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Motortausch

Erstellt von Hornisse68, 13.05.2010, 08:14 Uhr · 9 Antworten · 1.225 Aufrufe

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    Standard Motortausch

    #1
    Moin Kollegen,

    ich fahr ja selbst ne 1100GS, aber ein Kollege von mir hat Kummer mit seiner 1100RS. Am linken Zylinder hat es den Steuerkettenspanner völlig zerbröselt, der Kostenvoranschlag vom BMW-Händler nennt einen Betrag, der einem wirtschaftlichen Totalschaden des Fahrzeugs gleich kommt (Laufleistung um die 90tkm).
    Nun hat mich mein Kollege gefragt ob ich ihm nicht helfen könnte...

    In der Bucht hat er einen Motor mit wenig Kilometern zu nem guten Kurs geschossen. Der soll kommenden Freitag implantiert werden. Ich bin selbst nicht ungeschickt, hab das Handwerk sogar vor vielen Jahren mal gelernt und mache alle Reparaturen an meinen Motorrädern selbst. Dennoch wäre ich über hilfreiche Tipps und Unterstützung aus dem Forum dankbar.

    Nach eigener Inaugenscheinnahme, geht der Ausbaus ja von hinten nach vorne. Also Rad raus, dann Antrieb und Getriebe am Stück, dann Motor. Im WWW hab ich aber jemanden gesehen, der die Sache von vorne angegangen ist - also Telelever raus und dann den Block vorne abgenommen. Was würdet ihr mir empfehlen?
    Und Kupplung grundsätzlich neu, oder? Noch was wichtiges, was ich auf jeden Fall machen/beachten sollte?

    Bin gespannt auf eure Tipps und vielen Dank!
    Frank

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    #2
    Nach eigener Inaugenscheinnahme, geht der Ausbaus ja von hinten nach vorne. Also Rad raus, dann Antrieb und Getriebe am Stück, dann Motor. Im WWW hab ich aber jemanden gesehen, der die Sache von vorne angegangen ist - also Telelever raus und dann den Block vorne abgenommen. Was würdet ihr mir empfehlen?
    So einfach wird das nicht, weil der Motor das zentrale Bauteil der 4V ist, an dem praktisch alles andere befestigt ist. Das wird also eher eine komplette Zerlegung mit anschließendem Wiederaufbau. Kupplung würde ich bei 90.000 km wechseln.

    Werkstatthandbuch hast du?

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    #3
    Hi Benno,

    klar, der Motor ist die tragende Säule in dem ganzen Konstrukt . Mir gehts vor allem drum möglichst effizient an die Sache ran zu gehen. Hatte schon bei einigen Mopeds die Motoren draußen und bei den großen Guzzis ist das ganz ähnlich. Da muss auch alles weg: Hinterrad, Hinterachsantrieb, Schwinge, Getriebe und dann der Block. Und dann fällt der Rest in sich zusammen .
    Wenn man das schon ein paar Mal am gleichen Typ gemacht hat, weiß man wo man hinlagen muss und welche Arbeitsschritte gespart werden können. Daher meine Frage...!

    Werkstatthandbuch ist Pflicht und liegt auch vor!

    Hast Du ne Ahnung ob von vorne (also Telelever ausbauen) geschickter/schneller geht?

    Danke & Gruß
    Frank

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    #4
    Hi
    Prinzipiell ist es egal ob Du vorn oder hinten beginnst. Es sind eben 3 Teile (Vorbau, Motor, Heck) Die Profis haben da ein Gerüst an dem "hinten und vorn" aufgehängt sind, damit nicht nur Bremsleitungen und Kabelbaum den Kram zusammenhalten.
    Dennoch würde ich hinten beginnen weil dann beim Getriebeausbau (Schwinge bleibt dran) die Karre noch sicher steht. Anderfalls fehlt ja der Auflagepunkt "Vorderrad" wenn das schwere Trum raus muss
    gerd

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    #5
    Danke Dir Gerd, werde dann von hinten beginnen. Hab zwei Aufhängepunkte an der Decke wo ich den Rahmen nach oben fixieren kann. Den Rest überlass ich dann einfach der Schwerkraft !

    Macht es Sinn beim gebrauchten Tauschmotor den Wedi an der Kurbelwelle zu wechseln?

    Gruß
    Frank

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    #6
    Zitat Zitat von Hornisse68 Beitrag anzeigen
    ....Hast Du ne Ahnung ob von vorne (also Telelever ausbauen) geschickter/schneller geht?
    Das dürfte keinen Unterschied machen, weil sowohl der Vorbau als auch der Hinterbau am Motor hängen. Beides muss weg, da ist es egal, womit du anfängst.

  7. Registriert seit
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    Daumen hoch Motorwechsel 1100GS

    #7
    Hi,
    ich hab die Aktion hinter mir.

    5 Tage geballte Schrauberei.

    Als erstes hab ich mein Moped komplett an der decke auf gehängt und dan alles vom Motor entfernt als letztes das Getriebe.

    Dann den neuen Motor an den Zylindern ebenfalls aufgehängt und in Position gezogen, dann das Ganze Rückwärts.

    Allerdings gibt es ein paar Knackpunkte die mir etwas Kopfzerbrechen bereitet haben, aber mit Tatkräftiger Hilfe eines Spezl der sich recht gut mit 2V auskennt, haben wir es geschafft.

    Reperaturhandbuch hilft nur für Anzugmomente sonst eher wenig, besorg dir auf jeden Fall eine neue Kupplung und wechsel die mit aus.
    Auf jeden Fall brauchst du auch die auf der Powerboxer (Danke Gerd) beschiebenen Schrauben als Führung für anflanschen am Getriebe.

    Und dann viel Glück.

    Danach billiges Öl einfüllen und ein paar km fahren und nochmal wechseln mit Filter, Tipp von einem erfahrenen Mechaniker, damit der Dreck im neuen Motor der sich unter Umständen angesammelt hat, raus gespült wird.

    Meine läuft wieder super, der Motor ist klasse.
    Miniaturansichten angehängter Grafiken Miniaturansichten angehängter Grafiken p3211464.jpg   p3211465.jpg  

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    Standard

    #8
    Danke Dir für die aussagekräftigen Bilder und die Tipps!
    Allerdings darf das bei mir keine 5 Tage dauern, so lange kann ich die Hebebühen nicht blockieren , an einem Tag muss das Thema durch sein... Hoffen wir mal... Bin guter Dinge, denn bei der Guzzi brauch ich auch nicht länger...

    Kupplung ist klar! Der Kollege sucht gerade ein günstiges Angebot. Der Händelr will mittlerweile 388 € für den kompletten Satz - auch kein Sonderangebot !

    Gruß
    Frank

    Wann wirds mal wieder schönes Wetter???

  9. Registriert seit
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    Standard

    #9
    Hallo Frank,
    an einem Tag zu bist aber optimistisch.

    Aber ich denke ohne jegliche Erfahrung nicht unter 2Tage und das ist auch optimistisch.

    Na dann viel Spass.

  10. Registriert seit
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    Standard Die fliegende Q

    #10
    Das schaut ja mal g..l aus.

    Würd mir auch spass mach da zu schrauben.

    Und das hat den Vorteil, dass man das Getriebe auch mal von

    innen schön putzen kann


 

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