler vorliegen (z.B. ein schadhafter Synchronring)?

    LG, Gis

    ( R 1100 GS, EZ Mitte ´97, ca. 70 tkm )

  2. Registriert seit
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    #2
    Hi Gis.
    Da ist nichts synchronisiert wie beim PKW. Deshalb wird auch kein Synchronring defekt sein.
    Auch ich hatte bei zwei 99er (eine GS und eine RT eines Freundes) insbesondere beim Hochschalten vom 2 in den 3. Gang desöfteren ein, wie du schreibst, Rattern. Das scheint wohl vorzukommen und "relativ normal" zu sein. Beide Getriebe hatten ca. 60 tkm hinter sich und funktionieren noch heute. Das Getriebe meiner Ex-94er GS dagegen hatte dies nicht und arbeitete recht leise und fehlerfrei bis zum Verkauf mit knapp 90 tkm.

  3. Registriert seit
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    #3
    Hi Gismo
    Das is bei meiner auch so. Besonders wenn sie richtig warm is mag sie das hastige hoch u. runterschalten garnich
    Immer ruhig blut. Meim kumpel hat ne KTM,wenn ich schon im 5. bin, dümpelt der noch im 2-3 rum,und er fährt mir trotzdem nich davon

    Gruß Bernd

  4. G-B
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    #4
    Hi zusammen,

    eine Frage:

    Schaltet ihr denn schon "Motorradgetriebe gerecht"?
    Ich will sagen es ist anders als beim Auto.
    Das erste ist der Fuß und nicht die Kupplung.
    Habe ich eventuell hier schon irgendwo geschrieben.

    Reihenfolge:
    1. Fuß bringt den Schalthebel auf Druck (spürbar)
    2. + 3. Die Kupplung wird gezogen und gleichzeitig schaltet der Fuß.
    4. Kupplung wieder loslassen.

    Wenn man im richtigen Moment das Gas lupft (oder im Schiebebetrieb kurz anlegt) geht das auch ohne Kupplung.
    So schaltet sogar meine alte Elsa(92er R100GSPD) ohne starke Geräusche. Ach ja nur so.

    Das ganze muß man sich natürlich über längere ZEit antrainieren damit es in der Serpentinenhektik auch so läuft. Schließlich wurde ja lange das falsch Programm eintrainiert.

    Zur Frage. Schadet dieses schalten denn dem Getriebe nicht?
    Nein! Das gehört da so und wäre eigentlich so richtig. Nur lernt das keiner mehr. Denn das falsche Schalten wurde immer beliebter und der gemeine Kunde will sich ja nicht auf andere Bedingungen (AUto KRAD) einstellen. Deswegenn haben die Japaner hier immense Ingenieursarbeit investiert um das "Falsche" besser zu machen

    Hoffe geholfen zu haben.

    Gruß

    Gerhard

    P.S.: Die Getrieb sind wirklich derart unterschiedlich. Sie haben keine Synchronisierung. Auch die japanischen Motorräder nicht.

  5. Registriert seit
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    Standard

    #5
    Zitat Zitat von G-B Beitrag anzeigen
    ...
    Deswegenn haben die Japaner hier immense Ingenieursarbeit investiert um das "Falsche" besser zu machen
    ...
    P.S.: Die Getrieb sind wirklich derart unterschiedlich. Sie haben keine Synchronisierung. Auch die japanischen Motorräder nicht.
    Du kannst mir glauben, dass die japanischen Getriebe auch derart krachen würden, wenn sie mit der gleichen Drehzahl arbeiten würden, wie die unserer BMWs.

  6. Registriert seit
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    #6
    Hi
    Gedenkminuten, Zwischengas (technisch unmöglich weil es kein "zwischen" gibt) etc sind überflüssig.
    Kuppeln und schnell und konsequent drauftreten. Und das unmittelbar nachdem die Kupplung ausgerückt hat. Also in der Praxis gleichzeitig ziehen und treten.
    gerd

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    #7
    Hallo !

    Möchte mich da mal einklinken.

    Wenn ich mal die Betriebsanleitungen meiner GSen durchlese dann steht da sinngemäß folgendes zum Thema schalten:

    "Erst nach dem einkuppeln den Schalthebel entlasten."
    (Hab gedacht ich les´ nicht richtig...)


    In einer mir vorliegenden Reparaturanleitung "BMW 4 V Boxer ab 1993 Motor Getriebe Kupplung Kardan" Technik Sonderband 6001 von Bucheli geht man darauf beim Thema Getriebe noch näher ein und der Autor behauptet, daß die meisten Getriebe bei einer BMW durch das weglassen der oben beschriebenen Methode regelrecht kaputtgeschaltet werden...

    Mich juckt es nicht weiter und ich hab die Methode noch nicht ausprobiert. Ich mach das mit dem schalten so wie z.B. Gerd auch.

    Aber warum schreiben die das ?


    Gruß

    Thorsten

  8. Registriert seit
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    Lächeln Getriebe

    #8
    Also ich fahre seit 25 Jahren BMW, die 1100 er seit einem Jahr. . Die Getriebe krachen immer ein bisschen. Vor allem beim runterschalten. Ich achte immer drauf, dass das Kupplungsspiel gut eingestellt ist und die Kupplung so weit wie möglich trennt. Ich gebe aber auch zu, dass ich mich schon erwischt habe, dass ich ohne zu kuppeln hochgeschaltet habe. Hab´ ich mal auf nem Brogward gelernt. Das ist aber eine andere Geschichte.

  9. Registriert seit
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    Standard

    #9
    Zitat Zitat von G-B Beitrag anzeigen
    ...
    Schaltet ihr denn schon "Motorradgetriebe gerecht"?
    Ich will sagen es ist anders als beim Auto.
    ...
    Wenn man im richtigen Moment das Gas lupft (oder im Schiebebetrieb kurz anlegt) geht das auch ohne Kupplung.
    ...
    Zur Frage. Schadet dieses schalten denn dem Getriebe nicht?
    Nein! Das gehört da so und wäre eigentlich so richtig.
    ...
    Also mal ehrlich: wenn ich mir die bewegten/ rotierenden Massen mal so vor Augen führe, die beim Schalten ohne Kupplung schlagartig die Drehzahl ändern müssen (Kolben, Pleuel, Kurbelwelle, Kupplung komplett!, Getriebeeingangswelle und noch einige "Kleinteile" mehr), dann kann ich mir mittlerweile auch die desöfteren aufgetretenen Schäden an Verzahnungen der G.-eingangswelle oder (seltener) Torsionsdämpfern erklären.
    Für mich steht deshalb fest: das kann so nicht richtig sein. Wen teure, unnötige Reparaturen bzw. Defekte nicht stören, der soll beim Schalten ruhig die Kupplung schonen.

  10. Registriert seit
    17.04.2004
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    Standard

    #10
    Hi
    Um nicht falsch verstanden worden zu sein: Ich propagiere nicht das Schalten ohne Kupplung, sondern das verzögerungsfreie Schalten mit Kupplung. In der Praxis ist es nun mal so, dass wenn man zu treten beginnt sich eine kleine "Zeit" lang nichts tut. In dieser Zeitspanne zihe ich am Hebel. Ist der Schalthebel endlich "wirksam", so habe ich zwischenzeitlich auch längst ausgekuppelt (die Methode ist nicht auf meinem Mist gewachsen sondern bei einem Getriebehersteller...)
    Man kann natürlich im ausgekuppelten Zustand einmal kräftig Gas geben. Nützt dem Schaltvorgang gar nix (weil der Kraftschluss vom Motor zum Getriebe getrennt ist), klingt aber professionell , übertönt das Schaltgeräusch und freut die Tanke
    gerd


 
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