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Lagerwechsel am Tellerrad; Erfahrungen

Erstellt von jag1991, 01.09.2011, 12:07 Uhr · 49 Antworten · 12.073 Aufrufe

  1. Registriert seit
    02.07.2009
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    113

    Standard Lagerwechsel am Tellerrad; Erfahrungen

    #1
    Hallo liebe Gemeinde

    Im thread Hilfe! Die Kuh lahmt auf der Hinterhand! Tipps zur bevorstehenden OP erwünscht hab ich um Tipps für die bevorstehende OP der lahmenden Kuh (Lagerschaden im Endantrieb) ersucht und auch einige erhalten.

    Die OP ist erfolgreich beendet und ich um einige Erfahrungen reicher.
    Nachdem ich diese mit euch teilen möchte, hab ich nun dieses Thema neu eröffnet.

    Aus dem o.a. thread habe ich die Arbeitsschritte ausgeschnitten und hierher kopiert:


    Den Endantrieb habe ich für die OP nicht abgenommen. Das heißt, dass die Lagerzapfen und die Strebe nicht gelöst werden brauchen.


    • Bremssattel abnehmen und auf rechten Rastenhalter aufhängen (Innensechskant 8mm)
    • Radabdeckung abnehmen (Innensechskant 4mm und 5mm)
    • Rad abnehmen (Stecknuss 17mm)
    • Endantriebsöl ablassen (Einfüllschraube Innensechskant 6mm, Ablassschraube Ringschlüssel 19mm)
    • Gehäusedeckelschrauben lösen (Innensechskant 7mm)
    • Gehäuse leicht erwärmen (60° reichen)
    • Gehäusedeckel mit Tellerrad abnehmen
    • Lagerschale des Kegelrollenlagers aus warmen Gehäuse mit Innenabzieher abziehen
    • Gehäusedeckel auf Schraubstock legen und erwärmen (120°)
    • Tellerrad fällt fast von alleine nach unten raus! (Achtung auf die Distanzringe!)
    • Rillenkugellager erwärmen und abziehen
    • Kegelrollenlager erwärmen und abziehen (muss kein BMW Abzieher sein!) auf die Distanzringe achten!
    • Neues Rillenkugellager und neues Kegelrollenlager im Ofen auf 100° erhitzen
    • Während des Erhitzens der Lager das Gehäuse und den Gehäusedeckel mit Bremsenreiniger spülen und reinigen
    • Distanzringe des Kegellagers und das warme Kegellager auf Tellerrad aufsetzen
    • Warmes Rillenkugellager auf Tellerrad aufsetzen
    • Gehäusedeckel wieder auf 120° erwärmen
    • Distanzringe auf Tellerrad aufsetzen und Tellerrad in Gehäusedeckel einsetzen
    • Wellendichtring einfetten und auf etwas abgekühlten Gehäusedeckel aufsetzen
    • Gehäuse wieder auf 80° erwärmen
    • Lagerschale des Kegellagers ansetzen mit Lagereinsetzer bis zum Anschlag einschieben und mit Prellschlag checken
    • O- Ring des Gehäusedeckels wenn notwendig jetzt erneuern (Gehäuse etwas abkühlen lassen)
    • Gehäusedeckel aufsetzen und Schrauben kreuzweise festziehen (35Nm)
    • Gereinigte Ölablassschraube mit neuer Dichtung einschrauben (23 Nm)
    • Hypoid - Öl einfüllen bis es überläuft
    • Einfüllschraube einschrauben (23Nm)
    • Rad befestigen (Voranzug 50Nm, Endanzug 105Nm)
    • Bremssattel aufsetzen und befestigen (40Nm. Ich hab zusätzlich mittelfeste Schraubensicherung draufgeschmiert)
    • Radabdeckung montieren.
    • Prost!!!!


    Noch was:

    Beim Stöbern durch die Unterlagen hab ich festgestellt, dass der Wellendichtring schon einmal gewechselt wurde (km 58.000). Das muss seine Gründe gehabt haben und wenn man die Spuren auf dem Innen- und Außenlaufring des Rillenlagers ansieht, dann hat der Teil einmal Wasser oder Rost oder beides bekommen. Daraufhin haben sich die Kugeln verabschiedet und dann ist vermutlich die Reibung so groß geworden, dass der Käfig gerissen ist. Rest bekannt.

    Maßnahmen:

    In Zukunft werde ich dem Ölbild und der Ablassschraube mehr Aufmerksamkeit widmen. Denn mir kommt vor, dass die Ablassschraube beim letzten Ölwechsel (Juni / vor 5000km) schon verdächtig viele Späne drauf hatte. Nicht so viel wie auf dem Bild auf Picasa, aber immerhin. Außerdem war das Öl schon sehr dunkel (das der Yamaha XJ hingegen ist noch so wie vor 2 Jahren!!! Sauber!).
    Außerdem möchte ich mir einen Temperaturfühler ans Endantriebsgehäuse basteln (?) und die Anzeige in der Nähe des FID positionieren. Ich bin überzeugt davon, dass sich ein beginnender Lagerschaden durch erhöhte Öltemperatur im Endantrieb abzeichnet.


    Nochmals die BMW E- Teilenummern (für die Eiligen):

    Wellendichtring: 3312 7663 482
    Rillenkugellager: 3312 1242 210
    Kegelrollenlager: 3312 1451 188
    O- Ring: 3311 1241 257


    Weitere Bilder (sind nur ein paar) hier:
    https://picasaweb.google.com/1076747...eat=directlink


    Zu den Lagern noch ein paar Worte:

    Das Rillenkugellager (61912C3) hat bei BMW- Heiligenstadt in Wien 60,60 Euro gekostet. Man vergleiche: http://www.ekugellager.de/popup_info.php?pID=70693

    Das Kegelrollenlager (SKF 30205) kostete 30,60 Euro. Vergleiche: http://www.ekugellager.de/popup_info.php?pID=38681

    Der Wellendichtring kam auf € 24,60.- und den habe ich auch da gefunden: http://www.agrolager.de/product_info...ts_id=31002526

    Wenn man sich also etwas Zeit nimmt......

    Na ja, ich hoffe das eine oder andere Gemeindemitglied kann mit der Sache was anfangen.

    Liebe Grüße aus dem Osten von Ö

    Bernhard

  2. Registriert seit
    18.01.2011
    Beiträge
    94

    Standard

    #2
    so ein temperaturfühler ist ja eine schöne Sache, aber wie willst du den anbringen? Wenn du ihn außen anbringst, misst er die Öltemperatur ja nur indirekt. Und wenn du ihn innen anbringst, dann musst du das Kabel ja irgebdwie in das und aus dem Gehäuse bringen. Du müsstest also bohren und das Ganze dann so abdichten, dass auch das richtig heiße Öl da nicht rausssifft. Mit der Bohrung schaffst du aber wieder eine Eintriffspforte für Dreck und Wasser.

    Da du das Ganze jetzt gewechselt hast, sollte es nun wieder ein paar 10-Tausend Kilometer halten...

    Marcus

  3. Momber Gast

    Standard

    #3
    Zitat Zitat von Summerhillxy Beitrag anzeigen
    so ein temperaturfühler ist ja eine schöne Sache, aber wie willst du den anbringen?
    Das HAG hat eine Entlüftungsbohrung, die normalerweise mit einem Plastikhut verschlossen ist. Da könnte man sicher was basteln. Das Kabel könnte man zusammen mit dem ABS-Sensorkabel abführen.
    Aber wozu? Wir haben ja keine Angaben über den Temperaturbereich, der für die Lager auf Dauer oder kurzfristig akzeptabel ist. Die Temperatur zu messen wäre daher imho höchstens von akademischem Interesse.


  4. Registriert seit
    16.10.2010
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    323

    Standard

    #4
    Zitat Zitat von jag1991 Beitrag anzeigen
    Hallo liebe Gemeinde

    Im thread Hilfe! Die Kuh lahmt auf der Hinterhand! Tipps zur bevorstehenden OP erwünscht hab ich um Tipps für die bevorstehende OP der lahmenden Kuh (Lagerschaden im Endantrieb) ersucht und auch einige erhalten.

    Die OP ist erfolgreich beendet und ich um einige Erfahrungen reicher.
    Nachdem ich diese mit euch teilen möchte, hab ich nun dieses Thema neu eröffnet.

    Aus dem o.a. thread habe ich die Arbeitsschritte ausgeschnitten und hierher kopiert:


    Den Endantrieb habe ich für die OP nicht abgenommen. Das heißt, dass die Lagerzapfen und die Strebe nicht gelöst werden brauchen.


    • Bremssattel abnehmen und auf rechten Rastenhalter aufhängen (Innensechskant 8mm)
    • Radabdeckung abnehmen (Innensechskant 4mm und 5mm)
    • Rad abnehmen (Stecknuss 17mm)
    • Endantriebsöl ablassen (Einfüllschraube Innensechskant 6mm, Ablassschraube Ringschlüssel 19mm)
    • Gehäusedeckelschrauben lösen (Innensechskant 7mm)
    • Gehäuse leicht erwärmen (60° reichen)
    • Gehäusedeckel mit Tellerrad abnehmen
    • Lagerschale des Kegelrollenlagers aus warmen Gehäuse mit Innenabzieher abziehen
    • Gehäusedeckel auf Schraubstock legen und erwärmen (120°)
    • Tellerrad fällt fast von alleine nach unten raus! (Achtung auf die Distanzringe!)
    • Rillenkugellager erwärmen und abziehen
    • Kegelrollenlager erwärmen und abziehen (muss kein BMW Abzieher sein!) auf die Distanzringe achten!
    • Neues Rillenkugellager und neues Kegelrollenlager im Ofen auf 100° erhitzen
    • Während des Erhitzens der Lager das Gehäuse und den Gehäusedeckel mit Bremsenreiniger spülen und reinigen
    • Distanzringe des Kegellagers und das warme Kegellager auf Tellerrad aufsetzen
    • Warmes Rillenkugellager auf Tellerrad aufsetzen
    • Gehäusedeckel wieder auf 120° erwärmen
    • Distanzringe auf Tellerrad aufsetzen und Tellerrad in Gehäusedeckel einsetzen
    • Wellendichtring einfetten und auf etwas abgekühlten Gehäusedeckel aufsetzen
    • Gehäuse wieder auf 80° erwärmen
    • Lagerschale des Kegellagers ansetzen mit Lagereinsetzer bis zum Anschlag einschieben und mit Prellschlag checken
    • O- Ring des Gehäusedeckels wenn notwendig jetzt erneuern (Gehäuse etwas abkühlen lassen)
    • Gehäusedeckel aufsetzen und Schrauben kreuzweise festziehen (35Nm)
    • Gereinigte Ölablassschraube mit neuer Dichtung einschrauben (23 Nm)
    • Hypoid - Öl einfüllen bis es überläuft
    • Einfüllschraube einschrauben (23Nm)
    • Rad befestigen (Voranzug 50Nm, Endanzug 105Nm)
    • Bremssattel aufsetzen und befestigen (40Nm. Ich hab zusätzlich mittelfeste Schraubensicherung draufgeschmiert)
    • Radabdeckung montieren.
    • Prost!!!!


    Noch was:

    Beim Stöbern durch die Unterlagen hab ich festgestellt, dass der Wellendichtring schon einmal gewechselt wurde (km 58.000). Das muss seine Gründe gehabt haben und wenn man die Spuren auf dem Innen- und Außenlaufring des Rillenlagers ansieht, dann hat der Teil einmal Wasser oder Rost oder beides bekommen. Daraufhin haben sich die Kugeln verabschiedet und dann ist vermutlich die Reibung so groß geworden, dass der Käfig gerissen ist. Rest bekannt.

    Maßnahmen:

    In Zukunft werde ich dem Ölbild und der Ablassschraube mehr Aufmerksamkeit widmen. Denn mir kommt vor, dass die Ablassschraube beim letzten Ölwechsel (Juni / vor 5000km) schon verdächtig viele Späne drauf hatte. Nicht so viel wie auf dem Bild auf Picasa, aber immerhin. Außerdem war das Öl schon sehr dunkel (das der Yamaha XJ hingegen ist noch so wie vor 2 Jahren!!! Sauber!).
    Außerdem möchte ich mir einen Temperaturfühler ans Endantriebsgehäuse basteln (?) und die Anzeige in der Nähe des FID positionieren. Ich bin überzeugt davon, dass sich ein beginnender Lagerschaden durch erhöhte Öltemperatur im Endantrieb abzeichnet.


    Nochmals die BMW E- Teilenummern (für die Eiligen):

    Wellendichtring: 3312 7663 482
    Rillenkugellager: 3312 1242 210
    Kegelrollenlager: 3312 1451 188
    O- Ring: 3311 1241 257


    Weitere Bilder (sind nur ein paar) hier:
    https://picasaweb.google.com/1076747...eat=directlink


    Zu den Lagern noch ein paar Worte:

    Das Rillenkugellager (61912C3) hat bei BMW- Heiligenstadt in Wien 60,60 Euro gekostet. Man vergleiche: http://www.ekugellager.de/popup_info.php?pID=70693

    Das Kegelrollenlager (SKF 30205) kostete 30,60 Euro. Vergleiche: http://www.ekugellager.de/popup_info.php?pID=38681

    Der Wellendichtring kam auf € 24,60.- und den habe ich auch da gefunden: http://www.agrolager.de/product_info...ts_id=31002526

    Wenn man sich also etwas Zeit nimmt......

    Na ja, ich hoffe das eine oder andere Gemeindemitglied kann mit der Sache was anfangen.

    Liebe Grüße aus dem Osten von Ö

    Bernhard
    Hallo Bernhard,

    hast Dir bei der Repartur-Beschreibung richtig Mühe gemacht, vermisse aber die Beschreibung für Kontrolle/Einstellung des Tragbildes (Kegel- zum Tellerrad), Einstellung des Zahnflankenspiels und die Einstellung der Vorspannung des innenliegenden Kegelrollenlagers.

    Diese Einstellungen sollten beim wechseln der beiden Lager auf jeden Fall kontrolliert werden.
    Sollten die Werte nicht stimmen, kanns irgendwann richtig teuer werden.

    Zu Deinen Ersatzteilen,

    - das große Rillenkugellager in C3 (erhöhte Lagerluft) kostet hier in D beim
    Freundlichen 48,00 € und ist immer lieferbar.
    - den großen Wellendichtring von Agrolager kannste nicht verwenden, die
    Wedi´s im Endantrieb sind Laufrichtungsgebunden

  5. Registriert seit
    26.04.2011
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    13

    Standard

    #5
    • Lagerschale des Kegelrollenlagers aus warmen Gehäuse mit Innenabzieher abziehen


    Hallo Bernhard,
    das ist echt eine tolle Anleitung!
    Wie hast du die Lagerschale mit dem Innenabzieher raus bekommen?
    Ich hab da echt lange dran verzweifelt und beschlossen, es einfach drin zu lassen und das neue Lager rein zu setzten.
    Wie sieht dein Abzieher aus? Mit meinem bin ich ständig abgerutscht.
    Wellenabdichtring+Rillenkugellager+Kegelrollenlage r = 102,46 Euro
    Den O-ring hab ich vergessen zu kaufen, der alte tut es auch.
    Auf dem Tacho sind 108000 Km!

    Gruß!
    Andreas
    Miniaturansichten angehängter Grafiken Miniaturansichten angehängter Grafiken rillenkugellager.jpg  

  6. Registriert seit
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    #6
    Guten Morgen Andreas

    Das Lager sah bei mir genauso aus wie deines. Käfig gerissen. Anbei das Bild mit dem Innenabzieher (Fabrikat?) Wärme hilft jedoch ungemein und beim Einsetzen der neuen Lagerschale ist die fast von allein hineingefallen!

    Was das Tragbild und Co betrifft: Das ist alles in der Rep-Anleitung nachzulesen. (Wenn man das Equipment hat...)

    Lg

    Bernhard

    PS: habe gestern meine K1100LT serviciert und nachdem mir weder das HA Öl noch der Abrieb auf der Ablassschraube gefallen haben, werde ich heute prophylaktisch das Tellerrad abnehmen und mir das Lager mal ansehen (km: 106.000)
    Miniaturansichten angehängter Grafiken Miniaturansichten angehängter Grafiken img_1659.jpg  

  7. Registriert seit
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    Standard

    #7
    Mit dem richtigen Werkzeug lässt sich jedes Problem lösen!
    Ich habe leider nur so ein billig Teil als "Abzieher". Naja, das nächste mal, weiß ich was ich für Werkzeug brauche.
    Die Zauberei mit dem Temperaturunterschied, ist einfach klasse. Fasziniert mich immer wieder.
    Das Tellerrad hab ich über Nacht in den Tiefkühler gelegt und am nächsten Morgen die Lager mit dem Heißluftföhn warm gemacht.
    Dann ging alles ganz schnell, Tellerrad aus der Gefriertruhe und das warme Lager ist ohne Schläge rauf gerutscht. Nur für das Gewissen bischen nach geklopft und das wars.
    Wegen dem Tragbild und dem Ausmessen, mach ich mir keine Gedanken. Solange das alte Tellerrad und der alte Distanzring wieder eingebaut wird, und natürlich das richtige Rollenlager, dann bleibt auch der Abstand zwischen der Verzahnung gleich. Ich hab bei einer Werkstatt nachgefragt, und die messen da auch nichts nach, sondern bauen den alten Distanzring wieder ein und mehr nicht.
    Im Endeffekt wird es sich nach ein paar Km zeigen, ob alles in Ordnung ist oder nicht.

    Gruß!
    Andreas

  8. Registriert seit
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    Standard

    #8
    Hi
    Zitat Zitat von andreas-online Beitrag anzeigen
    Wegen dem Tragbild und dem Ausmessen, mach ich mir keine Gedanken. Solange das alte Tellerrad und der alte Distanzring wieder eingebaut wird, und natürlich das richtige Rollenlager, dann bleibt auch der Abstand zwischen der Verzahnung gleich. Ich hab bei einer Werkstatt nachgefragt, und die messen da auch nichts nach, sondern bauen den alten Distanzring wieder ein und mehr nicht.
    Im Endeffekt wird es sich nach ein paar Km zeigen, ob alles in Ordnung ist oder nicht.
    Schlechte Werkstätten kenne ich auch. Wahrscheinlich können sie es nicht.
    Weshalb sollte BMW das Ausdistanzieren in seinen Rep-Unterlagen erwähnen (und auch Zeit dafür vorsehen)? Nur für den "überaus häufigen" Fall, dass der Rädersatz gewechselt wird? Auch da wäre es sinnlos, schliesslich steht auf jedem Rädersatz der "Versatzwert" drauf und man kann "einfach" passende Distanzscheiben auswählen!
    Sollte eine BMW-Werkstatt nicht distanzieren, so kommt vielleicht noch Betrug dazu. Häufig wird ja nach Vorgabe-AWs abgerechnet (anhand der Lüge "weil das BMW so vorschreibt"). Da würde dann eine Leistung berechnet die nicht erbracht wurde.

    Bei 150Tkm ist der einfache Tausch vielleicht tolerabel, bei z.B. 35Tkm könnte es aber sein, dass bereits bei der Herstellung des HAGs etwas nachlässig gearbeitet, deshalb schlecht distanziert wurde und das Lager deshalb verröchelt ist. Ist die Arbeit bei 150 Tkm deshalb billiger?
    gerd

  9. Registriert seit
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    #9
    Hallo Andreas

    Da ich oft mit viel Gepäck verreise (das wird sich aber auch einmal aufhören, da ich auf einen Transporter spitze um uns die langen Autobahnetappen zu ersparen) vermute ich, dass da die Hinterradlager ziemlich belastet werden. Bei meinen bisherigen Motorrädern (hab erst mit 42 mit dem Motorradfahren begonnen) war jeweils so rund um die 100.000km Schluss mit den Lagern (Yamaha FJ 1200, Kawasaki Z 1000R und eben die 11er Kuh). Ich bin daher geneigt zu sagen, dass ein prophylaktischer Lagerwechsel bei rund 100.000km BEVOR der Lagerkäfig reißt sicher nicht schaden kann.
    @Tragbild: Gerd wird da schon recht haben. Bei 200.000km werd ich mal das Tragbild checken (falls das Lager oder das GS-Forum oder ich bis dahin halten).
    @Tiefkühltruhe: ja das klappt vorzüglich, doch musst du nicht die ganze Nacht warten. Um das neue Lager auf das Tellerrad zu bekommen habe ich das Tellerrad für 10min in die TK-Truhe und das neue Lager für 10min in den kleinen Brötchen (Semmel) - Ofen gelegt. Das hat gereicht.
    Nachdem das neue Lager drauf war habe ich den Gehäusedeckel ebenfalls für 10min in den Ofen gelegt. Temperatur jeweils: 100 Grad.
    Was mir auffiel: der Gehäusedeckel kühlt wesentlich langsamer aus als das Lager (Alu - Eisen?) daher musste ich auch länger warten bis sich das neue Lager mit dem Deckel fest verbunden hatte.

    Wünsche dir viele gut gelagerte und vor allem unfallfreie Kilometer

    LG Bernhard

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    Standard

    #10
    Hi
    Wie schnell etwas Metallisches kühlt ist in erster Linie eine Frage der Gesamtmasse und deren Konzentration. Ein streichholzschachtelgrosses Blechlein wird schneller kalt sein als eine 5 kg-Kugel im Mittelpunkt.
    Schnelle Kühlung erziehlt man mit verflüssigten Gasen. Einerseits sind sie schon mal a...kalt und andererseits kommt die "Verdampfungskälte" beim Wechsel des Aggregatzustands dazu.
    gerd


 
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