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Bridgestone Battlax A 40 120/70/19 u. 170/60/17

Erstellt von Georg851, 23.10.2014, 08:08 Uhr · 82 Antworten · 19.255 Aufrufe

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    #41
    Bridgestone Battlax A40




    20160108_111135.jpg



    Im Dezember 2015 erhielt ich einen Anruf von Mopedreifen.de, ob ich Anfang Januar Zeit hätte für einen Test von Sportreifen. Der Test sollte in Spanien stattfinden, eine Finca wäre schon angemietet. Top Testfahrer gäbe es schon genug, aber sie bräuchten noch jemanden, der so ein bisschen den Hausmeister macht, Müll rausbringt, Küchendienst verrichtet, Kartoffeln schält und das Begleitmotorrad fährt. Na ja, nicht unbedingt die Grundlage um gleich ein Drittel des verfügbaren Jahresurlaubs zu verbraten.

    Wahrscheinlich grinst der Jens Thiel (das ist der Chef von mopedreifen.de) immer noch vergnüglich vor sich hin, da hat er mich nämlich schön drauf geschickt und ich hab wohl am Telefon ziemlich erheiternd nach Fassung gerungen.

    Na ja, er kam dann relativ gleich mit den Fakten rüber:
    Gefahren werden wieder BMW S1000R mit den Neuerscheinungen
    - Continental Sport Attack 3
    - Bridgestone S21
    - Pirelli Diablo Rosso III

    und als Referenzreifen vom Test 2015 der Metzeler M 7 RR

    Das Referenzmotorrad war eine BMW R1200 GS (K50) TripleBlack mit dem neuen Bridgestone-Pneu für die Großenduros, den Battlax A 40, der endlich in der notwendigen Größe 120/70/19 für vorne und 170/60/17 für hinten verfügbar sein wird. Für die luftgekühlte in 110/150 isser ja schon erhältlich. Da gibt’s auch schon einige veröffentlichte Tests und Videos, z.B. von 1000PS, wo die kleine Größe überschwänglich gelobt wird.

    Bei dem Januar 2016 Test sind Vertreter der Hersteller anwesend und permanent vor Ort um sicherzustellen, dass die eigenen Produkte einem für alle gleichen Verfahren mit oder gegen die Mitbewerber unterzogen werden.

    Von Bridgestone war das zum Beispiel Pit Baumgartner, pit-baumgartner.jpg

    (Bildquelle http://img.speedweek.com/i/6/638707e...pg?preset=i750)


    Das ist der Typ mit der roten Jacke. Solange Bridgestone noch die MotoGP Reifen geliefert hat, war er der Reifentechniker, der verschiedene Teams mit ihren Fahrern betreut hat, u.a. den kleinen Kerl mit den großen Kotletten und dem sein Teamkollege (der hat glaub ich gewonnen, aber darum geht’s hier ja nicht und ist deshalb auch nicht so wichtig wie er gewonnen hat.)

    Der Pit ist ein netter Kerl, aber zum A 40 hat er mich genauso gegrillt und befragt wie die großen Jungs und genauso gekuckt wie auf dem Bild. Das war nicht immer ganz einfach, er hat mit Fachbegriffen wie „Pitch“ , „Downforce“ und noch mehr, was ich mir gar nicht merken konnte gefragt und musste mir meistens erst noch erklären, was er damit meint.







    Von Continental war der Malte Bigge dabei, der zum Beispiel die 1000 km Hockenheim 2014 mit ner 750er Suzi gewonnen hat. Nebenbei ist er gelernter Ingenieur und Leiter Produktmanagement der Motorradreifensparte des Korbacher Conti-Werks.


    902399_590756794270054_167133548_o.jpggsx-r-cup-oschersleben-1675.jpg



    Bild Quelle Quelle2





    Von Metzeler/Pirelli war der Testchef Salvatore (Salvo) Pennisi da
    salvo-pennisi.jpg

    Ihr seht, da fehlt nur noch ein Hansemann und schon ist die ganze Prominenz versammelt.

    Natürlich hab ich mit der GS alle auf den S1000R vor mir hergescheucht.

    Jetzt aber zurück zum Bridgestone A40. Da ich hauptsächlich mit der GS unterwegs sein sollte, habe ich mein Navi mitgenommen und am Motorrad befestigt, so wurden alle Strecken aufgezeichnet. Hier mal der Überblick.

    spanien2016.jpg


    Mit der Strecke war dann alles dabei was man braucht, um einen Reifen mal intensiv unter die Lupe zu nehmen. Schlechter und teilweise auch leider staubiger Teer, glatter Belag und solcher mit Flickstellen, Landstraßen breit ausgebaut und mit sanften Schwüngen versehen, oder eng und holperig, bergauf- und bergab Strecken, sogar etwas Autobahn hatten wir dabei.

    Hier mal noch ein paar vergrößerte Ausschnitte

    kurven-nationalpark.jpgcartagena.jpgspanisches-stilfser.jpg


    So, jetzt kennt ihr mal die Rahmenbedingungen unter denen das alles stattgefunden hat.
    Miniaturansichten angehängter Grafiken Miniaturansichten angehängter Grafiken teststrecke.jpg  

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    #42
    Darfst Du ein Fazit geben? 'Eigentlich' ging es bei dem Test ja um andere Reifen und Moppeds...

    Oder habe ich was übersehen?

  3. X-Moderator
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    #43
    Zitat Zitat von oerst Beitrag anzeigen
    Darfst Du ein Fazit geben? 'Eigentlich' ging es bei dem Test ja um andere Reifen und Moppeds...

    Oder habe ich was übersehen?
    Hier Bridgestone Battlax A 40 120/70/19 u. 170/60/17

  4. Registriert seit
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    #44
    Link zum Video tut nicht und da steht, dass noch Details kommen... Sind ja auch da, aber nix zum Reifen...

  5. X-Moderator
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    #45
    Zitat Zitat von oerst Beitrag anzeigen
    Link zum Video tut nicht und da steht, dass noch Details kommen... Sind ja auch da, aber nix zum Reifen...
    Bei mir funzt Link und Video

  6. Registriert seit
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    #46
    Danke, dann versuche ich mal nen PC...

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    #47
    Da kommt noch was

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    #48
    Und jetzt zum Bridgestone A40:



    Nach dem Ausladen und Einrichten in der Finka, (so sieht se von vorne aus: )




    (und so war’s innen: )




    … gings erstmals auf Tour zur Bateria de Castillitos, ein zwischen 1933 und 36 gebautes Fort mit 2 Kanonen mit einem Kaliber von 45 cm, die ne Reichweite von
    35 km hatten und die die Bucht von Cartagena schützen sollten.




    Die Strecke dorthin war teilweise sehr schlecht, übersät mit Schlaglöchern undAsphaltflickstellen aber jede Menge Kurven die zum Räubern einluden. Danach war
    der Reifen aber eingefahren.


    Abends dann die ersten Vorbereitungen für die geplanten Luftaufnahmen mit einer Drohne.


    In den folgenden Tagen sind wir dann eine bestimmte Strecke immer wieder gefahren und natürlich wurden auch wie immer die Motorräder gewechselt, damit die
    Fahrer die Reifen direkt miteinander vergleichen konnten.

    Mit einer Ausnahme: Die GS war mein! Also ich bin immer den Bridgestone A40 gefahren.


    Der Reifen war krachneu und entsprechend gut hat er auch funktioniert. Wer jetzt aber glaubt, dass ich ein Loblied auf die Pelle singe oder eine Liebeserklärung
    abgebe, der hat sich getäuscht. Alle neuen Reifen haben noch die Kontur, die die Hersteller ihnen nach vielen Fahrtests mitgegeben haben.

    Für mich stellte sich also die Frage, wie funktioniert der A 40, wenn nicht mehr der Hersteller die Kontur vorgibt, sondern der Hansemann den mit seiner Persönlichkeit
    getränkt hat.


    Also habe ich vorerst der Versuchung widerstehen müssen, auch mal mit den neuen, noch nicht öffentlich vorgestellten Sportreifen rumzuschraddeln. Die Verlockung
    war groß, vor allem, weil die oder der Eine oder Andere unbedingt auch mal den neuen Brückenstein pilotieren wollten. (und dann hätte ich eben mit ner 1000er fahren
    müssen)


    Nix da. Ich !


    Die ersten 1000 Kilometer waren meine.


    So sah der Reifen neu aus


    Luftdruck waren die von BMW vorgegebenen 2,5 bar vorne und 2,9 bar hinten.

    Dazu mal ein kleiner Einschub von mir, da ich es nicht so richtig nachvollziehen kann, warum früher immer zwei Luftdruckangaben existierten,
    für den Fahrer alleine und eine für volle Beladung. Das wurde schließlich in aufwändigen Versuchen herausgefahren und für so gut befunden,
    dass es teilweise sogar in den Reifenfreigaben/-empfehlungen mit aufgeführt war und auch auf den Herstellerseiten veröffentlicht wurde.


    Jetzt gibt’s nur noch den einen Luftdruck, der oft der Empfehlung für volle Beladung entspricht. Mit dem Luftdruck haben wir angefangen.


    Der A40 offenbarte sofort seine Bridgestone-Gene.


    Ein sportlich straffer und entsprechend stabiler Unterbau/Karkasse und holt den Grip hauptsächlich aus der Gummimischung. Funktioniert. Haken dran.


    Das hat natürlich zur Folge, dass er sehr präzise und auch genau einlenkt. Durch die stabile Karkasse verformt er sich auch beim Bremsen in Schräglage nicht
    so sehr und kommt kaum hoch. Diese Stabilität zeigt er auch auf der Autobahn. Ich hab da mal, als die Bahn völlig frei war, die LC ausgequetscht, Tacho 240 km/h
    und GPS 225 km/h, da wackelt nix, da pendelt nix und es schaukelt sich auch nichts auf. Wenn man aus der Geschwindigkeit dann einfach mal voll den Anker wirft,
    fährt das Motorrad weiter stur geradeaus und auch kurz vor Stillstand bleibt sie schön in der Spur. Bolzstabil! Haken dran.



    Diese Stabilität hat bei schlechter Wegstrecke natürlich ihren Preis, nämlich den Komfort. Der war da im Keller und für einen Tourensportreifen eigentlich unangemessen.
    Jetzt hatte ich ja einen persönlichen Reifentechniker dabei, den Pit Baumgartner. Wie im ersten Teil schon vorgestellt, hat der Plan von Motorradreifen. Der konnte gar
    nicht glauben, was ich da so meinte erfühlt zu haben. Wenn man mit so ner Hausnummer spricht und kriegt sachliche und fachliche Rückmeldung, muss man sich
    natürlich auch mal selbst hinterfragen, stimmt mein Popometer noch, oder muss er neu kalibriert werden. Wobei ich keine Ahnung habe, wie man das machen könnte.

    Liegts an meiner Art und Weise, wie ich Motorrad fahre?


    Alles Käse, mir hat der Kuchen nicht geschmeckt. Punkt.


    Nur was tun? Da haben Profis mit viel Erfahrung, Fachwissen und Können nach relativ langer Entwicklungszeit ein Produkt vorgestellt, auf das sie stolz sind. Dann kommt
    so ein Pfälzer, rollert ein bisschen in Spanien rum und nörgelt: „Super Reifen, stabil, präzise, handlich und agil, sehr geringe Aufstellneigung, aber auf schlechtem Asphalt
    ist er mir nicht komfortabel genug!“


    Na wir haben dann etwas mit dem Luftdruck rumexperimentiert und sind vorne und hinten zwei Zehntel runter. Dann hat der Hansemann auch bei den Flickstellen wieder
    milde gelächelt (oder, je nach Standpunkt, blöde gegrinst)


    Das hat man dann auch auf der Rennstrecke von Cartagena gesehen. Ein relativ kurzer Kurs, aber ich halte ihn für meine Verhältnisse für sehr anspruchsvoll. Da gibt’s
    eine Kurve, die muss man völlig „Peng“ anfahren, sonst fliegt man unweigerlich aus der Anschlusskurve raus.


    Zum Glück ist Arne Tode die ersten paar Runden auf der für mich unbekannten Strecke vorausgefahren, hat mir Linie, Einlenk- und Bremspunkte gezeigt.

    Wer Arne Tode nicht kennt, den kann man googeln, der war das eine oder andere Mal Meister in der Supersport IDM und ist auch in der Moto2 gefahren.


    Auf dem Kurs waren in der Box nebenan Jonas Folger und Marcel Schrötter, die sich im Winter für den Sommerzirkus fit hielten. Die ballerten dann 1:36 er und
    1:37er Zeiten auf ihren Trainingsmaschinen. Wie schnell die Pons-Brüder Axel und Edgar (die waren auch da) fuhren weiß ich nicht, aber denen fehlte etwas Zeit,
    zumindest optisch.


    Arne Tode fuhr mit der S1000R auf den getesteten Straßenreifen und dem Seriendruck 2,5/2,9 dann 1: 43/44 er Zeiten.

    Ich hatte an der GS keinen Timer und ich weiß auch nicht, ob sonst jemand auf die Uhr gekuckt hat, aber ich hatte ja den BMW-Navigator 5 auf der GS.


    Links unten sieht man etwas „Gewürm“ auf der Aufzeichnung, daneben am Anfang der Geraden sind 3 Punkte, leider nicht genau auf der gleichen Stelle,
    aber immerhin ungefähr. Die haben einen Zeitunterschied von ca. 2:02 – 2:04 .



    Für nen Ü50 auf ner straßenbereiften GS hinnehmbar. Viel schneller hätte ich mich aber auch nicht getraut, haben doch die Fußrasten bereits leiden müssen.
    Das Foto ist mit einem Handy gemacht worden und nicht so scharf, aber das Entscheidende kann man erkennen:



    Ich habe für meine Verhältnisse die Möglichkeiten des Motorrads ausgereizt, meine natürlich auch, ich hab immer tüchtig rechts am Griff gedreht und
    links am Hebel gezogen und ab und an auch mal den Bobbes und den Oberkörper neben die Längsachse des Motorrads bewegt.

    Die Reifen sahen dann hinterher so aus:


    Also ganz manierlich, keine groben Rollwürstel von überhitzten Reifen, trotz ansprechender Hatz aufm Kringel. Noch nen Haken dran.

    Insgesamt hat der Reifen da vor der Rennstrecke knapp 1500 km runter (und die Anderen durften mittlerweile dann doch auch mal fahren) und eben die
    paar Runden in Cartagena.


    Anschließend bin ich noch knapp 200 Kilometer mit dem Reifen durch die Gegend gefahren, da wurde der Reifen wieder glatter (auch außen), aber am Profil
    hat sich nichts mehr getan, was man hätte fotografieren können.



    Leider


    • war dann die Zeit rum und ich musste wieder nach Hause, dabei hatte ich mich gerade an die Temperaturen um 20 C° im Januar gewöhnt und zuhause wars
      dann wieder ar…kalt
    • hat’s nicht geregnet, deswegen kann ich nichts belastbares zur Regenperformance sagen, zu spekulieren, wäre unseriös



    Fazit:



    Der Bridgestone A40 ist ein toller Reifen für die R1200 GS LC (K50/51). Sportlich straff, mit Klasse Rückmeldung, sehr agil und handlich, zielgenau mit sehr
    geringer Aufstellneigung beim Bremsen in Schräglage. Mit dem leicht reduzierten Luftdruck waren auch Eigendämpfung und Komfort so, wie ich mir das vorstelle.

    Da ich die GS sicher und spurstabil bis an die Fußrasten in die Kurve legen konnte, brauche ich über Grip wohl nichts zu sagen. Der Reifen ist mindestens auf
    Augenhöhe mit denTOP-Mitbewerbern. Da das ein Einzel- und kein Vergleichstest war, kann ich nicht mit Bestimmtheit sagen, er wäre besser als dieser oder
    jener Reifen. Ich bin mir aber sicher, dass der A40 einen Vergleichstest nicht zu scheuen braucht.

    Noch so am Rande, ich bin natürlich auch ein paar Feldwege und Schotter gefahren, da gibt’s auch ein: Haken dran.

    Da sind nämlich die anderen Motorräder nicht mehr so dicht hinten dran gewesen, so ein bisschen sieht man auch im ziemlich zum Ende.

  9. X-Moderator
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    Standard

    #49
    Sind die Bilder verlorengegangen?

  10. Registriert seit
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    Standard

    #50
    Welche Bilder? Ich seh die groß und deutlich im Text. Im Gegenteil, teilweise sind die sogar größer als gewollt, was den Rest der Formatierung zerschießt


 
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