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Sinterbeläge 1100gs

Erstellt von El Cid, 30.11.2010, 16:21 Uhr · 20 Antworten · 5.413 Aufrufe

  1. Registriert seit
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    #11
    Hi
    Die 4,5 mm stimmen. Allerdings sind die Scheiben der 1200 von Haus aus nur 4,5 und deren grenze ist bei 4,0.
    Schlüsse ziehen musst Du selbst.
    Sinterbeläge bremsen wirklich nicht viel besser (und man muss stärker "reinlangen"). Allerdings sind sie standfester. Wenn organische Fading zeigen, stinken und immer schlechter bremsen lässt das die Sinter erst mal unbeeindruckt.
    Zum Cruisen in der Tiefebene braucht man sie nicht.
    Nachdem ich Bekannten in Bozen empfohlen habe mal Sinterbeläge in ihre VW-Firmen-Bullis montieren zu lassen, müssen die nicht mehr alle 3 Monate zum Bremsendienst. Die Herren Monteure haben es eben eilig. Speziell bergab ..... Jetzt reicht es alle 8 Monate und niemand meckert über Fading
    gerd

  2. Momber Gast

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    #12
    Zitat Zitat von gerd_ Beitrag anzeigen
    Schlüsse ziehen musst Du selbst.
    In wie weit lässt das überhaupt Rückschlüsse zu? Sind denn die Bremszangen und -kolben der 1200er soweit identisch?

  3. Registriert seit
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    #13
    Hi
    Was haben Kolben und Zangen damit zu tun?
    Der Scheibendurchmesser ist identisch und die technische Frage lautet: Wann ist die Scheibe so dünn dass sie sich wellt?
    Einfach vorzustellen ist das, wenn man annimmt die Scheibe wäre nur 0,5 mm dick und jemand (der Bremsklotz) versucht das Ding einseitig festzuhalten.
    Entweder er schafft es, dann gibt es fürchterliche Bremsspuren oder ziemliche Knitterfalten in der Scheibe.
    Oder er schafft es nicht weil ihm die Scheibe dauernd durch die "Finger" rutscht, dann werden sowohl "Finger" wie auch Scheibe reichlich warm. Ist die Scheibe zu instabil (und das wird bei den 0,5mm der Fall sein) beginnt die Sache mit den Knitterfalten auch hier.
    gerd

  4. Registriert seit
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    #14
    Zitat Zitat von Momber Beitrag anzeigen
    Das ist genau meine "Sorge"... ich spiele auch mit dem Gedanken, auf Sinter + Wave umzustellen beim nächsten Wechsel.

    Aber wenn man damit früher in den Regelbereich kommt, verlängert sich der Bremsweg, anstatt sich zu verbessern. Das nenne ich kontraproduktiv...

    Meinungen?
    meinung:
    so ganz verstehe ich deine sorge nicht.
    warum sollte sich der bremsweg verlängern?

    der regelbereich ist nicht von der handkraft abhängig, die bei sinter tendentiell geringer wird, sondern von der bremsleistung, also ab wann das rad deutlich schlupf bekommt.
    wenn dieser schlupf bei geringerer handkraft eintritt bedeutet das doch nur, dass die umsetzung der kraft in reibung effektiver ist.

    ich hoffe ich habe mich verständlich ausgedrückt.

  5. Registriert seit
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    #15
    Zitat Zitat von gerd_ Beitrag anzeigen
    ...
    Organische Beläge bremsen wirklich nicht viel besser (und man muss stärker "reinlangen". Allerdings sind sie standfester. Wenn organische Fading zeigen, stinken und immer schlechter bremsen lässt das die Sinter erst mal unbeeindruckt.
    ...
    moin gerd,

    den absatz verstehe ich nicht.
    seit wann bremsen organische beläge besser?
    warum muss man stärker reinlangen wenn sie doch etwas besser sind?
    wie können organische standfester sein, wenn sie fading zeigen während sinter erst mal unbeeindruckt bleiben?

    verwirrte grüße

  6. Momber Gast

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    #16
    Zitat Zitat von gerd_ Beitrag anzeigen
    Was haben Kolben und Zangen damit zu tun?
    Sehr einfach. Wenn die Kolben viel weiter herausfahren, als sie sollen, könnten sie möglicherweise irgendwann nicht mehr von der Dichtung umschlossen sein - und dann ist Ende Gelände.

  7. Momber Gast

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    #17
    Zitat Zitat von Larsi99 Beitrag anzeigen
    der regelbereich ist nicht von der handkraft abhängig, die bei sinter tendentiell geringer wird, sondern von der bremsleistung
    Die Handkraft ist aber immer gleich, jedenfalls bei einer (Schock-)(Not-)Vollbremsung. Wenn die Bremsleistung dann im Fall von Sinterbelägen höher ist, ist man eher und länger im Regelbereich.

  8. Registriert seit
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    #18
    Hi Momber
    Wenn es bei den Kolben von 0,5mm Hub (eigentlich 0,25mm) mehr oder weniger abhängt, dann hat der Konstrukteur etwas Grundsätzliches falsch gemacht.

    Die Handkraft bleibt tatsächlich immer gleich. Nämlich volle Pulle. Das ist oft zu viel. Also regelt das ABS.
    Die Annahme bei weniger "zu viel" würde das ABS länger regeln und somit den Bremsweg verlängern ist akademisch.
    Da müsste man auch sagen: Wenn ich reinlange ist der Bremsweg länger als wenn meine bessere Hälfte reinlangt. Sie hat weniger Handkraft (bilden sich Menschen ein die sie nicht kennen).
    Wie schnell jemand reinlangt hast Du bei der Überlegung vergessen.
    Will ein Softie seiner Bremse nicht weh tun, fährt er vorausschauend und bremst immer, sagen wir sanft, dann wird er auch bei einer Panikbremsung zu langsam zugreifen. Die meisten Bremsprobleme entstehen (nicht meine Statistik) weil zu langsam und zu lahm "reingelatscht" wird.
    Soll jeder selbst entscheiden was er lieber hat: Ob sein ABS "sofort" anspricht und einen Regelzyklus länger "jobt", oder das des Softies 16 Zyklen weniger regelt weil das Mopped bereits nach 2 Zyklen einschlägt aufgrund der Tatsache dass er einfach nicht energisch genug reingelangt hat.
    Was glaubst du weshalb die Empfehlung bei Fahrsicherheitstrainings "voll drauf" heisst? Speziell Frauen (sorry Mädels, ist so ) sind überrascht wie lange die Bremsen ihres Autos nicht blockieren obwohl sie immer "voller" reintreten. Allerdings sind die Damen dann diejenigen die sich das Gelernte besser merken (jetzt Mädels, seid ihr wieder zufrieden)
    gerd

  9. Momber Gast

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    #19
    Zitat Zitat von gerd_ Beitrag anzeigen
    Soll jeder selbst entscheiden was er lieber hat: Ob sein ABS "sofort" anspricht und einen Regelzyklus länger "jobt",..
    Na ja, "unser" ABS regelt ja im Vergleich zu den neuesten Errungenschaften eher grob.
    D. h. den kürzesten Bremsweg wird man erzielen, wenn man möglichst nah an der maximalen Verzögerungsleistung des Reifens (!) bleibt, ohne zu überbremsen, also ohne dass das ABS eingreift.

    Der Chef von Brembo hat dazu in der aktuellen MOTORRAD was interessantes gesagt, grob sinngemäß zitiert: "Für uns wäre es kein Problem, die ultimative Superbremse zu konstruieren.... allerdings gibt es kein Motorrad auf der Welt, das diese Bremsleistung sinnvoll umsetzen könnte."

    Meine Überlegung ist also schlicht die, ob nicht Sinterbeläge plus Wave Scheiben (die ja anscheinend auch einen höheren Reibwert haben?), nicht vielleicht zu viel des Guten sind, speziell für unsere "Grobslicks" vorne drauf.

    Übrigens hab ich letzte Woche zum ersten Mal reine Straßenreifen für die GS bestellt (Dunlop Roadsmart). Mal sehen, wie sich das auswirkt.

    Gruß
    S.

  10. Registriert seit
    17.04.2004
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    Standard

    #20
    Hi
    >>>
    D. h. den kürzesten Bremsweg wird man erzielen, wenn man möglichst nah an der maximalen Verzögerungsleistung des Reifens (!) bleibt, ohne zu überbremsen, also ohne dass das ABS eingreift.
    <<<

    Damit hast Du selbstverständlich erst mal Recht.
    Wenn Du(!) das aber besser kannst als dieses liederliche ABS, dann ziehe ich den Ht. Wahrscheinlich hast Du dann ohnehin Besuch von etlichen Hutträgern. Larsi wird wohl auch kommen.
    Nachdem aber 99% aller Anwender nicht über Deine Geschicklichkeit verfügen (zumindest nicht bei jedem Strassenzustand) haben die Konstrukteure eben das ABS verbaut das einen längeren Bremsweg als Du benötigt aber immerhin weniger als die restlichen 99%.
    gerd


 
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