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Interessensfrage Bremszange vorne

Erstellt von cheguevara.at, 23.04.2015, 14:52 Uhr · 16 Antworten · 1.875 Aufrufe

  1. Registriert seit
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    Frage Interessensfrage Bremszange vorne

    #1
    Hallo Leute,

    da mein rechter Vorderradbremssattel einer Überholung bedarf habe ich mir den Reparatursatz vom Freundlichen geholt. Nun meine Interessensfrage an die Wissenden: im Werkstatthandbuch von BMW steht drinnen, dass der Bremssattel nicht auseinander geschraubt werden darf. Warum das? Wegen dem einen, kleinen O-Ring der da drinnen ist? Dass er nicht mehr zusammenbaubar wäre schließe ich mal aus...

    Danke vorab für die Antworten.

    Gruß, Lucas

  2. Registriert seit
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    #2
    Ich bleibe bei meiner Meinung: Wer bei Bremsen fragen muss, sollte jemand fragen ihn dabei zu begleiten oder jemand fragen der es für ihn macht.

    BMW schützt sich mit dieser Massnahme vor Klagen. Du wirst in keinem AMATEURreparaturhandbuch Anleitungen zum Br emsenüberholen finden. Die RepAnl würde öffentlich verkauft, deshalb stehts drin.

    Und jetzt wieder du.

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    #3
    Der Bremssattel meiner verflossenen K1200RS ließ sich problemlos teilen und wieder zusammenschrauben.

    War selbst dabei als es ein Ex-BMW-Meister gemacht hat.

    Allerdings wirst du für die beiden Schrauben keinen Anzugmoment finden.

    Den könnte dir mein Schrauber verraten, Michael Tel. 05101-854040

  4. Registriert seit
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    #4
    Ja, alles schön und gut, aber meine Frage ist damit - aus technischer Sicht - auch nicht beantwortet. Ob das Werkstatthandbuch öffentlich verkauft wurde entzieht sich meiner Kenntnis.

    Meine Frage war so zu verstehen, dass mich interessiert, warum im offiziellen BMW-Fritzen Werkstatthandbuch (also für die Meister und Mechaniker) drinnensteht, dass der Bremssattel nicht aufgeschraubt werden darf. Was ist der technische Grund dahinter.

    Und ich bleibe bei meiner Meinung: man darf zu allem Fragen stellen - auch zu Bremsen. Fataler wäre für mich keine Fragen zu einem Thema zu stellen und einfach drauf loszubasteln. Ich muss mir nur aufgrund der erhaltenen Antworten überlegen, ob ich etwas tue oder tun lasse.

    So long... Lucas

    Zitat Zitat von hoechst Beitrag anzeigen
    Ich bleibe bei meiner Meinung: Wer bei Bremsen fragen muss, sollte jemand fragen ihn dabei zu begleiten oder jemand fragen der es für ihn macht.

    BMW schützt sich mit dieser Massnahme vor Klagen. Du wirst in keinem AMATEURreparaturhandbuch Anleitungen zum Br emsenüberholen finden. Die RepAnl würde öffentlich verkauft, deshalb stehts drin.

    Und jetzt wieder du.

  5. Registriert seit
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    #5
    Hallo Peter,

    danke für den Tip!

    Gruß, Lucas

    Zitat Zitat von BMW Peter Beitrag anzeigen
    Der Bremssattel meiner verflossenen K1200RS ließ sich problemlos teilen und wieder zusammenschrauben.

    War selbst dabei als es ein Ex-BMW-Meister gemacht hat.

    Allerdings wirst du für die beiden Schrauben keinen Anzugmoment finden.

    Den könnte dir mein Schrauber verraten, Michael Tel. 05101-854040

  6. Registriert seit
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    #6
    Zitat Zitat von hoechst Beitrag anzeigen
    Ich bleibe bei meiner Meinung: Wer bei Bremsen fragen muss, sollte jemand fragen ihn dabei zu begleiten oder jemand fragen der es für ihn macht.

    BMW schützt sich mit dieser Massnahme vor Klagen. Du wirst in keinem AMATEURreparaturhandbuch Anleitungen zum Br emsenüberholen finden. Die RepAnl würde öffentlich verkauft, deshalb stehts drin.

    Und jetzt wieder du.
    Immer wieder der selbe Quatsch. Die Japaner (zumindest Suzuki und Kawasaki) geben dazu problemlos Infos in ihren Werkstatthandbüchern - inklusive Drehmomente und Teilenummern. Die sind auch öffentlich kaufbar.

    Davon ab - auch wenn du das scheinbar immer wieder jedem außerhalb deines Dunstkreises vorwirfst: Er hat eine legitime Frage gestellt und ist kein Idiot.

    An den südamerikanischen Revoluzzer:

    Ich habe zwei Vermutungen:

    1. Die Bremssättel von Brembo sind zugekauft, u.U. kann oder will BMW daher keine rechtsverbindliche Aussage machen. Vielleicht verbietet eine vertragliche Bindung seitens Brembo das auch.
    2. Sie halten vielleicht tatsächlich den Endkunden für zu blöd. In dem Fall dürften aber auch Fahrwerksteile eigentlich nicht erklärt sein.

    Zum revidieren selbst:

    Das ganze ist nicht ganz easy und auch nicht ganz ohne. Erste Regel: Du darfst auf garkeinen Fall die Beschichtung der Bremskolben beschädigen. Bei der kleinstem Macke kannst du sie wegwerfen.
    Am besten per Druckluft alle möglichst weit ausfahren aber noch drinn lassen, danach mit der Hand oder einer gummierten Zange entnehmen. Falls du sie nicht rausbekommst, weil der Platz nicht reicht: Bremssattel spalten. Schrauben sind wahrscheinlich eingeklebt und massiv mit Drehmoment gesichert, daher das ganze auf ca. 140°C erwärmen. Zwischen den Hälften sitzen normalerweise zwei kleine O-Ringe.
    Die Sättel vorallem von innen gut reinigen (spülen), Bremskolben auch, aber schonend! Beim Zusammenbau NEUE Dichtungen (wichtig! Kein altes ranziges Zeug!) richtigherum einsetzen (!), Schrauben mit Loctide mittelfest (nicht endfest!) einschrauben und mit Voranzug und Nachanzug anziehen. Bei den Drehmomenten orientierst du dich an Bremssätteln anderer Hersteller mit gleichem Gewinde. Kann man ggf. bei Brembo erfragen - die sind sehr auskunftsfreudig.

  7. Registriert seit
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    #7
    Hallo FP91,

    danke für deine Ausführliche Antwort. Bei mir war das mit den Kolben kein Problem, da diese in meinem Reparatursatz dabei waren. Der Ausbau war einigermaßen knifflig, da die alten Kolben ziemlich fest hielten. Mit Druckluft ging es aber gut. Den Bremssattel auseinanderbauen an sich ist auch kein Problem, Schrauben waren normal fest, sodass ich ohne erhitzen ausgekommen bin. Drinnen sitzt ein O-Ring, der von BMW selbst nicht lieferbar ist. Nachdem ich alle Dichtungen entfernt hatte ging es für die Sattelhälften zur Reinigung, damit der ganze Schmodder runtergewaschen wird. Anschließend hab ich alles gut getrocknet und die neuen Dichtungen und Kolben mit der - ebenfalls enthaltenen Montageflüssigkeit - eingesetzt. Diese flutschen jetzt wieder.

    Die alten Kolben unterzog ich einer genauen Begutachtung - die eine oder andere Riefe war da schon drinnen. Außerdem waren sie im Vergleich zu den neuen schwergängig.

    Nächsten Wochenende kommt dann noch ein Reinigen des Verteiles der vorderen Bremsleitung und des Geberzylinders dran - dann sollte alles wieder optimal funktionieren.

    Vielen Dank nochmal und viele Grüße, Lucas

    Zitat Zitat von FP91 Beitrag anzeigen
    Immer wieder der selbe Quatsch. Die Japaner (zumindest Suzuki und Kawasaki) geben dazu problemlos Infos in ihren Werkstatthandbüchern - inklusive Drehmomente und Teilenummern. Die sind auch öffentlich kaufbar.

    Davon ab - auch wenn du das scheinbar immer wieder jedem außerhalb deines Dunstkreises vorwirfst: Er hat eine legitime Frage gestellt und ist kein Idiot.

    An den südamerikanischen Revoluzzer:

    Ich habe zwei Vermutungen:

    1. Die Bremssättel von Brembo sind zugekauft, u.U. kann oder will BMW daher keine rechtsverbindliche Aussage machen. Vielleicht verbietet eine vertragliche Bindung seitens Brembo das auch.
    2. Sie halten vielleicht tatsächlich den Endkunden für zu blöd. In dem Fall dürften aber auch Fahrwerksteile eigentlich nicht erklärt sein.

    Zum revidieren selbst:

    Das ganze ist nicht ganz easy und auch nicht ganz ohne. Erste Regel: Du darfst auf garkeinen Fall die Beschichtung der Bremskolben beschädigen. Bei der kleinstem Macke kannst du sie wegwerfen.
    Am besten per Druckluft alle möglichst weit ausfahren aber noch drinn lassen, danach mit der Hand oder einer gummierten Zange entnehmen. Falls du sie nicht rausbekommst, weil der Platz nicht reicht: Bremssattel spalten. Schrauben sind wahrscheinlich eingeklebt und massiv mit Drehmoment gesichert, daher das ganze auf ca. 140°C erwärmen. Zwischen den Hälften sitzen normalerweise zwei kleine O-Ringe.
    Die Sättel vorallem von innen gut reinigen (spülen), Bremskolben auch, aber schonend! Beim Zusammenbau NEUE Dichtungen (wichtig! Kein altes ranziges Zeug!) richtigherum einsetzen (!), Schrauben mit Loctide mittelfest (nicht endfest!) einschrauben und mit Voranzug und Nachanzug anziehen. Bei den Drehmomenten orientierst du dich an Bremssätteln anderer Hersteller mit gleichem Gewinde. Kann man ggf. bei Brembo erfragen - die sind sehr auskunftsfreudig.

  8. Registriert seit
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    #8
    Aloha!

    Wo haste den fehlenden O-Ring denn jetzt her bezogen?

    Gruß

  9. Registriert seit
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    #9
    ... und mit wieviel Nm hast du denn nun die beiden Verbindungs-Schrauben angezogen ?

  10. Registriert seit
    08.05.2007
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    #10
    Hallo FP91, hallo Peter,

    nachdem BMW den O-Ring nicht bestellen kann hab ich an Brembo direkt geschrieben. Ich bekam von einem Vertriebspartner hier bei mir in Wien die kuriose Auskunft, dass weder der O-Ring lieferbar ist, noch das Anzugsdrehmoment ersichtlich ist, da diese im Brembo-System als "gesperrt" markiert sind und deshalb nur direkt über BMW bestellbar und erfragbar sind...

    Ich war dann bei ihm - ein auf Bremstechnik spezialisierter Betrieb - und er hat mir aus seinem Fundus einen passenden O-Ring gegeben. Und den Hinweis, den Bremssattel mit 25 bis max. 30 Nm anzuziehen. Was ich dann auch so gemacht habe (25 Nm) und siehe da - es passt.

    Ich stelle für mich fest, dieses Im-Kreis-rennen-lassen des Kunden kann von Seiten BMW nur zwei Gründe haben: entweder gehen sie davon aus (was durchaus möglich ist), dass niemals jemand den Sattel auseinanderschrauben muss (sprich der O-Ring immer dicht bleibt) oder sie wollen dir im Falle des Falles einen kompletten, neuen Bremssattel verkaufen...

    LG, Lucas

    PS: Trotz sorgfältiger Recherche für dieses Thema kann ich keine Verantwortung für die Richtigkeit übernehmen


 
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