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Regelverhalten beim ABS der 1100GS

Erstellt von schon50, 04.08.2008, 18:31 Uhr · 16 Antworten · 2.021 Aufrufe

  1. Registriert seit
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    #11
    Ich weiss nicht, wie unterschiedlich die ABS-Systeme der 1100GS sind - und ich halte mich auch mittlerweile aus den meist im UNerträglichen endenden ABS-Gesprächen heraus...
    aber ich habe mittlerweile Schreckbremsungen und geplante Tests bei >140 km/h hinter mir und kann die hier gemachten Äusserungen nicht nachvollziehen. Sie werden schon stimmen - aber def. nicht als allgemeine Aussage!
    Aber es schadet ja nichts, den Tip mit dem langsamen Steigern aufzunehmen. Ob du es allerdings unterhalb von 50km/h bei trockener Strasse überhaupt in den Regelöbereich schaffst - da bin ich mir nicht sicher Nur zu! Gasgeben ist erheblich riskanter als Bremsen

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    #12
    Also, ich war neugierig und hab ziemlich bald, als ich die GS neu hatte, auf leerer nasser Strasse mal ausprobiert, wie hart ich die Q bremsen kann. erst bei 60, dann 80 und dann - mutiger geworden - bei 100. Das war beeindruckend - die Q bremst auch bei Nässe noch brachial. Es gelang mir erst nach mehreren Anläufen, das ABS in den Regelbereich zu treiben.

    Und am nächsten Tag stellte ich erstaunt fest, dass ich die Kaffeekanne nicht mehr heben konnte - das Handgelenk war verstaucht, vom Abstützen gegen den Lenker...

    Inzwischen lange ich öfter so in die Eisen, dass die Q in den Regelbereich kommt, auch mal zum Üben für Notfälle. Und nachdem ich Bernt Spiegels Übungsbuch durchgemacht habe, weiß ich auch, dass gegen das Verstauchen der Handgelenke hilft, sich mit den Oberschenkeln am Tank der Q abzustützen.

    Ich finde übrigens die Rückmeldung und die Art, wie das ABS regelt, gut. In Kurven kann es schon mal zu einem "Rutscherl" kommen, aber so ist wenigstens zu spüren, wie viel Grip noch zur Verfügung steht.

    Im übrgen kann ich nur raten, sich regelmäßig, eingehend und bis zum Maximum mit dem Bremsvermögen der Q zu beschäftigen. Es gibt ein gutes Gefühl der Sicherheit, wenn man ziemlich exakt weiß, bis zu welchem Punkt man wirklich steht, wenn es darauf ankommt.

  3. Registriert seit
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    #13
    Ok ok ... vielleicht bin ich zu sehr technikorientiert .... ich konstruiere Maschinen ... und mache mir auch dort Gedanken über die Sensorik und diskutiere dann schon mal ausgiebig mit den Programmierern über das was ich will und das was wir brauchen (und von daher weiß ich auch das dann und wann mal Fehlersuche nötig ist ... wir bauen Sondermaschinen und ab und zu mal Kleinstserien ... so 1-5 Stück). Vielleicht habe ich deshalb etwas mehr Verständnis für die Technikmenschen, die unsere wunderschönen Motorräder kreiert haben.

    Die ABS-Systeme funktionieren (wenn es nicht defekt ist).

    Das ist wie bei einer "manuellen Bremse" ... nur dort wird nichts überwacht und du weißt erst dann das was oberfaul ist, wenn es zu spät ist !

    Und du kannst nur lernen, wie es sich anfühlt, wenn du es in den Regelbereich bringst. Das ist etwas grobmotorischer (weil "digitaler"), als wenn man den Kurvenneigungswinkel steigern will (das ist recht analog ... Stück für Stück wird es immer etwas mehr).
    Das Austesten des ABS-Regelbereichs ist auf "rutschigen" Untergründen (bei niedrigem Reibkoeffizient) mit weniger Kraft an der Handpumpe zu erzielen, aber man lernt dann nie wo der Grenzbereich auf trockener Straße liegt.
    Und wenn man es dann braucht, "hackt" man nicht ausreichend feste rein, weil man sich ja überhaupt nicht vorstellen kann, das das überhaupt sein kann (ich meine die sehr hohen Verzögerungswerte) !

    Mein Tipp ist: Probiert es auf einer Testfahrt auf verschiedenen Untergründen aus.
    Und beginnt mit der Hinterradbremse, wenn ihr kein Vertrauen habt.
    Und keine Angst vor trockenem Asphalt ... es ist wirklich heftig, aber es ist nunmal so ... wer glaubt das die erreichbare Beschleunigung seines Motorrades viel ist, der kann lernen, das die Bremsen und Reifen seines Motorrades viel meht Leistung übertragen können !!!

    Und wenn die ABS-Systeme nicht funktionieren, weil z.B. etwas defekt ist oder die Software feststellt das etwas faul ist, dann geht das Bremssystem in den Notfallbetrieb (heißt ohne ABS - das wird dir aber angezeigt).

    Es ist oft so, das alle Welt sich über mies geschriebene Bedienungsanleitungen aufregt (es ist manchmal für den Fachmann nicht ganz so einfach etwas sehr spezielles sehr allgemeinverständlich darzulegen - mit dem Problem kenne ich mich aus ).
    Nur kaum jemand macht sich die Mühe diese etwas genauer zu studieren (heiß zu lesen und das eine oder andere gleich mal auszuprobieren).
    Dort wird vieles beschrieben ... oft recht langweilig ... aber es kann einem sehr helfen sein Motorrad besser zu verstehen (auch wenn es zu Problemen kommt) !

    Alle reden immer wieder davon, das früher alles besser war ... (ganz ganz) früher mußte man bei dem Kursus Kraftfahrzeuglenker zu werden auch noch die Fertigkeit erlernen einen Motor teilzuzerlegen, zu repairieren und wieder fachgerecht in Betrieb zu nehmen.

    Zum Glück ist die heutige Technik so gut und Fortschrittlich, das man sich um solche Sachen normalerweise (es sei denn man will eine längere Tour durch den schwarzen Kontinent fahren) nicht mehr kümmern braucht.

  4. Registriert seit
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    #14
    Hi
    Da denke ich, dass ABS Funktion und Bremsverhalten wenig miteinander zu tun haben.

    Natürlich bin ich dafür "einmal" zu testen wie das ABS funktioniert. Und das "wenigstens" bei Nässe, gradaus und auf einer leeren Strasse.
    Auch hier wird sich Mancher wundern wie gut die Bremse bei Nässe verzögert bis das ABS "endlich" auslöst.
    Bei trockener Strasse liegt der Auslösepunkt wesentlich höher, zuerst entlastet die hintere Feder und dann kommt mal das Hinterrad (ein bisschen) hoch. Für Ersttäter fühlt sich das an wie "Hinterrad ist einen Meter über dem Asphalt".
    Aber deshalb zu vermuten, dass jemand auch bei einer Panikbremsung "besser" reingreift halte ich für verwegen. Um z.B. einen Drauffahrunfall zu vermeiden (egal ob seitlich oder "Auffahr"..) ist es erst mal egal wie stark gebremst sondern es kommt darauf an wie schnell viel Bremsdruck aufgebaut wird um keinen Bremsweg zu verschenken.
    Fährt jemand immer vorausschauend, bremst relativ sanft und fährt "rund", wird er auch im Notfall nicht blitzschnell "reinlangen". Seine Überlebensrate liegt eher darin, dass er ständig damit rechnet, dass "der Gegner" Mist baut.
    Die Jungs die permanent "ankerwerfend" unterwegs sind und das Rattern im Griff bei jeder Bremsung "suchen" knallen ohnehin spät und voll rein. Wäre ja auch sinnlos 100 m vor der Kurve voll zu bremsen und dann an die Kurve zu rollen.

    Ob sie oft zu heftig bremsen, Unruhe in die Fuhre bringen und dann mit viel Krawall aus der Kurve beschleunigen und dem "runden Fahrer" die Kurve zuparken ist ein anderes Problem. Ich wünsche da häufig irgendwelche Typen auf den Mond .

    Sprich: Der Eine bremst dauernd auf der letzten Rille "ins ABS, der Andere (muss nicht viel langsamer sein) bemerkt dieses Ausstattungsmerkmal gar nicht und nur wenn er (relativ langsam) den Hebel doch mal soweit durchzieht, dass das ABS einsetzt spürt auch er, dass es da ist.
    Die Überlebenschancen sehe ich als ähnlich an.
    Allerdings würde es dem ABS ganz gut tun auch mal benutzt zu werden damit die Scheiben nicht verkleben
    gerd

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    #15
    Zitat Zitat von gerd_ Beitrag anzeigen
    Ob sie oft zu heftig bremsen, Unruhe in die Fuhre bringen und dann mit viel Krawall aus der Kurve beschleunigen und dem "runden Fahrer" die Kurve zuparken ist ein anderes Problem. Ich wünsche da häufig irgendwelche Typen auf den Mond .
    Verstehe ich gut :-)

    Aber: ein runder, fließender Fahrstil und ordentlich (wenn nötig bis zum Anschlag, wenn ein Karnickel in den Weg läuft, aber mit Übersicht - auch nach hinten) bremsen zu können sind in meinen Augen keine Gegensätze. Beides will geübt und beides will beherrscht sein...

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    #16
    Genau so meine ich es.

    Es geht nur darum, was macht das ABS.
    Damit man nicht in Panik verfällt, wenn es zu einer Notbremsung kommt, oder das ABS beginnt auf "rutschigerem" Untergrund bei mäßiger Bremsung zu regeln.

    Da gab es zu "antiken Zeiten", als Auto ABS noch recht neu war, Kunden die ihre Bremsanlage bemängelten weil das Bremspedal wie wild pulsierte bei Vollbremsungen.
    Diese Menschen wußten nicht was sie taten und sie hatten sich natürlich auch nicht ausreichend gebildet. Sie kannten ihr neues tolles Auto einfach nicht - weil eben vieles neu war ... und man kennt sich ja aus mit seinem Fahrzeug ... und soetwas erlebe ich immer wieder - bei verwandten und Kollegen ... es gibt Leute die finden nach 10-12 Jahren heraus, das sie einen höhenverstellbaren Sitz haben Einfach mal vorher etwas lesen hilft ... und dies dann umsichtig ausprobieren auch !

    Viel Spaß beim Bremsen und Beschleunigen ...

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    #17
    Zitat Zitat von obelixx Beitrag anzeigen
    Damit man nicht in Panik verfällt, wenn es zu einer Notbremsung kommt, oder das ABS beginnt auf "rutschigerem" Untergrund bei mäßiger Bremsung zu regeln.
    Exakt. Mir ist vor lange Zeit mal ein Autofahrer reingefahren, dem zwar ich die Vorfahrt genommen hatte (auch mit dem Auto). Aaber: er hatte sowohl ausreichend Platz als auch noch genügend Zeit zum gefahrlosen Ausweichen. Ein geübter hätte mir wärend des Ausweichens und Vorbeifahrens noch den Vogel gezeigt - zurecht. Aber als ich dem in den Weg fuhr, verfiel er in eine Art Schreckstarre, ist mir kerzengerade reingefahren und hat nicht mal voll gebremst. Und der hatte ABS!

    Es hilft nix, wenn Du ein Lenkrad hast und nicht dran drehst und es hilft auch kein ABS, wenn Du es nicht nutzen kannst, weil Du es nicht kennst.

    In dem Sinne: auch viel Spaß beim Bremsen und Gas geben :-)


 
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