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Anekdoten vom TÜV

Erstellt von rumpel, 16.09.2015, 21:50 Uhr · 11 Antworten · 2.164 Aufrufe

  1. Registriert seit
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    Böse Anekdoten vom TÜV

    #1
    Heute war es soweit.

    Beim Inspektion durchgeführt und fälligen TüV beauftragt.
    Am frühen Nachmittag dann der Anruf:

    "Hr. Rumpel die Maschine ist soweit fertig aber (leichtes Kichern in der Stimme) der TüV hat nicht geklappt denn die REIFEN..."

    Was ist damit?

    "Ja der TüV kann einige Angaben nicht finden und der Lastindex entspricht nicht der Freigabe und er kann das "B" nicht finden."



    "In der Freigabe steht vorne 59T und hinten 70T, aber der hintere Reifen hat nur 69H."

    Das heißt wegen 10kg Lastdifferenz bekomme ich keinen Stempel. Das die Reifen auch die Prägung "M+S" aufweisen und damit eigentlich nur 140km/h, (oder waren es 160km/h?) mit entsprechendem Warnaufkleber im Cockpit gefahren werden dürfen, davon kein Ton. Wobei ich eh nie schneller als 140km/h fahre, aber das ist ein anderes Thema.

    Nun habe ich ein wenig recherchiert und bin auf eine Information gestoßen:

    Faustformel: Für jede Erhöhung des Luftdrucks um 0,1 Bar wird die Belastbarkeit des Reifens um einen Punkt auf dem Tragfähigkeitsindex heraufgesetzt.

    Somit gibt es eigentlich technisch gar keinen Grund den Stempel zu verweigern. Bei einem maximal zulässigen Gewicht auf dem Hinterrad von 280kg sind bis zu den 325kg des Tragfähigkeitsindexes noch 45kg Reserve.

    Haben wir den technischen Sachverstand schon soweit abgegeben, das uns nur die Buchstaben noch Sicherheit bieten?

    Ich versuche es bei einer anderen Prüfstelle. Bin mal gespannt...

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    #2
    War mit meiner Dakar auch beim TÜV, keine Plakette bekommen.

    1. Scheinwerfer steht zu hoch !
    Ich sage noch ich habe gestern die Federvorspannung wegen Probesitzen einer Dame ganz zurück gedreht,
    wenn ich die wieder hoch drehe passt das wieder, außerdem kann ich die Höhe am Drehrad verändern.
    Kein Kommentar vom Prüfer.

    2. Motor unten verölt !
    Ja sag ich das kommt vom Kettenöler, wollte ich vorher beseitigen, war aber mit der Zeit zu kapp.
    Kommentar vom Prüfer: Hätten sie es mal gemacht.

    3. Selbsgebauter Spritzschutz hinten zu scharfkantig !
    Vor 2 Jahren hat das nicht gestört.

    4. AU Motordrehzahl zu hoch 1500 UpM, es dürfen nur 1400 Upm sein !
    Sag ich ihm, die ist seit 14 Jahren immer bei 1500 UpM und lässt sich bei einer Einspritzanlage nicht veändern.
    BMW sagt 1350 + 100, macht bei mir 1450 UpM.
    Ich dachte nur, Sack damischer.

    Habe die Nachuntersuchung beim Freien durchführen lassen, alles Bestens ohne was zu ändern,
    dafür nochmal um 50 Euro ärmer.

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    #3
    Das ist keine Anekdote, sondern geltendes Recht. Du musst damit rechnen,auch bei einer anderen Prüfstelle ebenfalls keinen Stempel zu kriegen. Die technischen Gegebenheiten spielen dabei keine Rolle. Lass Dich mal von der Rennleitung erwischen mit diesen Reifen. Glaubst Du, die messen Dir Deinen Luftdruck nach? Vielleicht auch noch den Puls? Nee Du hast falsche Reifen drauf und das kostet mindestens 25 Euro, wenn einer mies drauf ist und deren Bußgeldstelle mitzieht, bis zu 90 Euro für den Fahrer und 135 für den Halter.

    Für das Geld kriegste auch schon Reifen, die luftdruckunabhängig zulässig sind. Kannst das aber gern mal auf die Spitze treiben und vor Gericht gehen, das Ergebnis würde mich interessieren .

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    #4
    Ich habe gerade einige Anbieterseiten gequält. Ich finde für das Hinterrad in der Größe 150-70/17 nur 69 Lastindex, egal ob K60, Scorpion Trail, TA2, Anakee3, TKC70... Liste ist beliebig erweiterbar.

    Tolle Wurst, die Reifenfreigabe... es sieht so aus als ob die Freigabe vertippt ist?

    Und wir haben vom TüV schon Schweißzertifikate bekommen, die wir dem TüV zur Korrektur zurückgeschickt haben. Der TüV kocht auch nur mit Wasser und bei einem Prüfer setze ich zumindest eine rudimentäre Markt- und Technikkenntnis voraus. Obwohl, das haben wir von deren Schweißspezis auch angenommen...

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    #5
    Zitat Zitat von BMW Peter Beitrag anzeigen
    War mit meiner Dakar auch beim TÜV, keine Plakette bekommen.



    Habe die Nachuntersuchung beim Freien durchführen lassen, alles Bestens ohne was zu ändern,
    dafür nochmal um 50 Euro ärmer.
    Ist immer noch günstiger als einen neuen Satz aufziehen lassen, nur weil das Papier fehlerhaft ausgestellt ist.

  6. Registriert seit
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    #6
    Ah ja, das stimmt natürlich. Wenn laut CoC oder Zulassungsbescheinigung nur 69 vorgeschrieben ist, dann reicht das theoretisch natürlich aus. Wenn der Aussteller der Freigabe nun 70 eindruckt, egal ob fehlerhaft, nachlässig oder mit Absicht, dann ist das aber eben auch so.
    Dann könnte man natürlch mal mit dem Reifenhersteller Kontakt aufnehmen.

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    #7
    Zitat Zitat von BMW Peter Beitrag anzeigen


    Ich dachte nur, Sack damischer.
    Nun da ich die aktuelle 2015 Reifenfreigabe in den Händen halte und damit alle meine Argumente bestätigt werden, kann ich mich dem Zitat nur anschließen. Dem TüV-Prüfer war noch nicht einmal aufgefallen das die 2011-er Freigabe die falsche Felgengröße nannte.
    Und wäre es ihm aufgefallen hätte ich das Motorrad wohl erst einmal umbauen müssen...
    Lesen, verstehen, denken - ich komme mir vor wie im Mittelalter als "lesen" schon eine Errungenschaft war.
    Sorry aber der Unmut mußte raus.

    Sobald ich vom Hersteller das Einverständnis habe, stelle ich die Freigabe hier ein.

    r1200gs_r12_mitas.png

    Und hier noch die Nummer gegen TüV-Kummer:

    Hr. Jens Halupka
    +49 511 936 17660
    +49 170 7627399


    Das soll keine Werbung sein, nur Hilfestellung.
    Ein etwaiger Verstoß gegen Forenregeln ist nicht beabsichtigt.

  8. Registriert seit
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    #8
    Zitat Zitat von rumpel Beitrag anzeigen
    Tolle Wurst, die Reifenfreigabe... es sieht so aus als ob die Freigabe vertippt ist?...
    haha ich hab das Problem des "fehlerhaften" Dokumentes von Metzeler mal mit Acrobat Writer gelöst und das Dokument nachbearbeitet der TÜVler war zufrieden, ich auch ( ist schon verjährt glaub ich....)

  9. Registriert seit
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    #9
    Also wenn ich das jetzt richtig verstanden habe, dann hat Mitas eine fehlerhafte Unbedenklichkeitsbescheinigung geliefert, was der TÜV-Prüfer im Gegensatz zu dir überprüft und erkannt hat, daraufhin hat er völlig zu Recht die Plakette verweigert und ist deswegen in deinen Augen ein "damischer Sack".

    Deine Logik ist bewundernswet!

    Polly

  10. Registriert seit
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    #10
    Er hat das Papier gelesen und nicht verstanden.

    Ach was... es hat keinen Sinn un du hast Recht.


 
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